Abkommen zwischen Israel und Jordanien zur Rettung des Toten Meeres

Der Minister für Regionale Zusammenarbeit, Silvan Shalom, hat am vergangenen Donnerstag das „Meere-Kanal“-Abkommen mit dem jordanischen Minister für Wasser und Bewässerung, Hazim El-Naser, unterzeichnet.

Bei der Zeremonie waren Würdenträger beider Seiten sowie Repräsentanten der Weltbank und der US-Botschaften in Israel und Jordanien anwesend.

Das Abkommen sieht u.a.  vor, dass nördlich von Akaba eine Entsalzungsanlage errichtet werden soll, die Wasser in Israels Arava-Region und die jordanische Stadt Akaba liefern soll. Restsalzsolen werden durch eine rund 200 Kilometer lange Pipeline vom Roten Meer zum Toten Meer gepumpt werden.

Damit soll das Tote Meer gerettet werden. Im Rahmen des Abkommens wird auch Wasser aus Nord-Israel nach Amman geleitet werden.

Der jordanische Minister El-Naser sagte, dass Jordanien die Zusammenarbeit begrüße, die zur Stärkung der bilateralen Verbindungen führen und einen gemeinsamen Umgang mit dem Wasserproblem in der Region erleichtern würde.

Der israelische Minister Shalom sagte:

„Ich stehe hier und bin sehr bewegt von dieser historischen Unterzeichnung eines Abkommens zu einem gemeinsamen Projekt für den Bau eines Kanals zwischen den zwei Meeren. Heute realisieren wir die Vision von Benjamin Zeev Herzl, dem Vater des Staates, der im späten 19. Jahrhundert die Notwendigkeit erkannte, das Tote Meer zu beleben.

Dies ist das wichtigste und bedeutendste Abkommen seit dem Friedensvertrag mit Jordanien. Dies ist der Höhepunkt einer fruchtbaren und sehr guten Zusammenarbeit zwischen Israel und Jordanien und wird helfen, das Tote Meer wiederherzustellen und Wasserprobleme in Jordanien und der Arava zu lösen.“

Quelle: israelisches Ministerium für regionale Zusammenarbeit


Fakten zu Israel: Das unzutreffende Schlagwort von den „besetzten“ Gebieten

Warum sprechen so viele Menschen von Gebieten, die angeblich von Israel besetzt sind?   –  Warum spricht niemand davon, dass der selben Logik folgend der Gaza-Streifen und die Westbank von Palästinensern besetzt sind?  IMG_0758

Der Begriff “besetzte Gebiete” ist mittlerweile zur Standardvokabel in fast jedem Bericht zum Nahostkonflikt geworden, obwohl dieser Ausdruck nichts anderes ist als Teil einer einseitigen Propaganda.

Mittlerweile sind Millionen selbsternannte Nahostexperten fest davon überzeugt, dass es immer schon einen palästinensischen Staat gab und Israel gleich nach der Staatsgründung seine Nachbarn überfallen hat –  und diese Unsitte seither zur Routine geworden ist.

Kaum ein Zeitungsschreiber macht sich heute noch die Mühe, ein Geschichtsbuch aus dem Regal zu räumen, um nachzuschauen, von wann bis wann es denn ein Palästina gegeben hat.

Die Antwort wäre auch nur zu ernüchternd: Es gab niemals ein selbstständiges Palästina!

Wie aber ist es nun möglich, dass Israel ein Land besetzt halten soll, das niemals existiert hat?

Schauen wir uns dazu mal die West Bank an, also den Ort, von dem behauptet wird, Israel halte es seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 besetzt oder würde dort “illegale Siedlungen” bauen.

In der deutschen Sprache wird dieses Gebiet auch Westjordanland bezeichnet, was schon zeigt, wer bis 1967 die Hoheit über dieses Land hatte: Jordanien! davidstern (2)

Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 wurde es von Jordanien besetzt und 1949 völkerrechtswidrig annektiert. Nur Großbritannien und Pakistan haben die jordanische Hoheit über das Westjordanland jemals anerkannt.

Von diesem Gebiet aus wurde Israel 1967 angegriffen, und kein Recht der Welt kann dem Staate Israel ernsthaft sein Recht auf Verteidigung absprechen.

Bevor die West Bank im Jahr 1949 von Jordanien annektiert wurde, war sie allgemein als Palästina bekannt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es eine palästinensische Regierung und Verwaltung gab.

Es gab schließlich nicht einmal den Ausdruck “palästinensisches Volk”. Dieser Begriff hielt erst sehr viel später Einzug in den Nahostdiskurs und gehört ebenfalls zu den vielen angeblich neutralen, aber in Wahrheit sehr einseitigen Propagandavokabeln.

Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der seit 1922 das Gebiet verwaltete, das Land und alle dort leben Menschen, ob christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch, beschrieb. Auf der Konferenz von Sanremo im Jahr 1920 wurde das Gebiet an Großbritannien übertragen mit dem Auftrag zur Realisierung des Völkerbundmandat für Palästina.

Auftrag des Mandats, das am 24. Juli 1922 ratifiziert wurde, war die Hilfe zur „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“. Zu dieser Entscheidung kam es, nachdem das Reich, das vorher über das Gebiet geherrscht hatte, untergegangen war. War es Palästina? Nein! Es war das Osmanische Reich.

Quelle und Fortsetzung des aufschlußreichen Artikels hier: http://tapferimnirgendwo.com/2012/02/08/der-ewige-besatzer/

 


Israel hilft heimlich vielen syrischen Flüchtlingen in Jordanien

Der brutale Bürgerkrieg zwingt viele Einwohner, ihre Heimat zu verlassen und in benachbarte Länder zu fliehen. Allein der Norden Jordaniens wurde im vergangenen Jahr von rund einer halben Million Flüchtlingen überflutet. IMG_1093

Etwa die Hälfte von ihnen ist in einem riesigen Flüchtlingslager der Vereinten Nationen untergebracht. Die anderen überleben nur dank des Einsatzes von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen. Darunter ist auch  –  von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen  –  eine israelische.

IsraAid nennt sich die Organisation, die wie viele andere auch physische und emotionale Hilfe leistet und mehrere hunderttausend Syrer erreicht. Diese humanitäre israelische Gruppe hat schon früher viel Erfahrung in Afrika und anderen Gebieten sammeln können. In Jordanien verpacken die Mitarbeiter täglich lebensnotwendige Güter in große Tüten und verteilen sie  –  doch sie müssen es heimlich tun.

IsraAid und seine jordanischen Partner achten akribisch darauf, jegliche Hinweise zu beseitigen, dass die Hilfspakete aus Israel kommen oder von Israelis finanziert sind. Damit wollen sie verhindern, dass in den Flüchtlingsgebieten Chaos ausbricht, da sich Syrien offiziell immer noch im Kriegszustand mit Israel befindet. 

Quelle: http://www.israelheute.com


Bischof Lahham: Unterstützung der Christen in Herkunftsländern statt Ausreisehilfe

Unterstützung sei gefragt, keine Ausreisehilfe, erklärte ein katholischer Kirchenmann aus Jordanien, denn Christen müßten dort ihren Glauben leben und bezeugen, wo Gott sie hingestellt habe.

Westliche Staaten erweisen bedrängten Christen im Nahen Osten langfristig keinen Gefallen, wenn sie ihnen die Ausreise ermöglichen:

„Helft uns Christen hier im Orient – aber schickt uns keine Visa“, erklärte der Patriarchalvikar für Jordanien, Bischof Maroun Lahham, bei einer Begegnung mit österreichischen Journalisten in Amman.

Die westliche Nahost-Politik hat sich nach Bischof Lahhams Überzeugung diskreditiert. Die Menschen nähmen es den Regierungen nicht mehr ab, wenn sie von Freiheit und Demokratie sprächen.

Westliche Staaten haben sich aus Sicht vieler Christen einseitig auf die Seite von muslimischen Aufständischen in Syrsien gestellt, ohne die Verfolgung durch Extremisten zu berücksichtigen. Die Lage in Syrien ist laut Lanham völlig unübersichtlich. Sicher sei lediglich, dass der Konflikt nicht militärisch zu lösen sei.

http://www.jesus.ch/n.php?nid=243436


Jordanischer König Abdullah: Rechtsschutz für Christen ist eine Verpflichtung

Der Schutz der Rechte von Christen vor den Konflikten mit religiösem Hintergrund, die den Nahen Osten erschüttern, „ist keine Frage der Höflichkeit, sondern eine Pflicht“, auch weil „arabische Christen eine Schlüsselrolle beim Aufbau der arabischen Gesellschaften gespielt haben“, sagte der jordanische König Abdullah II. den Teilnehmern der Konferenz „The Challenges of Arab Christians“, die vom 3. bis 4. September in Amman stattfindet und sich mit den Herausforderungen befasst, mit denen sich arabische Christen konfrontiert sehen. IMG_0748

In seiner Ansprache an über 70 Vertreter christlicher Kirchen und Gemeinschaften im Nahen Osten betonte er auch die Notwendigkeit eines Bündnisses zwischen Christen und Muslimen bei der Überwindung sektiererischer Tendenzen, die die Konflikte in der Region schüren und die „unseren Traditionen und unserem humanitären und kulturellen Erbe fremd sind“.

Christen und Muslime so König Abdullah weiter, sollten „Bemühungen um Zusammenarbeit koordinieren“ und dabei einen „gemeinsamen Verhaltenskodex zugrunde legen“, da die Isolierung von Anhängern verschiedener Religionen „das soziale Gefüge untergräbt“.

In diesem Zusammenhang betont der jordanische König, dass er „keine Mühe scheut“, wenn es darum geht, die Identität der arabischen Christen zu schützen: “Die arabischen Christen verstehen mehr als jeder andere den Islam und dessen wahren Werte“ und können diesen vor weit verbreiteten Vorurteilen in Schutz nehmen.

Quelle: Fidesdienst


Israelis und Jordanier: Respektvolles Soldatengedenken für den Frieden

Von Dr. Assaf David

In den israelisch-arabischen Beziehungen kam es vergangene Woche zu einem historischen Ereignis. Verborgen vor der Aufmerksamkeit der Medien, berührte es jeden, der dabei war und rührte manche zu Tränen:

Israelische und jordanische Kriegsveteranen, die vor 45 Jahren gegeneinander gekämpft hatten, besuchten gemeinsam das damals umkämpfte Gebiet in Jerusalem, um sich gegenseitig Respekt zu zollen und ihrer gefallenen Kameraden zu gedenken. (…)

Jordanische und israelische Fahnen bei der Gedenkveranstaltung (Foto: A. David)

Der Nationaldichter Haim Gouri, 1967 Kommandant einer Einheit, las sein berühmtes, bewegendes Gedicht „Hier liegen unsere Körper“. (…)

Der jordanische Kompaniechef, der den Hügel verteidigt hatte, las die Namen der gefallenen jordanischen Soldaten, gefolgt vom stellv. israelischen Kommandeur des Bataillons, das den Hügel angegriffen hat, der die Namen der gefallenen israelischen Soldaten verlas.

Es war die erste gemeinsame Gedenkveranstaltung, in der die Namen der gefallenen israelischen und arabischen Soldaten gemeinsam verlesen wurden.

Autor: Dr. Assaf David ist Research Fellow am Truman Institute for Peace und Privatdozent in der Abteilteilung der Hebräischen Universität Berlin. Der Artikel ist ursprünglich erschienen am 23. Juni 2012.

Quelle: israelische Tageszeitung Haaretz, 1.7.2012 / Botschaft des Staates Israels in Berlin