IS-Verbrechen an Jesiden niemals vergessen

Am morgigen Dienstag jähren sich die von der Terror-Organisation IS bzw. Islamischen Staat verübten Gräueltaten an den Jesiden zum siebten Mal.

Dazu erklärt Volker Kauder, in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zuständig für Religionsfreiheit und den Einsatz gegen Christenverfolgung:

„Tausende Jesidinnen und Jesiden wurden ermordet, Mädchen und Frauen haben unermessliche sexualisierte Gewalt durch den Islamischen Staat erfahren, Kinder wurden zwangsrekrutiert. Etwa 200 Massengräber wurden bislang im irakischen Sinjar gefunden.

Auch sieben Jahre nach dem Beginn der Gräueltaten sind Tausende von Frauen vermisst oder weiterhin in den Händen der Terroristen.

Es braucht eine Anerkennung des Leids und gezielte politische Unterstützung durch die regionale Politik. Das im März dieses Jahres vom irakischen Parlament verabschiedete Gesetz zur Unterstützung von Überlebenden der IS-Verbrechen ist hierfür ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt.

Für Viele der Geflohenen ist das erschütterte Vertrauen zu den sunnitischen Nachbarn ein erhebliches Hindernis für die Rückkehr in ihre Heimat. Die Anerkennung der Religionsfreiheit durch die Politik, die Zivilgesellschaft und die Religionsgemeinschaften ist daher eine entscheidende Bedingung für eine Zukunft in Frieden. Jesiden müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Würde überall im Irak geachtet und geschützt wird.

Hintergrund: In der Folge seines Vordringens nach Sindschar am 3. August 2014 verübte der IS Verbrechen gegen die Menschlichkeit an der jesidischen Bevölkerung, die nach Angaben der UNO und in der Einschätzung mehrerer Staaten – darunter des Iraks und der USA – in einen Völkermord mündeten. Etwa 7000 Frauen und Kinder wurden vom IS als Sklavinnen und Sklaven verschleppt, Hunderttausende sind geflohen, 3000 Jesidinnen und Jesiden werden weiterhin vermisst. In der dezidierten Absicht, die jesidische Kultur auszulöschen, machte der Islamische Staat durch Misshandlungen, Vergewaltigungen und Versklavungen systematisch Gebrauch von sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen.


Mosambik: Islamisten verschleppen Kinder, Jugendliche und Ordensleute

In der umkämpften Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks sind zahlreiche Kinder und Jugendliche verschleppt worden. Das teilt der Kommunikationsbeauftragte der Diözese Pemba, Kwiriwi Fonseca, mit.

Wir können von hunderten Entführungen sprechen“, sagte der Priester gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“. „Die Terroristen benutzen die Jungen, um sie als Kindersoldaten zu rekrutieren. Die Mädchen machen sie zu ihren Ehefrauen und vergewaltigen sie. Wenn sie kein Interesse mehr an ihnen haben, werden sie ,entsorgt‘.“

Seit 2017 wird der Norden von Mosambik von dschihadistischen Angriffen heimgesucht. Lokalen Angaben zufolge sollen dabei 2500 Menschen ermordet und über eine Dreiviertelmillion vertrieben worden sein.

Selbst Experten wissen wenig über die Herkunft und die Hintergründe der bewaffneten Einheiten; sie gelten als Splittergruppen der Terrormilizen „Islamischer Staat“, Al-Shabaab und anderer Gruppen.

Die Terrortruppen dürften auch von wirtschaftlichen und politischen Zielen motiviert sein: Vor der Küste im Norden Mosambiks sind große Erdöl-Bohrungen in Vorbereitungen – eines der größten Investitionsprojekte in Subsahara-Afrika.

Wie der Kommunikationsbeauftragte mitteilt, gehören zu den Entführungsopfern auch kirchliche Mitarbeiter, z.B. die Ordensschwester Eliane da Costa. Die Brasilianerin hielt sich vergangenen August in Mocímboa da Praia auf, als die Küstenstadt von Terroreinheiten erobert wurde. Dabei wurden dutzende Menschen verschleppt – unter ihnen die Nonne zusammen mit einer Mitschwester der Kongregation der St. Josephsschwestern von Chambéry.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-06/mosambik-terror-entfuehrungen-kirche-capo-delgado-kinder-hilfe.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Niger: Katholiken flüchten vor dem IS-Terror

„Rund einhundert Katholiken mussten bisher aus der Region Dolbel, dem Zentrum der katholischen Kirche in Niger, fliehen. Es wird erwartet, dass die Zahl wegen der Bedrohung durch terroristische Gruppen zunimmt“, sagt Pater Mauro Armanino von der Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA) gegenüber Fides.

„Nach der Razzia zum Ende des Ramadan im Dorf Fantio drängte die Angst vor weiteren Angriffen gegen die christliche Gemeinde die Menschen, aus den Dörfern zu fliehen und Zuflucht zu suchen in der Hauptstadt Niamey“, so der Geistlich weiter.

Laut dem Missionar verfolgen diese Gewalttaten bewaffneter islamischer Dschihadisten eine präzise Strategie, die nicht nur Christen, sondern die gesamte Bevölkerung bedroht. Er erklärt weiter:

„Die Politik der ‚verbrannten Erde‘, nach dem Schutzgeld erhoben, Vieh gestohlen und traditionelle Häuptlinge ermordet wurden, weil sie im Verdacht standen, mit staatlichen Behörden im Kontakt zu sein, scheint Teil des Projekts derer zu sein, die zum Islamischen Staat oder Al-Qaida gehören. Tausende Menschen haben Zuflucht in der etwa hundert Kilometer von Niamey entfernten Stadt Tillabery gesucht“.

Quelle: Fidesdienst


Ex-IS-Richter in syrischem Lager verhaftet

Bei groß angelegten Suchaktionen im Flüchtlings- und Internierungslager Al-Hol im Nordosten Syriens wurde das hochrangige IS-Mitglied Abu Muhammad al-Jumaili festgenommen. Der 62-jährige irakische Staatsbürger war Scharia-Richter der Terrormiliz IS.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vermutet eine familiäre Verbindung zum in Frankfurt am Oberlandesgericht verhandelten Prozess gegen einen IS-Unterstützer, dem Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vorgeworfen werden.

Die IGFM macht auf die prekäre Situation der in dem überwiegend für IS-Kämpfer und ihren Angehörigen bewohnten Flüchtlingslager Al-Hol auf die weiterhin dort festgehaltenen jesidischen Frauen und deren Kindern aufmerksam und erneuert die Forderung nach der Errichtung eines IS-Tribunals.

Der im Lager Al-Hol festgenommene irakische Staatsbürger wurde am 5. April 2021 von Spezialeinheiten der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) verhaftet. Der 1959 geborene Abu Muhammad al-Jumaili ist ehemaliger Scharia-Richter der Terrormiliz IS und war auch im Lager Al-Hol als Richter tätig.

Die Festnahme des hochrangigen IS-Funktionärs ist ein wichtiges Zeichen für die Aufarbeitung des islamistischen Terrors. Gleichermaßen belegt die Festnahme, dass die IS-Strukturen weiterhin existieren und dass von Ihnen weiterhin eine große Gefahr ausgeht.

In dem von der syrischen PKK geführten Camp al-Hol, ca. 45 Kilometer östlich der Distrikthauptstadt al-Hasaka an der irakisch-syrischen Grenze, sind zurzeit über 60.000 IS-Anhänger interniert. Unter diesen sind zwischen 400 bis 500 jesidische Frauen und Kinder, die entweder dorthin verschleppt wurden oder ihren IS-Ehemännern gefolgt sind.

Die IGFM fordert, dass diese Frauen identifiziert und befreit werden müssen, um sie auf neutralem Boden zu befragen, ob sie bei ihren IS-Männern bleiben oder zu der jesidischen Gemeinschaft zurückkehren wollen, ohne dass IS-Leute oder ihre IS-Ehemänner Druck auf sie ausüben können.

Die IGFM bekräftigt die Forderung, die grausamen Verbrechen der Terrormiliz IS systematisch aufzuarbeiten und unterstützt die Forderung des Generalsekretärs der irakischen Volkspartei, Faiq Sheikh Ali, an die Vereinten Nationen, den Internationalen Strafgerichtshof damit zu betrauen.

Quelle: http://www.igfm.de


Unionsfraktion begrüßt Urteil gegen IS-Walaa

Das Oberlandesgericht Celle hat den mutmaßlichen Deutschland-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht erklärte den 37-jährigen Iraker Ahmad A. – alias „Abu Walaa“ – wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrororganisation für schuldig.

Dazu erklärt der Vize-Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Thorsten Frei:

„Das Urteil gegen den Islamisten, der sich Abu Walaa nennt, unterstreicht, dass wir auch weiter konsequent gegen Extremisten durchgreifen. Wer versucht, hier in Deutschland Mitläufer für eine menschenverachtende, anti-westliche, demokratie-feindliche Terrormiliz zu rekrutieren, bekommt die volle Härte des Gesetzes zu spüren.

Allein aus dem islamistischen Spektrum sind in Deutschland derzeit mehr als 600 Gefährder auf freiem Fuß. Das unterstreicht: Wir brauchen zum einen die konsequente Abschiebung von ausländischen Gefährdern.

Für jene islamistischen Gefährder, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben und nicht abgeschoben werden können, benötigen wir zum anderen die Möglichkeit einer temporären Freiheitsentziehung, um drohende Gefahren abzuwehren. Hier sind die Bundesländer gefragt, zu handeln.


Sahelzone: Millionen flüchten vor Islamisten

Dschihadistische Gewalt hat in den Ländern der Sahelzone die Flucht von Millionen Menschen verursacht. Laut dem Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) hat sich die Zahl der Menschen, die vor Gewalt in der Sahelzone Westafrikas fliehen, in den letzten zwei Jahren vervierfacht, wobei 2 Millionen innerhalb ihres eigenen Landes vertrieben wurden.

Mit Al Kaida und dem Islamischen Staat verbundene bewaffnete Gruppen haben ihre Reichweite in am Rande der Sahara erweitert und schüren ethnische Konflikte in Burkina Faso, Mali und Niger, vor denen ganze Gemeinschaften fliehen. Über die Hälfe der Binnenflüchtlinge der Region leben in Burkina Faso, wo viele gezwungen sind, im Freien zu schlafen und oft nicht genug Wasser haben.

Quelle: Fidesdienst


Irak: Christliche Familien kehren zurück

Rund zweihundert Familien christlicher Vertriebener sind bereits in den letzten Wochen in die Heimat in Mossul und in den Dörfern der Ninive-Ebene zurückgekehrt oder bereiten dies in naher Zukunft vor, in ihre Herkunftsgebiete.

Die Rückkehr einer großen Gruppe von Flüchtlingen aus den örtlichen Gemeinden wurde am 11. November von Zuhair Muhsin al Araji bekannt gegeben. Nach Verbesserung der Sicherheitslage und der Gewährleistung städtischer Dienstleistungen sind ihre Häuser in der Altstadt und im Osten von Mossul wieder bewohnbar.

Christliche Familien flohen zwischen Juni und August 2014 aus ihren Häusern, als Mossul und ein Großteil der Provinz Ninive unter die Kontrolle des IS fielen. Die vertriebenen Gläubigen hatten größtenteils in der Region Irakisch-Kurdistan und insbesondere in Vororten der Hauptstadt Erbil Zuflucht gefunden.

Bereits im September 2017, wenige Wochen nach der Befreiung Mossuls von der IS-Diktatur, hatten lokale Behörden die Rückkehr von 1.400 christlichen Flüchtlingsfamilien in ihre Herkunftsgebiete angekündigt.

Die weitere Rückkehr nach Mossul und in die Dörfer der Ninive-Ebene ist ein beruhigendes Signal, auch wenn die Zahl der Christen, die wieder in ihre historischen Herkunftsgebiete ziehen, relativ gering bleibt. Die meisten Familien fanden eine neue Unterkunft in der Region Dohuk oder waren ins Ausland ausgewandert.

Quelle: FidesdienstFotos: Bistum Regensburg


ISlamisten-Massenmord in Mosambik

Islamisten haben im Norden Mosambiks mehr als 50 Menschen enthauptet. Die Täter stehen der IS-Terrormiliz nahe, berichtete BBC unter Berufung auf staatliche Medien des afrikanischen Landes.

Berichten zufolge fand das Massaker auf einem Fußballplatz in einem Dorf statt. Auch in anderen Ortschaften sei es zu ähnlichen Bluttaten gekommen, bei denen die Opfer enthauptet und zerstückelt wurden.

Die Taten sind die jüngsten in einer Serie von Verbrechen in dem Konflikt in der rohstoffreichen Provinz Cabo Delgado, der seit 2017 anhält. Bislang seien dabei 2000 Personen ermordet worden. Die Islamisten rekrutierten ihre Mitglieder unter der von Armut betroffenen Jugend der Region.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/islamisten-mosambik/


6. Jahrestag des IS-Überfalls auf Jesiden: IGFM fordert Kriegsverbrecher-Tribunal

Der Überfall der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf die Jesiden in der nordirakischen Shingal-Ebene löste heute vor sechs Jahren, am 3. August 2014, eine humanitäre Katastrophe aus.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erneuert am heutigen 6. Jahrestag des Überfalls ihren Appell an die internationale Staatengemeinschaft, ein IS-Tribunal  einzurichten.

Die IGFM unterstützt seitdem die traumatisierten Geflüchteten, insbesondere vor Ort im Rahmen von humanitärer Hilfe in den Flüchtlingslagern. Bis heute leiden die damaligen jesidischen Bewohner Shingals unter den Erlebnissen. 

Zudem fehlt eine Schutzzone, in der Jesiden und andere Minderheiten ohne Angst vor Gewalt oder Unterdrückung leben und arbeiten können. Über 2.800 Jesiden sind nach wie vor in der Gewalt der Terrormiliz. Vor allem sind es junge Frauen, die zum großen Teil in Gefangenenlagern mit Familien von IS-Unterstützern leben müssen, erklärt Khalil Al-Rasho, Leiter des IGFM-Arbeitsbereichs Humanitäre Hilfe / Nahost.

Al-Rasho erinnert an den 3. August 2014: „Beim systematischen Vernichtungsfeldzug des IS wurden tausende Männer Shingals ermordet, Frauen und Kinder vergewaltigt, gefoltert und in die Sklaverei entführt. Unter Todesandrohung wurden viele Nicht-Muslime zur Konversion zum Islam gezwungen. Zahlreiche Friedhöfe, Heiligtümer und Häuser der Bewohner Shingals wurden durch den IS zerstört und geplündert.“

In der Region um Duhok entstanden bis heute 27 Flüchtlingslager, in denen auch viele jesidische Frauen mit Kindern und Waisenkinder Zuflucht gefunden haben. Die IGFM engagiert sich vor Ort durch zahlreiche Projekte und Hilfsaktionen.

Weitere Infos zum Engagement der IGFM im Nordirak


Islamischer Terror im Norden von Mosamik

In Mocímboa da Praia im Norden von Mosambik (Afrika) kam es erneut zu einem Anschlag einer islamischen Terrorbande. Die Milizionäre steckten die örtliche Kirche, die Sekundarschule, das Bezirkskrankenhaus, dutzende Häuser, Autos und Geschäfte in Brand.

Der Angriff auf die Stadt in der Provinz Cabo Delgado fand bereits am 27. und 28. Juni statt. Laut Aussagen von Missionaren vor Ort drangen die Dschihadisten mit Gewalt in die Stadt ein und brannten Gebäude nieder, befreiten die Häftlinge aus dem örtlichen Gefängnis und hissten schließlich die schwarzen Flaggen des Islamischen Staates.

In Mocímboa da Praia bot sich ein schreckliches Bild. “Auf den Straßen wurde mit schweren Waffen geschossen. Die Ausschreitungen dauerte mehrere Stunden. Am Ende waren die Straßen voller Leichen“, erklärten Zeugen.

Das Dorf war bereits am 23. März angegriffen worden, als Dschihadisten dort zum ersten Mal moderne Waffen und Guerilla-Techniken einsetzten. Nach Aussage von Bischof Luiz Lisboa von Pemba kündigten die Terroristen an, bald zurückzukehren  –  und so war es auch.

Die Bevölkerung in der Provinz Cabo Delgado ist verängstigt, denn sie fürchtet, dass es erneut zu plötzlichen und gewalttätigen Angriffen kommt.

Die Missionare dort berichten von Männern, Frauen und Kindern, die flüchten, ohne etwas mitzunehmen, um im Wald Zuflucht zu suchen. In Mocímboa da Praia flohen viele Familien an Bord von Fischerbooten aufs Meer und warteten dort das Ende der Zusammenstöße ab.

Bereits im vergangenen Mai haben die Bischöfe der kirchlichen Provinz Nampula Alarm geschlagen: „Wir sind zutiefst besorgt”, schrieben sie in einer gemeisamen Erklärung, „über die Verschlechterung der Lage in der Region Cabo Delgado, die zum Schauplatz undurchsichtigen Krieges geworden ist „.

Quelle: Fidesdienst