Hintergründe der WARNUNGs-Botschaften: Es war einmal…eine „Endzeitprophetin“…

Der folgende Text unseres stets gründlich recherchierenden Leserkommentators “GsJC”, der uns heute erreichte, ist höchst vielsagend, so daß wir ihn nachfolgend als separaten Artikel veröffentlichen.

Der Autor befaßt sich bereits seit Jahren scharfsinnig mit den angeblich himmlischen Botschaften der sog. “Warnung”, welche  –  wie es heißt  –  von einer anonymen “Seherin” aus Irland empfangen werden; der offensichtliche Unfug wird im Internet und durch Buchbände schon seit langem verbreitet, bis in den Frühling 2013 geschah dies sogar im „Kathshop“-Vertrieb (einer Nebenabteilung von „Kath.net“).0023

Unser Webmagazin CHRISTLICHES FORUM wandte sich von Anfang an gegen diesen irrgeistigen Panik-Unsinn, der gleichwohl erstaunlich viele Anhänger gewinnen konnte.

Hier folgt der aufschlußreiche Recherche-Beitrag unseres Lesers:

Seit gestern Abend ca. 23.45 Uhr ist die Webseite “www.thewarningsecondcoming.com” nicht mehr erreichbar. Zuvor wurde den Betreibern über ihr Kontaktformular freundliche, aber unmissverständliche Worte mitgeteilt.

Da die Webseite immer noch “down” ist, darf davon ausgegangen werden, dass die “Privatbotschaft” angekommen ist. Es gibt dennoch keinen Grund für uns Kritiker zu triumphieren. Stattdessen gibt es aber genügend Gründe, für die ganze Familie der “Endzeitprophetin” zu beten.

Familienmitglieder der genannten Dame betreiben eine Internetfirma, beschäftigen sich mit Webdesign, Online Video Marketing, Mobile Apps etc… und sie waren für die Technik verantwortlich.

Die Webseiten der Internetfirma sind weiterhin erreichbar und liegen auf dem gleichen Server in Hürth bei Köln, wo auch die Seiten “thewarningsecondcoming.com” gehostet werden. Ein technisches Problem der Erreichbarkeit scheidet somit aus.

Es hat sich auf beinahe dramatische Weise bestätigt, dass auch erhebliche finanzielle Probleme seit dem Jahr 2009 im Vordergrund standen und weiterhin bei der Familie bestehen.

Was dies jetzt für die Anhänger der “Botschaften” dieser irregeleiteten Dame bedeutet, die sich hier im Kommentarbereich oft sehr lautstark zustimmend zu Wort gemeldet haben, würde ich an deren Stelle mit einem guten Beichtvater bereden.

Wenn ich hier noch etwas frei von der “katholischen Leber” weg loswerden darf:

Nach dem Gespräch  –  ihr Anhänger  –  betet auch ihr für diese Familie, der ihr so lange willig den Blödsinn abgekauft habt, denn die haben Gebet bitter nötig, damit es nicht zu einer menschlichen Tragödie kommt.

Mit eurer Sucht nach immer neuen “Botschaften” und fehlgeleitetem Eifer habt ihr die Dame und das Umfeld nur noch weiter angetrieben.

Hier folgt ein später eingetroffener HINWEIS des Autors:

Da wurde 12 Stunden überlegt, was zu tun ist!

Auch wenn die Seite seit ca. 12 Uhr wieder online ist, darf ergänzend in diesem Anliegen noch mitgeteilt werden, dass sich viele Menschen, die die Carberry´s vor Ort kennen, sehr lange zurückgehalten haben.

Die “Botschaft” mit dem “falschen Propheten” hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Oder wünscht sich einer der “katholischen” Anhänger dieser “Botschaften”, dass in seinem Ort, Wohnviertel oder Hausgemeinschaft gegen ihn von anonymer Seite die “Botschaft” verbreitet wird, dass er mit dem “Dämon im Bund” ist?

Auf diese Weise versuchen auch Sekten, Aussteiger fertig zu machen. Darüber sollten die Anhänger einmal ernsthaft nachdenken.

Oder hättet ihr kein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, wer euch derartig bösartig versucht, mit Unterstellungen zu schaden? Wer diesen Weg der Unterstützung weiterbeschreitet, nähert sich einem gefährlichen Tor.

P.S. Einen Hinweis zur Identität der Dame gab es schon im Februar 2012 hier im Kommentarbereich:
https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/08/falsche-ankundigung-in-der-pseudo-botschaft-die-warnung/comment-page-3/#comment-2191
 

Hier gehts zum Artikel einer anderen Webseite gegen die WARNUNG: Channeling ist Esoterik pur!

Zudem der Bericht bei GWUP mit Zitaten aus unseren Beiträgen: http://blog.gwup.net/2013/11/17/offenbarungs-eid-einer-seherin-die-warnung-ist-nonsens/


Gemeinschaft „Totus tuus“ feiert Medjugorje-Jubiläum in Heroldsbach

Von Felizitas Küble

Der charismatisch-katholische Jugendverband „Totus Tuus“ (= „Ganz Dein“) feiert vom 25. bis 26. Juni 2011 das 30-jährige Jubiläum der „Marienerscheinungen“ von Medjugorje  – und auch diesmal findet die Veranstaltung in Heroldsbach statt   – und dies nun bereits zum 6. Mal.

Warum gerade dieser Tagungsort? 

Bekanntlich wurden die „Erscheinungen“ von Heroldsbach Anfang der 50er Jahre kirchlich strikt abgelehnt, nicht allein durch den Bamberger Ortsbischof, sondern ausdrücklich auch durch den Vatikan (Hl. Offizium/Glaubenskongregation) und sogar durch Papst Pius XII. persönlich, der gewiß ein betont marianischer Papst war, aber eben deshalb keinen Mißbrauch der Marienverehrung durch falsche Erscheinungen wünschte.

Die schwarmgeistige Gruppierung „Totus Tuus“ schreibt auf ihrer Webseite (www.totus-tuus.de):  „Gemeinsam wollen wir der Muttergottes für mittlerweile 30 Jahre Erscheinungen in Medjugorje danken und sie bitten, uns den Erlösungsplan Gottes immer mehr begreifen zu lassen.“

Der „Erlösungsplan Gottes“ bedarf aber bestimmt keiner 40.000 „Erscheinungen“ zu seiner Enthüllung, zumal es sich durchaus um keinen Geheimplan handelt:  vielmehr liegt das Erlösungswerk Gottes in Christus offen zutage: wir lesen davon in der Heiligen Schrift, hören darüber in der kirchlichen Verkündigung und erfahren die Früchte des göttlichen Heilswerk in den heiligen Sakramenten. 

Ob „Totus tuus“ dies je begreifen wird? Worauf gründet diese Gemeinschaft eigentlich ihren Glauben? Auf Erscheinungen wie Heroldsbach und Medjugorje? Auf schwärmerische religiöse Gefühlserlebnisse, die als „Gotteserfahrungen“ hochgejubelt werden? Auf außergewöhnliche „Geistesgaben“? Auf hypnotische Phänomene wie das „Ruhen im Geist“ (trance-artiges Rückwärtskippen), rockige Lobpreismusik und enthusiastisches Zungenreden?

Wie dieser Erfahrungsbericht zeigt, werden solche Sonder-Erlebnisse bisweilen regelrecht herbeigeredet und suggeriert: http://www.catholicism-wow.de/pivot/entry.php?id=196

Nein, unser Glaube beruht nicht auf subjektiven Erlebnissen, sondern vielmehr auf den zwei fundamentalen Säulen: Heilige Schrift und kirchliche Lehre, auf Bibel und apostolischer Tradition.