Aus jedem Volk sind GOTT die Menschen willkommen, die ihn fürchten und gerecht sind

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Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Apg 10,34:
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In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und das tut, was recht ist.
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GOTT hat sein Wort den Israeliten gesandt, indem ER den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der HERR aller.
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Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.
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Sigd-Fest jüdischer Äthiopier in Israel

Äthiopische Juden in Israel feierten am 27. November das Sigd-Fest. In Äthiopien beteten Juden jahrhundertelang an diesem Tag für die Heimkehr ins Land Israel.

Heutzutage treffen sie sich zu Tausenden in Jerusalem und feiern die Rückkehr nach Zion. Religiöse Würdenträger (Kessim) leiten in Weiß gekleidet die Gebete am Sigd-Fest.

Der Tag ist zweigeteilt. Er beginnt mit einer Phase der Einkehr und des Fastens ähnlich wie an Yom Kippur genau 50 Tage zuvor. Die Stimmung geht dann über in freudige Gesänge, Essen und Tanz.

In Israel leben mehr als 140.000 Juden äthiopischer Herkunft. Die meisten von ihnen kamen zwischen 1984 und 1991 ins Heilige Land. Seit 2008 ist Sigd ein nationaler Feiertag Israels.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


GOTT vergilt jedem nach seinen Werken

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Röm 2,2-11:

Du bist unentschuldbar, wenn du richtest. Denn worin du den andern richtest, darin verurteilst du dich selber, da du – der Richtende  – dasselbe tust. Verachtest du etwa den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr treibt?
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Weil du aber starrsinnig bist und dein Herz nicht umkehrt, sammelst du Zorn gegen dich für den «Tag des Zornes», den Tag der Offenbarung von Gottes gerechtem Gericht.
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ER wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen, denen, die beharrlich Gutes tun und Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, gibt er ewiges Leben;
denen aber, die selbstsüchtig nicht der Wahrheit, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, widerfährt Zorn und Grimm.
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Not und Bedrängnis wird jeden Menschen treffen, der das Böse tut, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen;
Herrlichkeit, Ehre und Friede werden jedem zuteil, der das Gute tut, zuerst dem Juden, aber ebenso dem Griechen; denn Gott richtet ohne Ansehen der Person.

Historiker Michael Wolffsohn fordert Realitätssinn und mehr Sicherheit für alle

Von Felizitas Küble

Kürzlich berichteten wir im CHRISTLICHEN FORUM über ein aufschlußreiches Interview, das die „Jüdische Rundschau“ mit Hans-Georg Maaßen führte (siehe HIER).

Der amtsenthobene Verfassungsschutzpräsident wies darauf hin, daß Judenfeindlichkeit in Deutschland aus drei Quellen stammt: Dem Islam, dem Rechtsextremismus und dem antizionistischen Linkskartell.

Seit langem vertritt auch der deutschjüdische Bestseller-Autor und Historiker Michael Wolffsohn (siehe Foto) diese Auffassung, wobei er zu Recht seinen Schwerpunkt auf den islamischen Antisemitismus setzt.

Wir haben hier im CF seit Jahren vielfach über seine kompetenten Wortmeldungen berichtet.

In einem BILD-Artikel unter dem Titel „Botschaft an Judenfeinde und Freunde“ vom 12. Oktober fordert Prof. Dr. Michael Wolffsohn mehr Sicherheit für unser Land.

„Das bedeutet: über Sicherheit nicht nur zu reden, sondern für Sicherheit zu sorgen. Die innere und auch äußere Sicherheit (Stichwort: Bundeswehr) wurde seit Langem in Deutschland und Westeuropa (besonders Frankreich) ganz allgemein – Ausnahme vor allem Bayern – sträflich vernachlässigt.“

Der Geschichtswissenschaftler fügt hinzu:

„Halle ist „nur“ ein Beweis von vielen. Wenige Tage zuvor war in Berlin der islamistische Messerstecher, der vor der Synagoge Oranienburger Straße festgenommen worden war, auf freien Fuß gesetzt worden. Diese Laxheit ermuntert Folgetäter jeglicher Herkunft.“

BILD: Eines der zahlreichen Bücher  – und ein Bestseller – von Prof. Wolffsohn: „Deutschjüdische Glückskinder“

Der bekannte Publizist äußert sich hierbei u.a. auch kritisch über die Bundeskanzlerin:

„Wer zudem Angehörige staatlicher Sicherheitsorgane, Polizisten als „Schweine“ oder „Bullen und Soldaten als „Mörder“ beschimpft, schwächt die Sicherheit nach innen und außen. (…) Auch die Bundeskanzlerin hat allzu lange die Sicherheitsbehörden durch demonstrative Missachtung vor den Kopf gestoßen. Ein Synagogenbesuch ist kein Ersatz.“

Dabei kann Deutschland schon aus Eigeninteresse froh sein über seine jüdischen Bürger:

„Deutschlands und Europas Juden sind bereits qualifiziert, weil überdurchschnittlich gebildet. Sie sind Stützen in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie sind (deutsche) Staatsbürger. Ihr Beitrag zum nationalen Wohlstand ist proportional viel größer als ihre winzige Zahl. Ihre Familienstruktur ist fester, ihre Kriminalitätsrate niedriger.

Wer Juden vertreibt, handelt nicht nur unmoralisch, sondern auch dumm. Diese ebenso mörderische wie selbstmörderische Dummheit hat Deutschland schon einmal begangen.“

Außerdem schreibt Professor Wolffsohn folgenden Klartext:

„„Nach Halle“ rückt der alt-neue, mörderische Rechtsextremismus in den Mittelpunkt. Zu Recht. Fakt ist aber, dass Juden in den vergangenen Jahren in ganz Europa noch häufiger von Islamisten und Linken bedroht wurden.

Die diesbezüglichen Statistiken der Landes- und Bundesbehörden vertuschen diese Tatsache. Das ist integrationspolitisch gut gemeint, aber töricht.

Denn: Mit falschen Diagnosen kann man keine Krankheit heilen.“

QUELLE für die Zitate: https://www.bild.de/politik/kolumnen/politik-inland/nach-halle-botschaft-an-judenfeinde-und-freunde-ein-kommentar-65278264.bild.html

 


Drei Quellen des Antisemitismus hierzulande: rechtsextrem, islamisch und linksextrem

Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungschutz, Hans-Georg Maaßen (siehe Foto), hat sich in einem Interview mit der JÜDISCHEN RUNDSCHAU kritisch zu einigen aktuellen Themen geäußert  – von der Inneren Sicherheit über den Zustand der SPD bis hin zur Asylkrise usw.

Die „Jüdische Rundschau“ ist freiheitlich-konservativ orientiert und unabhängig – im Unterschied zur „Jüdischen Allgemeinen Zeitung“, die ein amtliches Organ des Zentralrats der Juden in Deutschland ist.

Besonders aufschlußreich ist der folgende Abschnitt des Interviews mit Maaßen:

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Aktuell finden wir Antisemitismus in rechten, linken und muslimischen Kreisen. Können Sie uns als ehemaliger Präsident des Verfassungsschutzes eine gegenwärtige Einschätzung der Bedrohungslage von Juden in Deutschland geben?

Hans-Georg Maaßen: Aus meiner Sicht ist der rechtsextremistische Antisemitismus seit jeher eine virulente Bedrohung für jüdische und israelische Menschen in Deutschland. Antisemitismus ist einer der Grundpfeiler der Nazi-Ideologie. Deshalb bekämpfen die Sicherheitsbehörden den rechtsextremistischen Antisemitismus mit hohem Engagement und Personaleinsatz. (…)

Was den linken Antisemitismus oder Antizionismus angeht, wird er auf politischer Ebene, insbesondere von Sozialisten, immer noch verharmlost und verniedlicht.

Ich nehme es so wahr, dass der linke Antisemitismus sich weniger gegen das Individuum richtet, sondern gegen „die Juden“ und gegen die Existenz des Staates Israel. Das wird teilweise dadurch vertarnt, dass man gegenüber „palästinensischen“ oder arabischen extremistischen oder gar terroristischen Gruppierungen mehr oder weniger offen Verständnis oder Sympathie äußert.

Wer offen oder klammheimlich mit den Feinden Israels paktiert, bedroht die Existenz unseres Partners Israel, des einzigen stabilen demokratischen Staates im Nahen Osten.

Die Gefahren des islamischen Antisemitismus werden aus meiner Sicht noch unterschätzt. Ich spreche bewusst vom islamischenund nicht vom islamistischen Antisemitismus, denn nach meiner Einschätzung kommt der Antisemitismus in der Erziehung muslimischer Kinder oftmals vor.

Ich sehe die Gefahr, dass muslimische Kinder in Deutschland bereits in der Familie und in der Moscheegemeinde gegen Israel und gegen jüdische Menschen aufgehetzt werden. Und das ist eine Gefahr für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in Deutschland. (…)“

Das vollständige Interview hier: https://juedischerundschau.de/article.2019-10.ich-spreche-bewusst-vom-islamischen-und-nicht-vom-islamistischen-antisemitismus.html

 


In Israel leben jetzt über 9 Mio Einwohner

​Das Zentrale Statistikamt hat am 26.9. die aktuelle Bevölkerungszahl Israels bekanntgegeben. Diese liegt bei 9.092.000 Menschen. Davon sind 6,74 Millionen Juden (74,2%), 1,91 Millionen Araber (21%) und 441.000 (4,8%) Angehörige anderer Minderheiten. 

Seit dem letzten Jahr ist die israelische Bevölkerung um 184.000 (2,1%) Einwohner angestiegen. Im letzten Jahr wurden 196.000 Kinder geboren, während 50.000 Bürger starben. Es immigrierten ungefähr 38.000 Menschen nach Israel, von denen 35.000 jüdische Einwanderer waren, die die Staatsbürgerschaft erhielten.

Angaben der Jewish Agency zufolge beläuft sich die gesamte jüdische Bevölkerung weltweit auf 14,8 Millionen – ein leichter Anstieg zu den 14,7 Millionen im Jahr zuvor. Davon leben 8,1 Millionen Juden außerhalb Israels in der Diaspora.

Die größte jüdische Bevölkerung findet sich mit 5,7 Millionen in den USA. Danach folgen Frankreich (450.000), Kanada (392.000), Großbritannien (292.000), Argentinien (180.000), Russland (165.000), Deutschland (118.000) und Australien (118.000).  

Die Jewish Agency schätzt, dass ungefähr 26.000 Juden in arabischen und muslimischen Ländern leben – 15.000 in der Türkei, 8.500 im Iran, 2.000 in Marokko und 1.000 in Tunesien. Die Statistiken beruhen auf der Selbstidentifikation als jüdisch.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Bayern: Israel ehrt Eheleute Köhldorfner als „Gerechte unter den Völkern“

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​Michael und Cäcilia Köhldorfner aus dem bayerischen Schnaitsee wurden am 23.9.2019 posthum (nach ihrem Tod) von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt.
Das Ehepaar Köhldorfner hatte während des  Holocaust sein Leben riskiert, um Juden zu retten.
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Erstmals fand eine solche Ehrungszeremonie am tatsächlichen Ort der Rettung statt, auf dem Hof der Familie Köhldorfner in Schnaitsee, etwa 70 Kilometer östlich von München.
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Die Generalkonsulin des Staates Israel, Sandra Simovich, übergab die Yad Vashem-Medaille und die Urkunde an die Angehörigen der beiden „Gerechten unter den Völkern“.Michael und Cäcilia Köhldorfner versteckten im April 1945 zwei verfolgte jüdische Männer auf ihrem Bauernhof und retteten ihnen so das Leben.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs gelang es den beiden aus Polen stammenden Juden Henrick Gleitman und Bernhard Hampel aus dem Todesmarsch, der vom KZ Flossenbürg ins KZ Dachau führte, zu fliehen.

Als sie auf dem Hof der Köhldorfners in Schnaitsee nach einem Versteck suchten, wurden sie von der Familie entdeckt. Obwohl auf dem Hof zwei Nazi-Offiziere wohnten, entschieden sich Michael und Cäcilia Köhldorfner, die bedrohten Juden bis zum Tag der Befreiung zu verstecken und riskierten so ihr eigenes Leben.

Später wanderte Henrick Gleitman in die USA aus, Bernhard Hampel nach Frankreich. Während die Familien Gleitman und Köhldorfner bis zum heutigen Tag in Kontakt geblieben sind, riss der Kontakt zu Bernhard Hampel in den 1970er Jahren ab.

Der älteste Sohn von Michael und Cäcilia Köhldorfner, Michael Köhldorfner, war als siebenjähriger Junge Zeuge des mutigen Handelns seiner Eltern. Er, seine beiden Schwestern sowie zwei weitere der insgesamt fünf Söhne des Ehepaars, nahmen an der Yad-Vashem-Ehrung teil. Weiterhin nahmen rund 20 Enkel und Urenkel der Geehrten teil. 

Auch von der Familie des geretteten Henrick Gleitman waren drei Generationen an der Yad-Vashem-Ehrung zugegen. Ein Sohn, eine Tochter, zwei Enkel und ein Urenkel reisten dafür extra aus den USA an.

Seine Tochter Lilian Borofsky sagte in ihrer Rede:

„Wir sind im Zuhause der Familie, die vor 75 Jahren unseren Vater, Großvater und Urgroßvater Henry Gleitman beschützt hat.

Es war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Köhldorfners große Menschlichkeit und Tapferkeit zeigten, als sie einen ängstlichen jungen Mann und seinen Freund beschützten und ernährten, die sich versteckten, um ihr Leben zu retten.

Henry wusste zu dieser Zeit nicht, wo seine Familie war, oder ob sie den Krieg überhaupt überlebt hatte. Ihre Familie [gewandt an Familie Köhldorfner] wurde zu seiner Familie…

Heute werden die Köhldorfners in der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Fast eine Million Menschen aus allen Teilen der Welt besuchen diese Gedenkstätte jedes Jahr, um sich an die Ermordeten zu erinnern und – ebenso wichtig – um jene Menschen zu ehren, die großen Mut bewiesen haben, so viele kostbare Leben zu retten.

Michael und Cäcilia werden für immer als gerechte und mutige Menschen in die Geschichte eingehen…Möge Ihre Familie mit guter Gesundheit, Frieden und Wohlstand gesegnet sein.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin