Israelischer Staatspräsident Rivlin solidarisiert sich mit den verfolgten Christen

Der israelische Staatspräsident Rivlin hat am gestrigen Mittwoch das Lateinische Patriarchat in Jerusalem besucht. Dort wurde er von dem apostolischen Verwalter des Patriarchats, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, und dem griechisch-orthodoxen Patriarchen, Theophilos III., sowie weiteren hochrangigen Vertretern der christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land empfangen (siehe Foto).

Rivlin sprach über die Wichtigkeit der beiden Feiertage Pessach und Ostern, die die jüdische und die christliche Welt in der vergangenen Woche begangen hatten.

Er erklärte: „Während wir diese Neuanfänge und Feiertage der Freiheit begangen haben, sind wir gezwungen, der Rückkehr eines sehr alten Übels ins Auge zu sehen“.

Der Staatspräsident sprach von seiner Trauer „über die Nachrichten von unschuldigem Blut, das vergossen wurde; die Männer, Frauen und Kinder, deren Leben in dem brutalen Terroranschlag gegen die ägyptische christliche Gemeinde zerstört wurde.“

Rivlin erklärte, er habe dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fatah al-Sisi geschrieben, um ihm sein Beileid zu übermitteln. „Israel schätzt die entschlossene Haltung, die Ägypten gegenüber dem Terror an den Tag legt“, so der Staatspräsident:

„Ich sage hier zu Ihnen, unseren christlichen Brüdern von Jerusalem, unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei Ihnen. Wir alle haben die Bilder aus Syrien gesehen; ich habe einige der Verletzten besucht, die in israelischen Krankenhäusern behandelt werden. Was dort der christlichen Gemeinde geschehen ist – und dem gesamten Land – ist ein Makel für die gesamte Menschheit“, betonte Rivlin und fügte hinzu:

„Das jüdische Volk weiß besser als jedes andere, was es heißt, in Angst zu beten und unter Terrorismus zu leiden, und ich möchte Ihnen sagen, dass Israel Ihre Freiheit der Religionsausübung, Ihre Sicherheit und die Sicherheit Ihrer heiligen Stätten schützen wird.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Israel: Staatspräsident Rivlin wünscht Christen und Juden ein segensreiches Jahr

Aus der Neujahrsansprache des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin:  1403634115528

„Es gibt viel, auf das wir im vergangenen Jahr zurückblicken können. Ich hatte die Gelegenheit, Indien zu besuchen, wo ich israelische Erfindungen sehen konnte, die zur Weiterentwicklung von Wasser und Landwirtschaft genutzt werden und dabei helfen, die Geißeln des Hungers und Dursts auf der Welt zu bekämpfen…

Man kann nicht ignorieren, dass 2016 ein sehr schwieriges Jahr war. Blutvergießen und Terror im Namen von Politik und Religion haben viel Leid und Elend verursacht. Wir mussten uns auch von einigen großen Persönlichkeiten verabschieden. Wir betrauerten den Verlust von Shimon Peres, Israels neuntem Präsidenten, der half, den Staat Israel und dessen Zukunftsvision aufzubauen….

Nach einen Jahr mit so vielen Höhen und Tiefen lasst uns das Jahr 2017 zu einem Jahr des gegenseitigen Respekts zwischen Menschen und Nationen machen.

Ich wünsche Ihnen allen, der christlichen Gemeinschaft in Israel und weltweit frohe Feiertage und ein sehr glückliches, gesundes neues Jahr; und all unseren jüdischen Brüdern und Schwestern wünsche ich ein frohes Chanukka. Gott segne Sie und Shalom aus Jerusalem.“


Israel: Tote bei Terroranschlag in Tel Aviv – Staatspräsident betet für Verwundete

In dem Einkaufsviertel Sarona Market in Tel Aviv ist am gestrigen Mittwochabend ein Terroranschlag verübt worden. Vier Menschen wurden getötet, 16 verletzt, einer von ihnen schwebt nach wie vor in Lebensgefahr.

Gegen 21.30 Uhr Ortszeit hatten die beiden Terroristen in einem beliebten Café begonnen, um sich zu schießen. Zuvor hatten sie, nach Aussage eines Angestellten, in Anzügen an einem Tisch gesessen und etwas zu essen bestellt.

BILD: Der Minister für Innere Sicherheit, Gilad Erdan, und Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Ort des Anschlags (Foto: GPO)

Die beiden Angreifer wurden von der Polizei festgenommen, einer wurde dabei verletzt und befindet sich zur Zeit im Krankenhaus.

Bei den vier Opfern handelt es sich um Dr. Michael Feige (58) aus Midreshet Beer Sheva, der als Professor für Israel-Studien an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beer Sheva lehrte. Er hinterlässt drei Kinder.

Ido Ben Ari (39) aus Ramat Gan arbeitete in leitender Position in der israelischen Zweigstelle von Coca-Cola. Er war Vater von zwei Kindern. Seine Frau wurde bei dem Angriff schwer verletzt und befindet sich im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv.

Ilana Naveh (39) aus Tel Aviv war laut Medienberichten in Sarona, um den Geburtstag eines Freundes im Café zu feiern. Sie hinterlässt vier Kinder.

Mila Mishaev (32) aus Rishon Lezion wartete gerade auf ihren Verlobten, als die Terroristen das Feuer eröffneten. Es gelang ihr noch, ihn direkt nach dem Angriff schwerverletzt anzurufen. Später erlag sie im Krankenhaus ihren Verletzungen.  1403634115528

Sarona Market liegt in unmittelbarer Nähe der sog. „Kiriya“, dem Sitz des Verteidigungsministeriums und des Hauptquartiers der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kam noch am späten Abend an den Ort des Anschlags.

Staatspräsident Reuven Rivlin sagte in einer Erklärung zum Attentat:

„Mein Herz ist bei den Familien der Ermordeten, die ihre Lieben in dem verabscheuungswürdigen Terroranschlag in Sarona Market mitten in Tel Aviv verloren haben. Trotz der gewaltigen Anstrengungen der Sicherheitskräfte, den Terrorismus zu verhindern, waren diese Mörder in der Lage, ihren abscheulichen Angriff auszuführen.
Der Kampf gegen den Terrorismus ist schwer und lang, doch der Staat Israel wird sich nicht entmutigen lassen. 

Ich möchte den Sicherheitskräften und den Bürgern danken, die unter Beschuss ihre Geistesgegenwart, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihren Mut unter Beweis gestellt und dadurch ein noch viel schlimmeres Ereignis verhindert haben. Wir beten für die schnelle Genesung der Verwundeten.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Israel: Staatspräsident ruft Führer religiöser Gemeinschaften zum Frieden auf

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hat in seiner Residenz die obersten Vertreter des Rates der Glaubensführer empfangen, um, wie er sagte, vor den bevorstehenden jüdischen, muslimischen und christlichen Feiertagen eine Botschaft des Friedens und der Toleranz zu senden.

BILD: Staatspräsident Rivlin und seine Gäste (Foto: GPO/Mark Neiman)

An dem Treffen nahmen unter anderem der israelische Oberrabbiner David Lau, der Vorsitzende des Rates des muslimischen religiösen Führer, Scheich Mohammed Kaiyuan, der geistliche Führer der Gemeinschaft der Drusen, Scheich Muwaffak Tarif, und der Griechische Patriarch von Jerusalem Theophilos III. teil.

In seiner Ansprache rief Rivlin zu Frieden und Harmonie in der Region auf und nahm Bezug auf die verschiedenen bevorstehenden heiligen Feste der drei abrahamitischen Religionen. Er sagte, gerade in schwierigen Zeiten sollten Vertreter aller Religionen noch näher zusammenrücken.

Zum Abschluss des Treffens verabschiedeten die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung, in der es u. a. heißt:

„Wir, die Anführer der Glaubensgemeinschaften im Staat Israel, Vertreter des Rates der Glaubensführer, Glaubende an den Schöpfer der Welt, der mit Güte und Erbarmen herrscht und von uns verlangt, mit jedem Einzelnen in Frieden und Respekt zu leben, bestätigen unsere Verpflichtung zur Zusammenarbeit und dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, um dieses wichtige Gebot im Heiligen Land umzusetzen.

Wir erklären hiermit unsere Verpflichtung gegenüber dem Heiligtum des Lebens und verurteilen alle Formen der physischen oder verbalen Gewalt gegen Unschuldige, besonders Fälle, in denen solche Akte im Namen der Religion begangen werden, was eine Schändung des Namens Gottes bedeutet.

Wir glauben daran, dass im Staat Israel für uns alle Platz ist, in gegenseitigem Respekt für die verschiedenen Glaubensgemeinschaften miteinander zu leben; es ist unsere Pflicht, unsere Kinder und Gemeinden danach zu erziehen, den Anderen zu respektieren und anzuerkennen und es zu vermeiden, den Glauben anderer zu beleidigen.“ 

Quelle: Israelisches Präsidialamt


Israelischer Präsident traf auf Staatsbesuch in Moskau auch den orthodoxen Patriarchen

Der israelische Präsident Reuven Rivlin traf vergangene Woche zu einem zweitätigen Staatsbesuch in Moskau ein. Nachdem er am Mittwoch Präsident Putin traf, kam er am Donnerstag zu Gesprächen mit Ministerpräsident Medvedev zusammen.

Nachdem es bei dem Treffen mit Putin um die aktuelle Situation in Nahost ging, würde er gerne über bilaterale Kooperation und Wirtschaftsthemen sprechen, so Medvedev zu Beginn des Treffens.  

BILD: Präsident Rivlin mit Ministerpräsident Medvedev (Foto: GPO / Mark Neiman)

Staatspräsident Rivlin dankte dem russischen Ministerpräsidenten und sagte:

„Ich bin sehr froh, heute in Moskau zu sein und über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen, insbesondere da Russland bei vielen globalen Themen eine entscheidende Rolle zukommt. Durch einen solch hohen Prozentsatz russisch sprechender Bevölkerung in Israel wurde unser Kontakt immer enger, und dieser Prozeß ist fortlaufend.“

Vor dem Gespräch mit Medvedev besuchte Rivlin das jüdische Museum sowie das „Tolerance Center“, das sich der Geschichte der russischen Juden widmet. Zudem traf er sich mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde und Oberrabbiner Shayevich.

Vor seiner Rückreise traf sich Präsident Rivlin noch mit Kyrill I., dem Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche und Heiliger Patriach von Moskau und Russland, mit dem er über religiöse Freiheiten sowie der Erhaltung heiliger Stätten sprach.

Zum Abschluss seines Russlandsbesuch dankte Präsident Rivlin für die Gastfreundschaft und betonte, dass „Am Israel Chai“ (die israelische Bevölkerung lebe), nicht bloß eine Phrase sei, sondern gerade hier ein Faktum.

Quellen:  israelisches Außenministerium, israelische Botschaft


Der israelische Präsident Rivlin reist für einige Tage nach Russland und traf Präsident Putin

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin reiste gestern (16.3.) zu einem mehrtägigen Besuch nach Russland. Er traf sich mit Präsident Wladimir Putin, legte einen Kranz am Grabmahl des unbekannten Soldaten nieder und besuchte die russische Nationalbibliothek.

Die beiden Präsidenten sprachen zu Beginn des Besuchs zur Presse. Präsident Putin begrüßte Präsident Rivlin in Russland. Er fuhr fort:

„Die Beziehungen zwischen Israel und Russland haben eine lange Geschichte. In Israel leben ungefähr anderthalb Millionen Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, die russisch sprechen, die russische Kultur kennen und eine russische Mentalität haben. Sie halten Kontakt mit ihren Freunden und Familien, die in Russland geblieben sind und das fügt unseren Beziehungen etwas Besonderes hinzu.

Außerdem steigt seit Jahren die Zahl russischer Pilger, die Israel jedes Jahr besuchen. Wir danken Israel, dass es die heiligen Stätten, die einst unter unserer Kontrolle waren, an uns zurück übergeben hat. Wir werden bei unserem Treffen eine Vielzahl von Themen besprechen, zu denen geschäftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie die Sicherheit in der Region gehört.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin 


Neue Kehrtwende: Ägypten hat einen Botschafter nach Israel entsendet

Nachdem Ägypten seit November 2012 nicht mehr durch einen Botschafter in Israel vertreten war, hieß der israelische Staatspräsident Rivlin in seiner Residenz den neuen Botschafter Hazem Ahdy Khairat während einer offiziellen Zeremonie willkommen.

Es sei etwas sehr Besonderes, einen ägyptischen Botschafter zu empfangen, so Rivlin. Auch wenn er schon viele Botschafter hier empfangen habe, sei dies doch ein denkwürdiger Moment in Anbetracht der Beziehungen zwischen Israel und Ägypten:

„Ägypten spielt eine sehr bedeutende Rolle, wir leben in einer schwierigen Region, aber wir haben einen Weg gefunden, in Frieden und Freundschaft zu leben und dies gelte als Botschaft für die gesamte Region“, sagte das israelische Staatsoberhaupt weiter.

Botschafter Khairat dankte Rivlin für den freundlichen Empfang und sagte, dass sie beide Verantwortung für die in der Region lebenden Menschen tragen müssten, um Frieden, Gerechtigkeit, Gleichheit und Wohlstand zu erreichen.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin