Jordanien und Ägypten begrüßen israelische Friedensverträge mit Bahrain und den VAE

Der israelische Premierminister Naftali Bennett traf Sonntagabend (26.9.) in New York am Rande der UN-Generalversammlung mit dem bahrainischen Außenminister Dr. Abdullatif bin Rashid Al Zayani und dem Staatsminister im Außenministerium der VAE (Vereinigten Arabischen Emirate), Khalifa Shaheen Almarar, zusammen.

Die Drei wiesen darauf hin, dass in diesem Monat der Jahrestag der Abraham-Abkommen be​gangen wird.

FOTO: Trump vermittelte die israelisch-arabischen Friedensschlüsse vom September 2020

Ministerpräsident Bennett erklärte, dass Israel bestrebt sei, die Beziehungen zu den VAE und Bahrain in allen Bereichen zu stärken und fügte hinzu, dass er hoffe, dass sich weitere Länder der Region dem Kreis des Friedens anschließen werden.  

Premierminister Bennett erklärte dazu:

„Ich hielt es für wichtig, dass wir uns am Jahrstag der Abraham-Abkommen treffen, das aus unserer Sicht sehr bedeutsam ist.

Zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass ich den jordanischen König und den ägyptischen Präsidenten getroffen habe, die natürlich sehr erfreut sind über die sich entwickelnden Beziehungen zwischen unseren Ländern, und ich möchte Ihnen versichern, dass sie fortgesetzt werden. Wir sind standfest und glauben an diese Beziehung, und wir wollen sie so weit wie möglich ausbauen.“ ​

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Premierminister-Naftali-Bennett-.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+27.09.2021


AfD begrüßt neues Nahost-Friedensabkommen

„Die Front gegen Israel bröckelt“

Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Armin-Paulus Hampel, äußert sich zur erfolgreichen Vermittlung der USA zwischen Israel und den arabischen Staaten:

„Es ist Jahrzehnte her, dass 1994 mit Jordanien und 1979 mit Ägypten die ersten zwei arabischen Länder ihre Beziehungen zu Israel normalisierten. Seitdem: Stillstand.

Das gebetsmühlenartig vorgetragene ‚Schuld daran sind die israelischen Siedlungen‘ der deutschen ‚Nahostexperten‘ im Auswärtigen Amt ist nun von der Realpolitik eingeholt worden.

Ausgerechnet der außenpolitisch unerfahrene Jared Kushner hat in kürzester Zeit vollbrachte, woran die ‚welterfahrene‘ Angela Merkel, ihr ‚Riesenstaatsmann‘ Heiko Maas und ihre ‚Experten‘ gescheitert sind.

Begonnen hatte der entscheidende Durchbruch 2019 bei einer Nahostkonferenz in Warschau: Neben Kushner, US-Außenminister Pompeo und Vizepräsident Pence waren auch Netanjahu und wichtige Führer aus den Golfstaaten vertreten.

Wer fehlte? Außenminister Heiko Maas. Er ließ sich von Staatsminister Niels Annen vertreten, der die historische Dimension und Chance dieser Konferenz mangels Weitsicht völlig verpennt.

Dass die arabische Front gegen Israel bröckelt, ist ein Verdienst der USA. Israel wird zum potenziellen Partner der arabischen Staaten. Hiervon können am Ende auch die Palästinenser profitieren – wenn sie klug sind.

Deutschland und Europa haben ihre Chance nicht genutzt. Beide spielen auf der außenpolitischen Bühne keine Rolle – warum sollten sie auch?

Vom wirtschaftlichen Aufschwung in der Region werden hauptsächlich die USA profitieren. Deutschland bleibt dank Heiko Maas außen vor. Wie lange kann Frau Merkel sich diesen Außenminister und diese Art der Außenpolitik noch leisten?“


Jordanischer König Abdullah II. würdigt die Christen in der arabischen Welt

Christen „sind fester Bestandteil der arabischen Welt“, und Jordanien wird sich weiterhin für den Schutz des kirchlichen Eigentums einsetzen. Dies bekräftigt König Abdullah II. von Jordanien nachdrücklich gegenüber dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Ignatius Aphrem II., den er am heutigen 10. April in Amman empfing.

König Abdallah betonte bei seinem Treffen mit dem Kirchenoberhaupt, dass das Königreich weiterhin seine historische Rolle beim Schutz und der Pflege der islamischen und christlichen Heiligen Stätten in Jerusalem spielen werde.

Im Königreich Jordanien, das von einer Dynastie regiert wird, die ihre Macht auf der Grundlage ihrer direkten Abstammung vom Propheten Muhammed legitimiert, konnten Theorien des panarabischen Nationalismus nie Wurzeln schlagen, die bis in die 1970er Jahre in den Nachbarländern  – von Syrien bis Ägypten bis hin zum Irak – verbreitet waren.

Die jordanischen Christen konnten stets von einer „gemäßigten“ Anwendung der Korangesetze durch die Machthaber profitieren.

Der Islam ist zwar Staatsreligion, aber in der Verfassung von 1952 ist die Gleichheit aller Bürger ohne Diskriminierung aufgrund von „Rasse, Disziplin und Religion“ gesetzlich verankert. „Die freie Ausübung aller Religionen in Übereinstimmung mit den in Jordanien geltenden Bräuchen“ und auch die Lehrfreiheit sind amtlich gewährleistet.

Quelle: Fidesdienst


Britischer Migrationsexperte Collier fordert Schutz der EU-Außengrenzen

Der britische Migrationsexperte Paul Collier hat Europa aufgefordert seine Außengrenzen zu schützen. Es gebe kein Recht auf Migration aus wirtschaftlichen Gründen.

„Von sieben Milliarden Menschen auf der Erde lebt nur eine Milliarde in den Traumländern.“  – Die Hälfte der übrigen sechs Milliarden würde in entwickeltere Länder aufbrechen, wenn sie könnte, schreibt Collier in seinem neuen Buch „Gestrandet“ laut Welt am Sonntag.

Der Wirtschaftswissenschaftler weist auf die enormen Kosten bei der Asylbetreuung hin. Diese würde pro Asylsuchenden in Europa 135 mal so viel betragen wie in einem Entwicklungsland. Deshalb sollten reiche Länder ihr Geld dort investieren, wo Menschen zuerst einwanderten und nicht in Flüchtlingslager, mahnt Collier, zumal diese Massenunterkünfte Brutstätten von Gewalt und Radikalismus seien.

Asylsuchende müßten legal in einem Land leben und arbeiten dürfen. Auf Colliers Initiative hin erhält Jordanien jetzt zwei Milliarden Dollar und erteilt im Gegenzug 200.000 Syrern eine Arbeitserlaubnis in Sonderwirtschaftszonen. Die Betroffenen seien eher für die Arbeitsplätze dort qualifiziert.

„Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß die Sonderstellung der deutschen Industrie in der weltweiten Produktion absolut ungeeignet ist für Flüchtlinge aus einem armen Land“, schreibt Collier.

Scharfe Kritik äußert der Oxford-Professor zu Angela Merkels Entscheidung vom September 2015, die Grenzen nicht zu schließen. Dies sei keine moralische Großtat gewesen. „Das mächtigste Amt in Europa wurde kurzzeitig von einem kopflosen Herzen kontrolliert.“

Die besten Chancen, nach Deutschland zu kommen, hätten junge, risikobereite Männer gehabt.

Trotz der Kritik an Merkels Asylpolitik arbeitet Collier nun für die Bundesregierung. Seit Ende November hat Deutschland die G20-Präsidentschaft inne.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


König Abdullah von Jordanien erhält den Westfälischen Friedenspreis in Münster

Am heutigen Samstag, den 8. Oktober 2016, hat Abdullah II. in Münster den ihm verliehenen Westfälischen Friedenspreis persönlich entgegengenommen. Der König von Jordanien und Staatspräsident Gauck trafen sich im Friedenssaal des historischen Rathauses von Münster.   royal

Das jordanische Staatsoberhaupt, das von seiner Frau Rania begleitete wurde, warb in seiner Dankesrede für eine weltweite Ablehnung von Terrorismus und für gegenseitige Toleranz und Respekt: „Die Menschlichkeit ist stark, unsere Werte sind sicher, solange alle Völker – egal welchen Glaubens – ihr Leben, ihre Rechte und Hoffnungen einbringen.“

Bundespräsident Gauck würdigte den muslimischen König, weil er seinem Land geschickt den Frieden erhalten habe. Zudem lobte er dessen Stellungnahmen gegen Gewalt und seine vermittelnden Positionen im Nahostkonflikt.

Die großen Innenstadt-Straßen, die zum Rathausplatz in Münster führen, waren mit Bürgern überfüllt und verstopft, so daß die Polizei viel zu regulieren hatte.

Ausführliche Fassung der Meldung hier: https://de.zenit.org/articles/ehrung-des-jordanischen-koenigs-in-der-friedensstadt-muenster/

Foto: http://www.jordanembassy.de/


Muslimischer Prinz und jüdischer Theologe verteidigen Christen im Nahen Osten

Das Christentum gehört zum Nahen Osten und darf dort nicht ausgelöscht werden. Das schreiben der muslimische Prinz Hassan von Jordanien (er erhielt 2008 den Augsburger Friedenspreis) und der jüdische Theologe Edward Kessler in einem gemeinsam verfaßten Beitrag für die britische Zeitung „Telegraph“. Kreuzkuppel

Sie betonen, daß das Christentum im Nahen Osten entstanden ist und seit 2000 Jahren ein wesentlicher Bestandteil dieser Region sei. Christliche Gemeinschaften seien für die Entwicklung der arabischen Kultur und Zivilisation wesentlich gewesen. Deswegen sei es abstoßend, grausame Angriffe auf die Christen  –  etwa durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS)  –  sehen zu müssen.

Wenn das Christentum an seiner Geburtsstätte verloren ginge, wäre dies, so die beiden Verfasser, „ein Hammerschlag für unser gemeinsames Erbe“ im Nahen Osten. Es sei nun die wichtigste Aufgabe, einen Beitrag zur Beendigung des haßerfüllten und selbstzerstörerischen Konfliktes zu leisten.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/prinz-von-jordanien-zerstoerung-des-christentums-waere-ein-hammerschlag-98045.html

Foto: Petrusbruderschaft

 


Israel und Ägypten bekräftigen ihren Friedensvertrag und gemeinsame Ziele

Der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry hat am gestrigen Sonntag Israel besucht. Vor seinem Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte dieser: 

„Zwischen unseren beiden Nationen besteht Frieden, seitdem wir vor 37 Jahren unseren historischen Friedensvertrag geschlossen haben. Die Friedensverträge zwischen Israel und Ägypten und zwischen Israel und Jordanien sind die Eckpfeiler der Stabilität in der Region und für unsere Länder von großem Vorteil. Sie sind auch die Eckpfeiler eines weitreichenderen regionalen Friedens und einer weitreichenderen Stabilität, die wir zu erreichen hoffen.

Daher begrüße ich das jüngste Angebot des [ägyptischen] Präsidenten al-Sisi, für die Bemühungen, den Frieden mit den Palästinensern und eines weitergehenden Friedens in der Region die Führung zu übernehmen.

Ich rufe heute nochmals die Palästinenser auf, dem großartigen Beispiel Ägyptens und Jordaniens zu folgen und für direkte Verhandlungen zu uns zu kommen. Dies ist der einzige Weg, wie wir all die ungeklärten Probleme zwischen uns klären können und die Vision eines Friedens basierend auf zwei Staaten für zwei Völker in Realität verwandeln.

Herr Außenminister, ich möchte Sie in Jerusalem herzlich begrüßen, und ich freue mich auf unser Gespräch.“

Der ägyptische Außenminister Shoukry sagte:

„Mein heutiger Besuch in Israel findet an einer für den Nahen Osten kritischen Wegscheide statt. Der palästinensisch-israelische Konflikt wütet nun seit mehr als einem halben Jahrhundert, er hat Tausende Opfer gefordert und sowohl die Hoffnungen und Sehnsüchte von Millionen von Palästinensern zerstört, ihren unabhängigen Staat basierend auf den Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als seiner Hauptstadt zu errichten, als auch die Sehnsucht von Millionen von Israelis, in Frieden, Sicherheit und Stabilität leben zu können.

Die Lage im Nahen Osten wird immer unbeständiger und gefährlicher, besonders, da das Phänomen des Terrorismus wächst und sich stark vermehrt und eine existentielle Bedrohung für die Menschen in der Region und die Welt insgesamt darstellt. Kein Mensch, keine Gruppe ist ausgenommen, niemand ist vor dieser Bedrohung gefeit. Bewaffnete Konflikte und Auseinandersetzungen breiten sich ebenfalls in der Region aus und führen zu alarmierendem humanitären Leid und bedrohen die Stabilität des Nahen Ostens.

Mein heutiger Besuch in Israel steht in der Tradition der dauerhaften ägyptischen Verantwortung für Frieden für Ägypten selbst und alle Völker in der Region, besonders die Palästinenser und Israelis, die seit so vielen Jahrzehnten aufgrund des anhaltenden Konflikts zwischen ihnen leiden…“


Arabischer Diplomat aus dem Irak besucht Israel und ist beeindruckt

Hamad Al-Sharifi, der für die irakische Regierung bereits als Diplomat in Jordanien und in Kuwait entsandt wurde, ist gestern zu einem Besuch in Israel eingetroffen. Dabei gilt er bei seinem Besuch als offizieller Gast des Außenministeriums und Al-Sharifi hofft darauf, eines Tages als irakischer Botschafter nach Israel entsandt zu werden.  COLLAGE-BLUSP2

Sein Besuch gilt als Durchbruch, denn Israel und der Irak führen bis heute keine diplomatischen Beziehungen. Al-Sharifi wird somit zusammen mit seinen israelischen Partnern einige Barrieren brechen. Während seines Besuchs trifft Al-Sharifi auf Israelis irakischer Herkunft, auf Mitglieder der Knesset sowie auf religiöse Vertreter der drei abhrahamitischen Religionen. Außerdem wird er mehrere historische Stätten besuchen wie z.B. die Gedenkstätte Yad VaShem.

Vor dem Abflug nach Israel sagte Al Sharifi, dass er sich wünsche, eines Tages Botschafter des Iraks in Israel zu sein und bedankte sich für die Einladung, das „wahre Israel“ zu sehen, welches im irakischen anti-israelischen Fernsehen nicht zu sehen sei.

„Ich verstehe mich als Freund Israels. Die Menschen müssen verstehen, dass es keinen Konflikt zwischen Arabern und Israelis gibt, sondern dass der Konflikt primär israelisch-palästinensischer Herkunft ist. Ich hoffe, dass dies bald ein Ende hat und Frieden regiert“, fügte Al-Sharifi hinzu.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Jordanien: Katholische Kirche organisiert Armentafel für bedürftige Muslime

Am Mittwoch, den 23. Dezember, beginnt eine Tafel ihre Tätigkeit, die jeden Tag von 14 Uhr bis 16 Uhr ingesamt rund 500 Mahlzeiten an Bedürftige verteilt. Das sog. „Restaurant der Barmherigkeit“ worde in Amman von der Ortkriche in Zusammenarbeit mit Caritas Jordanien auf den Weg gebracht. bildma1

An der offiziellen Eröffnung werden Erzbischof Maroun Laham, Vikar für Jordanien des lateinischen Patriarchats Jerusalem und der Bürgermeister von Amman teilnehmen.

“Die Tafel”, so der Präsident von Caritas Jordanien, Wael Suleiman, “befindet sich in einer ehemaligen katholische Druckerei im Stadtgebiet Jabal Luweibdeh in der Nähe der katholischen pfarrei, was zeigen soll, dass es sich um eine Intiative der Ortskirche im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit handelt.

Dabei wollen wir auch Zeugnis davon ablegen, dass die Kirche, wenn sie als Instrument der Barmherzigkeit Gottes auftritt, allen entgegengeht, angefangen bei den Armen. Wir wissen bereits heute, dass die meisten, die bei uns essen werden, Muslime sind.“

Quelle: Fidesdienst

 


Jordanien: Christliche Frauen veröffentlichen Leitfaden gegen häusliche Gewalt

Der Verein junger christlicher Frauen (Young Women Christian Association, YWCA) in Jordanien veröffentlicht einen Leitfaden zum Schutz vor häuslicher Gewalt, der am 14. November in Amman vorgestellt wurde. IGFM-menschenrechtede-8174_01_dd53c02859

Der Leitfaden, an dessen Entwicklung auch die Anwältin und Menschenrechtlerin Mona Makhamreh beteiligt war, enthält Ratschläge zur Abwehr häuslicher Gewalt sowie die geltenden gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz schwächerer bzw. benachteiligter Personengruppen (Minderjährige, Frauen und Behinderte). Der Leitfaden ist vor allem auch für Ausbilder und Gruppen und Organisationen bestimmt, die sich mit diesem weit verbreiteten Phänomen befassen.

Der Verein junger christlicher Frauen wurde als Nichtregierungsorganisation in Jordanien 1950 gegründet; er gehört zur Weltorganisation junger christlicher Frauen in Genf, die für den Schutz von Frauen und gegen rassische, soziale und religiöse Diskriminierung eintritt.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst  – Foto: IGFM