Die USA warnen vor IS-Terroristen unter Asylbewerbern in Europa

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat ihre Kämpfer angewiesen, sich unter die Asylbewerbermassen Richtung Europa zu mischen. Das berichtet der Koordinator der amerikanischen Nachrichtengeheimdienste, James Clapper, in einer Anhörung vor dem Senat, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Demnach nutze die Organisation gezielt den Flüchtlingsstrom aus. image001

Der IS sei mittlerweile „ziemlich geschickt“ in der Herstellung falscher Pässe, mit denen er seine Kämpfer ausstatte, warnte der Geheimdienstmann. Clapper zeigte sich besorgt über die „wachsende Fähigkeit, Anschläge gegen eine große Reihe von Zielen rund um die Welt auszuführen und zu inspirieren“.

Neben Syrien und dem Irak schlage die Terrororganisation auch in anderen Ländern Wurzeln, vor allem in Libyen. Der IS sei derzeit „die vordringliche Terrorbedrohung“. Bereits vergangenen November warnte der australische Terrorismusexperte und Pentagon-Berater davor, der IS wolle in Europa eine Untergrundarmee aufbauen.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Handbuch für Mütter künftiger IS-Kämpfer mit Handlungsanweisungen

„Die Rolle der Frau im Dschihad” lautet der Titel eines Handbuchs, das der Islamische Staat (IS) im Internet veröffentlicht. IS-Flagge

Darin wird u.a. beschrieben, wie diese Terrorbande Kindersoldaten rekrutiert: die Heranwachsenden werden in Ausbildungscamps an dem Umgang mit Waffen herangeführt und lernen, wie man feindliche Kämpfer köpft.

Außerdem werden Mütter aufgefordert, Minderjährigen die Ziele und Visionen der Bewegung zu vermitteln, damit diese zu Kämpfern des IS heranwachsen. Dies teilt das Medienforschungsinstitut MEMRI mit.

Man solle Kindern vor allem die Benutzung von Computern, das Tanzen, Fernsehen und Sport verbieten, da dies andernfalls zur Ablenkung beitrage, wogegen alles gefördert werden solle, was im Kampf nützlich sein könnte: Kampfsportarten, Bogenschießen, Reiten und Überlebensübungen.

Quelle: Fidesdienst


Türkei muß logistische Unterstützung für Terrorgruppe IS endlich unterbinden!

Die Bundesregierung muß die Türkei umgehend dazu drängen, jegliche logistische Unterstützung für die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) und die ebenfalls islamistische al-Nusra-Front zu unterbinden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). 47006

„Spätestens seit Verabschiedung der Resolution 2170 des Sicherheitsrats der Vereinten Nation am vergangenen Freitag muss von der Türkei endlich ernsthaft verlangt werden, gegen IS-Kämpfer im eigenen Land vorzugehen und zu verhindern, dass islamistische Extremisten weiterhin ungehindert über die Türkei nach Syrien und in den Irak einsickern“, sagte der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido am heutigen Montag in Göttingen.

In der Resolution 2170 des UN-Sicherheitsrates wird verlangt, dass alle Regierungen die Finanzierung und Rekrutierung der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) und der islamistischen al-Nusra-Front verhindern. 

„Es darf nicht hingenommen werden, dass das NATO-Mitglied Türkei Extremisten, die seit mehr als zwei Jahren die Zivilbevölkerung in Syrien und jetzt auch im Irak terrorisieren, als Ruhe- und Rückzugsgebiet dient“, forderte Dr. Sido. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Bisher tauchen im Internet immer wieder Bilder von Islamisten mit IS-Fahnen auf, die in der Türkei auf öffentlichen Plätzen Spenden für den Jihad – den „heiligen Krieg“ – in Syrien sammeln und Propaganda betreiben. 

Dass die Türkei Transitland für Jihadisten aus der ganzen Welt ist, beunruhigt auch die wenigen noch in der Türkei verbliebenen christlichen Assyro-Aramäer und Yeziden.

Christen aus dem südostanatolischen Tur Abdin berichten, dass sie in den vergangenen Wochen etwa 30 „langbärtige Fremde“ in den muslimischen Dörfern Eshtrako und Gundeke Khace im türkisch-syrischen Grenzgebiet gesehen hätten. Diese Dörfer gehören zum Bezirk Midyat.

Türkische, deutsche und internationale Medien meldeten die Anwesenheit von IS-Jihadisten in der Türkei. So sollen am 13. August 13 IS-Mitglieder in Südostanatolien von den „Kurdischen PKK-Rebellen festgenommen“ worden sein.

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Was unternimmt die deutsche Politik gegen die Christenverfolgung im Nahen Osten?

Von Peter Helmes

Im Irak und in Syrien wüten die Extremisten des “Islamischen Staates”. Sie foltern, mißbrauchen, schächten, zerschneiden Kinder bei lebendigem Leib.

Auf ihrem Kreuzzug töten die Dschihadisten unschuldige Menschen aller Religionen und Zugehörigkeiten. Das ist nicht „irgendwo“, das ist die Wiege der Christenheit  –  Palästina, Syrien, Irak  –  wo Christen schlimmer als Vieh verfolgt und abgeschlachtet werden. gebet_irak

Kein Tier, keine Bestie, mordet so wie die Fanatiker, die im Namen Allahs – sein Name sei gepriesen – die „Ungläubigen“ niedermetzeln und damit eine zweitausend jährige Kultur auslöschen.

Und was tun wir?

Das Letzte, was viele dieser Opfer hörten, bevor man ihnen den Kopf abschlug oder  –  wie es nichtmuslimischen Opfern vorbehalten ist  –  langsam vom Hals Richtung Nacken abschnitt – eine besonders grausame und das Leiden verlängernde Tötungsform (wird bis heute in Syrien und im Irak angewandt), wobei die Dschihadisten das Abschneiden immer wieder unterbrechen, um sich am Röcheln und Todeskampf ihrer Opfer zu ergötzen  –  das Letzte also, was die meisten Opfer hörten, waren hysterische “Allahu-akhbar”-Rufe aus den Kehlen ihrer Mörder.

Und was tun wir?

Die Häme der Islamisten, welche die Köpfe enthaupteter „Ungläubiger“ auf Zaunpfählen aufspießen, kennt offenbar keine Grenzen. Fassungslos hören wir Abend für Abend in den Nachrichten die Berichte über die Gräueltaten. Die Welt schaut weg.

Und was tun wir?

Im Jahre 2003  –   vor der US-Invasion   –  gab es rund 1,5 Millionen Christen im Irak. Davon lebten ungefähr 600.000 in Bagdad und ca. 60.000 in Mossul. Wer konnte, ist längst geflohen. Mehr als eine Million Vertriebene haben schon Zuflucht gefunden in der Autonomen Region der irakischen Kurden. Wer die Flucht nicht schaffte, ist eher tot als lebendig, verhungert, erschlagen. bild0191

Und was tun wir?

Was jetzt nötig ist, sind Taten – und nicht nur Worte. Den Hilferuf der Bedrängten, ihnen jetzt wenigstens die entsprechenden Waffen zur Verfügung zu stellen für den Kampf gegen die bestens ausgerüsteten Terroristen, dürfen wir nicht länger ignorieren.

Wer nur hohlen Phrasen und hehren Grundsätzen  –  so ehrenwert sie auch sein mögen  –  folgt, muß wissen: Keine Waffen in dieses Krisengebiet zu liefern, bedeutet, Verfolgte, wie z. B. die Christen oder die Jesiden, ihren Schlächtern zu überlassen.

Das muß auch für die Bundesrepublik Deutschland gelten. Es ehrt ja, wenn man sich gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete ausspricht. Aber wenn es keine andere Hilfe gibt, sollte dies das letzte Mittel sein. Deutschland ist gefordert!

Wie lange wollen wir noch zuschauen?

Militärgewalt sollte immer die Ultima Ratio bleiben, aber im Irak ist sie offenkundig die einzige Möglichkeit, die tödlich bedrohten Jesiden, Christen und Kurden zu schützen. Doch die vielen Konflikte der vergangenen Jahre, die Zunahme der Brutalität und die Flüchtlingsströme erhöhen den Druck auch auf Deutschland, sich mehr zu engagieren.

Die Diplomatie und die internationale Gemeinschaft unternehmen aber viel zu wenig. Wie lange wollen wir und die internationale Gemeinschaft einschließlich der Arabischen Liga noch zuschauen?

Unternehmen wir wenigstens das, was wir als Leser tun können: Fordern wir die deutschen Politiker mit einem Brandbrief auf, endlich zu handeln, um den Christen, Juden, Jesiden und allen Verfolgten im Nahen Osten etwas mehr Hoffnung zu geben. Sonst werden wir mitschuldig vor der Geschichte.

Die deutsche Außenpolitik versucht wieder, ins Abseits zu flüchten und um den Irak einen großen Bogen zu machen. „Warum sollen wir uns denn mit einem Land befassen, das in ethnischen und religiösen Konflikten zu versinken droht?“, scheinen viele zu denken  –  und gehen zur Tagesordnung über. Das ist feige.

Wir brauchen jetzt  –   und nicht erst morgen  –   eine Diskussion darüber, wie sich Deutschlands Politik gegenüber dem Irak und Kurdistan künftig entwickeln soll. Jetzt sind Regierung und Parlament gefordert.

Peter Helmes ist erfolgreicher Buchautor und ehem. Bundesgeschäftsführer der “Jungen Union”; er betreibt das liberal-konservative Webmagazin http://www.conservo.wordpress.com

 


Vatikan bejaht US-Militärintervention im Irak

Immer deutlicher signalisiert der Vatikan seine Billigung für die US-Militärintervention im Irak. Als wichtigstes Ziel sieht man in Rom die Eindämmung und Entwaffnung der Terrorgruppe “Islamischer Staat”.   1_0_809751

Der Nuntius in Bagdad, Erzbischof Giorgio Lingua, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan:

„Ich frage mich, wie diese IS-Gruppen an so hochentwickelte Waffen kommen. Sie sind ja nicht selber Waffenproduzenten: Sie müssen sie von irgendwoher haben. Ich glaube, das ist in erster Linie ein Bankrott der Geheimdienste. Man muss den Waffenhandel besser kontrollieren und stoppen. Sonst kommt man hier an kein Ende.”

Christen fühlen sich im Stich gelassen

Bereits der UNO-Vatikanbeobachter in Genf, Erzbischof Silvano M.  Tomasi, hatte vor zwei Tagen ein vorsichtiges „Ja“ zur Militärintervention signalisiert, während Papst Franziskus selbst beim sonntäglichen Angelusgebet von seiner Hoffnung auf eine „wirksame politische Lösung auf internationaler und lokaler Ebene“ sprach. sami wahib (2)

Die Christen im Irak jedenfalls fühlen sich  –  nicht zum ersten Mal –  von der Welt im Stich gelassen. Das bestätigte uns der Weihbischof von Bagdad, Shlemon Warduni. Die chaldäische Kirche hat deshalb am Sonntag einen dramatischen Appell an die Staatengemeinschaft und alle Christen gerichtet. Warduni:

„Die internationale Bereitschaft zur Zusammenarbeit für den Irak ist sehr schwach. Und sie kam spät. Auch Europa und die USA und die Christen in der ganzen Welt haben geschlafen, als das Kalifat kam. Unsere Tragödie wurde anfangs nicht ernst genommen. Deshalb sind wir an diesen Punkt gelangt, von dem der Appell spricht.“

Kirche enttäuscht, daß die USA nur im kurdischen Teil eingreifen

In dem Appell  –  er hat die Form eines Offenen Briefs  –  zeigt sich Patriarch Louis Sako enttäuscht darüber, dass die USA nur die Stadt Erbil militärisch schützen will. Erbil ist Hauptstadt der autonomen Provinz Kurdistan im Nordirak.

„Die Amerikaner wollen nicht die Stellungen des ‚Islamischen Staats’ in Mossul und der Ninive-Ebene angreifen – also fassen sie keine schnelle Lösung ins Auge, die Hoffnung geben könnte“, heißt es in dem Schreiben des Erzbischofs.

Die Kämpfer des „Islamischen Staates“ haben alle Christen aus Mossul vertrieben und terrorisieren sie auch in ihren Zufluchtsorten in der Ninive-Ebene.

„Die Welt muß sofort einschreiten!“

Shlemon Warduni fordert im Namen der Christen des Irak:

„Wir wollen einen Eingriff! Jetzt, sofort. Für die Christen, die Jesiden. Wie viele Kinder sind gestorben, wie viele Frauen entführt, wie viele Männer ermordet. Deshalb haben wir gesagt, die Welt muss einschreiten  –  sofort. Und verkauft diesen Leuten keine Waffen!“

Am Anfang führten die IS-Kämpfer im Irak, wie Warduni erinnert, eine überraschend milde Sprache. Die ganze Welt habe sich davon täuschen lassen. 47006

„Sie sagten den Christen, geht nicht weg. Dann haben sie begonnen, die Christen aus ihren Ämtern und Arbeitsstellen zu jagen. Dann haben sie ihre Häuser gekennzeichnet. Dann schrien sie: Christen raus. Sie haben sie verjagt oder ermordet, sofern sie bleiben und nicht zum Islam übertreten wollten.

Und sie säten Angst in die Herzen aller. Wenn die Leute IS-Kämpfer sehen, fangen sie schon an zu laufen. 200.000 unserer Leute sind geflohen. Die Kirche hat versucht, die Leute irgendwie unterzubringen, und für die meisten ist das sogar gelungen. Wir rufen die ganze Welt an: Bitte, tut etwas! Bitte, helft uns! Bitte, verkauft keine Waffen!“

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/12/nuntius_im_irak:_ja_zu_us-intervention/ted-818900