Israel kritisiert das Atomprogramm des Iran

Zur Ankündigung Irans, entgegen der Nuklearvereinbarung binnen zehn Tagen, 300 Kilogramm Uran anzureichern, erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu am Montag (17.6.): 

„Israel steht auf einer Linie mit den USA, mit moderaten arabischen Staaten und anderen Ländern bei der Ablehnung der iranischen Aggression. Iran hat heute (17.6.) gedroht, größere Mengen Uran anzureichern, als es laut Nuklearvereinbarung darf.

Das überrascht uns nicht, denn als wir das geheime Nuklear-Archiv aus Teheran nach Israel brachten, entdeckten wir das Ausmaß, in dem Iran sein Versprechen an die internationale Gemeinschaft gebrochen hatte – das Versprechen, ehrlich über sein Nuklearprogramm Bericht zu erstatten.“

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Premier-Netanyahu-zur-Ankuendigung-Irans-1706.aspx


Israel bietet den Erdbebenopfern an der iranisch-irakischen Grenze Hilfe an

Netanjahu: „Wir sind nicht gegen das iranische Volk“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (siehe Foto) sagte den Erdbebenopfern an der iranisch-irakischen Grenze die Hilfe des jüdischen Staates zu und gab zugleich eine Grundsatzerklärung ab:

„Schweren Herzens sah ich die Bilder des schlimmen Erdbebens an der iranisch-irakischen Grenze. Ich sah Mütter und Väter, die nach ihren Kindern suchten, Kinder, die unter dem Schutt dieses schrecklichen Erdbebens begraben wurden.

Als Vater, als Israeli, als Jude wollte ich helfen. Darum wies ich gestern an, dass Israel den Opfern durch das Rote Kreuz Hilfe anbietet.

Israel hat keinen Konflikt mit dem iranischen Volk. Den hatten wir nie. Wir haben nur einen Konflikt mit dem grausamen iranischen Regime, einem Regime, das seine Bürger als Geiseln hält und unserem Volk mit der Auslöschung droht.

In den vergangenen Jahren haben wir humanitäre Hilfe in die ganze Welt entsandt: nach Haiti, die Philippinen, Mexiko und viele weitere Orte, die von Katastrophen betroffen waren. Zuhause haben wir tausenden Syrern geholfen, syrischen Zivilisten, die im furchtbaren Krieg so nah an unserer Grenze verwundet wurden. 

BILD: Israelische Soldaten beschützen einen kleinen Jungen im Kampfgebiet

Und wir tun all dies nur aus einem Grund: weil es das Richtige ist. Zu oft in der Geschichte meines Volkes versagte die Welt zu handeln, versagte die Welt, das Richtige zu tun.
Deshalb sind wir besonders sensibilisiert, wenn es darum geht, denen zu helfen, die Hilfe benötigen. Und heute rettet israelische Technologie und Medizin überall auf der Welt Leben.

Wir werden auch weiterhin den Opfern unser Mitgefühl und Unterstützung anbieten, egal woher sie kommen, selbst wenn ihr Wohlbefinden ihren Regimen und Regierungen weniger wichtig ist als der Hass auf uns.“


Israel feierte am 5. Juni seinen Jerusalem-Tag: „Das Herz unserer Nation“

Israel feierte am 5. Juni den 49. Jahrestag seit der Wiedervereinigung Jerusalems im Sechstagekrieg 1967. israeltag2

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach aus diesem Anlass vor der Knesset und erinnerte an die enge Bindung des jüdischen Volks zu Jerusalem, das „das schlagende Herz unserer Nation, unsere vereinte Hauptstadt“ und eine blühende und wachsende Stadt sei.

Leider sei die alte Lüge wiederbelebt worden, die die jüdische Verbindung zu Jerusalem und zum Tempelberg in Frage stellt. Dies sogar kürzlich von der UN-Organisation UNESCO.

„Diese Behauptung ist so absurd und so hanebüchen, dass ich nicht darüber hinwegkomme. (…) Unsere Vorväter haben den Tempelberg vor 3800 Jahren besucht. Die zwei Tempel des jüdischen Volks standen auf dem Tempelberg über 1000 Jahre lang. König David baute seinen Palast in der Davidstadt neben dem Tempelberg und machte Jerusalem vor 3000 Jahren zu unserer Hauptstadt, und seitdem betet das jüdische Volk in Richtung Tempelberg und schmückt mit seinem Bild seine Wohnungen – und wir sollen keine Verbindungen zum Tempelberg haben. (…)

Wir, das Volk Israel, haben den ersten Anspruch auf Jerusalem. Unsere Wurzeln hier sind tiefer als die jedes anderen Volkes und das gleiche gilt für den Tempelberg. Jerusalem hat uns gehört und wird immer uns gehören.“

Quelle: Außenministerium des Staates Israel


Regierungs-Konsultationen zwischen Israel und Deutschland beginnen

Die Regierungen von Israel und Deutschland treffen sich ab dem heutigen Montag, 15.Februar, zu gemeinsamen Beratungen in Berlin. Unter der Leitung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Bundeskanzlerin Angela Merkel finden die Regierungskonsultationen bereits zum sechsten Mal statt, zuletzt im Jahr 2014 in Jerusalem.

Neben Beratungen zwischen den Regierungschefs treffen die Minister aus Israel auf ihren jeweiligen Amtskollegen aus Deutschland zu bilateralen Gesprächen.  

BILD: Netanyahu und seine Frau Sara steigen in ein Flugzeug (Foto: GPO/Haim Zach)

Nunmehr 51 Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland sind die Regierungskonsultationen ein fester Teil der weitreichenden Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland.

Beide Länder begegnen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeinsam und stimmen zugleich überein, das Gedenken an den Holocaust für künftige Generationen als Grundpfeiler der gegenseitigen Beziehungen aufrecht zu erhalten.

Zum Abschluss der Konsultationen am Dienstag, 16. Februar, werden sich die Regierungen im Kanzleramt treffen.

Quelle: Botschaft des Staates Israel, 12.2.2016


„Jüdischer Nobelpreis“: Israelischer Musiker Itzhak Perlman erhält den Genesis-Preis 2016

Violinist setzt sich für Behinderte ein

Der renommierte israelische Violinist Itzhak Perlman wird den Genesis-Preis 2016 erhalten. Der Preis ist mit einer Million Dollar dotiert und wird jährlich von der Genesis Prize Foundation ausgelobt und vom israelischen Ministerpräsidenten verliehen.

Mit der Auszeichnung werden Personen gewürdigt, die außergewöhnlichen beruflichen Erfolg erlangt haben, einen bedeutenden Beitrag zur Menschheit geleistet haben und andere durch ihr Engagement für die jüdische Gemeinschaft und den Staat Israel inspirieren.

„Itzhak Perlman verkörpert alles, was ein idealer Preisträger des Genesis-Preises mitbringen sollte“, sagte der Vorsitzende und Mitbegründer der Auszeichnung, Stan Polovets:

„Itzhak hat beispiellosen beruflichen Erfolg. Durch seine Musik bereitet er Millionen Menschen auf der ganzen Welt Freude. Der 16-malige Grammy-Gewinner ist eine unglaubliche Inspirationsquelle für Menschen mit Behinderungen, da er enorme persönliche Herausforderungen meistern musste, nachdem er im Alter von vier Jahren an Polio erkrankt war.

Er hat der Gesellschaft viel zurückgegeben, indem er praktisch seine ganze freie Zeit und viele Ressourcen darin investiert hat, junge talentierte Musiker zu unterrichten und als ein Anwalt für Menschen mit Behinderungen aufzutreten. Wir sind glücklich, dass Itzhak unser Preisträger für 2016 ist.“

Auch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gratulierte Itzhak Perlman zur Ehrung. Der Ministerpräsident wird den Preis am 23. Juni 2016 in Jerusalem verleihen.

Itzhak Perlman erklärte: „Ich fühle mich geehrt, dass ich den Genesis-Preis erhalten werde, der nicht nur meine beruflichen Leistungen und meinen Wunsch, die Welt zu verbessern, anerkennt, sondern auch mein Engagement für meine jüdische Identität, jüdische Werte und die jüdische Kultur. Ich bin immer sehr stolz gewesen auf mein jüdisches Erbe. Es hat meine Musik, meine Weltanschauung und meine Arbeit als ein Fürsprecher für Menschen, die die Gesellschaft oft zurücklässt, stark beeinflusst.“

Wie die vorherigen Preisträger plant auch Itzhak Perlman, mit dem Preisgeld soziale Initiativen zu fördern, die ihm am Herzen liegen.

Der Genesis-Preis – vom Time Magazine auch als der „jüdische Nobelpreis“ bezeichnet – wurde gemeinsam von der Genesis Prize Foundation, dem Büro des Ministerpräsidenten und dem Büro des Vorsitzenden der Jewish Agency for Israel ins Leben gerufen. 2014 erhielt den Preis Michael Bloomberg, der ehemalige Bürgermeister von New York City. 2015 wurde der Schauspieler Michael Douglas ausgezeichnet.

Quellen: Israelische Botschaft, Genesis Prize Foundation