München: CSU-Kommunalpolitiker Hammer vermietet an Abtreibungsarzt Stapf

Der Abtreibungsarzt Friedrich Stapf hat in München-Freiham einen neuen Vermieter für seine Praxis gefunden: den Schatzmeister des CSU-Bezirksverbandes München, Hans Hammer. Baby (2)

Das haben Recherchen der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA ergeben. Sowohl Hammer als auch der CSU-Bezirksverband wollten dazu gegenüber IDEA keine Stellungnahme abgeben.

Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU/München) hingegen kritisierte das Verhalten Hammers: „Das ist ein unglückliches Geschäftsverhältnis, welches ich bedauere. Wer mit der Not von Frauen lukrative Geschäfte macht, sollte nicht die Unterstützung der CSU erfahren.“

Stapf ist laut Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ Deutschlands bekanntester Abtreibungsarzt. Er hatte im Februar vergangenen Jahres in Stuttgart nach Auslaufen eines städtischen Mietvertrags keine Praxis für seine Abtreibungsklinik gefunden. Gegen eine Neuvermietung protestiert hatten damals u. a. der baden-württembergische Landesverband der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) und der Pforzheimer Kreis, zu dem sich Christen in der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) zusammengeschlossen haben.

Stapf hat nach eigenen Angaben jährlich mehr als 2000 Abtreibungen in Stuttgart vorgenommen. Das entsprach etwa einem Fünftel der rund 11.000 in Baden-Württemberg registrierten Abtreibungen.

Quelle: http://www.idea.de


Gewerbsmäßige „Sterbehilfe“/Euthanasie: CSU will Gesetzentwurf zugunsten des Lebensschutzes ändern

Der stellv. Vorsitzende der Unionsfraktion, Johannes  Singhammer (CSU), hat Änderungen am Gesetzentwurf zum Verbot der  gewerbsmäßigen Sterbehilfe gefordert.

Das alleinige Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe sei unzureichend , sagte er der Passauer  Neuen Presse vom heutigen Dienstag.

Es sei schon jetzt absehbar, „dass das  Gesetz in seiner jetzigen Form umgangen werden kann und wird„. Singhammer forderte deswegen, daß in der Koalition offen über Verbesserungen an dem  Gesetz gesprochen werden solle.

„Die beiden großen Kirchen haben vorgeschlagen, die organisierte  Sterbehilfe zu verbieten. Das halte ich für einen richtigen Ansatz“, sagte der CSU-Politiker. „Wir sollten dieses Modell genau prüfen.“

Er plädierte außerdem dafür, den Abgeordneten bei der  Entscheidung über das Gesetz größtmöglichen Spielraum zu lassen, da es um eine wichtige ethische Frage gehe. „Bei diesem Thema eine Gewissensentscheidung zu leugnen, ist schwierig.“

Schnelle Nacht-und-Nebel-Aktion für eine Grundsatzdebatte geplant

Der Bundestag soll sich nach bisheriger Planung voraussichtlich diese Woche in der Nacht zum Freitag in erster Lesung mit dem Gesetzentwurf von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) befassen.

Nach neuem Gesetz macht sich künftig strafbar, wer einem anderen beim Selbstmord hilft, um damit Geld zu verdienen. Angehörige und andere nahestehenden Menschen, die den Sterbewilligen auf dem Weg zum Sterbehelfer begleiten, sollen jedoch ausdrücklich straffrei bleiben.

Der Entwurf der Ministerin war bei den Kirchen, in der Ärzteschaft sowie in der CDU/CSU auf Kritik gestoßen. Gegner der Regelung monierten, dass künftig womöglich auch Ärzte oder Pfleger als nahestehende Menschen indirekt Sterbehilfe leisten könnten. 

Quelle: n-tv.de, AFP


Kritik aus CSU und SPD an holländischer Euthanasie-Klinik

Singhammer: „Tötung auf Verlagen eröffnet einen dunklen Abgrund.“

Die neue  sog. „Sterbehilfeklinik“ in den Niederlanden stößt bei Gesundheitsexperten von CSU und SPD auch in Berlin auf scharfe Kritik.
Johannes Singhammer (CSU) sagte gegenüber der WAZ: „Ein professionelles oder ehrenamtliches Töten auf Verlangen eröffnet einen dunklen Abgrund. Das widerspricht der Würde des Menschen. Das ist in Deutschland nicht akzeptabel. Ich bin froh, dass es in Deutschland keinen Konsens dafür gibt, das holländische Modell zu kopieren.“

Ähnlich äußerte sich gegenüber der WAZ auch die Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Carola Reimann (SPD). Sie warnte davor, einen solchen Weg auch für Deutschland zu diskutieren:

„Ich bin strikt gegen aktive Sterbehilfe“, sagte Reimann. Man müsse aber die Ängste der Menschen, Schmerzen beim Sterben zu erleiden, ernst nehmen: Für ein Sterben in Würde und ohne große Schmerzen sei ein Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung und des Hospiz-Angebots in Deutschland notwendig.

Reimann mahnte, der niederländische Weg führe eher dazu, der Auseinandersetzung mit dem Sterben aus dem Weg zu gehen, weil so getan werde, als gebe es am Ende eine einfache Lösung.

Es sei auch die Frage zu diskutieren, ob es in den Niederlanden inzwischen nicht eine große Dunkelziffer an Euthanasiefällen gebe.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur