Iran: christlicher Ex-Muslim verhaftet und ausgepeitscht wegen Wein beim Abendmahl

Christen, die zuvor den Islam verlassen haben, müssen im Iran zunehmend um ihre Sicherheit fürchten.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde der christliche Konvertit Zaman Fadaee am 15. November im Evin-Gefängnis ausgepeitscht. Ein Revolutionsgericht hatte Zaman Fadaee – genannt Saheb – zu 80 Peitschenhieben und sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Sein Vergehen: Er hatte Wein beim Abendmahl getrunken und Hausgottesdienste organisiert. Damit hätte er „das zionistische Christentum gefördert“.

Wie die IGFM weiter berichtet, wurde am 13. November 2020 der Konvertit Mohammad Reza Omidi ebenfalls wegen der Teilnahme am Abendmahl mit 80 Peitschenhieben verurteilt. In der Islamischen Republik ist es Muslimen nicht erlaubt, Alkohol zu trinken, aber für anerkannte religiöse Minderheiten – Christen eingeschlossen – gibt es Ausnahmen.

„Drakonische Strafen, Diskriminierung und staatlich geförderte religiöse Intoleranz in der Gesellschaft bestimmen den Alltag in der Islamischen Republik Iran.

Opfer sind immer wieder Gläubige der Baha‘i, der größten religiösen Minderheit im Iran, Sufis und Ex-Muslime, die zum Christentum konvertiert sind oder die öffentlich religionslos leben. Konvertiten werden nicht als Christen anerkannt. Somit wird der Schein gewahrt, dass im Iran Religionsfreiheit für Minderheiten bestünde. Gleichzeitig werden Konvertiten zur Abschreckung rigoros bestraft“, erklärt Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Weitere Informationen zu religiösen Minderheiten im Iran

Gemälde: Evita Gründler


Die Wurzel europäischer Identität ist christlich

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Sind die islamistischen Anschläge in Frankreich und Österreich Angriffe auf Europas christliche Identität?“ lautet eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA, durchgeführt im Auftrag der Tagespost zwischen 6. bis 9. November bei 2030 Personen.

Nach dem Ergebnis der Befragung sind 56% der Deutschen der Meinung, dass die „islamistischen Anschläge auf Europas christliche Identität zielen“. Von den katholisch Befragten bejahen dies 61%, aber 13% teilen diese Meinung nicht, 17% wissen keine Antwort.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Die befragten Protestanten sind sogar zu 69% der Meinung, dass die islamistischen Anschläge auf die christliche Identität Europas abzielen. Nach der Partei-Affinität teilen diese Sicht 78% der AfD-Wähler, 71% der Unionswähler, 66% der FDP-Wähler, 57% der SPD-Wähler. Linke und Grüne teilen diese Ansicht mit der relativen Mehrheit von 49% und 46%.

Was lässt sich daraus schlussfolgern? Und was ergibt sich hieraus für das politische Handeln, die Kulturpolitik und auch für die Kirchen?

Interessant ist insgesamt die hohe Zustimmung, die in den Antworten zum Ausdruck kommt. Sie liegt bspw. über der Zahl der Deutschen, die sich als „Christen“ bezeichnen (54%) und weit höher als die der praktizierenden Christen, gemessen an der Teilnahme am sonntäglichen Gottesdienst. Diese beträgt bei Katholiken rund 9%, bei Protestanten ca. 3%. Wer die Identität als bedroht empfindet, gibt damit zu verstehen, dass er sich geschützt haben will.

Was heißt Identität?

Wikipedia definiert Identität so: „Identität ist die Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die eine Entität, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnen und als Individuum von Anderen unterscheiden. In ähnlichem Sinn wird der Begriff auch zur Charakterisierung von Personen verwendet.“

Die Bedrohten sehen durch den aggressiven Islamismus ihre kulturelle Gesamtheit gefährdet, wie sie sich bspw. im Verfassungsverständnis mit der menschlichen Würde, den Grundfreiheiten und Rechten ausdrückt. Dazu gehört nach deutschem Verständnis die Trennung von staatlicher Gewalt und Religion. Im Islam bilden sie eine Einheit.

Nach der INSA-Umfrage ergeben sich interessante Unterschiede im Gefühl der Bedrohung zwischen den Altersstufen. Die 18-29-jährigen sehen die christliche Identität nur zu einem knappen Drittel (32%) bedroht, während das Empfinden der Bedrohung bei den über 60-jährigen auf über 71% ansteigt.

Woran mag das liegen?

Zweifellos wollen auch die Jüngeren die Vorteile genießen, die ihnen unsere verfassungsmäßigen Rechte einräumen. Diese haben ihren Ursprung in der christlichen Kultur. Vielleicht halten die Jüngeren diese Rechte für selbstverständlich, weil sie noch nie eine Einschränkung ihrer Rechte hinnehmen mussten, oder weil ihnen die vom Christentum herrührenden Rechte aufgrund der zunehmenden Säkularisierung unserer Gesellschaft nie bewusst gemacht wurden. Sie halten die bestehende kulturelle Identität auch ohne Christentum für gesichert.

Ist das wirklich so?

Der frühere Präsident des italienischen Senats, Marcello Pera, ein bekennender Atheist, und der Kurienkardinal Joseph Ratzinger sind in einem Dialog der Frage nachgegangen, ob der Relativismus und die moralische Beliebigkeit einen demokratischen Staat und eine freie Gesellschaft bedrohen (in dem Buch „Ohne Wurzeln – Der Relativismus und die Krise der europäischen Kultur“, St. Ulrich Verlag, 2005)

Kann eine freie und menschliche Kultur ohne Verankerung im Christentum gesichert werden?

Joseph Ratzinger konzediert in diesem Dialog: „Der Katholik darf nicht auf dem Weg über die Gesetzgebung Wertordnungen auferlegen, die allein in Glauben zu erkennen und zu vollziehen sind. Er darf nur das anmahnen, was zu den, der Vernunft zugänglichen Grundlagen der Humanität gehört und daher für den Aufbau einer guten Rechtsordnung wesentlich ist“.

Aber „was ist denn dieses der gemeinsamen Vernunft aller Menschen zugängliche minimum morale?!

„Deswegen“ so Ratzinger weiter, „ist es sehr wichtig, eine philosophische Ethik zu entwickeln, die zwar mit der Glaubensethik in Harmonie steht, aber doch ihren eigenen Bereich und ihre denkerische Stringenz haben muss. Die Vernünftigkeit des Arguments sollte den Graben… aufheben und eine Ethik der Vernunft begründen.“

Ratzinger exemplifiziert seine These am „Problem des Personseins vom Augenblick der Empfängnis an.“ Er erinnert daran, „dass nach den Erkenntnissen der modernen Genetik schon vom ersten Augenblick an, eine feste Struktur dieses Lebewesens vorliegt: ein Mensch nämlich und zwar dieses konkreten menschlichen Individuums, das schon mit all seinen genau umschriebenen charakteristischen Merkmalen ausgestattet ist… Ein menschliches Individuum ist gegeben… wie sollte ein menschliches Inidviduum nicht eine menschliche Person sein?“

Daraus ergibt sich die ethische Schlussfolgerung: „Jedes menschliche Wesen muss – als Person – vom ersten Augenblick seines Daseins an geachtet werden… dann bedeutet die Autorisierung zur Tötung des Embryo, dass der Staat die Gleichheit Aller vor dem Gesetz leugnet. Die Frage des Lebensrechts Aller, die Menschen sind, ist für uns nicht eine Frage der Glaubensethik, sondern der Ethik der Vernunft“, so Ratzinger.

Nun ist der Kurienkardinal ein Realist und fügt in seinem Dialog an:

„In letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, dass der Relativismus – je mehr er zu allgemein angenommenen Denkform wird – zur Intoleranz tendiert und in einen neuen Dogmatismus umschlägt. Die Political Correctness… will die Herrschaft des Denkens und des Sprechens aufrichten“.

Jeder, der schon an einer Demo für das Leben teilgenommen hat, kann bestätigen, dass solche Veranstaltungen nur mehr möglich sind, wenn sie von einem großen Polizeiaufgebot geschützt werden. Der Relativismus kann also zu einer Gefahr für eine humane Gesellschaft werden.

Unsere christliche Identität ist auch von innen her gefährdet, weil dieses Europa „die Überzeugung von seinen eigenen Prinzipien und der Glaube an die eigenen Werte, ohne die man keine wirkliche Verfassung erstellen kann“ (Marcello Pera) nicht mehr hat.

Pera stimmt im Dialog mit Ratzinger dessen Feststellung zu, dass der Westen „sich selbst nicht mehr mag“, dass Europa „von innen leer geworden, gleichsam gelähmt zu sein scheint“ und dass es einen „nur als pathologisch zu bezeichnenden Selbsthass des Abendlandes“ gibt, der „nur noch das Grausame und Zerstörerische sieht.“

Auch diese Etikettierung wird stärker für die jüngeren Jahrgänge zutreffen und sie ist zugleich eine Anfrage an die Unterrichtsfächer, die Geschichte und Kultur zum Inhalt haben. Sie ist gleichzeitig eine Aufgabe, das zu ändern.

Die christliche Identität ist nicht in erster Linie durch islamistische Terroristen gefährdet, sondern durch die Unwissenheit über die christliche Religion. Wie soll die christliche Identität für die Zukunft gesichert werden, wenn jene welche sie als bedroht empfinden, nicht mehr wissen, was der Inhalt des Christentums ist.

Wenn es durch Neuevangelisierung nicht gelingt, das christliche Lebensmodell als eine lebbare Alternative zu den immer leerer werdenden Vergnügungen, die die Freizeitgesellschaft bietet (Ratzinger) als faszinierend zu zeigen, dann hat die christliche Identität keine Zukunft.

Wir können aber nicht warten, bis der Staat das richtet. Mutige kreative Minderheiten sind gefragt, die das Evangelium Christi wie in der Zeit der ersten Jahrhunderte zu den Menschen bringen, auch zu den Moslems bei uns. Denn alle Menschen haben das Recht Jesus Christus kennenzulernen.


Fokolarbewegung bedauert Missbrauchsfälle

Von Felizitas Küble

Die katholische Fokolar-Bewegung gehört zu den sog. „geistlichen Gemeinschaften“, die oft ein sehr spezielles religiöses Profil aufweisen.

Bei den Fokolaris liegt der Schwerpunkt vor allem in der Ökumene bzw. im Einheitsgedanken, der sich aber nicht auf den innerchristlichen Dialog beschränkt, sondern ausdrücklich auch andere Religionen wie etwa den Islam miteinbezieht, so daß Muslime sogar Mitglied in dieser Gemeinschaft werden können.

Bezeichnend ist insofern der Untertitel der Lubich-Biographie aus dem Fokolar-eigenen Verlag „Neue Stadt“; er lautet programmatisch: „Ein Leben für die Einheit“.

Neben dieser eher „zeitgemäßen“ Agenda bietet die Initiative auch konservative Elemente, etwa in puncto Marienverehrung (teils bezeichnet sich die Gruppe selber als „Werk Mariens“) oder bei sittlichen bzw. innerkirchlichen Themen von Abtreibung bis Zölibat.

Typisch für viele dieser Bewegungen ist eine starke Fixierung auf eine charismatische Gründerpersönlichkeit, in diesem Fall Chiara Lubich, die zugleich jahrzehntelang bis zu ihrem Tod im März 2018 auch Leiterin war.

Lubich prägte die Gruppe, die weltweit über 140.000 Mitglieder zählt, durch ihre persönlichen theologischen Vorlieben, wozu neben dem „Einheits“-Anliegen (Ökumene, Neigung zur Religionsverbrüderung) auch eine reichlich mißverständliche Spiritualität um den „Verlassenen Jesus“ (am Kreuz) gehört.

Wir haben uns damit hier im CF bereits kritisch befaßt: https://charismatismus.wordpress.com/2018/11/09/chiara-lubich-und-der-verlassene-jesus/

Die 1943 in Italien gegründete Bewegung wird von Laien geführt. Es gehören Männer, Frauen und Familien dazu, doch der innere Kern besteht aus geweihten Mitgliedern mit Gemeinschaftsleben – in etwa zwischen einem Säkularinstitut und einer Kongregation angesiedelt.

Derzeit ist der Verband mit der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch beschäftigt, nachdem sich ein geweihter Fokolar in Frankreich an mehreren minderjährigen Jugendliche vergriffen hatte. Daraufhin trat die französische Leitung wegen Vertuschungsvorwürfen von Betroffenen zurück; außerdem wurde der Täter aus der Kommunität ausgeschlossen.

Am 22. Oktober 2020 erklärte die Fokolar-Gesamtführung in Rom, man werde ein unabhängiges Gremium einberufen, „um die Opfer anzuhören und weitere Zeugenaussagen zu sammeln sowie zu untersuchen, ob es Versäumnisse, Vertuschungen oder Schweigen von Seiten der Verantwortlichen der Bewegung gab“.

Maria Voce, Präsidentin der Fokolar-Bewegung und Nachfolgerin von Chiara Lubich, sagte in einer Erklärung: „Angesichts dieses immensen Leidens sind wir davon überzeugt, dass der einzige Weg, der zu beschreiten ist, darin besteht, den Opfern volle Aufmerksamkeit zu schenken und den angerichteten Schaden anzuerkennen.“

Quelle für die Zitate: https://de.catholicnewsagency.com/story/sexueller-missbrauch-fokolar-bewegung-will-umgang-mit-vorwurfen-prufen-7178

Hier die Webseite der Bewegung in Deutschland.


Säureopfer im Iran: Fotografin wegen „Propaganda gegen das Regime“ verurteilt

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Sie haben Frauen fotografiert und gefilmt, die durch Säureangriffe entstellt worden sind und deren Leid öffentlich gemacht.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, sind die Fotografinnen Alieh Motalebzadeh und Negar Masoudi am 11. Oktober sowie am 29. Oktober 2020 aufgrund ihres Einsatzes für diese Säureopfer in Teheran verhaftet worden.

Die IGFM verurteilt diese Festnahmen und fordert das iranische Regime auf, die Frauenrechtlerinnen umgehend freizulassen und zu rehabilitieren.

„Inzwischen sind schon sechs Jahre seit den schrecklichen Säureangriffen auf unschuldige Frauen in Isfahan vergangen und die Täter wurden immer noch nicht gefasst. Anstatt dass die iranische Justiz diese Verbrechen aufklärt, verhaftet und verurteilt sie mutige Frauen, die auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht haben“, erklärt Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Alieh Motalebzadeh – Zu zwei Jahren Haft verurteilt
Die Fotografin, Journalistin und Frauenrechtlerin Alieh Motalebzadeh wurde am 11. Oktober 2020 nach dem Besuch des Gerichtsgebäudes verhaftet und in das berüchtigte Evin Gefängnis gebracht. Im Jahr 2017 hatte das Revolutionsgericht in Teheran sie wegen „Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes“ und „Propaganda gegen das Regime“ zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Im Oktober 2016 war die Frauenrechtlerin zu einem Workshop zum Thema Frauenförderung nach Georgien gereist und wurde einen Tag nach ihrer Rückkehr in den Iran festgenommen. Alieh Motalebzadeh unterstützt die Opfer von Säureattacken wie auch die „One Million Signatures Campaign“ – eine Kampagne iranischer Frauen, die durch das Sammeln von einer Millionen Unterschriften diskriminierende Gesetze in ihrem Land ändern möchten. Außerdem hat sie einen Film gegen das Vergessen von Frauen, die Opfer von Säureattacken und Gewalt geworden sind, gedreht. Ein Foto, das sie von der bekanntesten Frauenrechtsaktivistin des Iran, Nasrin Sotoudeh, und deren Ehemann Reza Khandan gemacht hatte, ging durch die Presse.

Negar Masoudi – Festnahme wegen Fotoausstellung
Die Fotografin und Dokumentarfilmerin Negar Masoudi wurde am 29. Oktober 2020 von Sicherheitskräften in Teheran festgenommen. Sie hatte verschiedene Säureangriffe gegen Frauen in der Provinz Isfahan fotografisch dokumentiert. Während der Festnahme wurde das Haus ihrer Eltern durchsucht und einige ihrer persönlichen Gegenstände beschlagnahmt.

Neben Fotoausstellungen hat die 35-Jährige auch schon mehrere Kurz- und Spielfilme gedreht. Seit einiger Zeit setzt sie sich für die Opfer von Säureangriffen ein. So organisierte sie im Juni 2018 zum Beispiel eine Fotoausstellung mit Bildern von Marzieh Ebrahimi, dem letzten Opfer der Säureangriffe in Isfahan. Außerdem hat sich Masoudi auch dafür stark gemacht, den Verkauf von Säure einzuschränken, was jedoch bisher vom Parlament abgelehnt wurde. Die IGFM befürwortet das Engagement der Frauenrechtlerinnen im Iran und fordert die iranischen Abgeordneten auf, ein Gesetz zu verabschieden, das den freien Verkauf von Säure einschränkt.

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3/4 fordern mehr Entschlossenheit der Politik gegen den radikalen Islam

74 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die deutsche Politik in Reaktion auf den islamistisch motivierten Mord an einem Lehrer in Frankreich ebenfalls entschlossener gegen den radikalen Islam in Deutschland vorgehen sollte.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts INS“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Lediglich 8 Prozent sind gegenteiliger Meinung. 12 Prozent wissen nicht, wie sie dazu stehen.

Muslimische Befragten lehnen ein entschlosseneres Vorgehen gegen den radikalen Islam in Deutschland mit 37 Prozent mehrheitlich ab. Dafür sind nur 24 Prozent. Von den katholischen Befragten sind 75 Prozent für ein entschlosseneres Vorgehen, nur sieben Prozent sind dagegen. Unter Protestanten sprachen sich sogar 81 Prozent dafür aus, vier Prozent dagegen.

Befragte mit Migrationshintergrund fordern zu 59 Prozent ein entschlosseneres Vorgehen gegen den radikalen Islam in Deutschland – und damit deutlich seltener als Befragte ohne Migrationshintergrund (76 Prozent).

Webpräsenz: www.die-tagespost.de.


Iran: Regime spielt mit dem Leben der Bürgerrechtlerin Nasrin Sotoudeh

Nasrin Sotoudeh (siehe Foto) wurde vom Personal des Evin-Gefängnisses in Teheran aufgefordert, sich für den Transport in ein Krankenhaus vorzubereiten. Anschließend wurde sie in das südlich von Teheran gelegene Shar-e Rey-Gefängnis, auch Qarchak-Gefängnis genannt, verbracht. Die Haftbedingungen dort sind miserabel.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die bewusste Täuschung durch die iranischen Behörden. „Mit der Verlegung ins Qarchak-Gefängnis spielt die iranische Regierung mit dem Leben von Nasrin Sotoudeh“, kritisiert die IGFM. Erst kürzlich erhielt die iranische Menschenrechtsverteidigerin den Alternativen Nobelpreis.

Der Gesundheitszustand der bekanntesten politischen Gefangenen des Iran, Nasrin Sotoudeh, verschlechtert sich dramatisch, berichtete die IGFM erst vor wenigen Tagen. So hat die Frauenrechtlerin momentan Herzprobleme sowie starke Schwierigkeiten beim Atmen. Außerdem stellte sich heraus, dass mindestens sechs der Wärterinnen, die

Sotoudeh während des kürzlich beendeten Hungerstreiks im Krankenhaus bewachten, an COVID-19 erkrankten.

Die IGFM fordert das iranische Regime daher erneut auf, Nasrin Sotoudeh umgehend medizinische Behandlung zu ermöglichen und die 57-Jährige freizulassen.

Katastrophale Haftbedingungen
Über die miserablen Haftbedingungen im Qarchak-Gefängnis berichtete die politische Gefangene Golrokh Ebrahimi Iraee in einem Brief vom 7. September 2020. Laut ihr, hätten Gefangene im Qarchak-Gefängnis keine Möglichkeit, sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen. Hinzu kommt die schlechte Qualität der Gefängnisverpflegung, der Mangel an allgemeiner Grundausstattung, Probleme mit dem Abwassersystem, salzhaltiges Wasser und fehlende medizinische und sanitäre Einrichtungen.

Laut IGFM werden dort regelmäßig kriminelle Häftlinge angestachelt, die politischen Gefangenen zu misshandeln. Qarchak ist ein Frauen-Gefängnis, aktuell sind auch weitere politische Gefangene dort inhaftiert. Dazu zählen unter anderem Golrokh Ebrahimi Iraee, Marjan Davari, und die australisch-britische Wissenschaftlerin Kylie Moore-Gilbert.

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Iran: IGFM fordert sofortige Freilassung der Biologin Niloufar Bayani

Die im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran inhaftierte iranische Biologin und Umweltschützerin Niloufar Bayani (siehe Foto) steht erneut vor Gericht.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde sie nun wegen „Verbreitung von Lügen“ angeklagt. Niloufar Bayani hatte im Februar in einem Offenen Brief geschildert, dass sie während ihrer Haft mindestens 1.200 Stunden lang verhört und dabei „der schlimmsten Form psychischer Folter sowie Androhung körperlicher und sexueller Gewalt“ ausgesetzt war, um falsche Geständnisse zu erzwingen.

Die IGFM fordert die iranische Regierung auf, Niloufar Bayani umgehend freizulassen und verurteilt den Einsatz von Folter aufs schärfste.

„Obwohl nach der Veröffentlichung ihres Briefs im März 2020 sogar vom Kabinett ein Komitee gegründet wurde, um die Anschuldigungen zu überprüfen, wurden bis heute noch keine Ergebnisse präsentiert. Während wir immer wieder glaubhafte Berichte aus den Gefängnissen erhalten, die Niloufars Aussagen stützen, hat die iranische Regierung die Foltervorwürfe stets vehement abgestritten“, erklärt Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Ohne Beweise zu zehn Jahren Haft verurteilt
Niloufar Bayani ist eine international bekannte Umweltschützerin. Die 1989 geborene Biologin wurde nach rund zwei Jahren im Gefängnis, in denen sie mehrfach bedroht und körperlich sowie psychisch gefoltert wurde, am 20. November 2019 zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage im Iran: www.igfm.de/iran


Pakistanischer Christ zum Tod verurteilt

Ein pakistanisches Gericht hat einen Christen zum Tod verurteilt, weil er „blasphemische Nachrichten“ (Islamkritik) verschickt haben soll.
Wie die italienische Nachrichtenagentur AGI berichtet, habe Asif Pervaiz sich bereits seit 2013 gegen die Vorwürfe verteidigt, die sein Vorgesetzter gegen ihn vorgebracht hatte.

Der 37-jährige Angeklagte hatte sich stets darauf berufen, die ihm zur Last gelegten Nachrichten nur weitergeleitet zu haben. Wie der Anwalt des Mannes mitteilte, werde man beim Hohen Gericht von Lahore Einspruch gegen das Urteil einlegen. Die Vorwürfe hatte ein Vorgesetzter aus der Fabrik erhoben, in der der Christ arbeitete.

Im mehrheitlich muslimischen Pakistan kommt es immer wieder zu Verurteilungen aufgrund des Blasphemiegesetzes, das für Beleidigungen des Propheten Mohammed harte Strafen bis hin zur Todesstrafe vorsieht.

Bis zu 80 Menschen sollen derzeit aufgrund von ähnlich gelagerten Vorwürfen in Haft sitzen; die Hälfte von ihnen wurde zu lebenslänglicher Haft oder zum Tod verurteilt.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-09/pakistan-blasphemie-tod-verurteilung-christ-gerechtigkeit.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Würdigung einer iranischen Menschenrechts-Verteidigerin durch den Dt. Richterbund

Ein starkes Signal der deutschen Richterschaft: Der Deutsche Richterbund (DRB) zeichnet die bekannteste politische Gefangene im Iran, Nasrin Sotoudeh, mit dem Menschenrechtspreis 2020 aus. 

Der Vorschlag dazu kam von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die sich mit zahlreichen Kampagnen für die Freilassung der bekannten Rechtsanwältin einsetzt und den Rechtsstaat im Iran als „Farce und nicht existent“ bezeichnet.  

Als Rechtsanwältin hat Nasrin Sotoudeh Frauen, Menschenrechtsaktive und Angehörige von Minderheiten vertreten und sich öffentlich gegen den Kopftuchzwang ausgesprochen. Seit mittlerweile 23 Tagen befindet sie sich im Hungerstreik und protestiert damit gegen unfaire Gerichtsverhandlungen sowie gegen die Inhaftierung von Bürgerrechtlern.

„Wir freuen uns sehr, dass der Deutsche Richterbund Nasrin Sotoudehs Engagement für Rechtsstaatlichkeit im Iran mit dem Menschenrechtspreis würdigt. Das ist ein starkes Signal aus den Reihen der deutschen Justiz, das genau zur richtigen Zeit kommt.

Denn der über dreiwöchige Hungerstreik hat die mutige Frauenrechtlerin an ihre körperlichen Grenzen gebracht – ihr Leben ist akut in Gefahr. Durch diesen Preis wird ihr Schicksal nun noch mehr in die Öffentlichkeit gerückt – das ist eine verdiente Ehrung, die gleichzeitig Signalwirkung an das iranische Regime hat“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM. 

Zahlreiche Ehrungen für Nasrin Sotoudeh

Mit dem Menschenrechtspreis zeichnet der Deutsche Richterbund weltweit herausragende Persönlichkeiten aus, die sich als Richter, Staatsanwälte oder Rechtsanwälte für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit einsetzen. Nasrin Sotoudeh erhielt im Jahre 2008 bereits den International Human Rights Prize Ludovic –Trarieux und im Jahr 2011 den Menschenrechtspreis der Stadt Florenz.

2012 wurde sie vom Europäischen Parlament mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit gewürdigt. Seit April 2013 gehört die renommierte Menschenrechtlerin dem Kuratorium der IGFM an. Im Jahr 2018 bekam sie den schwedischen Tucholsky-Preis für verfolgte und bedrohte Schriftsteller.

„Diese vielen Ehrungen zeigen, welchen Wert ihr Engagement für die iranische Gesellschaft hat und wie dies weltweit geschätzt wird. Nasrin Sotoudeh muss diesen Hungerstreik überleben und sofort freigelassen werden“, so die IGFM.

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Islamisches Patriarchat: „Flüchtlinge“ aus Syrien hielten Frau als Sklavin

Am Tag der Urteilverkündung kam Katbeh A. nicht mehr ins Gericht. Die 19-jährige Frau hat über Monate die Hölle auf Erden erlebt und drei Verhandlungstage darüber berichten müssen.

In den Monaten ihres persönlichen Alptraums war sie von Ahmad E., einem 48-jährigen syrischen Migranten, von Syrien nach Deutschland gebracht, anschließend an seinen Sohn Khaled E. (22) übergeben und von diesem als persönliche Sklavin gehalten worden.

Ein islamisches Patriarchat mitten in Deutschland. Zuerst berichtet hatte darüber die Onlineplattform „Onetz“ und die BILD. Die vorgetragenen Vorwürfe und Details zur Gräueltat der „Flüchtlinge“ klangen dabei wie in einem Horrorfilm.

Mehrmals soll die Frau vergewaltigt und schwer erniedrigt worden sein. Als sie dann einen Sohn gebar, brachte das Vater-Sohn-Gespann A. in ein Flüchtlingslager in die Türkei und wollte sie so von der Bildfläche verschwinden lassen. Doch die junge Frau wehrte sich.

Am gestrigen Montag sind die Menschenquäler dann wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung, Entziehung Minderjähriger, Nötigung und dem Einschleusen von Ausländern vom Landgericht Weiden in der Pfalz zu geringen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Der Haupttäter Khaled E. wurde sogar nur nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Das Martyrium von Katbeh A. begann, als sie der 48-jährige Ahmad E. in Syrien für die Zwangsheirat mit seinem Sohn auswählte. Über die Türkei, Griechenland und den Balkan wurde die Frau illegal nach Deutschland geschleust und in den Landkreis Neustadt an der Weinstraße gebracht, wo sie auf ihren auserwählten Ehemann traf.

Dieser sparte nicht mit körperlichen Attacken und sexuellen Übergreifen, da die Frau nicht seinen patriarchalischen Vorstellungen entsprach. Unter anderem schlug Khaled E. mit einem Kleiderbügel und einem Gürtel zu und zwang seine Ehefrau, ihm nach Auseinandersetzungen die Füße zu küssen. Hinzu vergewaltigte er seine Zwangs-Ehefrau mindestens viermal.

Birgit Hofmann, die Anwältin der Geschädigten, fasste zusammen, dass der Hauptangeklagte ein gestörtes Verhältnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau hat.  Er trat das Recht der Frau regelmäßig mit Füßen und hat niemals über ein angemessenes Verhalten in seinem Aufenthaltsland Deutschland nachgedacht.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.sebastian-muenzenmaier.de/in-deutschland-syrische-fluechtlinge-hielten-frau-als-sklavin