Irak: IS verwüstet Kirche in Mossul und hinterläßt dort 14 „Regeln“ bzw. Drohungen

Strafen für Raucher und Trinker, Ausgehverbote für Frauen, Todestrafe für die Benutzung von Schimpfwörtern: Dies sind einige der 14 “Verhaltensregeln”, die die Milizonäre des Islamischen Staats (IS) auf die Säulen einer christlich-chaldäischen Kirche in Mossul geschrieben hatte, wie der Fidesdienst berichtet.

Nach der Eroberung der nordirakischen Stadt hatten Mitglieder des IS die Kirche als Basiscamp benutzt. Nach der Befreiung der Stadt durch die irakische Armee fanden die Soldaten keinerlei christliche Symbole mehr in dem Gotteshaus, nur der Altar soll vor der Verwüstung verschont geblieben sein.

Bereits vor zwei Jahren veröffentlichte der IS nach der Eroberung von Mossul „16 Regeln“ mit Strafandrohungen für die unterdrückte Bevölkerung: http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-terrorgruppe-isis-veroeffentlicht-regeln-fuer-menschen-in-mossul-a-974766.html


Katholikentagswerbung: Geht es um den Frieden Christi oder den Kampf des Adlers?

Von Hanna Jüngling

Man hat sich an vieles gewöhnt oder besser gesagt: Man wundert sich inzwischen über einiges nicht mehr. Die neueste negative Überraschung ist die Einladung zum 101.Deutschen Katholikentag 2018 in Münster unter dem Leitwort „Suche Frieden“.

Eine Website gibt Auskünfte über Motto und Ambitionen und ruft zur Mitarbeit auf: https://www.katholikentag.de/

Ich stöbere darin und mein Befremden wächst und wächst:

Altbackene Peace-Worker-Parolen

Die Erklärung des Leitwortes durch den Bochumer Neutestamentler Thomas Söding befremdet aufgrund ihrer Oberflächlichkeit und Banalität. Allerdings wundere ich mich darüber auch nicht, denn seiner Ansicht nach ist die Mission der Kirche, die sie erkennen müsse, eine „Friedenszone zu schaffen“:

„Man stelle sich vor, an einem Schwarzen Brett in einem Institut der Universität Münster ist ein Zettel angepinnt, auf dem steht „Suche Frieden“  – neben anderen Zetteln mit „Suche WG“ oder „Suche Job während der Semesterferien“.

Wer könnte diesen Zettel „Suche Frieden“ geschrieben haben?“ Ein Student, der nach 14 Semestern auch die letzte Chance für einen Studienabschluss vertan hat und deshalb verzweifelt auf verlorene Jahre seines Lebens zurückschaut? Eine aus Syrien geflüchtete Frau, die im Bürgerkrieg nicht nur ihren Ehemann und alles Hab und Gut, sondern auch jede Hoffnung auf eine Zukunft für sich und ihre Kinder verloren hat? Oder eine Frau aus meiner Nachbarschaft, die nicht die Kraft findet, aus einer zerrütteten Ehe auszubrechen?

Ein aus dem Kongo stammender junger Mann, der die Traumata seiner Erlebnisse als Kindersoldat nicht überwinden kann? Vielleicht eine alte Frau, die seit Jahren im Streit mit ihren Kindern lebt? Oder jemand, der jeden Glauben an Gott und an das Gute in dieser Welt verloren hat?.“

Abgesehen davon, dass die wirklich Traumatisierten, die hier immerhin auch genannt werden, ganz gewiss keine solch albernen Zettel anpinnen würden, denn das ist etwas für Stuhlkreispädagogik, sind die meisten genannten „Schicksale“ keine Problematik fehlenden Friedens.

Man kann im weitesten Sinnen sagen, dass all diese Beispiele einer „Heilung“ bedürfen. Und wenn man sie als „Friedensproblem“ auffassen will, wäre das Friedenskonzept zu klären, das zugrunde liegen soll. Aber außer Spesen ist auch hier nichts gewesen. Man fischt gern im Trüben.

Banaler und ärgerlicher Kreativ-Moralismus

Zum Einschlafen war er von Anfang an, dieser friedensbewegte Kreativ-Moralismus, der mein Leben seit mindestens 1970 begleitet und an der Eskalation weltweiten Unfriedens buchstäblich nichts ändern konnte und vermutlich auch nicht ernsthaft wollte.

Heute aber ist solches Gelaber nur noch ein fahrlässiges Ärgernis. Was nützt der Welt die Beschwörung eines Origami-Friedens im Patchwork-Design mit „Diversity“-Phrasen, der tausend Papiertauben fliegen lässt und später doch wieder seine eisernen Adler verkauft? Oder wenigstens ebenso viele Gründe ersinnt, die ganz konkrete Politik der Eliten dann doch nicht fahrlässig zu finden, die so viele Menschenleben verschleudert, so viel „Manpower“, wie man inzwischen zynisch sagt, zu tabuisieren?  

Und was soll überhaupt dieses flickwerkige Diversity-Gedöhns, wenn man doch andererseits so tut, als hätten alle nur ein und dasselbe im Sinn? Die real existierende „Diversity“ der Menschen und Völker ist nicht nur das Ergebnis friedlicher Entfaltungen im Blut-und-Boden-Idyll, das diesem Denken verdeckt zugrunde liegt, sondern harter Auseinandersetzungen, geistiger Zerwürfnisse und scharfer Ausgrenzungen.

Söding erwähnt die Jahre 1618 (Westfälischer Frieden) und 1918 (Ende des 1. Weltkrieges), aber er fasst diese Themen nur mit abgespreiztem kleinem Finger an: 

„Jeder Mensch sehne sich nach Frieden. Seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen sei die denkbar kürzeste Formel für einen Willkommensgruß der Friedensgruß: „Pax – Shalom – Salam. In der Bibel begegnet einem keine Formulierung so oft wie „Der Friede sei mit Dir“ oder „Der Friede sei mit Euch“, so Söding.“

Warum muss ich da nur an den unsäglichen Friedensgruß im Novus Ordo (reformierter Meßritus) denken, diesem missalen „Lasst hundert Blumen blühen“-Klamauk, der dennoch nicht dazu führen kann, dass man sich vor der Kirchentür wenige Minuten später noch kennt.

Sendung der Christen bedeutet m e h r  als Friedenswünsche

Einst wurde man mit dem „Ite missa est“ als Apostel und Apostelin des Priestertums aller Gläubigen gesendet, aber die Hierarchie unterdrückte diese Sendung so oft, machte aus klaren Worten eine Farce und ein triumphales Zeichen ihres Herrschaftsanspruches, der sich die kontrollierte Aufzucht vieler Zofen und Tagelöhner als Zeichen seiner Macht leisten kann.

Zu Recht wollte man die verengten und entgleisten kirchlichen Verhältnisse wieder zurechtrücken. Ist es gelungen? Man wird nicht mehr gesendet, sondern es heißt „Gehet hin in Frieden“. Und das war’s dann auch.

Frieden ist einfach ein gutes Wort. Aber ein euphorischer Kirchentagskommentar sollte berücksichtigen, dass hier eine Begriffsklärung nötig wäre. Und dass der Zusammenhang zwischen „Frieden“ und „apostolischer Sendung“ einmal geklärt gehörte nach den jahrhundertelangen klerikalen Verwirrungen politischer Art.

„Friede“ ist für den Muslim schon prinzipiell etwas anderes als für den Juden oder Christen, und die Christen heute wissen in aller Regel nicht mehr, was der christliche Friedensbegriff überhaupt meint.

Islamischer „Friede“ ist nur im „Haus des Friedens“, im „Daressalam“, schlicht in der bereits islamisierten Weltregion. Frieden bedeutet hier: Unterwerfung unter den Islam. Jede Weltregion, die nicht islamisiert ist, ist „Haus des Krieges“, das „Daralharb“. Was ist demgegenüber die „Pax christiana“?

Politzungen-Gerede ist öde und destruktiv

Wir sollten also unsere Begriffe schärfen und nicht nur bei Kerzenschein und Fairtrade-Tee von „Friedenssehnsucht“ lallen. Solche Politzungenrede ist überflüssig und destruktiv. Ihr Moralismus stinkt zum Himmel.

Im Blick auf zwei Schriftstellen aus dem AT und NT, die vom Frieden reden, fällt Söding offenbar nur ein, dass wir daraus lernen, dass Frieden „keine Illusion“ ist. Man könne außer dem Ideal  —  nur wie sieht das eigentlich aus?  —  auch konkrete Fragen beantworten:

„Welche Kriege müssen beendet sein? Welche Friedenspläne können geschmiedet werden? Wer ist auf der Suche nach Frieden?“

Nun kennt unser Glaube kein „Friedensideal“. Auch ist „Friede“ in unserem Glauben an sich kein „Gut“ oder „Geschenk“, das man „hat“, sondern wir haben einen HERRN, der der Friede Gottes selbst ist. Aus diesem HERRN, der unser Friede ist, fließt Friedfertigkeit in die Seelen, die ihn durch die Taufe aufnehmen.

Der Hl. Geist wirkt in Gläubigen den übernatürlichen Frieden, „den die Welt nicht gibt“, wie Jesus sagte. Dass die falschen Propheten dieser Welt am liebsten von „Frieden“ reden, berichtet uns eindrucksvoll das Buch Jeremia im AT, das mit der Verschleppung der Israeliten endet. Und wie kann man danach fragen, „wer auf der Suche nach Frieden ist“, wenn man weiter oben noch proklamiert hat, dass doch „jeder“ den Frieden ersehnt?!

Oder etwa die Frage „Welche Kriege müssen beendet werden?“ Das ist hoffentlich nur ein unbewusster Zynismus. Dem Autor ist gar nicht klar, wie unsinnig und friedlos alleine diese Frage schon klingt: Denn die Antwort ist selbstverständlich klar: Alle Kriege müssen beendet werden! Alle! Oder wollen wir gute und schlechte Kriege unterscheiden? Richtig gefragt wäre: Welche Kriege haben eine realistische Chance auf baldige Beendigung, und was können wir dafür tun?

Friedenskitsch löst keine wirklichen Konflikte

Der wache Zeitgenosse weiß jedoch, wie unberechenbar postmoderne Kriege geworden sind. Wir kennen Jahrzehnte von Friedensverhandlungen hier und da, und viele davon haben dennoch nicht zum Frieden geführt. Der Friedensnobelpreis wurde so oft an Personen vergeben, unter denen Kriege noch mehr eskalierten. Das letzte Beispiel ist Präsident Obama.

Und warum dies so ist, kann nicht im Kirchentags-Hauruck beantwortet werden. Ein Plaudertreffen zum Friedenskitsch sollte angesichts der Verheerungen unserer Tage unterlassen werden, wenn wir nicht einmal mehr sicher wissen, was dem konkreten Frieden wirklich dient. Haben wir nicht erlebt, dass fast alle Konzepte ins Leere liefen oder das Gegenteil dessen erreichten, was sicher wohlwollend dabei beabsichtigt war?

Wir brauchen keine soundsovielste Neuauflage bürgerlicher Peace-Maker-Spielchen!

Es ist symptomatisch für den Text Södings, dass er über die persönliche Friedlosigkeit des einzelnen mit Gott, die ein Seinszustand ist, den man durch „Action“ und Gelaber nicht auflösen kann, als Auslöser von Unfrieden und Hass kein Wort verliert. „Frieden“ versteht er als Gegenteil von „Krieg“. Unfrieden mit Gott sieht er tatsächlich vordringlich als das Empfinden, Gott stehe in einem kriegerischen Verhältnis zu einem selbst!

Die bußfertige Erkenntnis, dass wir als Einzelne und als Menschheit es sind, die Gott den Krieg erklärt haben, wendet er in ein unspezifisch-kollektives Gottspielenwollen hinsichtlich der Natur und Umwelt. Die innere Läuterung des Einzelnen als einziger und wesentlicher Quell des Frieden unter den Menschen findet bei ihm keinerlei Erwähnung.

Zum Frieden gehört die Umkehr des Menschen

Die „Friedenssuche“ ist in einer solchen Diktion nicht mit Buße und Umkehr verbunden, sondern ein gefühltes, materiell einklagbares „Gut“ geworden, das man aber nicht mehr als persönlichen, christlichen Seinszustand auffasst. Das einzige, was traditionell anmutet, ist sein verstohlen kurzer Satz „Nach Ps 34 und 1 Petr 3 wächst der innere Friede dort, wo Gott die Ehre gegeben wird.“ Hier wäre es erst interessant geworden! Aber ab hier schweigt der Autor.

Noch erschütternder aber ist, dass Söding nichts mehr davon weiß, dass Frieden von Gott vor allem anderen erbeten werden muss. Er spricht von „Geschenk“, aber er erklärt nicht, warum und inwiefern das ein Geschenk ist. Es hätte nur eine Antwort gegeben: Das Geschenk unseres restaurierten Friedens ist das Opfer auf Golgotha — es wäre angemessen gewesen, jetzt in der Fastenzeit daran zu erinnern. Ohne den geopferten und auferstandenen Christus und ohne die persönliche Annahme seines Todes gibt es keinen Frieden!

Das Wort „Gebet“ ist ihm eine kurze Randbemerkung wert. Und das, was am meisten bestürzt, ist, dass der Name Jesu nicht einmal fällt.

Dass wir Christen eigentlich auf das zweite Kommen Jesu warten und bekennen, dass dieses Äon aus sich heraus keinen Frieden erreichen wird — davon meint man heute auch in der Kirche nicht mehr reden zu müssen, wenn man es denn überhaupt noch vor Augen hat.

Drei Plakate: Der Adler hat die Taube gefressen

Entsprechend öde, düster und ideologisch sind die drei Katholikentags-Plakate, die gleich auf der ersten Seite vom ZdK-Präsidenten Thomas Sternberg als ein großer Wurf, als „Hingucker“ gepriesen werden. Es werden Folgeplakate angekündigt, die ebenso „widerspenstig“ wirken wollen.

Das erste Plakat zeigt eine farbige Frau, die sich gewaltfrei übermächtig und finster anrückenden Polizeieinheiten entgegenstellt. Die weißen Männer treten hier wie eine Inlandsarmee in Schwarz und im Stahlhelm-Outfit auf. Ich habe mich sofort gefragt, ob dieses Plakat nicht volksverhetzend ist.

Die Polizei wird als Aggressor dargestellt, der gegen wehrlose Frauen, im weiteren Sinne „Leute“ auftritt, und eine Rassismus-Assoziation wird in dieser Montage durchaus aufgebaut. Rassistisch ist es insofern, als der weiße Mann assoziativ so dargestellt wird, als trete er in Mannschaften gegen wehrlose einzelne schwarze Frauen auf.

Angesichts wachsender Opferzahlen auch unter der Polizei, angesichts des tapferen und wirklich tollen Polizei-Einsatzes heuer in der Silvesternacht in Köln, und angesichts der 2000 „farbigen“ männlichen Aggressoren, die auch diesmal wieder anrücken wollten, um weiße Frauen zu berauben und sexuell zu nötigen, überfällt mich Brechreiz, wenn ich ein solches Plakat sehe.

Rechtsstaatliche Polizei wird unfair an den Pranger gestellt

Diese plakative Schwarzweißmalerei, die der Polizei, die ein Verfassungsorgan ist, in den Rücken fällt, können wir in der angespannten Lage innerer Unsicherheit nicht auch noch gebrauchen! An dieser Stelle sei des gestern von einem islamischen Täter erstochenen Polizisten in London gedacht. Von den zahlreichen Angriffen auf Polizisten vor allem durch linksradikale „Antifaschisten“ und rechtsradikale Schlägertrupps in unserem schönen Land will ich erst gar nicht weiter reden…

Das nächste Plakat zeigt uns zwei Personen im „Hair“-Outfit, die sich nach einer misslungenen Anti-Pipeline-Demo heulend in die Arme fallen. Meine Flower-Power-Kindheit hört offenbar nie auf. Wie alt bin ich jetzt?

Sind das wirklich die „Friedensprobleme“ der Welt, ob irgendwo eine Pipeline gebaut wird? Man mag den konkreten Bau von Pipelines aus triftigen Gründen ablehnen, aber ein Plakat mit dieser Aussage scheint nicht nur pauschal, sondern auch hetzerisch.

Die Assoziation zum Thema „Frieden“ führt zur Stammtisch-Behauptung, „die USA“ würden all ihre Kriege ja nur „wegen dem Öl“ führen. Irgendwie hätte man ein paar Umwelttränen ins Foto montieren sollen und noch ein supersytlisches Mega-Windrad. Das hätte wenigstens Pepp gehabt. Aber so fielen mir immer nur diese Plattenbauten in Prager Vorstädten ein, deren billig-friedliche Hässlichkeit mich als Jugendliche so angeödet hat…

Adler in Angriffspose weckt negative Erinnerungen

Rechtsradikale Assoziationen löst dagegen das letzte Plakat aus: ein (deutscher) Adler greift eine spacige Drohne an. War den Machern dieses „Hinguckers“ wirklich nicht klar, auf welches Niveau sie sich damit begeben?

Dieser Adler in Angriffspose lässt sofort an SA-Embleme denken. Er stürzt sich auf die Drohne, die man nach den vorigen Plakaten assoziativ ebenfalls den Amerikanern zuordnet. Man hört als Leitwort den alten Spruch 1939 „Ab heute wird zurückgeschossen“ im Hinterkopf, triumphale Musik, das penetrante und eisenharte Klatschen des Flügelschlags, der scharfe Blick des Raubvogels und das hektische Übersurren der Drohne und ihren nachfolgenden trudelnden Absturz.

Es ist eine echte Glanzleistung, aus der guten alten Friedenstaube nun einen angreifenden Adler zu machen. Peng! Und wieder was für den Weltfrieden getan…

Wer ist hier was? Was ist hier wer? Im schummrig-psychologischen „Telos“ dieser Serie sind die Friedlichen schwarz, kollektivistisch, Frauen und im Geiste des Adlers. Das Totemtier als Symbol der Treue und Wahrheitsliebe vermixt mit teutonischen Kraft-durch-Adler-Phantasien…

Farblich alles Grau in Grau. Erinnert an die Öde faschistischer und sozialistischer Protzbauten in Rom, Berlin, Peking und Moskau, an Alexanderplätze in aller Welt und Friedensaufmärsche unibraunblaugrau gekleideter „Brüder“ unter roten Fahnen mit und ohne weitere Symbole drauf. Eine sozialfaschistische Idealwelt tritt hier gegen eine nur-faschistische Heillosigkeit an. So wirkt es, tut mir Leid, und ich habe keinerlei Idee, was das eigentlich mit dem christlichen Glauben zu tun haben soll.

Plakatmotive sind um Jahrzehnte zurückgeblieben

Aber wenn wir schon rein weltlich-politisch denken wollen (warum auch nicht), dann möchte ich mal wissen, ob die Katholikentagsplaner nicht doch samt der Kirche „aus der Zeit gefallen sind“.

Bischof Genn von Münster (siehe Foto) behauptet allen Ernstes, die Kirche beweise mit einem solchen Erscheinungsbild, dass sie „nicht aus der Zeit gefallen“ sei, und Söding konnte natürlich die altbackene Leerformel von „den Zeichen der Zeit“, die man hier „erkenne“, nicht unterlassen.

Vielleicht sollte man diesen Leuten mal ein paar Zeitungsabos oder ein Tablet mit Internetzugang schenken, damit sie sich wieder „aggiornieren“. Sind die alle in den Seventies steckengeblieben?

Die tatsächlichen politischen Probleme scheinen sie einfach noch nicht mitbekommen zu haben, so etwas wie weltweite, sehr starke  Christenverfolgungen, wachsende „failed states“, globalen islamischen Terror und keine deutliche Abgrenzung der Islamgelehrten davon, verheerende Kriegsbilanzen der USA, zuletzt durch Hillary Clinton, eine unberechenbare Macht-Politik Putins, den Vorabend zu einem Ermächtigungsgesetz in der Türkei, in der jetzt schon 40.000 Menschen als angebliche Regimegegner gefangen gehalten werden ohne rechtlich relevanten Grund, darunter auch deutsche Staatsbürger, Friedlosigkeit durch die türkische Regierung auf unseren Straßen, randalierende Linksradikale, überdurchschnittlich hohe Kriminalitätszahlen unter viel zu vielen unkontrollierbaren „Flüchtlingen“ und hysterische Rechtsradikale, dies alles aber nach einer verheerend planlosen Migrationskrise durch die Regierung Merkel, die auch die EU an Abgrund gewirtschaftet hat und ein Amerika, das sich distanziert und aus der militärischen Beschützermacht zurückziehen will…

Fazit: Diese Werbung für den Katholikentag 2018 ist  —  geistig und geistlich gesehen  —  nicht katholisch, sondern für mein Empfinden eine Nostalgie-Veranstaltung im Geiste der linken Bewegungen in den Sixties und Seventies mit deutlich aggressiven, rassistischen und hetzerischen Untertönen. Anachronistisch also und postfaktisch sowieso!

Weitere tiefschürfende Artikel unserer Autorin, der Musikerin und Künstlerin Hanna Jüngling, finden Sie auf ihrem Blog: http://zeitschnur.blogspot.de/


Neun konkrete Forderungen für einen vatikanischen Dialog mit den Muslimen

Von Dr. Udo Hildenbrand

Das ganze Dialog-Dilemma des Vatikans mit den Muslimen wird in der Tagespost vom 2.3.2017 auf S. 4 deutlich:

Im Artikel „Skepsis über die Zukunft der Christen im Irak“ ist von Hass auf die Christen sowie von  deren Flucht und Vertreibung die Rede. Der unmittelbar danebenstehe Artikel spricht  vom „zuversichtlichen Dialog“ des Vatikans  mit der muslimischen Al-Azhar-Universität in Kairo. 

Wie lange soll der jetzt wieder neu angesetzte, von den Muslimen „großmütig“ eingeräumte Dialog eigentlich noch ergebnislos verlaufen? Wann endlich werden als Dialogergebnisse konkrete Schritte aufgezeigt, die den vielfach bedrängten Christen in islamisch dominierten Ländern spürbare Hilfe, Erleichterung und ein menschenwürdiges Leben ermöglichen; Schritte, die zugleich  auch in unseren Breitengraden von entscheidender Bedeutung sind?

Zur Dialog-Agenda zwischen dem Vatikan und den Muslimen  müssten unabdingbar folgende ganz konkreten Forderungen bzw. islamischen Selbstverpflichtungen zählen, die Grundvoraussetzungen sind für ein menschenwürdiges Miteinander zwischen den Religionen und Kulturen:

  1. Alle Koransuren, die gegen Nichtmuslime, aber auch im Verhältnis von Mann und Frau Formen von Gewalt, von Ungleichheit und Unfreiheit fordern oder gestatten, sind ausschließlich unter historischen Bedingungen und Umständen zu betrachten. Sie werden als zeitbedingt und als geschichtlich überholt erklärt. Sie haben keinen Ewigkeitswert und damit heute und in Zukunft überall auf der Welt keinerlei Bedeutung mehr.
  2. Im Islam sind künftig verboten:
    a) alle Handlungen, die gegen das Leben und das Eigentum und Besitz von Muslimen und Nichtmuslimen gerichtet sind,
    b) die ideelle, finanzielle und organisatorische Unterstützung jeglicher Formen des Terrorismus,
    c) Selbstmordanschläge und die Verherrlichung der Schreckenstaten von sogenannten „Märtyrer“
    d) Angriffskriege, wobei das koranische Prinzip des militanten Dschihad (=Glaubenskrieg) nur noch als historisch zu qualifizieren ist,
    e.) Polygamie (zumindest in nichtmuslimischen Ländern) und Kinderehe.
  3. Alle Nichtmuslime haben auch in islamisch geprägten Ländern ganz selbstverständlich das Recht, im Rahmen der UN-Deklaration der Menschenrechte von 1948 in Freiheit nach ihrem Glauben bzw. nach ihrer Weltanschauung zu leben.
  4. Unmoralisch sind die Verhaltensformen von Doppelzüngigkeit sowie das Vertrauen zerstörende bewusste Täuschen und Verschleiern (takiyya).
  5. Unislamisch, unmoralisch und kriminell ist die Todesstrafe für Konvertiten.
  6. Keine Religion und kein Einzelner haben das Recht, aufgrund eines angeblich objektiven Absolutheitsanspruches gegen Andersglaubende/-denkende gerichtete Rechtsansprüche zu reklamieren.
  7. Da Staat und Religion voneinander getrennte, eigenständige, jedoch aufeinander bezogene Bereiche sind, ist die Dominanz der Religionen über den Staat und die Dominanz des Staates über die Religionen verboten.
  8. Menschen anderen Glaubens werden im Islam nicht mehr − auch menschlich degradierend und diffamierend − als „Ungläubige“ bezeichnet.
  9. Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (UN) von 1948 ist die für alle Völker und Nationen geltende Form der Menschenrechte, nicht jedoch die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ von 1990.

Sollte die Lösung dieser  fundamentalen ethischen Problemfelder zumindest schrittweise, jedoch überprüfbar,  nicht möglich sein, bleibt alles theologische Dialogisieren fruchtloses Gerede und verantwortungslose Geld-  und Zeitverschwendung.

Unser Autor Dr. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters

 


Nigeria: Erneuter Bomben-Terror durch Boko Haram – Mädchen für Anschläge mißbraucht

Vier Mädchen im Teenageralter haben am vergangenen Mittwochmorgen bei Selbstmordanschlägen im nordöstlichen Bundesstaat Borno sich selbst und zwei Passanten in den Tod gerissen.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ereigneten sich die Explosionen in Usmannati und Alkunmi, in den Außenbezirken der Stadt Maiduguri, gegen 1.15 Uhr am frühen Morgen.

Nach Angaben der Nigerian Civilian Joint Task Force wurde ein weiterer versuchter Selbstmordanschlag im Dorf Alkali, im Bezirk Muna nahe Maiduguri, vereitelt. Bei dieser Explosion sollen dennoch 16 Menschen verletzt worden sein. Unklar ist noch, ob es sich bei den Opfern um Christen oder Muslime handelt. Bis jetzt hat sich weder Boko Haram zu den Anschlägen bekannt, noch liegt eine offizielle Stellungnahme der nigerianischen Regierung vor.

Die Islamistenmiliz Boko Haram hat schon früher Mädchen dazu missbraucht, Waffen und Sprengstoff für ihre zu befördern. Über 200 Mädchen sind in solchen Einsätzen bisher ums Leben gekommen.

Boko Haram führt seit 2009 einen Terrorfeldzug gegen den nigerianischen Staat, bei dem Schätzungen zufolge bereits bis zu 50.000 Menschen ums Leben gekommen sind.  Die Terrogruppe habe laut IGFM geschworen, im Norden Nigerias eine christenfreie Zone schaffen.

Die Angriffe auf christliche Kirchen, Schulen, Regierungseinrichtungen, aber auch Moscheen moderater Muslime seien alle darauf ausgerichtet, die Nation Nigeria in die Knie zu zwingen und so den Weg für den Traum vom Kalifat zu ebnen. Dazu sei ihnen jedes Mittel recht, auch gefangene minderjährige Mädchen als Selbstmordattentäterinnen einzusetzen.

Trotz aller Fortschritte im Kampf gegen den Terror ist es bis heute nicht gelungen, die Mehrzahl der über 200 Mädchen zu finden, die Boko Haram im April 2014 aus ihrer Schule in Chibok entführte. Am Dienstag gab das nigerianische Militär jedoch bekannt, in Kala-Balge im Osten des Bundesstaates Borno 455 andere Geiseln befreit zu haben.

Weitere Infos: www.igfm.de/nigeria


Islam-Experte Prof. Bassam Tibi warnt vor muslimischer Judenfeindschaft in Europa

Von Felizitas Küble

Der aus Syrien stammende, in Deutschland lebende und in den USA lehrende Professor Bassam Tibi hat sich in dutzenden fundierter Sachbücher kritisch mit dem zunehmenden Islamismus befaßt und dabei auch den Judenhaß thematisiert, der einen fester Bestandteil des islamischen Weltbildes darstellt.

Die ideologischen Ursachen hierfür sind weitaus älter als der Nahostkonflikt, weshalb es naiv und leichtfertig wäre, muslimischen Antisemitismus auf den Israel-Palästinenser-Konflikt reduzieren oder ihn damit rechtfertigen zu wollen.

Prof. Tibi ist selber Muslim, freilich vertritt er eine aufgeklärte Version seiner Religion. Zugleich räumte er schon vor Jahren ein, seine Idee, ein gemäßigter Euro-Islam könne sich allmählich etablieren, sei weitgehend gescheitert.

Ihm geht es um die Verteidigung der humanistischen Werte Europas vor der neuen totalitären Gefahr, die aus dem politischen Islam stammt, der überdies stets mit Judenfeindlichkeit verknüpft ist.

Jetzt hat der Islamkenner in der „Basler Zeitung“ dem Mainstream deutscher Medien und Politiker vorgehalten, die Gefahr des muslimischen Antisemitismus auszublenden, um dadurch eine wachsende Kritik an der Asylpolitik der letzten Jahre zu dämpfen.
Unter dem Titel „Die Rückkehr des Judenhasses“ veröffentlichte diese Schweizer Tageszeitung am 13. März 2017 seinen aufrüttelnden Artikel über diese Tabuzone in der deutschen Presselandschaft. 
Der Autor stellt gleich eingangs klar, daß die Menschen in Nahost in einer antisemitischen Ideologie aufwachsen, daher würde die aus dieser Region nach Europa kommenden Flüchtlnge eine „antiwestliche und judenfeindliche Kultur“ mit sich bringen.
 
Prof. Tibi befaßt sich kritisch mit deutschen Politikern, die sich „wie ein Elefant im Porzellanladen“ benehmen, wenn sie die „Trump-Administration über den Respekt vor dem Islam und Religionsfreiheit“ belehren und vor „Islamophobie“ warnen.

Er schreibt dazu: „Deutsche Politiker, die die Welt vor Islamophobie schützen wollen, übersehen geflissentlich, wie im eigenen Land der Antisemitismus ungeahndet in der Islamgemeinde gedeiht. Während des Gazakrieges 2014 wurden 1596 antisemitische Straftaten von Muslimen verübt. In diesem Zeitraum hat kein einziger Jude einem Araber etwas angetan.

Und wie reagiert die ansonsten belehrende Politik hierauf? Die „Zeit“ vom 9. Februar 2017 schrieb: «Antisemitische Taten werden, wenn sie von Zuwanderern begangen werden, als politisch motivierte Ausländerkriminalität verbucht und tauchen in der Antisemitismusstatistik gar nicht auf.“

Auf die Frage, warum dies so sei, antwortet der Autor: „Weil die Täter Araber und keine deutschen Nazis sind….Arabischer Antisemi­tismus wird nicht nur verdeckt, sondern als solcher statistisch gar nicht erfasst, auch strafrechtlich nicht verfolgt.“

Quelle für die Zitate: http://mobile2.bazonline.ch/articles/58c64782ab5c375831000001

 

 


Bacha-Bazi in Afghanistan: Minderjährige Jungen entführt und sexuell versklavt

In Afghanistan üben Menschenrechtler seit Jahren Druck auf die Regierungsbehörden aus, damit diese weitere Strafmaßnahmen für die Verantwortlichen des Handels mit den sog. Bacha-Bazi auf den Weg bringen.

Diese Praxis geht auf die sexuelle Versklavung von männlichen Kindern und Jugendlichen zurück, die von Kriegsherren, Militärs und Polizeibeamten, aber auch von Politikern und anderen einflussreichen oder wohlhabenden Personen ausgeübt wird.

Kinder im Alter von 10 bis 18 Jahren müssen als Frauen verkleidet auf den Festen unter Männern tanzen oder sexuelle „Dienste“ leisten. “Bacha-Bazi“ bedeutet in Farsi: Spiel mit den Kindern.

Die radikal-islamischen Taliban benutzen bei ihrem Kampf gegen die Regierung die Bacha-Bazi-Jungen auch als Spione in den Reihen der Sicherheitskräfte.

“In unserem neuen Strafrecht ist ein ganzes Kapitel dieser kriminellen Praxis gewidmet”, heißt es in einer Verlautbarung des afghanischen Ministerrates. “Das Strafrecht soll noch diesen Monat in Kraft treten und wird ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung dieser schrecklichen Praxis sein”.

Quelle: Fidesdienst


Dr. Alice Weidel zur wachsenden Terrorgefahr

Zur Gefahr von islamistisch motivierten Terror- und Gewalttaten in Deutschland erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Dr. Alice Weidel (siehe Foto):

„Seit 2013 hat sich die Zahl von Hinweisen auf mögliche Terroranschläge laut Verfassungsschutz verdreifacht. Von 1600 islamistischen Gefährdern in Deutschland wissen die Behörden. Eine katastrophale und unhaltbare Lage.

Ein Aufschrei seitens der Politik ist jedoch nicht zu hören. Das verwundert auch kaum, denn die Regierung Merkel käme dann nicht mehr umhin, ihre Verantwortung für den Dauer-Alarmzustand, in dem sich unser Land befindet, einzugestehen.

Dabei ist eine drastische Kurskorrektur unbedingt erforderlich. Nach wie vor können Islamisten nahezu ungehindert und unbehelligt nach Deutschland einreisen. Das müssen wir ändern. Die deutschen Grenzen sind umgehend zu sichern, Migranten erkennungsdienstlich zu erfassen. Bekannte Gefährder müssen gefasst und nach Möglichkeit schnellstens ausgewiesen werden.

Wie lange will die Bundesregierung damit noch warten? Muss erst nochmal etwas Schreckliches passieren, bevor endlich gehandelt wird?“