Soziologe Nassehi würdigt den CDU-Politiker Tillich und seinen Segenswunsch

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat bei seinem Rücktritt betont, dass er bei Gott Halt findet. Der Soziologe Armin Nassehi analysiert die Beweggründe des CDU-Politikers dafür.

„Gott schütze Sachsen und alle Menschen, die in unserem Land leben.“  – Mit diesen Worten hat Tillich seine Rücktrittsrede beendet. Die Wortwahl überrascht den Soziologen Armin Nassehi, erklärt er in einem Interview, das in „Christ und Welt“ zu lesen ist.

Nassehi erkennt in dem klaren Bekenntnis des sorbischen katholischen CDU-Politikers einen Versuch, sich innerhalb der CDU als Konservativer zu verorten. Der scheidende Ministerpräsident habe damit seinen eigenen Wertekern verdeutlicht.

An solche öffentlichen Glaubensbekenntnisse von Politikern sei die deutsche Gesellschaft nicht gewöhnt.

Im ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck sieht der Wissenschaftler dagegen eher einen „Chefsprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland“ als einen bekennenden Gläubigen.

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/10/26/authentisches-oeffentliches-glaubensbekenntnis/


Dr. Penners Post an den Bundespräsidenten: Deutschlands Eliten fördern den Islam

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an Bundespräsident Joachim Gauck

Sehr geehrter Herr Gauck,

der Kindermord in Bethlehem gehört zum biblischen Weihnachtsbericht. Interessant wäre die Frage, wieviel Morde in Deutschland von überzeugten Christen verübt wurden und wieviele von überzeugten Moslems. Ich glaube nicht, daß Sie den Mut haben, diese Frage zu beantworten, obwohl eine Antwort einen Blick in Deutschlands Zukunft erlauben würde. Unsere Eliten lehnen den Christusglauben ab, fördern aber den Islam. Moschee-Bonn-4

Jesus hat seinen Nachfolgern die Anwendung von Gewalt in Glaubensfragen verboten, Mohammed hat sie befohlen. Mohammeds Koran befiehlt, Nichtmoslems zu töten.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Für jeden Moslem ist Mohammed ein einzigartiges und verpflichtendes Vorbild:

Muhammad (ca 570 – 632), der Gründer des Islam, wurde in Yathrib (Medina) nach seiner Flucht aus Mekka der Alleinherrscher über die dortigen jüdischen und arabischen Volksstämme. Muhammad überfiel Karawanen in einer Zeit traditioneller arabischer Waffenruhe.

Der jüdische Stamm der Banu Quaynuqa lehnte eine Zwangsbekehrung zum Islam ab: „Die Männer wurden gebunden, und der ganze Stamm wurde nach Syrien verbannt“. Nach Konflikten mit dem jüdischen Stamm Banu Nadir wurde auch dieser vertrieben.

Der dritte in Medina ansässige jüdische Stamm, die Banu Qurayza, wurde vernichtet. Muhammad ließ in deren Stadt Massengräber ausheben, „dann wurden die Juden zu ihm geführt und bei den Gräbern enthauptet – insgesamt 600 bis 900 Männer. Die Hinrichtung dauerte den ganzen Tag über… Die Frauen und Kinder wurden zum größten Teil in Medina versteigert, die übrigen in Syrien und in Nadjd (Quelle: J. Bouman: Der Koran und die Juden; Darmstadt 1990).

Das ist der Islam, den Frau Merkel legitimiert und zum Bestandteil Deutschlands erklärt hat. Gibt es Bürger, die Frau Merkel als Bundeskanzlerin wollen?

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner


Bundespräsident Gauck und der israelische Botschafter eröffnen „Jubiläumsjahr 2015“

Der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman lud am Mittwoch (17.12.) zu einem Chanukka-Empfang in seine Residenz in Berlin-Schmargendorf ein.

Bundespräsident Joachim Gauck zündete zwei Chanukka-Kerzen an, nachdem der Botschafter den traditionellen Segen sprach.

Der Empfang war zugleich der offizielle Auftakt für das große Jubiläumsjahr 2015, in dem Israel und Deutschland 50 Jahre diplomatische Beziehungen begehen.

Der deutsche Bundespräsident sagte in seiner Rede:

„Wir werden im Jubiläumsjahr, zu dem der israelische Präsident Rivlin im Mai auch nach Deutschland zum Staatsbesuch kommen wird, ganz gewiss Rückschau halten. Aber viel wichtiger noch: Wir werden nach vorne schauen, wir werden gemeinsam dafür arbeiten, dass unsere besonderen, freundschaftlichen Beziehungen vertieft werden. Deutschland wird immer an der Seite Israels stehen. Freundschaft bewährt sich im Übrigen gerade in schweren Zeiten.“

„Zurückblicken auf unsere Erfolge“

Botschafter Hadas-Handelsman betonte auch die tiefe und enge Freundschaft zwischen beiden Staaten. Mit Blick auf die anstehenden Feierlichkeiten im Jahr 2015 und die zahlreichen Veranstaltungen sagte er:

„Im kommenden Jahr wollen wir zurückblicken auf unsere Erfolge, aber gleichzeitig auch Perspektiven für die Zukunft entwickeln. Denn auf uns warten noch genügend Herausforderungen  –  und unzählige Möglichkeiten. Wir behalten immer im Blick, die Einzigartigkeit unserer Beziehungen auch in Zukunft zu bewahren. Darauf kommt es an – für Israel und für Deutschland.“

Die Veranstaltung wurde musikalisch durch Kinder des Chores der Heinz-Galinski Grundschule begleitet. Es waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Kultur, Medien und der Jüdischen Gemeinde anwesend.

Die vollständige Rede von Bundespräsident Gauck finden Sie hier.
Zur Rede von
Botschafter Hadas-Handelsman geht es hier.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Evangelisches Wort für ein Europa mit christlichen Werten und Idealen

Offener Brief von Almut Rosebrock

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck!

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Sehr geehrte Frau Kanzlerin Merkel!
Sehr geehrte Politiker des Deutschen Bundestages!

Gerne denke ich an die Rede des „Deutschen Papstes“ 2011 im Bundestag zurück, die nach zunächst kontroversen Diskussionen am Ende sehr positiv aufgenommen wurde.

Auch ich fand sie bemerkenswert, da sie mit einfachen und schlüssigen Worten unser demokratisches System, das von Anfang aus dem Grundgedanken der Würde jedes einzelnen Menschen (als geliebtes Kind / Schöpfung Gottes!) erwachsen ist  –  das war 1949, nach dem Inferno des Krieges ganz stark von Bedeutung für Adenauer und alle verantwortlichen Politiker – und auch die Bürger!  –   auf das Fundament der Bibel, der Geschichte Gottes mit den Menschen – und der Geschichte der Menschen mit Gott – zurückführte.

Diesen Sonntag (27.4.14) wurden nun in Rom Benedikts Vorgänger, Johannes Paul II., sowie Johannes XXIII., der vor 50 Jahren das 2. Vatikanische Konzil einberief, das zu einer bemerkenswerten Erneuerung, Belebung und Veränderung der kath. Kirche  –  auf biblischer Grundlage  –  führte, von Papst Franziskus – in Anwesenheit von Benedikt – heilig gesprochen. media-358103-2

Johannes Paul II. hat als erster polnischer Papst das Gesicht Europas und auch der Welt geprägt und verändert. Ich glaube nicht, dass Europa so aussähe, wie es heute ist (ich meine jetzt nicht explizit die EU, die ich persönlich kritisch betrachte!), wenn es nicht diesen Papst gegeben hätte.

Da ich selbst evangelisch bin wie Sie auch, habe ich eine gewisse Distanz zur „Heiligsprechung“. Ich lasse mich jedoch gerne auf die Botschaft ein. Und mir bedeutet die Geschichte etwas!

Almut Rosebrock

Almut Rosebrock

In der auf die Heiligsprechungszeremonie folgenden Messe wurde der Evangeliumstext auf Latein und Griechisch gelesen. Es beteten Menschen in mehreren Sprachen – und Deutschland stand mal nicht im Zentrum.

Ich fand das einerseits wohltueend – und andererseits hat mir, bei diesem bedeutenden Anlass, doch eine etwas „gewichtigere“ deutsche Abordnung gefehlt!

Deutschland, das sich ständig seiner „führenden Rolle in der EU“ rühmt. Schön, dass wenigstens Frau Nahles und Herr Singhammer da waren!
(Ein spezieller Gruß geht hiermit an Sie beide!)

Ich habe in diesem Gottesdienst auf dem Petersplatz – und auch bereits im Ostergottesdienst – gespürt,  was Europa ist – und wo Europa seine Wurzeln hat – haben muss !!!

Kultur, Musik, Bildung, Diskussionskultur usw. – das gelebte Christentum findet sich überall, und zwar als Faktor, der Menschen in Bewegung gebracht hat!

Sei es, um armen, alten, kranken oder jungen Menschen, Familien, Benachteiligten, Fremden zu helfen (Wohltätigkeit – Caritas).

Sei es, um gegen herrschende Systeme aufzustehen (oder im Verborgenen zu wirken!), die als UNRECHT oder menschenfeindlich erkannt wurden (Prüfen – Warnen – Mahnen).

Sei es, um zu denken, zu bilden, Strukturen, die lebensfördernd sind, in Verantwortung vor GOTT, dem SCHÖPFER zu schaffen, zu pflegen, weiterzuentwickeln. (1. Mose: Macht Euch die Erde untertan. Und Gott sah, dass es gut war.)

Wer vor GOTT niederkniet, kann vor Menschen geradestehen. media-521118-2

Und: Wo der Geist des HERRN ist, da ist Freiheit. (Bibel)

Das sind mir seit Jahren teure und wertvolle Sätze…

PAPST FRANZISKUS hat eine sehr griffige Sprache – und klare, biblisch fundierte Aussagen. Das fasziniert mich.

Vor allem, da heutzutage so vieles zerredet wird. Vor allem, da meine / unsere evangelische Kirche in manchen Fragen nicht (mehr) auf dem Fundament der Bibel steht. Ich danke Papst Franziskus dafür. Und bin gespannt, wie es weitergehen wird…

Ich werde auf dem Katholikentag in Regensburg (28.5. – 1.6.2014) mit dem Thema „Mit Christus Brücken bauen“ dabei sein. Ich bin gespannt darauf.

Ich wünsche Ihnen Weisheit, Weitsicht und Fingerspitzengefühl für Ihre verantwortlichen Aufgaben!

Seien Sie versichert, dass hunderttausende Menschen täglich für sie und für diese Anliegen im Gebet vor GOTT stehen.

Mit freundlichen Grüßen!

Almut Rosebrock, Mutter, Apothekerin, verantwortlich und kritisch mitdenkende Bürgerin, 46 Jahre

Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de

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Almut Rosebrock, Rheinblick 1 in 53343 Wachtberg, Tel. 0228/340926


AfD-Sprecher Prof. Bernd Lucke kritisiert den Bundespräsidenten

Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Professor Bernd Lucke, hat Bundespräsident Joachim Gauck eine Verletzung seiner Neutralitätspflicht vorgeworfen. Der Bundespräsident hatte sich zuvor erleichtert gezeigt, daß die AfD den Einzug in den Bundestag knapp verfehlt hatte. timthumb

Nach einem Bericht des Kölner Express soll Gauck am vergangenen Freitag während einer Veranstaltung an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) gesagt haben, er sei „sehr dankbar“, daß es keine „populistische Partei“ ins Parlament geschafft habe.

In vielen Ländern Europas säßen populistische Parteien im Parlament. In Deutschland nicht, darüber sei er froh. Nun aber könnte die AfD allerdings ins Europaparlament einziehen, warnte Gauck.

AfD-Chef Lucke reagierte verärgert über Gaucks Äußerungen. „Ich halte das für eine Entgleisung und einen Verstoß gegen die Neutralitätspflichten des Bundespräsidenten“, erklärte er laut dpa. Es sei nicht hinnehmbar, daß der Bundespräsident öffentlich bekenne, wen er im Parlament sehen wolle und wen nicht.

Ob er juristisch gegen Gauck vorgehen wolle, machte Lucke davon abhängig, ob der Bundespräsident das Gespräch mit ihm suchen werde.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Analyse der Bundestagswahl: Stimmungslage der Nation zeigt Sehnsucht nach Sicherheit

Mathias von Gersdorff

In seinem Buch „Machtwechsel“ beschreibt Prof. Arnulf Baring den „seismographischen Charakter von Bundespräsidentenwahlen“.

Für die Jahre 1949 bis 1979 hätten diese eine große atmosphärische Bedeutung gehabt. Diese Wahlen seien ein Barometer für die Stimmungslage der Nation. Bei der Kandidatensuche würden bewußt oder unbewußt die Grundströmungen in der Bevölkerung eine große Rolle spielen. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Vieles spricht dafür, daß etwa dreißig Jahre nach Erscheinen von „Machtwechsel“ diese Einschätzung immer noch zutrifft, doch eher, um zu erklären, wieso die letzten beiden Bundespräsidenten beim Volk „nicht angekommen“ sind.

Nach dem Rücktritt Horst Köhlers wurde Christian Wulff rein aus machtpolitischen Überlegungen heraus am 3. Juni 2010 gewählt. Ob er das Amt des Bundespräsidenten ausfüllen konnte oder nicht, spielte bei der Kandidatenwahl kaum eine Rolle. Viele hielten damals den Gegenkandidaten, Joachim Gauck, für den besseren.

Mit Wulff zog zudem eine „Patchwork-Familie“ auf Schloß Bellevue ein. Unter diesen Umständen konnte Wulff als Bundespräsident gar nicht wirklich ernst genommen werden.

Nach Wulffs Rücktritt folgte am 18. März 2013 nun Joachim Gauck. Doch auch er blieb bis heute eine blasse Figur. Eine Symbiose zwischen Amt und Person ist nicht erfolgt, parteiübergreifende Identifikationsfigur ist er bis heute nicht geworden.

Auch er brachte unregelmäßige Familienverhältnisse nach Schloß Bellevue. Der verheiratete Man lebt mit einer Lebensgefährtin zusammen.

Zum Zeitpunkt der Wahl meinten wohl viele Politiker, Eheverhältnisse seien in unseren Tagen unwichtig. Das stimmt aber nicht. Der Familienreport 2012 des Bundesfamilienministeriums berichtet, daß sich drei Viertel aller jungen Deutschen eine Familie wünschen. Für 80 Prozent gehört Familie zum persönlichen Glück dazu.

Sehnsucht nach Familie und Stabilität

Die Sehnsucht nach Familie geht einher mit der Sehnsucht nach Stabilität, klaren Verhältnissen und Verläßlichkeit. Die Deutschen sind ein Volk mit einem besonders stark ausgeprägten  –  fast pathologischen  –  Sicherheitsbedürfnis.

Dieses Bedürfnis ist aufgrund von Eurokrise, Globalisierung und schwieriger zu planender Zukunft in den letzten Jahren immer größer geworden. Ein in „wilder Ehe“ lebender Bundespräsident konnte den Deutschen da kaum eine kuschelige Geborgenheit vermitteln.

Angela Merkel, deren politischer Instinkt oft unterschätzt wird, hat das offenbar erkannt und Forderungen innerhalb der Union nach Gleichstellung von Homo-Paaren und nach Adoptionsrecht durch Kristina Schröder, Matthias Zimmer und andere schnell und unmißverständlich mehrmals eine Absage erteilt. Zuletzt tat sie das zu Beginn des Frühjahrs 2013, also in einer Zeit, in der sich die Parteien thematisch für den Wahlkampf positionierten. Die Union sollte beim Thema Ehe und Familie nicht zerstritten im Wahlkampf auftreten.

Tendenziell konservative Atmosphäre

Bemerkenswert ist, daß auch SPD und Grüne diese Themen kaum während des Wahlkampfes aufgriffen, obwohl diese Parteien sogar eine Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare befürworten. Die diversen Vereine von Homosexuellen haben sich ebenfalls zurückgehalten.

Sicherlich hatte das mit den gigantischen Demonstrationen in Frankreich gegen die Homo-Ehe zu tun. Obwohl die Politiker ein solches Ausmaß hierzulande nicht zu befürchten hatten, wollten sie offenbar nicht den Wahlkampf mit derart polemischen und polarisierenden Themen belasten.

Auch zeigte die enorme Polemik gegen das „Orientierungspapier“ der EKD zur Familie, daß sich gegenwärtig das Interesse für gesellschaftsrevolutionäre Themen in Grenzen hält.

In dieser tendenziell konservativen Atmosphäre konnten die Grünen nur verlieren. In einer Zeit, in der die Menschen Sicherheit und Geborgenheit suchen, kamen die Grünen wie ein schriller Haufen daher, der mit irrsinnigen politischen Forderungen eine neue Republik ausrufen wollte.

Die Pädophilie-Debatte zeigte dann nicht nur den moralischen Sumpf dieser Partei, sondern wie weit ideologische Verblendung führen kann. Die Grünen wurden als starrsinnige Fanatiker empfunden, die keine Skrupel bei der Durchsetzung ihrer verkorksten Ideen kennen.

Merkel verkörpert „preußische Sekundärtugenden“

Der absolute Kontrast dazu war Angela Merkel. Manche werfen ihr vor, sie sei die vollendete Pragmatikerin. Doch möglicherweise mögen sie gerade deshalb so viele Deutsche, wie die Meinungsumfragen zeigen.

Merkel verkörpert für diese Menschen die „preußischen Sekundärtugenden“. Viele wollen, daß sich Politiker schlicht als „Diener des Staates“ beweisen. Jedenfalls schafften es Angela Merkel und die Union, sich als Garanten für Sicherheit und Stabilität zu präsentieren.

Welche politische Linie wird die Union unter diesen Bedingungen in den nächsten Jahren wählen?  – Die Christdemokraten verdanken ihren Wahlerfolg vor allem den Kirchenmitgliedern: 52 Prozent der Katholiken und 42 Prozent der Evangelischen haben Union gewählt. Falls die Union nicht gegen ihre eigene Basis regieren will, darf sie das nicht aus dem Auge verlieren.

Christliche Prinzipien in der Politik

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. September 2012 widmete der Rolle des Christentums in Politik und Gesellschaft eine umfangreiche Analyse auf der Basis von Umfrageergebnissen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Ergebnisse zeigen, daß das Christentum für die Mehrheit der Deutschen großen Einfluß haben sollte  – auch für Menschen, die sich nicht als Christen empfinden!

Die Tatsache, daß sich kontinuierlich dauerhaft viele Menschen von der Kirche abwenden, hat somit nicht im selben Maße zu einer Laisierung der politischen und kulturellen Ansichten geführt. „So wird auch der Gedanke, Politik auf christliche Prinzipien zu stützen, heute stärker akzeptiert, als man angesichts des Bedeutungsverlusts des Glaubens annehmen könnte“, urteilte die FAZ.

Insofern befindet sich die Union aufgrund der Koalitionsmöglichkeiten in einer sensiblen Situation. Falls sie sich dem Druck beugt, das „C“ weiter zu demolieren, könnte sie schnell ähnliches erleben wie zuletzt die FDP oder die Grünen.

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


Heute große CREDO-Ausstellung in Paderborn eröffnet: Wie Europa christlich wurde

Was wissen wir über die Glaubensvorstellungen der antiken Menschen, bevor sie mit dem Christentum in Kontakt kamen? Wie wurde Europa christlich? slider3-640x360

Die Verbreitung des Christentums in Europa ist Thema einer großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung: „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“, die ab 26. Juli in drei Paderborner Museen  –  dem Diözesanmuseum, dem Museum in der Kaiserpfalz und der Städtischen Galerie am Abdinghof  –  gezeigt wird. slider5-640x360

Rund 800 hochkarätige und teils noch nie ausgestellte Exponate aus internationalen Museen sowie archäologische Neufunde dokumentieren diesen rund 1000 Jahre umfassenden Prozeß der Christianisierung des Abendlandes sowie seineVertiefung und weitere Verarbeitung in den nachfolgenden Jahrhunderten.

Die kolossale Schau steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck und wird gemeinsam von der Stadt Paderborn, dem Erzbistum Paderborn und dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) realisiert.

Nach den erfolgreichen Mittelalter-Ausstellungen „Kunst und Kultur der Karolingerzeit“ sowie  „Canossa  –  Erschütterung der Welt“ ist dies bereits das dritte gemeinsame Ausstellungsprojekt von überregionaler Strahlkraft.

Rund 150.000 Besucher werden zu der sieben Millionen Euro teuren Schau bis 3. November 2013 erwartet. Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet die großangelegte Schau am heutigen Freitag im Erzbischöflichen Diözesanmuseum.slider1-640x360

Die grandiose Schau decke rund 1000 Jahre Christianisierungsgeschichte ab, erläuterte der Direktor des Diözesan-Museums, Christoph Stiegemann.

Unter den Exponaten befinden sich wertvolle Leihgaben wie z.B. das seltene Papyrusfragment eines Paulus-Briefes, die Sonnenscheibe von Limons, Tempelfunde, Kaiser- und Papst-Urkunden sowie mittelalterliches Kriegsgerät und wertvolle Historiengemälde.

Die Ausstellung veranschaulicht die Ausbreitung des frühen Christentums vom antiken Rom über die Wanderungen der Missionare ins Frankenreich, nach Britannien und schließlich nach Skandinavien. 

Quellen: Infoseite http://www.credo-ausstellung.de/, epd