Merkel stellt sich gegen die Interessen Israels

Von Dr. David Berger

Wie die Jerusalem Post heute Morgen exklusiv meldet, liegen ihr Unterlagen vor, aus denen zweifelsfrei hervorgeht, dass Merkel die rumänische Regierung unter Druck setzte, damit diese ihre Botschaft nicht nach Jerusalem verlegt.

Im April soll Merkel nach Angaben der Zeitung den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis angerufen und ihn gedrängt haben, sein diplomatisches Gebäude nicht in die Hauptstadt Israels zu verlegen. Bukarest hatte bereits zuvor seine Absicht erklärt, genau dies zu tun, war dann aber auf einmal von seinen Plänen abgesprungen.

Die „Jerusalem Post“ geht davon aus, dass Merkel auch andere europäische Politiker im Rahmen einer Kampagne zur Blockade der Verlegung europäischer Botschaften nach Jerusalem unter Druck gesetzt hat.

Das ohnehin unter der Merkel-Regierung immer schlechter werdende Verhältnis zu Israel könnte durch diese Enthüllungen weiteren schwer reparablen Schaden nehmen.

Weitere Infos finden Sie hier.

Quelle: https://philosophia-perennis.com/2018/11/16/merkel-draengte-den-rumaenischen-praesidenten-die-botschaft-nicht-nach-jerusalem-zu-verlegen/


Vom weltweit wachsenden Judenhaß unter dem Mantel des Anti-Israelismus

Fachleute über die „Israelisierung des Antisemitismus“

In der englischsprachigen israelischen Tagreszeitung „Jerusalem-Post“ wurde am 16. Februar ein Beitrag über den zunehmenden Judenhaß unter dem Vorwand der Israelkritik veröffentlicht, den es seit Jahrzehnten in rechtsradikalen Gruppen sowie im ultralinken Spektrum gibt, darüber hinaus aber durchaus auch in bürgerlichen und gebildeten Kreisen. israel

Die Autoren des Artikels, aus dem wir hier wesentliche Abschnitte in deutscher Übersetzung zitieren, sind Prof. Monika Schwarz-Friesel aus Berlin und Prof. Jehuda Reinharz aus den USA:

Im 21. Jahrhundert ist die im antisemitischen Denken begründete und auf Juden ausgerichtete Kritik an Israel die dominante verbale Form geworden, in der anti-jüdische Ideen artikuliert und verbreitet werden.

Zwischen 2002 und 2012 erhielten die israelische Botschaft in Berlin und der Zentralrat der Juden in Deutschland über 14.000 E-Mails, Briefe, Postkarten und Faxe aus allen Regionen Deutschlands.   Klagemauer

Da wir dachten, daß uns dieses Material ein Fenster in den modernen deutschen Geist gegenüber Israel liefern könnte, führten wir eine Untersuchung dieser Zuschriften durch und stellten fest, dass die überwiegende Mehrheit mit Kritik an der Politik Israels begann, sich aber sofort zu antisemitischen Angriffen verschlechterte. Wir nennen dieses Phänomen die „Israelisierung des Antisemitismus“.  

BILD: Die jüdische Klagemauer in Jerusalem

Wir fanden ein ähnliches Muster in einer kleineren Studie von über 2000 E-Mails, die von Bürgern aus acht europäischen Ländern an die israelischen Botschaften in jenen Ländern versandt wurden. Wir glauben, dass die Ergebnisse repräsentativ für vergleichbare Untersuchungen weltweit sind. Wie eine jüngste ADL-Untersuchung ergab, wurden zwischen August 2015 und Juli 2016 auf Twitter 2.6 Millionen antisemitische Mitteilungen gepostet. 

Ein weiterer überraschender Schluss unserer Studie war, dass es im Gegensatz zu den populären Annahmen nicht ausschließlich Alt-Nazis, Neonazis und/oder extreme Linke sind, die so denken. blog1-205x130

Im Gegenteil, die Sprache des heutigen Antisemitismus wird, wie in der Vergangenheit, ebenso durch den gebildeten Mainstream wie durch Randgruppen verankert und verbreitet. In den Köpfen dieser Antisemiten ist Israel der kollektive Jude geworden und sollte zerstört werden.

Betrachtet man die Zuschriften als Ganzes, gibt es nur wenige Unterschiede zwischen den verschiedenen Jahren, abgesehen von den Höhepunkten, die wir während Zeiten eines militärischen Konflikts, wie dem Krieg in Gaza 2014, bemerkt haben. Dieses Ereignis löste einen Sturm von anti-israelischen und anti-jüdischen Kommentaren in Europa und den Vereinigten Staaten aus, die bis zum heutigen Tag – zumeist online – verbreitet werden.

Es ist auch interessant, dass diese Hetzstürme immer Israel als einzigen Aggressor definierten. Dieser einseitige Rahmen gilt nicht nur für den militärischen Konflikt Israels mit den Palästinensern und den arabischen Staaten, sondern auch für die Verurteilung Israels im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen. Moderne Antisemiten haben das „jüdische Problem“ in das „Israel-Problem“ verwandelt.

Quelle: Jerusalem-Post, Übersetzung: israelische Botschaft


Erdbeben: Israelisches Frühwarnsystem rettete tausende Menschen in Chile

Das Frühwarnsystem der israelischen Firma eVigilio steckt hinter den Massenevakuierungen beim chilenischen Erdbeben am ersten Weihnachtsfeiertag, welche wahrscheinlich tausende Menschenleben rettete.

Ursprünglich wurde das System zur Warnung vor Raketenangriffen aus dem Gazastreifen entwickelt. Nach dem großen Erdbeben und Tsunami in Chile 2010 ist es dort 2012 installiert worden.

Das System nimmt durch Unterwassersensoren seismische Aktivität in Echtzeit wahr und kann durch Massenbenachrichtigungen per Telefon Menschen in der betroffenen Region warnen.

So konnten in kürzester Zeit 4000 Anwohner und Touristen der südlichen Küstenregion vor einem antizipierten Tsunami in Sicherheit gebracht werden. Durch die punktgenaue Warnung wird gleichzeitig verhindert, dass nicht betroffene Regionen in Panik versetzt werden. Es gab keine Meldungen über Tote oder Verletzte.

Quellen: Jerusalem-Post, israelische Botschaft


Israelische Medien kritisieren Lehrer in Niedersachsen wegen antizionistischer Petition

Von Dr. David Berger

In Israel macht derzeit der Fall eines deutschen Lehrers aus dem Bundesland Niedersachsen von sich reden, der nach Angaben der „Jerusalem Post“ eine jüdische IdentiDavidBergerPMtät vorgegeben haben soll, um eine anti-israelische Petition zu bewerben.

Diese Petition möchte erreichen, dass die weltweit verteilten palästinensischen Flüchtlinge nach Israel „zurückgeführt werden“. Diese Stellungnahme wurde von zahlreichen anti-israelischen Extremisten unterschrieben.

Sowohl Palästinenserführer als auch Anti-Israel-Aktivisten behaupten, dass die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge mehr als sieben Millionen Menschen umfasst. Aus Sicht der „Jerusalem Post“ würde eine Rückführung ein extremes Sicherheitsproblem für Israel darstellen, ja einer Vernichtung des Staates Israel gleich kommen.

Nach Informationen, die die bekannte Tageszeitung von der jüdischen Gemeinde in Oldenburg erhalten hat, benützt der Lehrer den jüdisch klingenden Namen Ben Kushka, angeblich, um sich von Antisemitismusvorwürfen frei zu halten.

Efraim Zuroff, der Chef des Simon Wiesenthal Centers sprach angesichts der Aktion des Lehrers von einer „fanatischen antisemitischen Agenda“, mit welcher der Lehrer vorgehe.

Es sei in keinem Fall hinzunehmen, dass der Lehrer eine nicht vorhandene Identität vorgetäuscht habe, um die Hassrede gegen Israel zu fördern.

FORTSETZUNG des Berichts von Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2016/10/16/jerusalem-post/


Der israelische Diplomat Oded Ben Hur würdigte Papst Benedikt gestern in der „Jerusalem Post“

„Gemeinsam gegen Antisemitismus und Antiklerikalismus“

In der gestrigen Ausgabe der angesehenen israelischen Tageszeitung  „Jerusalem Post“ erschien ein ausführlicher Beitrag von Oded Ben Hur, der bis 2009 der Botschafter des Staates Israel im Vatikan war.  Darin äußert sich der  jüdische Diplomat unter dem Titel „Der Papst, den ich kannte“ sehr positiv über Papst Benedikt und dessen Bemühungen um ein besseres Verhältnis von Christen und Juden.

Einleitend schreibt der Autor: „Zweitausend Jahre komplexer Geschichte zwischen Juden und Christen machen die Beziehungen zwischen dem Vatikan und Israel zu etwas Außergewöhnlichem in den internationalen Beziehungen.“  

Er erinnert daran, daß die diplomatischen Beziehungen zwischen Vatikan und Israel zwar erst 1993 offiziell zustandekamen, daß sie aber  –  so Ben Hur  –  „bereits im Dokument „Nostra Aetate“ von 1965 gesät wurden, das das Zweite Vatikanische Konzil entworfen hatte“.  – Dort sei das jüdische Volk in § 4 gegen den Vorwurf des „Gottesmordes“ in Schutz genommen worden.

 Sodann berichtet der Ex-Botschafter:  
„Ich habe Kardinal Joseph Ratzinger mehrmals getroffen, angefangen im Oktober 2003, als er Präfekt der Kongregation für Glaubenslehre war. Er war damit beauftragt, das „Kompendium“ des Katechismus zu aktualisieren. Ich habe ihn gefragt, ob er, in seiner Eigenschaft als höchste theologische Autorität im Vatikan, Paragraph 4 des Nostra Aetate in das Buch aufnehmen würde. Er willigte sofort ein.“

Allerdings wurde trotzdem nichts aus dem versprochenen Abschnitt: 

„Am 2. April 2005 starb Papst Johannes Paul II., und Kardinal Ratzinger wurde sein Nachfolger. Damit war er nicht länger für das „Kompendium“ zuständig. Das Buch, das im Juni veröffentlicht wurde, enthielt den versprochenen Absatz nicht. Später erfuhr ich, dass jemand ihn noch auf dem Weg zum Druck entfernt hatte.“

Offenbar wurde in dieser Causa vatikan-intern nicht korrekt im Sinne von Papst Benedikt gehandelt. Doch der Diplomat Ben Hur weiß, daß der Papst sich unermüdlich um gute Kontakte zu Juden und zu Israel bemühte:

„Die besondere Beziehung Papst Benedikts XVI. zum jüdischen Volk und Israel war offensichtlich und manifestierte sich auf viele Arten und bei vielen Gelegenheiten…Während seiner ersten Auslandsreise besuchte er in Köln die jüdische Gemeinde in der Synagoge, die während der Reichspogromnacht zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut worden war. Dort hielt er eine Rede über das untrennbare besondere Band zwischen unseren beiden Religionen (er lehnte eine Einladung der muslimischen Gemeinde ab, sie in der Moschee zu besuchen).“

Der Autor erwähnt auch die Reise Benedikts ins Heilige Land:

„Es ist bemerkenswert, dass seine Entscheidung, Israel zu besuchen, gegen die Regierung des Vatikan gefällt wurde. Ich war bei zwei Gelegenheiten anwesend, als der Papst eingeladen wurde: durch die damalige Kommunikationsministerin Dalia Itzik  und Präsident Shimon Peres. Bei beiden Gelegenheiten antwortete er: „Wie Sie wissen, ist die Liste von Einladungen ins Ausland sehr lang, aber Israel genießt Priorität.“

Abschließend schreibt der israelische Diplomat, daß sich Kirche und Juden gemeinsam gegen Antisemismus und Antiklerikalismus (Kirchenfeindlichkeit) einsetzen sollten:

„Was nun benötigt wird, ist der Beginn eines politischen Dialogs, der auf einer Agenda basiert, die auch einen gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus und Antiklerikalismus und gegen Terrorismus beinhaltet und Kooperation auf dem Feld der kulturellen, akademischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten (Pilgerreisen).“

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


ISRAEL: Bürgermeister von Haifa hat seine Haltung zu Deutschland grundlegend geändert

Yona Yahav, Bürgermeister von Haifa, der sich jahrelang geweigert hatte, Deutschland wegen des Holocausts zu besuchen, wird in Berlin eine der höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik erhalten, wie am gestrigen Montag bekannt gegeben wurde.

Die Auszeichnung wird dem Bürgermeister der drittgrößten Stadt Israels verliehen als Anerkennung seines Einsatzes zur Förderung der Beziehungen mit den deutschen Partnerstädten Mainz, Bremen, Düsseldorf, Mannheim und Erfurt.


Yona Yahav mit dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler (Foto: T. Ruger)

Yahav sagte der Jerusalem Post, er fühle sich geehrt, die Auszeichnung aus Deutschland zu erhalten  –  ein Land, das er sich aus ideologischen Gründen weigerte zu besuchen, bis er Bürgermeister wurde.

„Ich bin in Israel geboren und aufgewachsen“, so Yahav, dessen Eltern deutsche Juden waren. „Ich habe viel über den Holocaust gelernt und beschlossen, dass ich unter keinen Umständen nach Deutschland reisen werde.“  

Aber nachdem Yahav 2003 zum Bürgermeister gewählt wurde, stand er vor einem Dilemma: Seine Prinzipientreue begann die  gemeinsamen Programme mit den deutschen Partnerstädten zu beeinträchtigen.

Yahav reiste erstmals 2007 nach Deutschland, wo ihm ein warmer Empfang bereitet wurde   –  und er ist seitdem oft wiedergekommen.

Einmal besuchte er die Stadt Köln, aus der seine Familie stammte. „Der Bürgermeister von Köln hat eine Tour organisiert und mir Dokumente über meine Familiengeschichte gezeigt.“ 
Im Zuge seiner Besuche hat Haifa die Zusammenarbeit mit zahlreichen deutschen Städten verstärkt. 

Auf die Frage, was seine Mutter und sein Vater über die Auszeichnung denken würden, antwortete er, dass er glaube, sie wären stolz:  „Ich fühle mich zutiefst geehrt und ich glaube, meine Eltern würden genauso fühlen.“

Quelle: Jerusalem Post, 2.7.2012 / Botschaft des Staates Israel in Berlin


Juden und Christen unter dem Druck des Islam

Treffsichere Analyse des „Jerusalem Post Magazine“: „Es gibt doppelt so viele Kopten wie Palästinenser!“

Der jüdische Publizist Lyn Julius rückt im bekannten englischsprachigen „Jerusalem Post Magazine“ vom 12. Januar 2012 einige Stühle gerade hinsichtlich Islam, Judentum und Christentum gestern und heute.

Dabei erkennt der Autor nüchtern, daß beim dem Streben nach einer Respektierung Israels kein Weg daran vorbei führt, das linke Lager zu überzeugen: „Der Streit wird in der liberalen Linken gewonnen oder verloren, denn diese beherrscht die meinungsbildende Klasse des Westens.“  – So ist es (leider)!

Die israelfeindliche Haltung im linken Spektrum hat u. a. damit zu tun, daß die dort verhaßten USA  als Schutzmacht Israels agieren,  die Palästinenser pauschal als „unterdrücktes Volk“ gelten und man sich daher mit dem arabischen Islam solidarisiert.

Der Autor weist aber darauf hin, daß der Islam sich von Anfang an durch militärische Gewalt ausbreitete:

„Juden lebten in dieser Region 1000 Jahre vor der islamischen Eroberung als Eingeborene, nicht nur in Palästina ununterbrochen ansässig, sondern überall in der „arabischen“ Welt.

Die arabische Invasion machte die einheimischen Juden und Christen zu Minderheiten im eigenen Land, „bekehrten“ sie zum Islam, beschlagnahmten ihre Heiligtümer und löschten ihre Geschichte aus. (…)

Den Juden in zehn arabischen Staaten wurden ihre Rechte aberkannt und in den meisten Fällen wurde ihnen ihr Besitz geraubt. (…)

Wir müssen in der Diskussion einen entscheidenden Zusammenhang wieder herstellen:  Der Konflikt besteht nicht zwischen dem israelischen Goliath und dem palästinensischen David. Er stellt vielmehr sechs Millionen Israelis gegen 300 Millionen Araber.

Auf der Ebene der Werte gesehen findet der Kampf zwischen dem pluralistischen, demokratischen Israel und den Jihadisten des Islam statt.“

Zudem übersehen die vielen linken Freunde der Palästinenser, daß diese nicht selten nur der Spielball gesamt-arabischer und radikal-islamischer Interessen sind, von denen sie vereinnahmt werden; diese Tatsache bringt der Verfasser wie folgt auf den Punkt:

„Die Palästinenser sind keine unabhängig Agierenden. Ökonomisch werden sie von internationaler Hilfe gestützt; strategisch repräsentieren sie eine panarabische und zunehmend panislamische Sache; politisch werden sie von regionalen Kräfte von außen kontrolliert.“

Außerdem weist Lyn Julius darauf hin:

Wir müssen betonen, dass die Hälfte der jüdischen Israelis die Region nie verlassen hatten – sie wurden aus der arabischen und muslimischen Welt in ein winziges Stückchen Land am Mittelmeer vertrieben. Dass diese Juden jetzt freie israelische Bürger sind, liegt größtenteils daran, dass Israel ihnen bedingungslose Zuflucht vor arabischen und muslimischem Antisemitismus bot.

Es besteht eine offene Rechnung zwischen Israel und den von Juden gesäuberten arabischen Staaten. Auf Schritt und Tritt sollte Israel Gerechtigkeit für das seinen Flüchtlingen angetane Unrecht verlangen.

Palästinensische Verluste und jegliche territorialen Anpassungen könnten in der Zukunft im Vergleich zum urkundlich übertragenen Land und Besitz verblassen, die die Juden einbüßten, die gezwungen waren, die arabischen Länder zu verlassen.“

Sodann erinnert der Autor daran, daß der Islam im arabischen Raum andere Minderheiten und Religionen nicht gelten läßt:

Man muss nur Zeuge der traurigen Lage der verfolgten und entwurzelten nicht-muslimischen und nicht-arabischen Völker der Region sein, um zu begreifen, dass die sog. „arabische Welt“ keinen Raum für eine Vielzahl von Völkern und Religionen lässt.

Alle haben unter den Händen der Diktaturen gelitten, ob diese nun nationalistisch oder islamistisch waren. Bedauerlicherweise kündigt der „arabische Frühling“ nun noch mehr davon an.“

Zudem  weist der Verfasser auf den entscheidenden Gesichtspunkt hin, daß weltweit große Aufmerksamkeit für Palästinenser und ihre Rechte besteht.  Wer aber interessiert sich für die viel zahlreicheren christlichen Kopten in Ägypten? Wer für die von der Türkei unterdrückten Kurden?  –  Wo bleibt die weltweite Lobby für diese diskriminierten Minderheiten?

Der Autor schreibt hierzu:

„Es gibt zweimal so viele Kopten wie Palästinenser, doch gegen welche Menschenrechtsverletzungen protestieren die Linken?

Es gibt dreimal so viele Kurden wie Palästinenser, doch wo sind die Forderungen nach ihren kulturellen und politischen Rechten?

Als eine der wenigen Minderheiten im Nahen Osten, die ihre Souveränität ausübt, muss Israel die Flagge für Minderheitenrechte hochhalten. Als eine der einzigen Demokratien muss es mit den säkularen Liberalen des Nahen Ostens und Nordafrikas gemeinsame Sache machen.“

Der Verfasser sucht nach den Ursachen dieser weltweit verbreiteten Doppelmoral und erinnert daran, daß Juden und Christen aus islamischer Sicht bestenfalls Bürger zweiter Klasse sind (Dhimmis):

Die Ablehnung Israels wurzelt in einer religiösen und kulturellen Sicht der „Dhimmi“-Juden und „Dhimmi“–Christen als minderwertig, die gezwungen sind, ihre Rechte dem muslimischen Oberherren abzutreten.

Dass ein nicht-muslimisches Volk  (wie die Juden in Israel) sich selbst regiert, ist ein Gräuel – noch mehr, wenn es sich um ein nicht arabisch-muslimisches Volk handelt.

Indem sie den palästinensischen Feldzug gegen Israel unterstützen  –  trügerisch in die Sprache der Menschenrechte gekleidet  –  sind westliche Liberale und Linke unabsichtlich zu Agenten der Wiedererrichtung arabischer und muslimischer Vorherrschaft über ein „Dhimmi“-Volk geworden.“

Vollständiger Artikel (englisch) von Lyn Julius siehe hier:

http://calevbenyefuneh.blogspot.com/2012/01/julius-lets-reframe-israel-debate.html

Übersetzung ins Deutsche: http://heplev.wordpress.com/