H. Lungenschmid – ein Prophet unserer Zeit?

Von Pater Michael Ramm

Schon mehrere Jahre macht ein gewisser Helmut Lungenschmid auf sich aufmerksam. In Büchern und Vorträgen spricht er über sein “Sterbeerlebnis”, welches er als 15-jähriger Junge beim Zahnarzt gehabt haben will. Es handelt sich um eine Nahtoderfahrung, die er wegen einer Überdosierung an Betäubungsmitteln hatte.

Seinen Visionen gibt Lungenschmid einen unfehlbaren Anspruch, indem er häufig Formulierungen benutzt wie z.B. “Die Gottesmutter sagte mir…” oder “Jesus erklärte mir im Jenseits…”.

Wenn man davon ausgeht, dass er seine Einsprechungen direkt von höchster Stelle bezieht, müssen sie natürlich fehlerfrei sein. Dieser Anspruch, den Herr Lungenschmid selber erhebt, macht es wiederum leicht, die Echtheit seiner Aussagen zu überprüfen.

Tatsächlich sind seine Schilderungen derart irrsinnig, dass man sich wundert, wie es Menschen geben kann, die ihm Glauben schenken.

Weil Lungenschmid in seinen Büchern die Petrusbruderschaft erwähnt und für die Feier der Hl. Messe im außerordentlichen Ritus wirbt, scheint mir eine klare Stellungnahme sinnvoll zu sein:

Sein Buch ist voll von Science-fictionartigen Verschwörungstheorien. Lungenschmid behauptet z.B. ernsthaft, dass die Automarke “Volkswagen” vom Teufel sei, weil der Buchstabe “V” angeblich den Zahlenwert “6″ ergebe und “W” aus zwei “V” bestehe, was zusammen die Zahlenkombination “666″ ergibt, wie ihm die „Gottesmutter“ im Jenseits genauestens erklärte. Daher würde es ihn auch nicht wundern, “wenn dieses Auto zusätzlich auch noch satanisch besprochen wäre.”

Lungenschmid glaubt an eine von oben gesteuerte Dezimierung der Weltbevölkerung, die bereits begonnen hat: “Die Gottesmutter erklärte mir im Jenseits, dass am Ende der Zeit … die Weltbevölkerung dezimiert wird.”

Unter anderem soll dies durch die Förderung von Abtreibung und Euthanasie und durch Vergiftung von Nahrungsmitteln sowie dem Einbau von radioaktivem Plutonium in den Tabak geschehen. Lungenschmid schreibt: “…ich kann mich noch an einige Marken erinnern, die mir von der Muttergottes gezeigt wurden, wie z.B. Marlboro, Memphis, etc.”

Auch das auf der ganzen Welt verkaufte Getränk Coca Cola sei durch chemische Zusatzstoffe vergiftet.

Im Kapitel “Parallel-Städte” behauptet Lungenschmid, dass ihm die Gottesmutter riesige unterirdische Höhlen zeigte, die in der Nähe von Großstädten angelegt seien. Hier würden Tausende und Abertausende von Unterkünften für Islamisten im Geheimen von unserer Regierung gebaut.

Als Erklärung dafür, wie die gigantischen Kosten für diese Mega-Projekte gedeckt werden sollen, schreibt er: “Die Gottesmutter zeigte mir, dass das Geld hierfür von Großprojekten abgezweigt wird, … – große Straßenbaustellen, an denen, wie man sieht, lange Zeit nichts weitergeht, … – Flughäfen, die eine halbe Ewigkeit nicht fertiggestellt werden können, … . Dieses Geld … wird in die Geldsäcke der Freimaurer umgelenkt, …”

Interessant, dass nun auch die Silvesternacht 2015/16 mit den “Parallel-Städten” eine Erklärung findet: Die Täter seien  –  so Lungenschmid –  im Untergrund beherbergt worden und konnten deshalb auch schnell wieder – wie vom Erdboden verschluckt – verschwinden. Damit dürfte die Silvesternacht wohl aufgeklärt sein, denn, so schreibt er: “[dies] hatte mir die Gottesmutter damals schon im Jenseits während des Sterbeerlebnisses gezeigt.”

Es ließen sich noch viele absurde Beispiele und auch theologische Irrtümer dieses intensiven Zahnarztbesuches anführen. Es wundert mich nicht, dass Lungenschmid Probleme hatte, einen Verlag für sein Buch zu finden.

Dagegen wundert es mich doch sehr, dieses Buch in den Händen mancher gläubiger Christen zu finden.

Weitere Artikel mit theologischen Erläuterungen zu Lungenschmid in unseren früheren Beiträgen: https://charismatismus.wordpress.com/category/visionen-und-charismatik-kritik/lungenschmid-helmut-nahtod/


Ausstellung in Hildesheim über Fehler und Fälschungen in der Archäologie

Stammen die fossilen Knochen aus dem Harz tatsächlich von einem Einhorn? Grub Heinrich Schliemann in Troja den Schatz des Priamos aus und warum fiel der Louvre auf eine Fälschung herein? Jeder Mensch irrt täglich, schätzt Sachverhalte falsch ein, fällt auf Täuschungen herein. Davon bleiben auch renommierte Wissenschaftler nicht verschont.

Anhand von über 220 Exponaten deckt die vom 24.11.2018 bis zum 26.5.2019 im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim zu sehende Sonderausstellung „Irrtümer & Fälschungen der Archäologie“ spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle in ganz Europa, Ägypten und dem Nahen Osten auf.

Die Besucher erfahren nicht nur, warum ein Irrtum oder eine Fälschung anfangs durchaus überzeugen konnte, sondern auch, mit welchen wissenschaftlichen Methoden die Klärung der Fälle gelang.

Quelle und weitere Infos hier: http://www.rpmuseum.de/ausstellungen/irrtuemer-und-faelschungen.html


Medjugorje: Seherin Mirjana und die „Gärten der schönsten Blumen“

Von Felizitas Küble

Seit dem 24. Juni 1981 behaupten sechs Seher/innen aus Medjugorje, regelmäßige – teils gar tägliche – Marienerscheinungen zu erleben, die freilich kirchlich nicht anerkannt sind. Inzwischen hat die Zahl der dortigen Visionen und Erscheinungen die Marke von 46.000 bereits überschritten…

Zur Seher-Schar gehört auch Mirjana Dragičević-Soldo, die durch besondere emotionale „Bewegtheit“ auffällt und nicht selten den Eindruck einer „Heulsuse“ hinterläßt. 

Am heutigen 2. September hat sie wieder ihre „Botschaft“ von der angeblichen Himmelsmutter erhalten (siehe Foto), die flugs von Medjugorje-Zentren verkündet wurde: QUELLE

Diesmal hatte das Erscheinungsphänomen, das gerne zwischendurch auch offensichtliche theologische Irrtümer verkündet, wieder eine sentimentale Kitschplatte aufgelegt, wie die an Mirjana ergangene „Offenbarung“ belegt.

Mal sollen die „lieben Kinder“ (die längst erwachsen sind) wie die „Blumen aus dem schönsten Garten“ sein und gleich danach wie „Gärten der schönsten Blumen“. Nun gut, da kann sich jede/r das Passende aussuchen – und hier nun der neueste Sermon aus Medjugorje, der keines weiteren Kommentars bedarf:

„Liebe Kinder! Meine Worte sind einfach, aber sie sind erfüllt von mütterlicher Liebe und Fürsorge. Meine Kinder, die Schatten der Finsternis und der Täuschung überspannen euch zunehmend; ich aber, rufe euch zum Licht und zur Wahrheit – ich rufe euch zu meinem Sohn…

Mein Sohn ist das Leben der Welt. Je besser ihr Ihn kennenlernt, je mehr ihr euch Ihm nähert, desto mehr werdet ihr Ihn lieben, denn mein Sohn ist Liebe. Liebe verändert alles, macht auch das schön, was euch ohne Liebe bedeutungslos erscheint.

BILD: Das fundierte und 570 Seiten starke Buch „Der Medjugorje-Betrug“ gibt es bei uns zum Sonderpreis von 14,80 Euro (statt 19,80 €) 

Deshalb sage ich euch von neuem, dass ihr sehr lieben müsst, wenn ihr geistig wachsen wollt. Ich weiß, Apostel meiner Liebe, dass es nicht immer leicht ist, aber, meine Kinder, auch die schmerzhaften Wege sind Wege, die zu geistigem Wachstum, zu Glauben und zu meinem Sohn führen. Meine Kinder, betet, denkt an meinen Sohn. In allen Augenblicken des Tages erhebt eure Seele zu Ihm, und ich werde eure Gebete pflücken wie Blumen aus dem schönsten Garten und sie meinem Sohn schenken.

Seid wahrhaftige Apostel meiner Liebe, verbreitet an alle die Liebe meines Sohnes, seid Gärten der schönsten Blumen. Helft euren Hirten mit Gebet, dass sie geistige Väter sein können, erfüllt mit Liebe zu allen Menschen. Ich danke euch.“


Die Medjugorje-„Madonna“ leugnet das immerwährende Menschsein Christi

Von Felizitas Küble

Die jüngste Monatsbotschaft der (kirchlich nicht anerkannten) „Marienerscheinung“ aus Medjugorje, die hier online veröffentlicht wurde, enthält schwere theologische Irrtümer. Es handelt sich um die aktuelle monatliche „Privatbotschaft“ an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo.

Darin heißt es zum Beispiel (Linien jeweils von uns):

„Liebe Kinder! …Ich weiß, dass ihr mit Liebe und Hoffnung an mich denkt. Auch ich fühle Liebe für euch alle, wie sie auch mein über alles geliebter Sohn fühlt, der mich durch Seine barmherzige Liebe immer von neuem zu euch sendet; Er, der Mensch war, der da war und Gott ist – der Eine und dreieinige; Er, der wegen euch mit Körper und Seele gelitten hat; Er, der sich zum Brot gemacht hat, um eure Seelen zu nähren und sie so rettet.“

Abgesehen von der ständigen „Gefühlsduseligkeit“, die sich in den Medju-Texten aufdrängt:

Die Aussage, Christus „war“ ein Mensch, ist irrig, denn unser Erlöser  i s t  auch heute und morgen ein Mensch, ER wird es immer bleiben, ER behält seine menschliche Natur auch nach der Auferstehung, wenngleich mit einem verklärten Leib, der nicht mehr den Naturgesetzen unterworfen ist. Christus „war“ also nicht Mensch, sondern ER ist und bleibt es. Damit hat sich diese „Offenbarung“ theologisch erheblich verrannt.

Zudem hat sich Christus nicht „zum Brot gemacht“, denn in der Eucharistie ist ER nicht zu Brot geworden, sondern ER ist durch die sakramentale Wandlung in der Gestalt des Brotes (und des Weines) selber real gegenwärtig. Aus dem Wesen des Brotes wird das Wesen des Erlösers (nur die Gestalt des Brotes bleibt); daher auch der kirchliche Ausdruck „Wesensverwandlung“ bzw. Transsubstantiation.

Überdies ist Christus nicht der „Eine und dreieinige“, sondern die zweite göttliche Person der hl. Dreieinigkeit.

Sodann lautet die „Botschaft“ weiter:

„Mein Herz leidet. Die Sünden vermehren sich, sie sind zu zahlreich, aber mit der Hilfe von euch, die ihr demütig, bescheiden, erfüllt mit Liebe, verborgen und heilig seid, wird mein Herz siegen.“

Die Erscheinung sagt also den „lieben Kindern“ (gemeint sind wohl vor allem die Seher/innen), daß sie „heilig“ sind – nicht nur, daß sie es werden sollen. Beinhaltet dies eine Art Heiligsprechung schon zu Lebzeiten? Wie soll es mit der ebenfalls erwähnten „Demut“ weitergehen, wenn die Visiönäre von „oben“ den Hinweis erhalten, heilig zu sein?

Außerdem sagt die angebliche „Madonna“:

„Deshalb, meine Kinder, liebt all jene, die meinen Sohn nicht kennen, dass sie durch das Gebet und die Liebe, die aus dem Gebet kommt, besser werden, dass die Güte in ihnen siegen kann, damit die Seelen gerettet werden und das ewige Leben haben.“

Wer Christus noch nicht kennt, soll nicht nur „besser“ werden, sondern sich bekehren, taufen lassen und nach seinen Geboten leben. Daß „die Güte siegt“, klingt natürlich gut, beinhaltet aber lediglich die moralische Ebene. Gutsein mit Gottes Hilfe gehört dazu, aber das ewige Heil erfordert auch unseren Glauben, denn „ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen“ (Hebr 11,6). Das ist eine klare biblische Ansage!

 


Lungenschmids „Jenseitsreisen“: Allerlei Richtigkeiten sowie theologischer Unsinn

Von Felizitas Küble

Seit Jahren tourt Helmut Lungenschmid durch deutsche und österreichische Lande, um von Ort zu Ort jenes „Sterbe-Erlebnis“ zu schildern, das er als 15-jähriger Junge erfahren haben will – und zwar beim Zahnarzt. Sicherlich für eine Nahtoderfahrung eine recht ungewöhnliche Stätte, doch der Redner begründet das Vorkommnis mit einer Überdosierung der Betäubung…

Wie dem auch sei: Tatsache ist jedenfalls, daß die Visionen und Einsprechungen, die Lungenschmid   – eigenen Angaben zufolge  –  seinerzeit als Jugendlicher erlebte und nach 42 Jahren erstmalig veröffentlichte, auf ein fromm-naives Publikum eindrucksvoll wirken mögen, aber nicht einmal einer einfachen theologischen Prüfung standhalten.

Derzeit befindet sich der Autor wieder auf einer Vortragsreise von Deutschlands Süden bis zum Norden: An Fronleichnam (14.6.) sprach er im westfälischen Hembergen vor rund 100 Zuschauern, am Tag zuvor war er in Obereschach bei Ravensburg (Oberschwaben).

Wir haben uns im CHRISTLICHEN FORUM bereits im Jahre 2011 über Lungenschmids „Nahtoderfahrung“ geäußert: https://charismatismus.wordpress.com/2011/11/03/gelang-helmut-lungenschmids-ein-%e2%80%9eblick-ins-jenseits%e2%80%9c/

Auf die im Raum stehende „Frage“, warum er seine Jenseitsvisionen erst nach über 40 Jahren in Buchform brachte, antwortet der Verfasser gleich auf der Titelseite (siehe Foto): „Den Zeitpunkt, mit diesem Erlebnis an die Öffentlichkeit zu gehen, bestimmte im Jenseits die Gottesmutter selbst.“  – Diese praktische, um nicht zu sagen unschlagbare Ausrede „Auskunft“ erwähnt Lungenschmid auch in seinen Einladungszetteln zu den Vorträgen.

Kritisches Nachfragen scheint sich insoweit zu erübrigen  – wobei gleichwohl ungeklärt bleibt, ob der hohe Preis (22 €) der ziemlich billig produzierten Publikation (große Schrift, Paperback, nur 1 Foto) samt den überdimensionalen Versandkosten (von Österreich nach Deutschland: 9,50 €) wohl auch auf Eingebung höherer Gewalten entstanden sein mag.

Für den kommenden 2. Band werden übrigens satte 33 € angekündigt  – alle Daten sind auf des Autors Webseite nachlesbar: http://www.meinsterbeerlebnis.com/medien-bestellung/

Nun wissen wir es also  – dank Helmut Lungenschmid und dem Untertitel seines Buches: „Himmel – Hölle – Fegefeuer  –  gibt es doch!“

Seit zweitausend Jahren lehrt die Kirche genau dies auch ohne Jenseitsvisionen, doch so mancher Fromme sucht wohl unterschwellig  – also doch Kleinglaube?  – nach einer Art „Bestätigung“ mittels besonderer Erlebnisse.

Die kann der Autor auf über 350 Seiten freilich kreativ liefern  – den 2. Band nicht mitgerechnet.

Lungenschmid: Christus ist nicht GOTT in Ewigkeit

Was der Knabe damals auf dem Zahnarztstuhl in kurzer Zeit alles an bücherfüllenden Erlebnissen und Erkenntnissen erfuhr, scheint ihm gleichwohl ein merkwürdiges „Gottesbild“ vermittelt zu haben, ganz zu schweigen von zahlreichen theologischen Irrtümern, sogar über den Erlöser selbst, wobei indirekt, aber in der Sache eindeutig sogar die Gottheit Christi geleugnet wird:

Auf S. 93 heißt es schon im Zwischentitel in fetter Schrift: „Jesus hat im Gegensatz zu Gott Vater einen Anfang.“ 

Da Christus GOTT ist, existiert ER in Ewigkeit, folglich ohne Anfang und Ende. (Anders ist dies bei der menschlichen Natur Jesu, die natürlich einen Beginn kennt, was aber eine Selbstverständlichkeit darstellt und keiner erstaunten Erwähnung bedarf.)

GOTT ist nicht nur unsterblich wie die menschliche Seele (ohne Ende), sondern ewig  – also unerschaffen, ohne Anfang. Gott-Vater ist innerhalb der heiligen Dreieinigkeit zwar gleichsam das Ursprungsprinzip, was aber nicht bedeutet, daß die anderen beiden göttlichen Personen einen „Anfang“ hätten, denn die ganze dreifaltige Gottheit ist unerschaffen und ewig, also ohne Anfang  – dies ist ein unabdingbares Wesensmerkmal das Göttlichen.

Lungenschmid schreibt zunächst zutreffend, daß es für den Menschen als geschaffenes Wesen einen Anfang gibt. Er fährt fort: „Aber nicht so verhält es sich bei Gott, der keinen Anfang und kein Ende hat.“ – Auch richtig, doch dann folgt jener erwähnte häretische (irrlehrende) Satz über Christus „mit Anfang“.

Er führt diese für die Christenheit „bahnbrechende“ Erkenntnis auf Gott-Vater selbst zurück, denn dieser habe ihm erklärt: „Jesus hatte einen Anfang und jetzt aber auch kein Ende.

Dies stelle, so schreibt der Autor mit Berufung auf „Gott-Vater“ weiter, gewiß ein „großes Geheimnis“ dar, das ihn freilich „sehr nachdenklich“ gemacht habe  – immerhin räumt Lungenschmid ein, daß er „bis zu diesem Zeitpunkt der Meinung war, dass es Jesus doch auch immer schon gegeben hätte“.

Folglich ließ sich der Jenseitsreisende durch einen Irrgeist (sei es nun sein eigener oder ein „unter-natürlicher) von einer richtigen zu einer falschen Ansicht verführen.

Offenbar knabberte der Verfasser durchaus an dieser neuen „Einsicht“, denn er schreibt zum dritten Mal: „Nein  – Jesus hatte tatsächlich einen Anfang, wie mir Gott ganz persönlich versichert hatte“  –  nun denn, gegen Visionen ist natürlich kein theologisches Kraut gewachsen.

Der Versuch der Lungenschmid-Anhänger, diesen Satz auf die menschliche Natur Jesu zu beziehen (die natürlich einen Anfang hat), leuchtet nicht ein, denn das wäre beileibe kein „großes Geheimnis“, sondern eine derart schlichte Einsicht, daß sie nicht einmal die Ungläubigen leugnen.

Betet Maria den Rosenkranz mit den Armen Seelen?

Das Buch wimmelt von weiteren inhaltlichen und logischen Fehlleistungen, wobei schon die Seite zuvor wieder ein handfestes Beispiel liefert:

Auf S. 92 heißt es nämlich, daß die Madonna bei ihren „Erscheinungen im Fegefeuer jedes Mal den Rosenkranz gemeinsam mit den Armen Seelen betete“.

Auf S. 217 erzählt der Autor von einer Vision, bei welcher die Gottesmutter selber den „Engel des HERRN“ betete, wobei gar die „Grundfesten der Hölle erschüttert“ worden seien, so daß die Unterwelt „einzustürzen drohte“. Leider hat es nicht ganz geklappt, die Hölle ging bei der schönen Gelegenheit nicht wirklich unter  –  aber fest steht jedenfalls, daß die selige Jungfrau weder den Rosenkranz noch den „Engel des Herrn“ bzw. Angelus selber betet.

Jeder möge sich die dazugehörenden Anrufungen selber aufsagen, z.B. hinsichtlich der Vaterunser-Bitte „Vergib uns unsere Schuld“ oder „Erlöse uns von dem Bösen“ sowie „Bitte für uns Sünder“ im Ave-Maria. Die Seligen im Himmel; bedürfen keiner Sündenvergebung, sie sind bereits Erlöste.; das gilt erst recht für Maria, die Vor-Erlöste, die Immaculata.

Offenbar ist Herr Lungenschmid  –  Jenseitserlebnisse hin oder her  –  mit diesem einfachen Gedankengang überfordert.

Wir werden sein Buch bei nächster Gelegenheit gerne einer weiteren Durchsicht unterziehen….

Unsere Autorin Felizitas Küble ist Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster


Verstiegene Visionen von Luisa Piccarreta

Von Felizitas Küble

Seherinnen und angeblich besonders begnadete Opferseelen, Sühneseelen und Sühneopferseelen gibt es zuhauf, glaubt man den Auskünften in erscheinungsseligen Kreisen.

In letzter Zeit erhalten wir immer wieder werbende Hinweise aus diesem  Spektrum für die „Mystikerin“ Luisa Piccarreta, wie in vielen  Fällen eine „Sühneseele“ aus Italien, genauer Süditalien (Corato, Provinz Bari).

Die Visionärin wurde 82 Jahre alt und lebte von 1865 bis 1947, gehörte dem Dritten Orden der Dominikaner an und soll schon im kindlicher Alter von 13 Jahren Erscheinungen des „leidenden Heilands“ erhalten haben, der zu ihr sprach: „Seele, hilf mir“ und der ihr seine Passion gezeigt haben soll.

Luisa Piccarreta (siehe Foto) war über 60 Jahre lang bettlägerig; ihre „mystischen“ Erfahrungen bzw. Gespräche mit Jesus und Maria füllen sage und schreibe 36 Bände, womit sogar die wortreiche griechisch-orthodoxe „Prophetin“ Vassula Ryden übertroffen wird.

Es würde zu weit führen, sich durch die endlos erscheinende Reihe ihrer „Eingebungen“ durchzuarbeiten, wenn schon per flüchtigem Durchblättern irgendeines x-beliebigen Bandes klar erkennbar ist, daß sich in den angeblichen „Botschaften“ des Himmels zahlreiche theologische Irrtümer, Verstiegenheiten und Merkwürdigkeiten finden.

Nehmen wir als Beispiel den Band VI. mit dem Titel „Ich will euch zur Quelle führen“ (siehe Abbildung). Schon der Untertitel spricht „Bände“: „Jesus eröffnet uns das Innerste seines Göttlichen Willens.“

Hat Christus etwa zweitausend Jahre zugewartet, bis es IHM gefiel, der „Sühneseele“ Luise den Wesensgehalt des göttlichen Willens zu offenbaren? – Ist die Selbstmitteilung Gottes im Alten und Neuen Bund nicht in der Heiligen Schrift bereits zuverlässig überliefert? Bedarf es zur nötigen Erkenntnis der Gläubigen weiterer 36 Bände?

Wie im Vorwort dieses Buches erwähnt wird, handelt es sich bei Luisa um „jene Seele, die als erster Mensch in das Reich des Göttlichen Willens eintreten durfte“ (S. 11).  Oho  – eine solche Gnadenfülle wurde also demnach nicht einmal der Gottesmutter geschenkt.

Weiter heißt es über die besonders erwählte und angeblich stigmatisierte Visionärin: „Das Wunder einer Seele, die im Göttlichen Willen lebt, übertrifft alle Wunder und Gnadengaben zusammengenommen, die Gott bisher gewährte.“ – Aha! Doch damit nicht genug, denn die Buchautorin Dr. Gertraud Pflügl weiß gar Umstürzendes zu berichten:

„Luisa Piccarreta wird eines Tages auf der ganzen Welt bekannt sein und alle werden ihr zu danken wissen, denn sie ist es, die der gesamten Menschheit die Pforten ins Reich des Göttlichen Willens geöffnet hat.“

Auf der nächsten Seite wird zwar eingeräumt: „Maria bleibt in ihrer Stellung als die Mutter des Erlösers und als Königin des Himmels und der Erde einzigartig“. Freilich wird sofort hinzugefügt: „…doch ist Luisa so etwas wie die „Königstochter“. „

Kein Wunder also, daß diese Wunderfrau in moralischer Vollkommenheit hellstens erglänzte: „Luisa überwand die Neigung zum Bösen durch das Geschenk des Göttlichen Willens. Alle ihre Gedanken, Wünsche, Neigungen, Worte und Taten waren frei von jeder bösen Begierlichkeit.

Mit anderen Worten, diese begnadete Sühneopferseele befand sich offenbar im Zustand der Paradieses-Unschuld, zumal es weiter heißt: „Luisa war der erste Mensch, der Maria in ihrer Unbeflecktheit ähnlich werden durfte.“

Bei solch einem erstaunlichen Befund erscheint es naheliegend, daß Luisa fast wie eine Art Miterlöserin gefeiert wird: „Sie trug die heiligen Male ihres Seelenbräutigams und war mit ihm eine lebendige Gekreuzigte, die für die Sünden der Menschen sühnte.“  –  Auf S. 14 wird sie als „Sühnopfer für die ganze Menschheit“ gewürdigt, war sie doch „das getreue Abbild des Erlösers, der sie schließlich am Kreuz mit sich vereinigte“, wobei er sich außerdem insgesamt viermal mit ihr „vermählt“ hat  – vermutlich nach der Devise: Doppelt hält besser  – und aller guten Dinge sind vier!

Diese Frau mit ihrer „einzigartigen Stellung im Heilsplan Gottes“ hat zwar notgedrungen „ihr Leben auf der Erde fortgesetzt, doch ihre Seele hatte schon ihren Wohnsitz im Himmel aufgeschlagen. So konnte sie verschmolzen mit Jesus auf eine ganz neue Art zum Heil der ganzen Menschheit wirken“.

Eine „Verschmelzung“ zwischen Gott und den Seelen gibt es nicht einmal im Himmel; die Seligen erhalten dort einen gnadenhaften „Anteil“ an der göttlichen Herrlichkeit, was aber keineswegs eine Verschmelzung zwischen der Gottheit und den Geschöpfen beinhaltet.

Angeblich, so heißt es auf Seite 19, soll Papst Pius X. über einen der Luisa-Bände („Stundenuhr“) zu ihrem Beichtvater gesagt haben: „Hier spricht der Herr selbst. Pater, dieses Buch sollten Sie auf Knien lesen.“  – Allerdings fehlt jeder Quellenhinweis für diese Behauptung.

Überdies hätte man gerne gewußt, wozu diese einzigartig auserwählte, von jeder bösen Begierlichkeit ganz und gar befreite Seherin überhaupt noch eines Beichtvaters bedurfte?

Schlägt man in diesem Buch irgendeine Seite auf, weht einem oft eine völlig verstiegene „Spiritualität“ und ein weltfremdes, überzogenes Asketentum entgegen.

So wird  z.B. auf S. 173 eine Botschaft von „Jesus“ an Luisa zitiert:

„In dem Maß, als du dich selbst vergessen und zerstören wirst, wirst Du in Meiner Kenntnis voranschreiten….Alles, was die Seele von sich behält und was ihrem Anfang nicht angeglichen ist, muss sie vernichten…So kann man sagen, dass sich für die Seele, die vollkommen losgeschält ist, alle Dinge in Gott verwandeln. Mehr noch, sie findet Ihn nicht nur, sondern betrachtet Ihn, sie fühlt Ihn, umarmt Ihn.“

In diesen Texten wechseln sich ständig Zuckerbrot und Peitsche, kitschige „Umarmungen“ mit Gott bei gleichzeitiger rabiater Darstellung des Wirkens Gottes, als würde ER die menschliche Freiheit gleichsam vergewaltigen: „Mein Wille jedoch  – das erste, was Er niederschlägt, ist der menschliche Wille –  toleriert keine menschliche Absicht.“

Gott betreibt keineswegs ein „Niederschlagen“ des menschlichen Willens, zumal es andernfalls sinnlos gewesen wäre, diese Willensfreiheit überhaupt zu erschaffen – sie ist ja ein Geschenk des Ewigen selbst. Freilich soll der Mensch seine Freiheit nicht mißbrauchen, aber GOTT wendet keine Gewalt gegenüber der  Seele an, auch nicht im übertragenen Sinne. 

Auf S. 190 erzählt der angebliche Jesus seiner vermeintlichen  Begnadeten folgendes: „In Mir ist keine Materie. Alles ist reinster Geist.“  – Dies klingt sehr nach gewissen gnostischen bzw. doketistischen Vorstellungen, wonach Christus auf Erden nur eine Art Scheinleib getragen habe, aber nicht wirklich und wahrhaftig Mensch geworden sei, wobei ER auch nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt der Gott-Mensch geblieben ist, also seine menschliche Natur keineswegs ablegte.

Stattdessen wird dieser Visions-Jesus weiter dahingehend zitiert, er habe deshalb das Menschsein angenommen, um dem Menschen „ein höchst vollkommenes Beispiel zu geben, wie er seine eigene Materie vergeistigen kann. So muss die Seele alles vergeistigen….“

Geradezu blasphemisch erscheinen weitere Ausführungen von „Jesus“ über auserlesene Seelen nach dem Vorbild der Luise:

„Die Höhe der Vollkommenheit einer Seele, die in Meine Willen vernichtet ist, ist derart, das sie wie Gott wirkt…Wenn sie mit diesem Willen lebt, besitzt sie die Macht, die Weisheit, die Heiligkeit und all die anderen Tugenden, die Gott Selbst hat

Die Seele, der es gelingt, von Meinem Willen alleine zu leben, ist die Königin aller Königinnen. Ihr Thron ist so hoch, dass sie den  Thron des Ewigen erreichen wird. Sie tritt in die Geheimnisse der höchsten Dreifaltigkeit ein…“ (S. 191)

Damit wird auf scheinfromme, nicht nur verstiegene, sondern theologisch hochgefährliche Unart und Weise der luziferische Grundgedanke vermittelt: Wollt ihr sein wie Gott?

Es wäre ein Leichtes, massenhaft weiteren Unfug und Irrtum aus diesen Botschaftsbänden aufzubröseln, doch erscheint dies eher überflüssig, wenn schon eine gewisse Auswahl dieser „Offenbarungen“ zeigt, wo der (Irr-)Weg langgeht  –  und daß es sich hierbei weitgehend um eine Neu-Auflage alter gnostischer Häresien handelt.

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Foto-Quelle des Porträts: http://luisapiccarreta.de

 


Prof. Albert Drexels Buch vom „Geheimnis der Ewigkeit“ mit Irrtümern inklusive

Von Felizitas Küble

Im traditionellen Spektrum ist der Völkerkundler Prof. Dr. Albert Drexel als Buchautor seit langem bekannt, nicht zuletzt durch seine Visionen (vor allem in seinem Werk „Glaube ist mehr als Gehorsam“).

Diese gehen zurück auf nächtliche Privatoffenbarungen, die der katholische Priester und Theologe in den Jahren 1970 bis 1972 direkt von Christus erhalten hGeheimnis der Ewigkeitaben will.

Hier wollen wir uns mit seinem Buch „Geheimnis der Ewigkeit“ befassen, das erstaunlicherweise ausgerechnet im traditionsbewußten Bereich nach wie vor verbreitet wird.

Natürlich finden sich in dieser Abhandlung Drexels viele gute und vertiefende Einsichten und Argumente für die katholische Lehre von den „letzten Dingen“ (Eschatologie).

Allerdings gibt es neben zahleichen Richtigkeiten auch einige Irrtümer oder zumindest verwirrende Aussagen, auf die wir hier hinweisen möchten:

Ist die Taufe nicht heilsnotwendig?

1. Auf den Seiten 103 und 104 erläutert der Autor seine Ansicht „in Übereinstimmung mit neueren theologischen Auffassungen“, daß auch ungetauft verstorbene Kinder „Gott schauen und einer ewigen Beglückung teilhaftig werden“.

Es kommt aber nicht auf „neuere Auffassungen“ an, sondern auf die Heilsnotwendigkeit der Taufe; diese ist keine beliebige theologische Ansicht, sondern ein Dogma, also ein unfehlbarer, biblisch fundierter Herz-Jesu_01Glaubenssatz der Kirche.

Wobei gleichzeitig klar ist, daß ungetauft verstorbene Kinder nicht etwa in die Hölle kommen. Die kirchliche Tradition geht mit dem hl. Thomas von Aquin davon aus, daß diese Seelen in den Zustand des „Limbus“ gelangen, also eine natürliche Zufriedenheit im Jenseits finden, aber ohne die Anschauung Gottes, weil diese den „Gnadenstand“ voraussetzt.

In den Stand der Gnade Gottes werden wir durch die Taufe versetzt, die das größte Gnadengeschenk Gottes ist, denn sie öffnet uns das Tor zum Himmel.

Der Verfasser erwähnt u. a. als Anhaltspunkt für seine anderslautende Auffassung die „besondere Gunst und Gnade“, daß der „rechte Schächer als mit Christus Sterbender, also wegen dieses glücklichen Umstandes, unmittelbar des Himmels teilhaftig wurde.“ (S. 103).

Christus versprach ihm aber nicht wegen dieses „Umstandes“ das Paradies, sondern wegen dessen Reue und Umkehr. Der linke Schächer hatte dieselben „Umstände“ (gemeinsames Sterben mit Christus auf dem Berg Golgotha), aber da er innerlich unbußfertig und verhärtet blieb, erhielt er vom Heiland keine Verheißung.  – Der springende Punkt war also damals keineswegs jener äußere „Umstand“, sondern die innere Umkehr!

Unklarheiten zur Auferstehung des Leibes

2. Während sich über die Limbus-Frage unter Theologen wohl noch trefflich streiten läßt (wobei die Limbus-Gegner in der Erklärungsnot darüber stehen, inwiefern sie denn noch eindeutig an der Heilsnotwendigkeit der Taufe festhalten), so gibt es bei einem anderen, von Prof. Drexel ebenfalls angesprochenen Thema aus katholischer Sicht keine offenen Fragen, nämlich bei der Frage der leiblichen Auferstehung. afc127c26a

Hierzu schreibt er:

„Wir müssen uns bewusst sein, dass der irdische Leib des Menschen beim Tode restlos und endgültig verwest (oder zu Asche wird). Die Auferstehung darf darum nicht einfach so gedacht werden, dass die Knochen, Haut und Fleisch jedes Menschen aus dem Grabe geholt und neu zusammengefügt werden.

Vielmehr ist die Auferstehung nur so zu verstehen, dass die Seele des Menschen mit den ihr individuell-persönlich zugehörenden leiblichen Fähigkeiten, Kräften und Eigenschaften durch göttlich-schöpferische Einwirung in die verklärte leib-seelische Existenzweise versetzt wird.“ (S. 127)

Diese Äußerungen sind zum Teil mißverständlich bis irreführend. Natürlich wird die einstige Auferstehung unseren Leib „verwandeln“ in eine ewigkeitsgemäße Existenzweise, die vergeistigter sein wird als die bloß irdische Lebensform.

Wir werden im Jenseits mit unserem verklärten Leib sicherlich nicht mehr an die Naturgesetze gebunden sein. Gleichwohl handelt es sich sehr wohl um jenen Leib, mit dem wir hier auf Erden existiert haben, den Gott einst auferwecken wird am Jüngsten Tag.

Dies aber geht aus dem Aussagen Drexels nicht oder jedenfalls nicht klar hervor.

Gibt es eine „Auferstehung im Tode“?

3. Noch bedenklicher erscheint seine These von einer „Auferstehung im Tode“, also nicht erst beim allgemeinen Gottesgericht am Ende der Zeiten. Hierzu schreibt der Autor ab S. 127 f.: ???????

„Ob dies (die Auferstehung) für die einzelnen Menschen bei oder nach erfolgtem Leibestod oder erst am allgemeinen Auferstehungstag geschieht, ist für uns hier die Frage.“

Gott könne, so Prof. Drexel, „jeden Menschen bei seinem Tode in die seelisch-leibliche Existenzweise versetzen und am Ende der Zeit das leib-seelische Fortleben aller Menschen offenbar werden lassen.“

Immerhin erwähnt der Verfasser, seine These von einer leib-seelischen Auferstehung im Tode sei keine sichere Glaubenstatsache, sondern „eine wenn auch wahrscheinliche Annahme“ (S. 131).

Das ist sie aber ebenfalls nicht, weil die biblische und kirchliche Lehre ohne Wenn und Aber verkündet, daß der Mensch als Geschöpf Gottes nach dem Tod mit seiner unsterblichen Seele weiterlebt und erst am Ende der Zeiten bei der allgemeinen Auferstehung der Toten mit seinem Leib  – der dann verklärt ist  –  vereinigt sein wird.

Ergänzender ARTIKEL zu den Visionen von Prof. Drexel: https://charismatismus.wordpress.com/2015/03/26/erhielt-prof-drexel-botschaften-von-christus/