Der selige Jesuit, Missionar und Märtyrer Jakob Berthieu wird bald heiliggesprochen

Der selige Jakob Berthieu SJ (*1838; † 8. Juni 1896 auf Madagaskar) war französischer Staatsangehöriger. Er empfing im Jahre 1864 die Weihe zum Diözesanpriester und trat 1873 mit Erlaubnis seines Bischofs dem Jesuitenorden bei.  

Vor der Beendigung seines Noviziates wurde Jakob Berthieu in die Mission nach Madagaskar entsandt. Dort legte er seine ersten Gelübde ab und unterrichte  fünf Jahre lang die Kinder im Glauben und sorgte für die Kranken auf der vor der Küste Madagaskars gelegenen Insel St. Mary.

1880 verfügte Frankreich die Schließung der Jesuitenschule und zwang die Patres ins Exil. Als die Rückkehr der Jesuiten wieder erlaubt wurde, eröffnete Jakob 1885 eine neue Station in Ambrositra. Einige Jahre später missionierte er beim Volksstamm der Merina im Bezirk Anjozorofady.

Als es 1886 unweit des Ortes seiner Mission zu einem erneuten Aufstand kam, ordnete P. Berthieu den Dorfbewohnern die Flucht an. Er und seine Mitbrüder machten sich auf den Weg in die Hauptstadt Tananarive.

Vor ihrer Ankunft wurden sie von einem der Stämme angegriffen und dazu gezwungen, sich zu zerstreuen. In den darauf folgenden Tagen wurde P. Berthieu gefangengenommen und in ein Dorf gebracht, dessen Anführer ihn zum Verrat seines Glaubens nötigen wollte, was ihm jedoch nicht gelang.

Jakob antwortete auf den Versuch, ihn zur Verleugnung Christi zu bewegen: „Ich kann dem nicht zustimmen. Lieber will ich sterben.“ 

Daher wurde der Missionar im 60 km von Tananarive gelegenen Dorf Ambiatibe ermordet.  Sein Körper wurde in den Fluß geworfen und nie aufgefunden. Es war der 8. Juni 1896.

Quelle:  ZENIT.org