Dr. David Berger kritisiert Kampagne gegen Gender-Kritikerin Birgit Kelle

Von Felizitas Küble

Am vergangenen Freitag hielt die Familienrechtlerin und Kritikerin der Gender-Ideologie, Birgit Kelle, einen Vortrag in Düsseldorf, wozu sie von der CDU-Bundestagsabygeordneten Sylvia Pantel eingeladen wurde.

Die Veranstaltung wurde in jeder Hinsicht ein voller Erfolg, obwohl im Vorfeld ultralinke und homosexuelle Gruppen versucht hatten, einen Auftritt der christlichen Publizistin Kelle zu verhindern.
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Wie wir kürzlich hier im CF berichtet haben, sind keineswegs alle Homosexuellen mit den rabiaten Methoden intoleranter “queerer” Funktionäre einverstanden.

Inzwischen hat sich auch der homosexuell orientierte Philosoph und Schriftsteller Dr. David Berger zu Wort gemeldet. Auch er setzt sich deutlich für die Meinungsfreiheit von Birgit Kelle ein. 

Unter dem Titel “Nach queeren Protesten: großer Ansturm auf Kelle-Vortrag” veröffentlicht er auf seiner Webseite “Gaystream.info” am 24. August 2015 einen Kommentar und dieses Schaubild, das Frau Kelle zeigt und einen islamkritischen Ausspruch von ihr zitiert, den sie auf der Düsseldorfer Veranstaltung geäußert hat.

Kein Bündnis konservativer Christen mit dem Islam

Das christliche und bürgerlich-konservative Spektrum  ist sich – so mein Eindruck – größtenteils darüber einig, daß eine Art Schulterschluß mit Muslimen in puncto Homosexualität nicht infrage kommt, schon weil der Islam zwischen Person und Sache nicht unterscheidet, aber auch aus grundsätzlichen Erwägungen. (Der Koran enthält zB. nicht die Zehn Gebote als sittliches Prinzip, geschweige das Leitbild der umfassenden Nächstenliebe  –  oder gar das Ideal der Feindesliebe.)

Man bedenke nur, daß radikal-islamische Staaten wie z.B. der Iran schwule Männer brutal am Baukran aufhängen oder daß IS-Terroristen homosexuelle Personen von Hochhäusern herunterwerfen. Auch bei anderen Themen (z.B. Ehebrupressefotoberger11ch von Frauen) kennt die Scharia keine Gnade und fordert die Steinigung der “Täterinnen” nach dem “Vorbild” Mohammeds (und ganz im Gegensatz zum Beispiel Jesu Christi, der eine Ehebrecherin vor der Steinigung rettete).

Zurück zu David Berger (siehe Foto), der sich seit geraumer Zeit für mehr Gelassenheit,  Toleranz und Meinungsvielfalt innerhalb der schwulen Gruppierungen einsetzt und zugleich durch islamkritische Äußerungen “aufgefallen” ist, was bereits zu starkem Gegenwind im eigenen Lager geführt hat. (So wurde er zB. als Chefredakteur des Homosexuellen-Magazins “Männer” gefeuert: siehe hierzu unser damaliger Bericht.)

Hinsichtlich der Vortragsveranstaltung von Birgit Kelle schreibt Dr. Berger:

“Auch die Erwartungen der Kelle-kritischen Teilnehmer, sie würde sich homophob äußern, wurden enttäuscht. Deutliche Kritik kam von Kelle aber an dem, was sie als „Gender-Gaga“ bezeichnet. (…) Die Etablierung des Gender-Mainstreaming ginge völlig „an der Bevölkerung vorbei“.”

Felizitas Küble leitet hauptamtlich den KOMM-MIT-Verlag und ehrenamtlich das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Syrien: IS-Terroristen vernichten das antike, frühchristliche Kloster Mar Elian

Fresken in Mor Elian: Vernichtet duch den IS Foto: Wikimedia / Zozo2kx

Chef-Archäologe Khaled al-Asaad enthauptet

Der Islamische Staat hat offenbar das Kloster Mar Elian in Syrien vernichtet. Im Internet veröffentlichte Bilder zeigen, wie die Terrormiliz das Sakralgebäude mit Planierraupen einebnet, berichtet dpa.

BILD: Antike Fresken in Mar Elian (Foto: Wikimedia / Zozo2kx)

Auch die christlich-assyrische Nachrichtenagentur Aina bestätigte die Zerstörung. Anfang des Monats hatten IS-Kämpfer den Ort Karjatain bei Homs eingenommen.

Mar Elian wurde 423 n. Chr. in Erinnerung an den Märtyrer Elian gegründet. Die Fresken des Klosters aus dem 6. Jahrhundert, die Szenen aus dem Leben Jesu und seiner Jünger zeigen, zählen zu den künstlerisch wichtigsten Zeugnissen christlicher Kultur in Syrien.

In dem Ort lebten bis vor kurzem rund 2000 Christen, über deren Schicksal derzeit nichts Genaues bekannt ist.

Erst vor wenigen Tagen wurde die Ermordung des Chef-Archäologen von Palmyra, Khaled al-Asaad, gemeldet. Der anerkannte Wissenschaftler hatte sich geweigert, das UNESCO-Weltkulturerbe vor der heranrückenden Miliz zu verlassen. Ein Foto zeigt die an den Armen aufgehängte, enthauptete Leiche des 82 Jahre alten Mannes, den Kopf zwischen die Beine gelegt.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Kanada: Jüdischer Unternehmer rettet christliche und jesidische Kinder im Irak

Nachdem sich bereits der hochbetagte jüdische Lord George Weidenfeld aus London für die Rettung von Christen aus dem Irak einsetzt und hierfür Kritik von linker Seite einstecken muß (weil er sich auf Christen beschränkt), ist jetzt ein weiterer namhafter Jude aktiv, um vor allem christliche und jesidische Kinder durch Lösegeld aus den Händen der IS-Terroristen freizukaufen. Monika Lang mit syrischem Mädchen

Wie die britische katholische Zeitung “The Tablet” meldet, hat der kanadische jüdische Unternehmer Steve Maman bereits 120 Mädchen aus der Gewalt der IS-Terroristen gerettet.

BILD: christliches Mädchen aus dem Irak, das mit seinen Eltern nach Deutschland flüchtete (Foto: Bistum Regensburg)

Maman hat die Vereinigung “Liberation of Christian and Yazidi Children of Iraq” (Befreiung für christliche und jesidische Kinder des Irak) gegründet. Seinen Angaben fordern die ISlamisten 1000 bis 3000 US-Dollar pro gekidnapptem Kind.

Im Hinblick auf Berichte, die ihn mit dem Industriellen Oscar Schindler vergleichen, dem es während des Zweiten Weltkriegs gelang, viele Juden vor der NS-Vernichtung zu bewahren, sagte Maman:

“Ich werde von manchen der ‘jüdische Schindler’ genannt. Aber ich fühle mich nicht als solcher. Ich habe im Gegenteil den Eindruck, dass ich nicht genug tue, weil es noch immer so viele Kinder im Irak gibt, die auf ihre Befreiung warten.

Ich habe mir von Anfang an gesagt, ich kann bei den täglichen Berichten aus dem Irak nicht einfach zuschauen und untätig bleiben. Ich halte mich an das jüdische Sprichwort: ‘Wer ein Leben rettet, der rettet die ganze Welt”.

Quellen: The Tablet, Kathpress


Verfolgte Christen unter dem Islam – und die Hilfsaktion von Lord Weidenfeld

Von Dr. Edith Breburda

Das Christentum, dessen Präsenz im Nahen Osten 600 Jahre zurückdatiert, ist im Begriff, aus dem Nahen Osten zu verschwinden. Dr. Breburda

Ägyptische Kopten können zwar eine Atempause unter Abdel Fatah al-Sissi gefunden haben, aber nach ihrer Verfolgung unter der früheren Muslimbruderschafts-Regierung wissen sie, wie prekär ihre Existenz im 90 Prozent muslimischen Ägypten bleibt.

In anderen Ländern ist es noch viel schlimmer. In großen Teilen von Syrien und dem Irak, wo der Islamische Staat regiert, sind die Folgen für die Christen schrecklich: Versklavung, Exil, Folter, Massaker, Kreuzigung.

Im Laufe der letzten Jahre haben viele Christen den Nahen Osten nach dem Aufstieg des politischen Islam und der Intensivierung des wilden sektiererischen Krieges einfach verlassen.

Die libanesischen Christen, die einmal mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachten, werden jetzt in etwa auf ein Drittel geschätzt. In Bethlehem beispielsweise hat die Zahl der Christen unter der Palästinensischen Autonomiebehörde um die Hälfte abgenommen. 100714052333-b1-

Die Ausnahme bildet Israel, wo arabische und nicht-arabische Christen nicht nur Schutz genießen, sondern Bürgerrechte haben. Ihre Zahl nimmt zu. Aber das ist eine andere Geschichte.

Am meisten gefährdet sind die Christen in Syrien. Vor vier Jahren lebten dort rund 1,1 Millionen. Mittlerweile  sind 700.000 geflohen. Viele von denen, die im Land verblieben sind, stehen unter der radikal-islamistischen Herrschaft.

Da die große christliche Welt passiv zuschaut, wird  ihre Zukunft, so wie auch die Zukunft des Christentums im Nahen Osten, durch den Iran, die Hisbollah, die Assad-Dynastie, den Islamischen Staat, die Nusra Front, verschiedene andere lokale Gruppierungen und von regionalen Mächten bestimmt werden.

4077304320Es gibt aber auch Beispiele dafür, was auf einer begrenzten Skala dagegen getan werden kann. Vor drei Wochen wurden 150 syrische Christen nach Polen ausgeflogen, wo sie Zuflucht und Sicherheit erhielten.

Der Weidenfeld-Fond ermöglichte den Flug und unterstützt die Flüchtlinge so lange,  bis sie ein neues Leben angefangen haben.

Die Person, die hinter dem Fond steht, ist der jetzt 95 Jahre alte Lord George Weidenfeld:

Philanthrop, Herausgeber (Weidenfeld & Nicolson, gegründet 1949), Gründer des Institute for Strategic Dialogue, um klassische liberale europäischen Werte zu fördern, Ehren-Vizepräsident des World Jewish Congress (Jüdischen Weltkongresses), lebenslanger Zionist (er diente einst als Chef des Kabinetts des ersten israelischen Präsidenten, Chaim Weizmann).

Weidenfeld weiß, dass die Anzahl der bisher mit Hilfe seines Fonds geretteten Christen tragisch klein ist.

Sein Ziel ist es, 2000 Familien zu retten. Im Vergleich zu dem Blutbad in Syrien durch die unbarmherzigen Kämpfe mit 230.000 Toten und 11 Millionen vertriebenen Einwohnern aus ihren Häusern, erscheint dies als lächerliche Anzahl. Aber es sind gefährdete Menschen, die gerettet werden. Und für Weidenfeld zählt nur das.

Doch er hat für die Rettung nur Christen vorgesehen. Die US-Regierung wird sich nicht beteiligen, weil Yeziden, Drusen oder Schiiten nicht einbezogen werden. Für Weidenfeld ist das eine merkwürdige Auffassung. Weil er nicht alles tun kann, wird er für den Versuch, etwas zu tun, kritisiert.

Und für ihn ist es eine persönliche Angelegenheit. 1938, noch als Teenager, war er von Wien nach London gebracht worden, wo ihn Christen aufnahmen und für ihn gesorgt haben. Das hat er nie vergessen.

Mit seinem Rettungsfond versucht er, diese Freundlichkeit zurückzuzahlen, die er vor 77 Jahren von Christen erfahren hat.
 .
Literatur: Ch. Krauthammer: Among the ruins is a case of righteousness, The Washington Post, 31.7.2015

Kurdische Gemeindeleitung in Deutschland kritisiert Islamverbände

“Die Hälfte aller Flüchtlinge sind Muslime”

Ali Ertan Toprak, der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, äußert sich kritisch darüber, dass die Islamverbände und  Moscheen in Deutschland trotz der lebhaften Debatte um die Flüchtlingspolitik und die überwältigende Spenden– und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung keinerlei Engagement gezeigt haben. Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Zwar macht es Toprak stolz, dass viele tausend Menschen ehrenamtlich engagiert sind und die Flüchtlinge in ihrem Ort willkommen heißen. In der konkreten Betreuung und ehrenamtlichen Arbeit vor Ort oder bei den Protesten gegen flüchtlingsfeindliche Aufmärsche von Rechtsradikalen seien die Islamverbände oder örtliche Moscheen aber kollektiv völlig abgetaucht.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Dies ist für Toprak unbegreiflich, denn immerhin stammen 2015 ca. 38% der Flüchtlinge allein aus Afghanistan, dem Irak, Syrien, dem Iran und der Türkei. Allesamt muslimisch geprägte Länder, die in Terror, Diktatur, Chaos und Bürgerkrieg zu versinken drohen. Wenn man noch die Flüchtlinge aus dem Balkan hinzurechnen würde, seien die Hälfte aller Flüchtlinge Muslime, so Toprak weiter.

Er kann sich nicht erklären, warum sich bisher keine muslimische Organisation und kaum eine Moschee für die Flüchtlinge stark gemacht haben. Dabei sieht er die vielen christlichen Kirchengemeinden als gutes Beispiel auch für die Moscheen vor Ort, um sich endlich der Menschen anzunehmen, die unsere Solidarität brauchen, wenn es drauf ankommt.

Während in jeder politischen Gesprächsrunde die muslimischen Verbände und Moscheen Solidarität und Offenheit von anderen einfordern würden, ducken sie sich bei den Flüchtlingen weg und überlassen sie den „Herkunftsdeutschen“, so Toprak resümierend.

Wo bleibt die Solidarität der muslimischen Welt?

Er vermutet, dass viele muslimische Organisationen und Moscheen in Deutschland diese Flüchtlinge vielmehr als Verräter an der Religion ansehen, die die jahrelange Imagearbeit über ein Islam des Friedens und des Wohlwollens gefährden, indem sie mit ihrer Flucht der Öffentlichkeit die tatsächliche humanitäre Katastrophe in diesen Ländern vor Augen führen.

Bemerkenswert ist auch, dass selbst relativ stabile muslimische Staaten wie Indonesien, Malaysia, Dubai oder Katar sich kategorisch weigern, Flüchtlinge aufzunehmen oder ihnen gar eine Bleibeperspektive zu geben.

Flüchtlinge aufzunehmen sei zwar ein Gebot der Menschlichkeit, doch könne dies Europa allein nicht schultern. Wir brauchen auch endlich die Solidarität der muslimischen Welt, fordert Toprak ein.

Quelle: http://kurdische-gemeinde.de/keine-solidaritaet-mit-fluechtlingen-islamverbaende-und-moscheen-meiden-fluechtlingsarbeit/


München: Evangelikale ABC-Initiative kritisiert ev. Landesbischof wg. Islam-Forum

Pressemitteilung des Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern e.V. (ABC):

Man kann sich leicht vorstellen, dass es dem Apostel Paulus ein großes Anliegen gewesen sein muss, die kleine christliche Minderheit im Römischen Reich als friedliebend und gemeinnützig darzustellen und sich nach Kräften für mehr Toleranz für alle religiösen Minoritäten einzusetzen  –  und dabei (öffentlichkeitswirksam!) die friedliebenden Menschen auf allen Seiten zu stärken – doch nichts von dem tat er!  Herz-Jesu_01

Dabei war die Wirkung, die von den kleinen christlichen Gemeinden ausging, weithin eine friedliche und wohltuende. Doch Paulus verstand sich in erster Linie als „Schuldner“ aller Menschen, die nicht an Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser glaubten. Daher war es sein ganzer „Wunsch und Wille, das Evangelium zu verkündigen“ und sich dafür „nicht zu schämen“ (Röm 1,14-16).

Da Kirchenvertreter weder staatliche Mediatoren noch UN-Sonderbeauftragte sind, gehört es nicht zu ihren vornehmlichen Aufgaben, sich für Frieden und Verständigung verschiedener (auch religiöser) Gruppierungen in der Gesellschaft einzusetzen. Der gesellschaftliche Friede ist und bleibt zuerst eine staatliche Aufgabe, während der Kirche zuerst andere, geistliche Aufgaben gegeben sind.

Dabei ist es genauso selbstverständlich wie in der Anfangszeit der Kirche, dass der einzelne Christ, sei er in einem weltlichen Beruf oder sei er Pfarrer oder Bischof, in seinem Umfeld „Friedensstifter“ ist (Mt 5,9) und dass von der christlichen Gemeinde als ganzer der Friede Gottes ausgeht.foto-dcubillas-www_freimages_com_

Es ist durchaus richtig, als Kirche verlauten zu lassen, dass die Politiker und alle Bürger und Bürgerinnen in der Gesellschaft gut daran tun, die toleranten Muslime zu stärken. Im gleichen Atemzug sollte aber ausgesprochen werden, dass es die besondere Aufgabe der Christen ist und bleibt, auch Muslimen das Evangelium von Jesus Christus zu bezeugen.

Ob dies der EKD-Ratsvorsitzende Prof. Heinrich Bedford-Strohm im „Kuratorium“ des „Münchner Forums für Islam“ wirklich tut und ob die Annahme seiner Berufung in dieses Gremium in der Öffentlichkeit so verstanden wird, bezweifle ich.

Um aber dort eine rein gesellschaftspolitische Funktion wahrzunehmen in dem Sinne, „friedliebende Muslime in Deutschland zu stärken“, wie er selbst sagt, gibt ihm weder das Amt des Bischofs noch das des EKD-Ratsvorsitzenden ein Mandat. Ein kirchlicher Amtsträger hat in einem muslimischen Verein nichts zu suchen.

Till Roth, 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern e.V.

www.abc-bayern.de


Wie der Koran zwischen einer Ethik für Juden und seiner eigenen unterscheidet….

Den folgenden Leserbrief richtete Dr. Christoph Heger am 15.1.2015 an die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung); leider wurde er nicht veröffentlicht. Da wir den Inhalt sehr aufschlußreich finden, stellen wir ihn hiermit online:

Nicht nur Rainer Hermann in seinem Beitrag „Eine Tötungslizenz?“ in FAZ vom 9.1.2015, auch Imame islamischer Verbände zitierten jüngst auf der „Mahnwache“ vor dem Brandenburger Tor in Berlin verfälschend Vers 32 von Sure 5: „Wenn jemand einen Menschen tötet, der keinen anderen getötet, auch sonst kein Unheil auf Erden gestiftet hat, so ist’s, als töte er die Menschen insgesamt“ (so Rainer Hermann). Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Wie schön wäre es, wenn sich die Muslime den Inhalt dieser Maxime zu eigen machen könnten!

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln-Ehrenfeld

Tatsächlich führt die Unvollständigkeit des Zitats in die Irre, heißt doch der Vers vervollständigt: „Aus diesem Grunde haben Wir [nämlich Allah] den Kindern Israels vorgeschrieben: Wenn jemand einen Menschen tötet, der keinen anderen getötet, …“

Nach dem koranischen Wortlaut ist also nicht den Muslimen, sondern den Juden eine solche Ethik von Gott auferlegt!

Die Aufgabe der Muslime ist dagegen in dem folgenden Vers 5:33 beschrieben, der an den Vers zuvor mit einem anknüpfenden „innamā / jedoch, vielmehr, indessen“ anschließt:

„Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten … ist indessen der, dass sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie eine gewaltige Strafe …“

Die Verknüpfung der Auflage, die Allah den Juden gemacht hat, mit dem ganz anderen, brutalen Gesetz für Muslime im unmittelbar folgenden Vers kann keinem Koranleser entgehen.

Man muss leider mit Sorge feststellen, dass solcher Art Täuschung der gutgläubigen Öffentlichkeit durchaus verbreitet ist. Um eine politisch kommode Unterscheidung von Islam und „Islamismus“ aufrecht zu erhalten, wird allgemein verschleiert, dass die „Islamisten“ sich sehr wohl auf die praktisch von allen Muslimen angenommenen Fundamente des Islams berufen können: auf den Koran und den “Brauch des Propheten“.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


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