Pakistan: Radikal-islamische Prediger rufen zur Gewalt gegen Christen auf

Die wegen Islamkritik (sog. Blasphemie bzw. „Gotteslästerung“)  zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi (siehe Foto) wartet in Pakistan auf den Berufungsprozess vor dem Obersten Gerichtshof; ihre Hinrichtung forderten die radikal-islamischen Gruppen „Tehreek-e-Labbaik Ya Rasool Allah Pakistan“ und „Sunnitischer Tehreek“ bei einer Kundgebung gegen die pakistanische Regierung auf den Straßen von Islamabad. 

Zudem verlangten sie den Rücktritt von Justizminister Zahid Hamid und die Freilassung der inhaftierten islamistischen Anführer.

Bereits am vergangenen Freitag sollen muslimische Prediger dreitausend Demonstranten zu gewalttätigen Anschlägen aufgefordert haben – und zwar auch gegen Familienangehörige des Justizministers oder gegen Angeklagte, die der „Blasphemie“ beschuldigt werden.

Bereits im vergangenen Jahr, so der christliche Menschenrechtsanwalt Sardar Mushtaq Gill, der selbst persönlich bedroht wurde, „hatten rund etwa 150 radikal-islamische Religionsführer vor der Verhandlung des Falles von Asia Bibi die Regierung aufgefordert, das Todesurteil zu vollstrecken.“ – Gill stellt fest: „Islamismus ist in der Öffentlichkeit zunehmend präsent.“

Quelle: Fidesdienst

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Pakistan: Evangelischer Familienvater wegen „Islamkritik“ festgenommen

Der evangelische Christ Babu Shahbaz aus Kamahan in der Nähe von Lahore wurde wegen angeblicher Blasphemie (= Islamkritik) von der pakistanischen Polizei festgenommen. csm_igfm_poster_art-09_6946dac2d0

Am 30. Dezember 2016 wurde gegen Shahbaz auf der Grundlage des sog. Blasphemieparagraphen 295b Anzeige erstattet. Der Muslim Haji Nadeem beschuldigt den Christen, Seiten aus dem Koran ausgerissen und auf die Straße geschmissen zu haben.

Der 41-jährige Shahbaz ist verheiratet und hat drei Kinder. Während der vergangenen 15 Jahre lud er immer wieder zu Gebetstreffen in seinem Haus ein. Viele Christen und Muslime nehmen an den Veranstaltungen teil und bitten um einen besonderen Segen.

Die wachsende Beliebtheit von Babu Shahbaz war jedoch vielen Muslimen ein Dorn im Auge.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst  – Foto: HMK


Kenia: Lynchmord an einer Christin – Freispruch für fünf Verdächtige

Fünf Verdächtige, die im Zusammenhang mit dem Lynchmord an einer Christin unter dem Vorwand der Blasphemie in Kano in Kenia festgenommen worden waren, wurden freigesprochen. 027_24

Am 2. Juni 2016 wurde die 74-jährige Straßenhändlerin Bridget P. Agbahime aus dem nigerianischen Bundestaat Imo von einer aufgebrachten Menschenmenge zu Tode geprügelt, nachdem ein Jugendlicher nach einem Streit mit der Frau behauptet hatte, sie habe den Propheten Mohammed beleidigt.

Diese Anschuldigung dementierten Augenzeugen und Bekannte des Opfers.

Fünf Personen wurden von der Polizei im Zusammenhang mit dem Mord an der Christin festgenommen und am gestrigen 3. November von einem Gericht in Kano freigesprochen.

Bereits am 29. Mai wurde in Pandogari, im nigerianischen Bundesstaat Niger, unter ähnlichen Umständen der 24-jährige Straßenhändler Methodus C. Emmanuel ermordet, ebenfalls im Zusammenhang mit dem Vorwurf der „Blasphemie“ (Islamkritik).

Beide Morde wurden allerdings von einem großen muslimischen Verband in Nigeria, der Jama’atu Nasril Islam, verurteilt. Der Vorsitzende ist Sultan von Sokoto, Muhammadu Sa’ad Abubakar; er erklärte: “Diese schrecklichen Zwischenfälle müssen unbedingt verurteilt werden; denn es handelt sich um Kriminelle, nicht um Muslime“.

Quelle: Fidesdienst


Österreich: Liberale Muslime kritisieren „Islamophobiekeule“ in Politik & Medien

„Islamophopie-Lüge schützt radikale Islamisten“

Die Initiative Liberaler Muslime – ILMÖ ist der Meinung, Islamkritik und Meinungsfreiheit seien niemals Islamophobie oder Rassismus. Vielmehr verstecken sich radikale Islamisten hinter diesem künstlichen Begriff. Sie wollen mit der Islamophobiekeule jegliche Kritik und Meinungsfreiheit in Europa verhindern und einen Feldzug gegen Kritiker starten. auf-der-todesliste-des-is

Es handelt sich um eine europaweite konzertierte Kampagne gegen die Meinungsfreiheit, der sich alle aufgeklärten Menschen und liberalen Muslime in den Weg stellen müssen.

In der Vergangenheit waren derartige Äußerungen und Veranstaltungen in Europa meist dazu angetan, unter dem Deckmantel des Kampfbegriffes „Islamophobie“ jegliche Kritik am Islam und an radikalen Islamisten wie der Muslimbruderschaft, Millî Görüş, Atib oder Salafisten im Keim zu ersticken.

BUCH von Amer Albayati, dem Präsidenten der österreichischen LIBERALEN MUSLIME

„Den Befürwortern, Stimmungsmachern und Organisatoren dieser gefährlichen Kampagne sei einmal mehr gesagt, dass es niemals Islamophobie sein kann, wenn man im Rahmen der Meinungsfreiheit offenkundige Fehlentwicklungen kritisiert. Dem in ganz Europa zu beobachtenden Versuch, mit diesem von dubiosen Islamisten erfundenen Kampfbegriff Kritiker mundtot zu machen, werden wir liberalen Muslime mit aller Macht entgegentreten“, erklärt Amer Albayati, Präsident der Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ.

Die Verfechter dieses Begriffes zielen stets darauf ab, islamistische Missstände und Skandale nachträglich zu vertuschen, um damit radikalen Islamisten eine Imagepolitur zu verpassen. Wir appellieren daher an die Vertreter der Medien, dieses Ansinnen stets kritisch zu hinterfragen und zu entlarven. Was sagen Experten und Insider zum Begriff „Islamophobie“?

Islamexperte Dr. Michael Ley schrieb dazu in seinem aktuellen Buch:
„Die islamophilen Eliten behindern die Integration vieler Muslime insofern, als sie ihnen einen Opferstatus zugestehen und damit keine Selbstverantwortung der Migranten verlangen. Diese Ideologie unterstützt die Intentionen muslimischer Verbände, mit dem Verweis auf Rassismus und ‘Islamophobie‘, eine Integration zu unterlaufen.“

Dr. Thomas Tartsch, Politikberater und Experte für Terrorism-Counterterrorism, sagt zum Kampfbegriff Islamophobie:

„Es hat sich Islamophobie zu einem inhaltslosen Kampfbegriff entwickelt, der im politischen Diskurs instrumentalisiert wurde, um jede legitime Kritik am Islam als Religionssystem mit spezifischen kulturellen Ausprägungen sozial zu stigmatisieren, da diese Kritik bestimmte Islamauslegungen und islamistische Akteure thematisiert.

Diese Instrumentalisierung dient auch den Vertretern des organisierten ideologischen Islam, die damit ihre politischen Zielvorstellungen durchsetzen wollen. Islamophobie wurde erstmals von den iranischen Mullahs 1979 benutzt, um angeblich nicht islamische Bekleidung bei Frauen zu kritisieren“.

Quelle und FORTSETZUNG der Pressemitteilung hier: http://www.initiativeliberalermuslime.org/pressemitteilungen/20-04-2016-islamophobiekeule/


Meinungsfreiheit ade? – Zensur gegen islamkritische Seiten von David Berger

Von Felizitas Küble

Die homosexuelle Bewegung in Deutschland ist kein einheitlicher Block, wie es manchen Leuten auf den ersten Blick erscheinen mag. Es gibt zB. im schwulen Spektrum nicht etwa nur rot-grüne oder sonstige linksgestrickte Aktivisten, sondern auch bürgerlich-liberale bis konservative Zeitgenossen.  DavidBergerPM

Zu diesen liberal-konservativen Persönlichkeiten gehört der Philosoph und Publizist Dr. David Berger aus Berlin (siehe Foto)

Er befaßt sich skeptisch mit der Gender-Ideologie, wendet sich gegen linke Meinungszensur und Einseitigkeit in den Medien  –  und er äußert sich vor allem eindeutig islamkritisch. Daher wurde er sogar   –  wir hatten hier im CF darüber berichtet   –  als Chefredakteur des homosexuellen Magazins „Männer“ gefeuert; zudem erlebte er ständige verbale Attacken aus dem Lager der „Homo-Funktionäre“.

Die Krönung der gegen Berger gerichteten Unverschämtheiten geschah kurz nach dem Massaker von Orlando. Der Autor hatte sich die weltfremde Islamverharmlosung vieler Multikulti-Fans und sonstiger Zeitgeist-Naivlinge vorgeknöpft  und den „real existierenden Islam“ unter die Lupe genommen. Zugleich beschwerte er sich über die „Blindheit linksgrüner Homo-Aktivisten in Deutschland“. 

Kaum zu glauben, aber wahr: Facebook sperrte als Reaktion hierauf für 30 Tage sowohl Bergers persönliches Facebook-Profil wie auch die FB-Seite seines Gaystream-Online-Magazins. 

Ein eklatanter Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, eine Zensurmethode, die durch nichts gerechtfertigt ist  – und wo bleibt der Protest jener Kreise, die sich sonst so gerne als Lordsiegelbewahrer von Toleranz, Pressefreiheit, Dialog und souveräner „Streitkultur“ verstehen?

Schweigen im Walde, genauer: im linken Blätterwalde.
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Auch die Homo-Szene und „queere“ Kreise hielten es nicht für nötig, sich mit Dr. Berger zu solidarisieren. Dies ist umso unverständlicher, weil das Eintreten für Meinungsfreiheit keineswegs bedeutet, ohne weiteres mit den Ansichten des Betreffenden übereinzustimmen. Toleranz bewährt sich doch gerade dann, wenn es um Andersdenkende geht  – bei Gleichgesinnten erübrigt sich diese Tugend.
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Aber nicht einmal zu dieser fairen Haltung, wie sie für Demokraten selbstverständlich sein sollte, konnte man sich in diesem Spektrum durchringen.
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Hingegen setzten sich Medien aus dem politisch konservativen Lager (zB. die „Junge Freiheit“), aus der evangelikalen Bewegung (Magazin PRO) und aus dem romtreuen Katholizismus (Tagespost) für die Meinungsfreiheit Bergers ein und kritisierten die skandalösen Sperrungen von Facebook.

Dr. Berger zieht aus diesen ernüchternden Erfahrungen eine klare Schlußfolgerung:

„So erfreulich diese Solidarisierungen auch im Hinblick auf eine Normalisierung des Verhältnisses zwischen überzeugten Christen und bürgerlichen Homosexuellen sind, so erschreckend ist die Tatsache, dass wir in Zeiten leben, wo politisch Konservative, konsequent katholische oder evangelische Christen die Meinungsfreiheit Homosexueller gegen eine inzwischen bereits halb staatlich (Maas-Kahane) organisierte Zensur verteidigen.“

Inzwischen hat Facebook auf Druck islamischer Gruppen auch arabisch-sprachige Freidenker- und Atheisten-Profile gelöscht  – auch darüber berichtet Dr. Berger: https://philosophia-perennis.com/2016/06/26/news-facebook-2/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Artikel der katholischen TAGESPOST von Dr. Stefan Meetschen: http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Wen-Facebook-loescht-und-sperrt;art310,170345

Weitere Infos zur Zensur gegen Dr. Berger hier: http://www.david-berger.info/#!Wenn-Konservative-und-Katholiken-f%C3%BCr-die-Meinungsfreiheit-Homosexueller-k%C3%A4mpfen/c1vx5/576bf0fb0cf27c385a746fe2


Lebensgefährliches Mandat: So lernte ich die Menschenrechtsanwältin A. Akhtar kennen

Von Michaela KollerKoller-Michaela_kwi_author_list

Bis auf die Haut war ich vom Regen nass geworden, als ich aus der Mittagspause ins Büro zurückkehrte. Das Telefon klingelte. Ich muss das in der Mittagspause nicht beantworten.

Neugierig hob ich trotzdem ab und vergaß bald, dass ich eigentlich tropfnass war: Der Name der der Englisch sprechenden Anruferin war nicht zu verstehen. Ihre Stimme klang gedämpft, offenbar rief sie aus dem Ausland an. Sie lachte schließlich, als ich ihre Frage nach meinem Namen beantwortete: Der Anruf kam aus Lahore in der Provinz Punjab in Pakistan.

Es war Aneeqa Maria Akhtar, Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin. Wir hatten uns seit Anfang 2009 nicht mehr gesprochen. Welche Freude, nun ihre Stimme zu hören!

Ich erinnere mich an eine ganz besondere Kaffeetafel zum Neujahr damals. Eine gute Freundin, die mir sogar für meine Hochzeit Schmuck ausgeliehen hatte, hatte sich mal wieder gemeldet und ich lud sie ein: „Darf ich noch einen Gast mitbringen, eine junge Frau aus Pakistan?“ fragte sie. Meine Freundin hatte sich lange für verfolgte Christen weltweit haupt- und nebenamtlich eingesetzt und so war nicht zu erwarten, dass es bei einem oberflächlichen Mädelsnachmittag blieb.

Mit Herz und Verstand: Anwältin Aneeqa Anthony bei ihren Ermittlungen. Copyright: The Voice SocietyBILD: Anwältin Aneeqa Anthony bei ihren Ermittlungen (Foto:The Voice Society)

Ganz kalt waren ihre Hände, als sie bei uns eintrafen. Bei Kaffee und Mandelzimtkuchen bekamen meine beiden Gäste allmählich rote Wangen. Das lag nicht nur am gut geheizten kleinen Esszimmer, in dem sie mit meiner Familie und mir gemütlich zusammen saßen.

Aneeqa berichtete Beunruhigendes aus ihrer Heimat und gespannt hörten wir zu: Die nationalen Sicherheitskräfte hätten einige Gebiete nicht mehr unter Kontrolle, um die Lager, wo Taliban ihre Rekruten trainieren. Gewalt, resultierend aus einer gefährlichen Mischung aus Fanatismus und Gier, nehme insgesamt zu: Zielscheiben seien selbst junge christliche Mädchen, die zu Ehen mit Muslimen, zum Glaubenswechsel und zur Prostitution gezwungen würden.

Angesichts ihrer Jugend waren die Themen, die mein pakistanischer Gast anschnitt, überraschend politisch. Die damals 27-jährige Pakistanerin hatte bereits eine Blitzkarriere hinter sich:

Schon im Alter von drei Jahren hatten ihre Eltern die Hochbegabte zur Schule geschickt, mit 14 Jahren begann sie ihr Studium an der Universität von Punjab, zunächst in den Fächern Soziologie, Journalismus und Englische Literatur  –  und daraufhin in Jura. Mit 27 Jahren ist sie bereits Dekanin am Trinity Law College geworden. Ihre Laufbahn nahm aber ein jähes Ende.

Nach einer knappen Aufforderung meiner Freundin verriet die junge Frau mehr darüber, welches Schicksal sie nach Deutschland verschlagen hatte:

Fanatiker hatten sie wegen „Gotteslästerung“ (Islamkritik) falsch beschuldigt und bedroht; sie musste daher im Ausland um Asyl ersuchen. Sie hatten zudem versucht, die Tochter einer katholischen Familie zum Glaubenswechsel zu drängen: „Diese Bigotten glauben, dadurch, dass sie Zwang auf Christen ausüben, zum Islam zu konvertieren, dass sie auf diese Weise Zugang zum Paradies gewinnen“, kommentiert sie.

Am 21. August 2008 kam es zu einer schicksalhaften Auseinandersetzung im Gericht: Muslimische Kollegen hatten die junge Rechtsanwältin in ein Gespräch über den Propheten Mohammed verwickelt. So als würde sie es nun bereuen, bekannte sie beim Kaffee, sie habe sich leichtfertig auf die Diskussion eingelassen. Sie war in eine Falle getappt: Die Kollegen warfen ihr Blasphemie, Gotteslästerung, vor.

Zwei Tage später gelang ihr die Flucht außer Landes. Seit langem wissen Menschenrechtsorganisationen weltweit, dass das entsprechende Gesetz in Pakistan missbräuchlich angewendet wird. Anzeigen wegen dieses Vorwurfs dienen regelmäßig dazu, Rache zu üben.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.vaticanista.info/2015/10/06/lebensgefaehrliches-mandat/


Pakistan: Vater darf verhaftete christliche Familienmutter Asia Bibi besuchen

Der Vater von Asia Bibi, Soran Masih, wird seine Tochter im Gefängnis besuchen können: Am 24. August hat das Gericht in Lahore einen Antrag auf Genehmigung eines Besuchs bei seiner wegen „Blasphemie“ (Islamkritik) inhaftierten Tochter im Gefängnis von Multan bewilligt.  Bild-Asia-Bibi-asianews-300x200

Wie der christliche Anwalt Sardar M. Gill bestätigt, stimmten der Innenminister der Provinz Punjab und der Gefängnisbeauftragte dem Antrag zu.

Die Christin Asia Bibi ist Mutter von fünf Kindern und wartet in der Todeszelle auf das Urteil der dritten Instanz beim Obersten Gericht, das im Juli bereits eine einen Berufungsantrag angenommen und in der Zwischenzeit die Todesstrafe ausgesetzt hat.

Bisher hatte nur der Ehemann Ashiq und der Familienvormund Joseph Nadeem eine Besuchserlaubnis. Die Kinder durften ihre Mutter nur mit einer Sondergenehmigung besuchen.

Quelle: Fidesdienst – Foto: IGFM