Deutsche Polizei hilft IGFM gegen Anfeindungen aus dem iranischen Konsulat

Aggression und Anfeindungen schlugen am heutigen Mittwoch den Frankfurter Aktiven der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vor dem iranischen Generalkonsulat in der Raimundstraße entgegen.
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Die Menschenrechtsorganisation will auf die drohende Hinrichtung eines hochrangigen islamischen Geistlichen hinweisen und zeigte dabei auch eine Karikatur des iranischen „Führers“ Ajatollah Ali Khamenei. 

Das Konsulat sah in dem Protest eine „Beleidigung“ des iranischen Staatsoberhauptes und versuchte, die Menschenrechtler zum Abbruch der Aktion zu zwingen.

Die Polizei musste zum Schutz der IGFM Kräfte von der Frankfurter Buchmesse abziehen. Durch das besonnene Eingreifen der Beamten konnte die Mahnwache schließlich weitergeführt werden.

Das Konsulat drohte mit Strafverfahren wegen Beleidigung. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärte:

„Irans ‚Führer’ Khamenei ist der eigentliche Machthaber eines Regimes, dass Andersdenkende systematisch einschüchtert, foltert un033_30d sie durch Hinrichtung zum Schweigen bringt. Er bräuchte Kritik nicht zu fürchten, wenn er diese Verbrechen beenden würde.“

Die IGFM will den Protest fortsetzen und berief sich auf die Meinungs- und die künstlerische Freiheit.

Der Anlass der Protestaktion ist die bevorstehende Hinrichtung des im Iran sehr bekannten islamischen Geistlichen Ajatollah Borudscherdi. Er kämpft seit Jahren friedlich für die Trennung von Staat und Religion und gegen die radikal-islamische Herrschaft.

Für seine Kritik an der Islamischen Republik ist Borudscherdi seit Jahren in Haft und vielfach gefoltert worden. Ein Sondergericht für Geistliche verurteilte ihn 2007 zum Tod, der in Kürze vollstreckt werden soll.

Zur Lage der Menschenrechte im Iran: www.igfm.de/iran