CSU entschieden gegen muslimische Feiertage Generalsekretär äußert scharfe Kritik am ZdK

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat die Debatte über muslimische Feiertage in Deutschland scharf kritisiert. Zuletzt hatte sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) offen für eine solche Diskussion gezeigt.

Andreas Scheuer erklärt hierzu:

„Ich bin tief bestürzt, ja fassungslos, dass sich jetzt auch noch die Spitze des Zentralkomitees der Katholiken für einen Islam-Feiertag ausspricht. Ich bin Katholik und ich bin mir felsenfest sicher, dass dies nicht die Meinung der überwältigenden Mehrheit der Christen in Deutschland ist.

Deutschland ist christlich geprägt und deshalb haben wir christliche Feiertage, das ist unsere Leitkultur, die wir bewahren müssen. Wir geben unsere Identität nicht auf. Bedenke das Ende bei all dieser Beliebigkeit.

Mit der CSU wird es keinen Islam-Feiertag geben.“


Pro-islamischer Vorstoß der Bundesjustizministerin (FDP) erntet Widerspruch auch in den eigenen Reihen

CSU: „Einführung islamischer Feiertage in Bayern kommt nicht infrage“

Die bayerische FDP-Vorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erhält wegen ihres Vorstoßes für einen Staatsvertrag mit Muslimen jetzt Widerspruch auch aus den eigenen Reihen. Die Bundesjustizministerin hatte angeregt, Rechte und Pflichten islamischer Religionsgemeinschaften in einem Vertrag zu regeln – etwa die Befreiung vom Schulunterricht an islamischen Feiertagen, Religionsunterricht sowie bestimmte Bestattungsrituale.

Der niederbayerische Landtags-Abgeordnete Dietrich von Gumppenberg lehnt den Vorstoß ab, wie er der Landshuter Zeitung sagte: „Wir brauchen nicht noch mehr Feiertage“, meinte er. Außerdem kenne er „kein islamisches Land, in dem katholische Feiertage eingeführt werden“.

Auch vom Koalitionspartner CSU gab es daraufhin Kritik an der bayerischen FDP-Chefin. Landtagsfraktionschef Georg Schmid erklärte:

„Es kann nicht sein, dass sie in einem christlich geprägten Land wie Bayern einerseits Stille Feiertage wie Allerheiligen oder Buß- und Bettag beschneiden möchte, andererseits sich für die Einführung von islamischen Feiertagen ausspricht.“ –  Dies sei mit den Christsozialen nicht zu machen.

„Diese Irrlichterei kann niemand verstehen“

Schmid warf Leutheusser-Schnarrenberger „völlig widersprüchliches Denken“ vor:

„In christlichen Fragen kann ihr unser Land nicht säkular genug sein, alles Christliche möchte sie zurückdrängen. Und nun plädiert sie für die Einführung islamischer Feiertage. Diese Irrlichterei kann niemand verstehen.“

Quelle: Augsburger Allgemeine