Linkspartei: vor der eigenen Haustür kehren!

Ausgerechnet ein Politiker der Linkspartei, nämlich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, wirft jetzt der AfD eine Mitschuld am steigenden Antisemitismus in Deutschland vor. Die AfD trage mit dazu bei, so behauptet er vollmundig im MDR, daß Judenfeindlichkeit „in der Mitte der Gesellschaft wieder sagbar, wieder hoffähig“ werde. 

Man fragt sich, ob der Genosse gerade an Gedächtnisschwund leidet  – oder ob er vielleicht vom Antizionismus in den eigenen Reihen ablenken will, ebenso vom importierten Antisemitismus durch arabische oder sonstige islamische Asylsucher.

Wie es die Linkspartei mit Israel und den Juden  hält, erlebte man z.B. vor acht Jahren, als der israelische Staatspräsident Shimon Peres eine Rede im Bundestag hielt. Als danach alle Abgeordneten aufstanden und applaudierten, blieben drei Parlamentarier demonstrativ sitzen – und (natürlich reiner „Zufall“) alle drei waren von der Linkspartei!

Sahra Wagenknecht lieferte hinterher eine Begründung, die noch befremdlicher war als die Protest-Symbolik selbst:

Die Linken-Politikerin erklärte, sie könne einem Staatsmann „solchen Respekt nicht zollen, der selbst für Krieg mitverantwortlich“ sei. Von einem „Krieg“, den Israel damals mitbetrieben haben soll, weiß wohl nur ihre Partei etwas – und natürlich die NPD, deren Beifall nicht lange auf sich warten ließ. Der NPD-Vorständler Jürgen Gansel lobte die „tabubrecherische Qualität“ von Wagenknecht und Co.

Ultralinke und Rechtsradikale sind sich freilich des öfteren einig, wenn es gegen Israel geht. – Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/06/27/links-und-rechtsradikale-einig-gegen-israel-wie-sich-die-sprueche-gleichen/

 

 

 

 


Unionsfraktion trauert um den israelischen Friedensnobelpreisträger Shimon Peres

Der ehemalige israelische Staatspräsident, Shimon Peres, ist am heutigen Mittwoch verstorben. Hierzu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion trauert um den ehemaligen Staatspräsidenten Israels und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres. Mit ihm verliert die Welt einen großen Staatsmann. blog1-205x130

Trotz der furchtbaren Gräuel der Shoah setzte sich Peres für eine Verständigung mit Deutschland ein. Dafür sind wir Deutsche ihm dauerhaft zu enormem Dank verpflichtet. In seiner bewegenden Rede im Deutschen Bundestag zum Gedenken an die Opfer der Nationalsozialismus hat Peres 2010 seine Vision einer Welt ohne Krieg und Antisemitismus formuliert.

Unermüdlich war sein Einsatz für eine Aussöhnung zwischen Israel und Palästinensern. Für sein Wirken zum Abschluss des Oslo-Abkommens erhielt er 1994 den Friedensnobelpreis. Er wollte dauerhaften Frieden und Fortschritt im Nahen Osten.

Dafür kämpfte er nicht nur als Politiker jahrzehntelang. Mit dem ‚Peres Center for Peace‘ schuf er eine Organisation, die ganz konkret wirtschaftliche und technologische Entwicklung und direkte Kontakte zwischen Menschen fördert.

Wir verneigen uns vor einem beeindruckenden Menschen und großen Staatsmann, der unsere Zeit geprägt hat.” 


Israel: Trauerrede von Staatspräsident Peres für die drei ermordeten Schüler

„Möge ihr Andenken in Ewigkeit gesegnet sein“

Trauerrede des derzeit noch amtierenden israelischen Präsidenten Shimon Peres für Eyal Yifrah, Naftali Frenkel und Gilad Sha’er am vergangenen Dienstag:

„Liebe Familien Yifrah, Frenkel und Sha’er, Herr Ministerpräsident, Minister, Rabbiner, Knesset-Abgeordnete, Offiziere und Soldaten, liebe Bürgerinnen und Bürger, wir betten heute Naftali, Gilad und Eyal zur letzten Ruhe.   Präsident Shimon Peres während seiner Trauerrede (Foto: MFA)

Drei wunderbare Jungen, Angehörige des jüdischen Volkes. Für 18 Tage und Nächte war ich, wie alle von Ihnen, krank vor Sorge. Wir haben um ein Wunder gebetet, jeder für sich und alle gemeinsam.

Wir haben gebetet, dass sie wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren werden, nach Hause und zu uns allen. Doch die Nachricht von ihrer Ermordung ereilte uns und tiefe Trauer umhüllte unser Volk.

„Unsere Seele bewahrt die Torah“

Wir sind ein altes Volk, vereint und tief verwurzelt. Unsere Geschichte ist voller Tränen, doch die Seele bewahrt die Torah (die Weisung Gottes, das Gesetz Moses).

Diese drei Jungen stehen für die Abgründe und Höhen, die unser Volk erfährt. Eine Nation mit einer Seele voller Sehnsucht. Eine Nation, die wie keine andere Widerstandsfähigkeit beweist. Eine Nation, die selbst in den Jahren des Exils niemals verloren ging.

Wir sind eine Nation, die mit Müttern wie Rachel, Bat Galim und Iris gesegnet ist. Liebe Mütter, Eure Stimmen vereinten eine Nation und dienten einer Generation als Vorbild.

Ihr, die Mütter und Väter, habt Kinder erzogen, auf die Israel stolz sein kann. Ihr habt in sie die Liebe zu ihrem Volk gelegt. Die Liebe zur Torah und zu ihrem Land. Ihr habt sie mit Hingabe und Liebe zur Menschheit begabt.

Naftali, Gilad, Eyal, viele von uns haben nur kurze Einblicke von Euren Persönlichkeiten bekommen, davon, wer Ihr wart. Doch aus diesen Einblicken entwickelt sich ein schönes Bild von zuversichtlichen jungen Männern, die sich ihrer Sache und des Dienstes an ihrem Volk sicher waren.

„Junge Männer: durstig nach Wissen und den Geboten treu“

Junge, aufrechte Menschen mit strahlenden Gesichtern; durstig nach Wissen und nach Kenntnis religiöser Texte; ihrer Aufgabe sicher und den Geboten treu. Ihr habt das Gesicht Eures Volkes in hellem und schmerzhaftem Licht zugleich gezeigt, unsere Einheit und unsere Moral, die Siege Israels, nicht nur seine Ewigkeit.

Wir haben auch unsere Soldaten erlebt, die Angehörigen des Shin Bet, der Polizei, der Grenzpolizei und die Freiwilligen, mit Entschlossenheit in ihren Augen. Ihr seid über Felsen geklettert, ohne müde zu werden, im Bewusstsein, eine Mission zu haben.

Ich weiß, dass Ihr die Mörder finden werdet und dass sie bestraft werden. Israel wird mit fester Hand handeln, bis der Terror entwurzelt wird. All jenen, die unser Leiden bejubeln, sage ich: der Terror, der uns gilt, wird jene treffen, die ihn verbreiten.

Gilad, Naftali, Eyal. Wunderbare Jungen, Söhne eines ganzen Volkes. Ruhet in Frieden. Wir werden unsere Häupter beugen, aber unseren Geist nicht brechen lassen.

Liebe Familien, ich kenne Euer Leiden und ich weiß auch, wie Ihr damit umgeht. Ihr habt die Trauer in eine Quelle der Hoffnung für die ganze Nation verwandelt. Möget Ihr Trost finden im Errichten Zions und Jerusalems. Möget Ihr nie wieder Kummer erfahren. Möge ihr Andenken in Ewigkeit gesegnet sein.“

Quelle (Text/Foto:) Israelische Botschaft in Berlin