USA – Ägypten – Deutschland: Stellungnahmen zum Nahost-Konflikt

Ägypten wirft der Hamas Verantwortungslosigkeit vor

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte heute (18.7.): „Es gibt eine völlig neue Qualität der Bewaffnung der Hamas. Jedes Land muss sich natürlich wehren, wenn es so angegriffen wird.“www.bundeskanzlerin.de

Der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry kritisierte die Hamas am Donnerstag scharf und warf ihr vor, sie hätte Dutzende Leben retten können, wenn sie auf den Vorschlag einer Waffenruhe zu Wochenbeginn eingegangen wäre. Israel hatte den Vorschlag angenommen.

Wörtlich sagte Sameh Shoukry gegenüber der Nachrichtenagentur Mena: „Wenn die Hamas den ägyptischen Vorschlag angenommen hätte, hätte sie mindestens 40 Palästinensern das Leben retten können.“

USA: Israel ist berechtigt zum Kampf gegen Terrorismus

Der US-amerikanische Außenminister John Kerry ließ nach einem Telefonat mit Ministerpräsident Netanyahu mitteilen:

„Der Außenminister versicherte unsere ausdrückliche Unterstützung Israels und seines Rechtes, sich gegen Terroristen zu verteidigen, die das Land über Tunnel bedrohen.

Wir sind der Ansicht, dass es eine präzise Operation geben sollte, die diese Tunnel ins Visier nimmt, wie es die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte in ihrer Stellungnahme selbst formulierten.“

Außenminister Steinmeier besuchte bereits am Dienstag Israel und kam mit Ministerpräsident Netanyahu, mit Justizministerin Livni und mit Außenminister Lieberman zusammen.

Das Auswärtige Amt schreibt auf seiner Webseite: „Im Anschluss an die Gespräche unterstrich der deutsche Außenminister, dass „die Sicherheit Israels für uns Deutsche von größter Bedeutung sei“. –  Steinmeier forderte erneut, den Abschuss von Raketen von Gaza auf Israel sofort zu beenden.

UNRWA entdeckte 20 Raketen in einer Schule in Gaza 

Das im Gazastreifen ansässige Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) räumte ein, man habe in einem Schulgebäude der UNRWA im Gazastreifen 20 Raketen entdeckt.

In einer Stellungnahme hieß es, die UNRWA verurteile die Gruppe oder die Gruppen, die für die Platzierung der Waffen an diesem Ort verantwortlich seien.

Dieser Vorfall gefährde die Leben der Mitarbeiter der UNRWA und der Zivilbevölkerung im Gazastreifen.

Die Verurteilung der UNRWA in englischer Sprache finden Sie hier.

Quellen: Außenministerium des Staates Israel / Auswärtiges Amt / Ynet / UNRWA


Israel stimmt UNO-Bitte um Waffenruhe zu

Israel kommt der Bitte der UNO nach einer humanitären Waffenruhe nach. Seit 9 Uhr bis 14 Uhr (MESZ) setzen die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) ihre Militäroperation aus. 120714022411-b1-

Seit dem 12. Juni 2014 ist Israel Ziel des ständig ansteigenden Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen, der sich gezielt und bewusst gegen Zivilisten richtet. Aufgrund der gestiegenen Reichweite der Raketen leben mittlerweile sechs Millionen Menschen unter ständiger Bedrohung.

Seit dem Beginn der Operation „Schutzlinie“
(Protective Edge) wurden über 1218 Raketen auf Israel geschossen. 966 davon schlugen in Israel ein und etwa 218 wurden durch das Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ (Iron Dome)
abgefangen.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) griffen zahlreiche Terror-Ziele an, sowohl aus der Luft als auch von See.
Zu den Zielen zählen Abschussrampen für Langstreckenraketen, Einrichtungen der Hamas-Führung, Tunnel für Schmuggel und Terrorakte, Luftabwehreinrichtungen, versteckte Raketenwerfer und Kommando- und Kontrollzentralen der Hamas.
Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

„Bring back our boys“: Solidaritätswelle mit den entführten israelischen Schülern

Von den drei am vergangenen Donnerstag entführten Jugendlichen Naftali Frenkel (16 J.), Gilad Sha’er (16) und Eyal Yifrach (19) fehlt weiterhin jede Spur. Solidarität vor dem Brandenburger Tor (Foto: Mike Delberg)

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) setzen ihre Suche nach den Jungen weiterhin fort. Dabei wurden bislang 280 Verdächtige festgenommen  –  200 von ihnen Aktivisten der radikal-islamischen Organisation Hamas.

BILD: Solidaritäts-Aktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin (Foto: Mike Delberg)

Viele der Verdächtigen waren 2011 im Zuge des Gefangenenaustauschs für den entführten Soldaten Gilad Shalit freigelassen worden. Bei Durchsuchungen in der Stadt Nablus wurden außerdem hunderte Waffen und Sprengstoffe sichergestellt.

Am vergangenen Montag hatte Ministerpräsident Netanyahu mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, telefoniert und ihm mitgeteilt:

„Ich erwarte, dass Sie helfen, die entführten Jugendlichen zurückzubringen und die Entführer zu ergreifen. Die Entführer der Hamas kamen aus dem Gebiet unter der Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde und sind in ein Gebiet unter Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde zurückgekehrt.

Dieser Vorfall zeigt das wahre Gesicht des Terrorismus, gegen den wir kämpfen. Terroristen entführen unschuldige israelische Kinder, während wir die Leben kranker palästinensischer Kinder in unseren Krankenhäusern retten. Das ist der Unterschied zwischen unserer menschlichen Politik und dem mörderischen Terrorismus, der uns angreift.“

Unterdessen geht die Welle der Solidarität weiter. Vor allem in den sozialen Netzwerken entstanden spontane Kampagnen, die unter der Forderung #BringBackOurBoys zusammengefasst werden.

So erreichten die Facebook-Seite der Botschaft zahlreiche Fotos von Menschen, die sich mit Zetteln mit der Aufschrift #BringBackOurBoys fotografiert haben.

Die Fotos können in einem eigenen Fotoalbum eingesehen werden. Weitere Soli-Fotos können per Facebook-Nachricht an die Botschaft geschickt werden.

Umfangreiche Infos zu den Veranstaltungen und zahlreiche Hintergrundinformationen werden auf der Website www.bringbackourboys.info gesammelt.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin