Israel verurteilt Anschläge: “Null Toleranz”

Bei der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag (2.8.) äußerte sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zu der Messerattacke in Jerusalem und dem Brandanschlag in Duma:   1403634115528

„Wir sind kürzlich Zeuge zweier widerlicher Verbrechen geworden. Unsere Linie gegenüber diesen Verbrechen ist, dass es null Toleranz geben wird.

Ich habe die Sicherheitskräfte und die Vertreter der Strafverfolgungsbehörden angewiesen, alle legalen Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, zu  nutzen, um die Mörder festzunehmen und um mit dem Messerangreifer und den Brandstiftern nach der gesamten Härte des Gesetzes zu verfahren.

Wir sind entschlossen, jegliche Manifestationen des Hasses, des Fanatismus und des Terrorismus energisch zu bekämpfen, ganz gleich, von welcher Seite sie kommen mögen. Der Kampf gegen dies vereinigt uns alle.

Es ist kein Kampf von dieser oder jener Fraktion, sondern es ist eine Angelegenheit von grundlegender Menschlichkeit, die ein Fundament unserer aufgeklärten jüdischen Werte bildet.“


Litauen/Israel: Überreste der Großen Synagoge von Vilnius entdeckt

Mit Hilfe eines Bodenradars haben Experten der Israelischen Antiquitätenbehörde im Juni unterirdische Überreste von der Großen Synagoge und dem Synagogenhof in Vilnius, Litauen, entdeckt. Die Reste befinden sich nun teilweise unter einer modernen Schule und sollen ab dem nächsten Jahr in einer Ausgrabung freigelegt werden.

BILD: Entdeckung der Überreste der Großen Synagoge in Vilnius

Die Große Synagoge von Vilnius war das älteste und bedeutendste Gebäude der litauischen Juden. Wie die meisten jüdischen Gebäude in Litauen wurde die Große Synagoge im Holocaust zerstört.

Ein Team unter der Leitung von Dr. Jon Seligman von der Israelischen Antiquitätenbehörde, Zenonas Baubonis von Litauens Behörde für die Konservierung von Kulturerbe und Professor Richard Freund von der Universität Hartford hat die Überbleibsel der Synagoge erst kürzlich mit Hilfe des Bodenradars erfolgreich identifiziert.

Die große Synagoge von Vilnius wurde im 17. Jahrhundert im Renaissance-/Barock-Stil erbaut. Im Laufe der Zeit gesellten sich weitere Gemeindebauten hinzu, darunter zwölf Synagogen, der Gemeinderat, Verkaufsstände für koscheres Fleisch, die berühmte Straschun-Bücherei, eine Anlage mit Mikvaot (Ritualbädern) und andere Institutionen. Sie formten ein großes Zentrum der Torahgelehrsamkeit, das Herz der jüdisch-litauischen Mitnagdim-Bewegung und die Heimat vom bedeutenden Rabbiner Eliyahu, dem Gaon von Vilna.

Mit der Zerstörung der gesamten jüdischen Gemeinde von Vilnius wurde auch diese Synagoge von den Nazis ausgeraubt und niedergebrannt. Die sowjetischen Behörden zerstörten die Überbleibsel der Synagoge und errichten an dem Ort eine moderne Schule.

Es gibt Überlegungen, die zukünftige Ausgrabung von einem gemischten Team aus Archäologen und studentischen Freiwilligen aus Litauen, Israel und den jüdischen Gemeinden weltweit durchführen zu lassen. Die Israelische Antiquitätenbehörde ermuntert die Öffentlichkeit, an zukünftigen Ausgrabungen an der Stätte teilzunehmen, und freut sich über Sponsoren für dieses Projekt. Jeder, der teilnehmen möchte, kann die Israelische Antiquitätenbehörde kontaktieren.

Quellen (Text/Foto): Israelische Antiquitätenbehörde / Israelische Botschaft


Israel: Anschlag auf Brotvermehrungs-Kirche aufgeklärt, fünf Personen festgenommen

Die Israelische Sicherheitsagentur (ISA) und die israelische Polizei haben infolge ihrer Ermittlungen fünf Personen festgenommen, die mutmaßlich an dem Anschlag auf die Brotvermehrungskirche (siehe Foto) am 18. Juni 2015 und anderen hassmotivierten Verbrechen beteiligt waren.

Es handelt sich um Mitglieder einer seit 2013 aktiven, kleinen Gruppe junger Siedlungsposten-Aktivisten. Sie sind von einer extremen Ideologie angetrieben und haben sich das Ziel gesetzt, die Regierung zu verändern und so eine sog. „Erlösung“ herbeizuführen.

Die Anklagen wurden gegen zwei der fünf Verdächtigen, Yinon Reuveni (geb. 1995) und Yehuda Asraf (geb. 1996), erhoben. Gegen die anderen  –  Mordechai Meyer (geb. 1997), Moshe Orbach (geb. 1991) und John Doe (geb. 1998)  –  werden administrative Schritte unternommen.

Die von den Aktivisten aufgebaute Taktik, um schrittweise die vermeintlich „Erlösung“ herbeizuführen, ist es, „Schwachpunkte“ in Israel zu treffen. Damit wollen sie Debatten auslösen und so Unterstützer gewinnen.

Die Gruppe wurde von einem Aktivisten aus Jerusalem angeführt, der nun in Safed lebt. Aufgrund der von ihm ausgehenden Gefahr hatte man ihn bereits mit einer einjährigen Zugangssperre für Judäa, Samaria und Jerusalem belegt.

Die Zelle begann zunächst mit anti-christlichen Aktivitäten, darunter ein vandalistischer Angriff gegen das Dir Rafat Kloster im April 2014. Auch versuchten sie – erfolglos – den Israelbesuch des Papstes zu stören.

Im vergangenen Jahr begannen sie mit schwerwiegenderen Brandanschlägen gegen palästinensische Häuser, so am 23. November 2014 in Khirbet Abu Fellah und im Dezember 2014 in A-Dirat im Süden Judäas.

In den letzten Monaten mehrten sich die Angriffe der Zelle gegen christliche Ziele wie die Dormitio-Abtei und die Brotvermehrungskirche. Die anti-christliche Stimmung nahm in der letzten Zeit noch zu.

Auf dem Blog des Anführers war am 20. Mai zu lesen, dass „nur diejenigen Juden genannt werden, die den Götzendienst verweigern, gegen das Christentum kämpfen und anstreben, Kirchen aus dem Heiligen Land zu entfernen“.

Die ISA und die Polizei verfolgen mit größter Ernsthaftigkeit jegliche Absicht oder Aktivität von Angriffen auf religiöse Stätten im Staat Israel und kooperieren miteinander, um die Aktivistenzellen zu zerschlagen.

Quelle: Israelische Sicherheitsagentur, Israelische Botschaft in Berlin

Foto: Israelisches Tourismusministerium

 


Israel: Qumran-Fragmente der “Klagelieder” (AT) erstmals in Jerusalem ausgestellt

Zum ersten Mal wurden Fragmente der ältesten je gefundenen Schriftrolle des biblischen Buches „Klagelieder“ in Israel gezeigt.

Die Schriftrolle wurde in Qumran gefunden und wird in die Zeit von 30 v. Chr. bis 70 n. Chr. datiert.

Dank der Unterstützung der Israelischen Antiquitätenbehörde (IAA) kann die Schriftrolle nun in der Ausstellung „An den Wassern zu Babel“ im Bible Lands Museum in Jerusalem präsentiert werden.

BILD: Ministerpräsident Netanyahu betrachtet die antike Schriftrolle in seinem Büro (Foto: GPO/Kobi Gideon)

Weil die Fragmente sehr anfällig und brüchig sind, werden sie ab Sonntag (26.7.2015) nur vier Tage lang ausgestellt. Daraufhin gelangen sie wieder an ihren speziellen Konservierungsort bei der IAA.

Die Klagelieder, welche man traditionell dem Propheten Jeremias zuschreibt, liefern eine lebendige und tief bewegende Erzählung von der Zerstörung Jerusalems und der daraufhin folgenden Klage des jüdischen Volks. Jedes Jahr rezitieren Juden dieses Buch am 9. Tag des Monats Aw, um der Zerstörung des ersten und zweiten Tempels zu gedenken.

Regierungschef Netanyahu erklärte: „Dies ist ein wichtiger und bewegender Fund. Es ist von großer Bedeutung, dass diese Rolle am Fastentag des 9. Aw in das Büro des Ministerpräsidenten in Jerusalem, unserer geeinten Hauptstadt, gebracht wurde.”

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Israel: Fakten zu den aktuellen Ereignissen auf dem Tempelberg in Jerusalem

Der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld berichtet:

Polizeibeamte betraten das Gelände kurz nach 7.30 Uhr, nachdem bekannt geworden war, dass sich eine große Gruppe maskierter palästinensischer Jugendlicher über Nacht in der Al-Aksa-Moschee verbarrikadiert hatte, um jüdische Besucher am Sonntagmorgen zu attackieren.

Die Polizisten wurden unmittelbar nach Betreten des Tempelberges von Palästinensern angegriffen, die mit Steinen, Brandbomben, Feuerwerkskörpern und Metallstangen bewaffnet waren. Vier Polizeibeamte wurden bei der Konfrontation leicht verwundet.

BILD: Israelische Polizisten entfernen die Barrikaden an der Al-Aksa-Moschee 

Am Sonntagmorgen (26.7.15) randalierte eine Gruppe junger arabischer Männer auf dem Tempelberg (Haram al-Sharif) in der Jerusalemer Altstadt.

Der Aufruhr sollte sowohl die Besuche von Juden auf dem Bezirk des Tempelbergs – dem heiligsten Ort des Judentums – während Tischa be’Aw als auch die normalen Besuche von Touristen stören.

Außerdem sollten israelische Polizisten angegriffen werden. Tischa be’Aw, der 9. Tag des Monats Aw, ist ein jüdischer Trauertag, an dem der Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels gedacht wird.

Nach einem ersten Angriff auf die Polizisten, zogen sich die arabischen Randalierer in die Al-Aksa-Moschee zurück und nutzten diesen heiligen Ort, um aus dem Inneren heraus noch weitere gewalttätige Attacken auf die draußen stehende Polizei auszuführen. Die Gewalt konnte nur beendet werden, nachdem die Polizei in der Lage war, die Außentüren der Moschee zu schließen und so die Aufrührer zu isolieren.

Der Vorrat an Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandbomben, der von den Randalierern genutzt wurde, und die Barrikaden, die sie vor dem Eingang der Al-Aksa-Moschee aufgebaut hatten, zeugen davon, dass die Gewalt geplant war und die Aufrührer die Gewalt rund um die Moschee bündeln wollten. Die Al-Aksa-Moschee befindet sich am südlichen Ende des Tempelberg-Bezirks. Sie bedeckt einen recht kleinen Teil seiner Oberfläche und ist eines von Dutzenden Gebäuden dort.

Der zeitliche Ablauf der Ereignisse:

Eine Gruppe junger arabischer Männer, einige von ihnen maskiert, verbarrikadieren sich über Nacht im Inneren der Al-Aksa-Moschee (25. – 26.7.).  1403634115528

Im Inneren der Moschee lagerte die Gruppe Steine, Bretter, Holzplatten und Feuerwerkskörper und bereitete auch selbstgebastelte Brandbomben vor. Sie errichteten Barrikaden, sodass die äußerste Tür zur Al-Aksa-Moschee nicht geschlossen werden konnte. Die Barrikaden bestanden aus großen Schränken (die normalerweise zur Aufbewahrung der Schuhe der Gläubigen dienen), Holzplanken, Metallstäben, Seilen, die an den Türen der Moschee befestigt waren, Marmortafeln und anderen Gegenständen.

Am Sonntagmorgen versammelten sich die maskierten Männer, bewaffnet mit Steinen und Feuerwerkskörpern, auf dem Hof der Al-Aksa-Moschee. Als sie Polizisten auf den nördlichen Treppen neben der Moschee sahen, fingen die Männer an, Steine auf die Polizisten zu werfen und Feuerwerkskörper zu entzünden.

Die Aufrührer nahmen dann die Sonnensegel, die für die Gläubigen an Ramadan außen angebracht worden waren, mit ins Innere der Moschee und nutzen die Leinwände als Schilde, um sich dahinter zu verstecken, während sie gleichzeitig die Polizei durch den Eingang der Moschee hindurch attackierten.

Als eine Gruppe von Polizisten und Grenzsoldaten unter der Führung eines leitenden Polizisten den Tempelberg-Bezirk betrat, zogen sich die Aufrührer in die Al-Aksa-Moschee zurück und begannen vom Inneren der Moschee heraus ein großes Sperrfeuer auf die Offiziere mit Steinen, Metallstangen und schweren Gegenständen. Sie feuerten ebenfalls Feuerwerkskörper auf die Polizisten ab und besprühten sie mit einer nicht identifizierten Flüssigkeit.

Unter fortgesetztem Sperrfeuer von gefährlichen Objekten begannen die Polizisten, die Barrikaden, die die Türen der Moschee versperrten, zu entfernen. Feuerwerkskörper, die von den maskierten Aufrührern abgefeuert wurden, verletzten einige der Polizeibeamten.

Um die Ruhe nach den gewalttätigen Ausbrüchen wiederherzustellen, musste die Polizei einige Meter in die Moschee hineingehen, um so die Barrikaden, die den Eingangsbereich der Moschee versperrten, zu entfernen. Auf diese Weise war es der Polizei möglich, die Türen der Moschee zu schließen und so die Aufrührer im Inneren zu halten, sodass sich die Situation auf dem Tempelberg beruhigen konnte.

Kurze Zeit später konnte der Status Quo auf dem wiederhergestellt werden und Besucher konnten wieder auf den Tempelberg-Bezirk zurückkehren.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: Israelische Polizei


Israel: Antike Teile einer Thora-Rolle entdeckt

Dank hochentwickelter Technologien konnten Teile einer Tora-Rolle (Altes Testament, Fünf Bücher Moses), die vor 1500 Jahren vollständig verbrannt wurde, nun entschlüsselt werden.

Das Schriftstück (siehe Foto) stammt aus dem Tora-Schrein einer Synagoge in Ein-Gedi. Die Entzifferung dauerte mehr als ein Jahr und brachte Verse vom Anfang des 3. Buches Moses (Levitikus) zutage.

Der seltene Fund wurde am Montag (20.7.15) auf einer Pressekonferenz in Jerusalem vorgestellt.

Die Schriftrolle war 1970 bei archäologischen Ausgrabungen, die von Dr. Dan Barag und Dr. Sefi Porath geleitet wurden, in der Synagoge von Ein Gedi entdeckt worden. Da sie jedoch stark verkohlt war, konnten die Experten sie weder konservieren noch entziffern.

Das „Familie-Lunder-Zentrum für die Konservierung der Schriftrollen vom Toten Meer“ der Israelischen Antiquitätenbehörde ermöglichte nun die Entzifferung. Das Zentrum nutzt die neusten und fortgeschrittensten Technologien, um die Schriftrollen vom Toten Meer zu konservieren und zu dokumentieren. 1403634115528

Mit der Radiokarbonmethode konnte die Schriftrolle von Ein Gedi in das 6. Jahrhundert n. Chr. datiert werden. Damit ist sie die älteste Schriftrolle mit Texten aus den fünf Büchern Moses seit dem Fund der Schriftrollen vom Toten Meer. Jene werden an das Ende der Zeit des Zweiten Tempels (1. Jahrh. v. Chr. bis 1. Jahrh. n. Chr.) datiert.

Dr. Sefi Porath, der die Tora-Rolle 1970 entdeckte, sagte:

„Die Entzifferung der Schriftrolle, die für uns 45 Jahre lang ein Rätsel war, ist sehr aufregend. Ein Gedi war während der byzantinischen Epoche (4. – 7. Jahrh. n. Chr.) ein jüdisches Dorf und besaß eine Synagoge mit einem außergewöhnlichen Mosaikboden und einem Tora-Schrein.

Die Siedlung wurde völlig niedergebrannt und keiner der Einwohner kam je zurück, um dort zu wohnen oder um die Ruinen nach wertvollen Besitztümern zu durchsuchen.

Bei der archäologischen Ausgrabung in der verbrannten Synagoge fanden wir neben den verkohlten Fragmenten der Schriftrolle einen bronzenen siebenarmigen Leuchter (Menora), die Geldkassette der Gemeinde mit rund 3500 Münzen, Öllampen aus Glas und Keramik und Gefäße mit Parfüm.

Wir wissen nichts über die Ursache des Feuers, aber die Spekulationen über die Zerstörung reichen von beduinischen Angreifern aus der Region östlich des Toten Meeres bis hin zu Konflikten mit der byzantinischen Regierung.“

Quelle: Israelische Antiquitätenbehörde, Israelische Botschaft in Berlin


Weheruf des Propheten Jeremias über feige und untreue Hirten des Alten Bundes

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Jer 23,1-6:

Weh den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen – Spruch des HERRN. Darum – so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und habt euch nicht um sie gekümmert. Tagesimpuls

Jetzt ziehe ich euch zur Rechenschaft wegen eurer bösen Taten – Spruch des HERRN. Ich selbst aber sammle den Rest meiner Schafe aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe. Ich bringe sie zurück auf ihre Weide; sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren.

Ich werde für sie Hirten bestellen, die sie weiden, und sie werden sich nicht mehr fürchten und ängstigen und nicht mehr verlorengehen – Spruch des HERRN.

Seht, es kommen Tage – Spruch des HERRN -, da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken. Er wird als König herrschen und weise handeln, für Recht und Gerechtigkeit wird er sorgen im Land.

In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, Israel kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.

 


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