Jüdisches „Jewiki“ empfiehlt die Wahl der AfD

Von Felizitas Küble

Bei JEWIKI handelt es sich um ein Online-Lexikon von jüdischer Seite, das sich speziell mit jüdischen Stichworten/Fragen bzw. mit allgemeinen Themen aus jüdischer Sicht befaßt: https://www.jewiki.net/w/index.php?title=Hauptseite&oldid=425481

Man könnte es gleichsam als jüdische Variante von Wikipedia ansehen  – natürlich weitaus bescheidener im Umfang. Betreiber der Internetseite ist der deutsch-schweizerische Publizist und Unternehmer Dr. Michael Kühntopf aus Brügg.

Das Web-Portal ruft auf der Startseite bzw. Hauptseite die Juden und alle Leser zur Wahl der AfD auf: „Jewiki empfiehlt, bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag mit beiden Stimmen die Alternative für Deutschland zu wählen.“

Es gibt sodann einige Info-Links dazu: „Das sind die Gründe“ – „Juden wählen AfD“ – und „Juden in der AfD“. Außerdem wird zum Grundsatzprogramm der AfD verlinkt. (Näheres hier: https://www.jewiki.net/wiki/Hauptseite)

Mich wundert diese Stellungnahme keineswegs. Ich kenne auch persönlich Juden, die Mitglied der AfD sind oder diese Partei wählen wollen. Allein im AfD-Landesverband Baden-Württemberg gibt es vier Juden unter 38 Direktkandidaten der Partei.

Zudem berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA:

„Zwei jüdische Bundestagskandidaten der AfD haben bei einer Veranstaltung in Uhingen den Vorwurf zurückgewiesen, ihre Partei sei antisemitisch. Nach den Worten des ehemaligen Vorsitzenden des Oberrates der israelitischen Religionsgemeinschaften in Baden, Wolfgang Fuhl (Lörrach), ist die beste Politik für Juden und für Israel, die Islamisierung Deutschlands und Europas zu verhindern: „Das ist mit den Altparteien nicht zu schaffen.“

Auch die „Jüdische Rundschau“  –  eine noch relativ neue Monatszeitung  – zeigt jedenfalls keine Berührungsängste; sie veröffentlichte ein langes Interview mit AfD-Sprecherin Dr. Frauke Petry, das auch online gelesen werden kann: HIER 

Die Zeitung kritisiert seit Monaten deutlich die Asylpolitik Merkels  – und die damit verbundene Islamisierung und steigende Kriminalität.

In diesem Artikel zur Bundestagswahl wird die AfD gegen eine unfaire „braune Keule“ in Schutz genommen  –  und die Merkel-Politik ebenso abgelehnt wie SPD und linkes Spektrum: http://juedischerundschau.de/am-24-september-2017-verzichten-die-deutschen-auf-eine-wirkliche-wahl-135910929/

Jeder Jude, der bis fünf zählen kann, weiß genau (vor allem, wenn er sich mit dem Schicksal Israels identifiziert), wie gefährlich der ISLAMismus für den jüdischen Staat und für alle Juden auf der Welt ist. Kanzlerin Merkel jedoch hat die verhängnisvolle Devise ausgegeben: „Der Islam gehört zu Deutschland.“

Dies ist völlig falsch. Man könnte wohl sagen, daß Muslime zu Deutschland gehören, nicht jedoch der Islam – und schon gar nicht die mit ihm verbundene Scharia, das islamische Religionsgesetz.

Hingegen gehören Juden nicht etwa nur als Personen zu Deutschland, sondern das Judentum als solches ist Bestandteil der christlich-abendländischen Kultur.

Die Hebräische Bibel  –  das Alte Testament  –  gehört vollständig zur Heiligen Schrift der Christen, nicht jedoch der Koran, nicht einmal Teile davon.

Die Psalmen als Gebete der Israeliten sind aus dem amtlichen Gebetsschatz der Kirche gar nicht wegzudenken; sie gehören wesentlich zum mönchischen Stundengebet, zum priesterlichen Brevier und zum Gregorianischen Choral. Auch privat nehmen gläubige Christen immer wieder ihre Zuflucht zu den Psalmen Davids, zu jenen unübertrefflichen Bittgebeten, den Lob- und Dankliedern Israels für den Höchsten.

Nicht etwa wegen „Rechtsextremismus“, sondern wegen der zunehmenden Dominanz von Muslimen in Frankreich wandern immer mehr Juden nach Israel aus.

Der Rabbi von Barcelona forderte nach den radikal-islamischen Anschlägen kürzlich ebenfalls zum Übersiedeln ins Heilige Land auf. Er hält Europa für „verloren“, die Juden in Europa dem Untergang geweiht: https://charismatismus.wordpress.com/2017/08/21/barcelona-oberrabbiner-animiert-spanische-juden-zur-ausreise-nach-israel/

HIER zudem ein Kurzfilm über eine AfD-Veranstaltung, wobei ein deutsch-russischer Jude sich meldet und erklärt, seine Gemeinde stände mehrheitlich hinter der AfD: https://www.youtube.com/watch?v=AI5zp1P9Hg8

HIER interviewt der israelische TV-Sender Channel KAN 11 die AfD-Spitzenkandidatin Dr. Alice Weidel: https://www.youtube.com/watch?v=D051g0wafWA

HIER meldet sich der Berliner AfD-Mann und Jude Emanuel B. Krauskopf zu Wort: https://www.youtube.com/watch?v=q7mPNv_GeOk   Er sagt: Jeder dritte Deutsche jüdischen Glaubens wähle die AfD: https://www.youtube.com/watch?v=ZeGF38FiFJk

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den Jugendverlag KOMM-MIT und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 

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Daniel Krause widerspricht der christlich geprägten Islamkritik von David Berger

V0n Felizitas Küble

Seit Jahren warnt der Publizist, Philosoph und katholische Theologe Dr. David Berger (siehe Foto) vor einer Islamisierung Deutschlands und Europas – und auch weltweit.

Bei aller Kritik an kirchlichen Verhältnissen beruht seine Ablehnung des Islam(ismus) auf einem christlichen, klassisch-philosophischen, freiheitlichen und wertkonservativen Ansatz.

Dem widerspricht der Gymnasial-Lehrer Dr. Daniel Krause am heutigen 15. August 2017 auf „Philosophia Perennis“, einer Internetseite von Dr. Berger, weitgehend. Im Sinne der Meinungsfreiheit läßt Berger seinen Kritiker ausführlich zu Wort kommen: https://philosophia-perennis.com/2017/08/15/verherrlichung-des-christentums-in-david-bergers-islamkritik/

Das ist tolerant und ehrenwert, zumal ihm Krause in der Sache teils scharf widerspricht.

Es würde zu weit führen und einen ellenlangen Artikel ergeben, sich mit allen Aspekten dieser Entgegnung zu befassen, zumal darin Detailfragen angesprochen werden, die nicht unbedingt von allgemeinem Interesse sind.

Es seien hier einige Punkte des Artikels, die grundsätzliche Themen berühren, aufgegriffen, wenngleich eher stichwortartig:

  1. Dr. Krause schreibt: „Was Islamkritiker an der vermeintlichen mohammedanischen „Friedensreligion“ zu Recht kritisieren, ist im Wesentlichen auch im Christentum vorzufinden. Zentrales Wesensmerkmal von beiden Religionen ist der Totalitarismus  –  ihre jeweiligen Anhänger sollen nur an einen Gott glauben.“  –  Der Autor gehört offenbar zu jenen Zeitgenossen, die im Monotheismus als solchem eine „Friedensgefahr“ und ein starkes Aggressionspotential erblicken. Wäre dem so, wie kommt es dann, daß sich das Judentum im wesentlichen als friedliche Religion erweist? Ist Israel etwa nicht die einzige rechtsstaatliche Demokratie im Nahen Osten?
    Falls der Autor beim Thema Christenheit an die Kreuzzüge denkt, so darf er gerade als Islamkritiker zur Kenntnis nehmen, daß es sich hierbei um Verteidigungs- bzw. Befreiungskriege gegen islamische Aggressionen bzw. Eroberungen handelte. (Das rechtfertigt nicht die z.T. schlimmen bzw. unverhältnismäßiten Methoden der Kreuzzüge, sondern erwähnt das grundsätzliche Recht auf Verteidigung gegen Angriffskriege.)  –  Weitere Hinweisen dazu in diesem Artikel von Dr. Udo Hildenbrand: Kein Vergleich – Elf Fakten zur Gewalt im Christentum und Islam
    Der Gottesglaube als solcher führt nicht zum Totalitarismus, sondern vielmehr eine fehlende Unterscheidung zwischen Person und Sache, wie sie im Islam geradezu system-immanent ist. Der hl. Augustinus prägte einst den treffenden Ausspruch: „Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden.“ – Im Koran wird auch der (vermeintlich) Irrende gehaßt, nicht allein die Irrlehre als solche.  – Wenn sich Vertreter der Kirche nicht an diesen Grundsatz gehalten haben, ist das höchst bedauerlich, ändert aber nichts am christlichen Grundprinzip. Der Mißbrauch einer Sache spricht nicht gegen die Sache selbst  – und das „Christentum“ ist nicht dasselbe wie die „Christenheit“.
  2. Sodann behauptet der Verfasser: „Ein weiteres Merkmal: Glaubenssysteme dulden keinen Individualismus, Menschen sind „Opfertiere“ fürs Kollektiv: „Führer befiehl, wir folgen dir“, „Die Partei hat immer Recht“, „Dein Wille geschehe“, „Allah hat es so gewollt.“. Jedes „Ich“ geht ins „Wir“ über, in erzwungene Brüderlichkeit. Jeglicher Individualismus würde das Funktionieren der Glaubenssysteme stören. Islam, Christentum, Kommunismus und Nationalsozialismus sind diesbezüglich auf dem gleichen Holz gewachsen.“  –  Diese reichlich steile These wirft alles in einen totalitären Sack und prügelt heftig darauf. Nun ist der Islam tatsächlich von der Tendenz her fatalistisch geprägt, „schicksalshaft“ denkend nach der Devise: „Allah läßt wachsen.“
    Demgegenüber glauben Judentum und Christentum an den göttlichen Auftrag: „Macht euch die Erde untertan!“  – Damit ist keine Unterdrückung der Schöpfung gemeint, sondern ihre aktive Pflege, was den zivilisatorischen Fortschritt begünstigt hat.
    (Auch hier spricht der Mißbrauch   – etwa im naturfeindlichen Fortschrittswahn  –   nicht gegen das Anliegen als solches.) Die Folgen der islamischen Neigung zum Fatalismus sind klar erkennbar: Israel und die christlichen Länder sind zivilisatorisch den islamischen Staaten weit überlegen (Ausnahmen bestätigen die Regel).
  3. Außerdem schreibt Krause, daß die von ihm kritisierten totalitären „Glaubenssysteme“ kein „individuelles Lustempfinden“ dulden wollen: „Denn individuelles Lustempfinden macht jedes Kollektiv unberechenbar, Sexualität darf nur einem einzigen Zweck dienen: der Obrigkeit ein Kind zu schenken. Nur als solches Mittel wird Sexualität geduldet. Niemals als Ausdruck der Lebenslust.“  –  Sowohl das Judentum wie das Christentum sehen keineswegs den einzigen Sinn der Sexualität in der Fortpflanzung. Vielmehr geht es auch um das Wort Gottes im Paradies „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei“, so daß Gott die Eva als (Ehe-)Partnerin des Adam erschuf. Folglich betrachtet die katholische Kirche auch ein Ehebündnis von sicherlich unfruchtbaren Paaren (z.B. jene über sechzig Jahre) als sakramentale Ehe. Wäre Fruchtbarkeit der einzige Zweck der Ehe, dann ergäbe dies keinen Sinn.
    Zudem stimmt es nicht, daß Kommunismus und Nationalsozialismus pauschal als lustfeindlich einzustufen sind, eher umgekehrt. Während das biblische Ethos die eheliche Sexualität zu schätzen weiß, hat der Leninismus in den 20er Jahren staatlicherseits eine ehefeindliche sexuelle Freizügigkeit begünstigt – und erst das Ruder umgeworfen, als die Verhältnisse infolgedessen völlig außer Kurs gerieten
    (soziale Verwahrlosung von Kindern, zerrüttete Familien etc).  – Auch der Nationalsozialismus vertrat z.T. eine hedonistische Sexual(un)moral, etwa indem zu unehelichen Schwangerschaften (vgl. z.B. den Himmler-Befehl an die „arischen“ SS-Männer) animiert und zudem der Ehebruch strafrechtlich liberalisiert wurde. (Näheres dazu in dieser Studie einer feministischen Autorin: http://literaturkritik.de/id/13161)
  4.  Der Autor betont außerdem, daß „unsere heutigen Freiheiten gegenüber dem Christentum erst errungen werden“ mußten und fügt hinzu: „Hierzu gehören selbstverständlich auch das uneingeschränkte Recht auf aktive Sterbehilfe und auch das uneingeschränkte Recht auf Abtreibung im Sinne der Selbstbestimmung über den eigenen Körper, ein nicht diskutierbarer Wert eines aufrichtigen Humanismus.“  – Jetzt soll also die totale Tötungsfreiheit gegen ungeborene Kinder nicht einmal „diskutierbar“ sein   – da werden aber auch viele „aufrichtige Humanisten“ dem Verfasser deutlich widersprechen, denn auch unter ihnen gibt es überzeugte Lebensrechtler.
    Dasselbe gilt für eine totale Freiheit der „aktiven Sterbehilfe“  –  einmal abgesehen davon, daß diese Mentalität bereits im nationalsozialistischen Totalitarismus  –  staatlich instrumentalisiert  –  mörderisch gegen Behinderte und psychisch Kranke eingesetzt wurde. Grundsätzlich hat sich der Staat schützend vor das menschliche Leben zu stellen. Auch Schwerkranke wollen nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines Menschen sterben. Wirkliche Sterbehilfe besteht  –  neben Schmerzlinderung  –  vor allem in der menschlichen Zuwendung bis zuletzt. Auch Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer in der Hospizarbeit bestätigen dies immer wieder.
  5. Abschließend teilt Krause mit: „Als Lehrer weise ich immer wieder querulante Eltern zurecht, welche sich religiös motiviert gegen Gender-Mainstreaming oder gegen die Thematisierung von Homosexualität und Transsexualität im Unterricht wehren…Und gerade auch im Zusammenhang mit Schulpolitik sollten wir nicht die Abgründe des katholischen Arbeitsrechts ignorieren: Scheidung, Homosexualität, Abtreibung und allein schon Atheismus reichen auch, damit z.B. eine Schule in katholischer Trägerschaft einer Lehrerin oder einem Lehrer die Einstellung verweigern kann.“ 
    Erstens ist eine Scheidung allein für sich genommen durchaus kein Verweigerungsgrund, sondern erst eine zivile Wiederverheiratung. Ähnliches gilt im Falle der Abtreibung, die als Privatsache bei einem Einstellungsgespräch i.d.R. ohnehin nicht zur Sprache kommt. (Lediglich dann, wenn jemand öffentlich ein Ja zur Abtreibung propagieren würde, wäre dies  – zu Recht  – ein Einstellungshindernis.)
    Sodann braucht Krause den angeblich „querulanten“
    (!) Eltern seiner Schüler nicht oberlehrerhaft vorzuschreiben, aus welchen Gründen sie sich gegen Gender-Mainstreaming wenden  –  ob diese nun religiös, humanistisch, politisch oder wie auch immer motiviert sind. Etwas mehr Respekt vor dem natürlichen Erziehungsrecht der Eltern, das  –  auch laut unserer Verfassung – vorrangiger ist als der schulische Bildungsauftrag, erscheint hier angebracht. (Artikel 6 des GG: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“)
    Immerhin ist dieses fundamentale Elternrecht zugleich ein Abwehrrecht gegenüber staatlicher Bevormundung und Allmachtsallüren, wie dies im NS-Staat erfahren wurde, der bereits versuchte, die Jugend zu indoktrinieren und ihren Eltern zu entfremden.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

HINWEIS: Prof. Bassam Tibi warnt vor wachsendem Judenhaß durch islamische Einwanderung: https://charismatismus.wordpress.com/2017/03/14/islam-experte-prof-bassam-tibi-warnt-vor-muslimischer-judenfeindschaft-in-europa/



Linkskatholischer Verband „Pax Christi“ agitiert weiter gegen Israel

Von Felizitas Küble

Schon seit Jahrzehnten üben wir Kritik an der geradezu israelfeindlichen Ausrichtung der internationalen katholischen „Friedensbewegung“ Pax Christi. (Siehe zB. vor drei Jahren diesen Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/09/kritik-an-israelfeindlicher-desinformation-der-pax-christi-vorsitzenden/)

Sachkritik am jüdischen Staat ist unbenommen, aber diese Organisation mit dem schönen Namen Pax Christi betreibt mit einer Verbissenheit sondergleichen eine regelrechte anti-israelische Agitation.

Natürlich wird diese Haltung  – wie in linken Kreisen üblich – als „Solidarität mit den Palästinensern“ schöngeredet.

Die bei der Palästinenserführung weitverbreitete Gewaltverherrlichung und der reale Raketenterror gegen Israel (einschließlich Selbstmordattentaten gegen Zivilisten) beunruhigen diesen Linksausleger-Verband offenbar nicht. Während die „kreativen“ Aktionen gegen Israel überhandnehmen, sucht man dort vergeblich nach Initiativen gegen den islamisch-arabischen Fanatismus und Terrorismus.

Jetzt hat sich Pax Christi wieder etwas „Passendes“ einfallen lassen:  Eingeladen wird zu einer Tagung in Stuttgart am 30. Mai 2017 mit der palästinensischen „Botschafterin“ Dr. Khouloud Daibes, die sich dort angeblich über das „kulturelle Erbe Palästinas“ auslassen will. 

Freilich besteht der Einladungstext keineswegs aus kulturellen oder sonstigen schöngeistigen Hinweisen, sondern beschränkt sich von der ersten bis zur letzten Zeile auf israelfeindliche Polemik: http://www.paxchristi.de/termine/view/5846837915287552/Das%20kulturelle%20Erbe%20Pal%C3%A4stinas 

Da ist davon die Rede, das „palästinensische Volk“ sei immer noch „fremdbestimmt“  – ja sicher, von seiner eigenen Islamisten-Führung nämlich, vor allem die radikale Hamas betreffend! Gemeint ist hier freilich die „böse“ israelische Regierung.

Gleich im nächsten Satz ist von „besetzten Gebieten“ die Rede. Hat man bei Pax Christi die Nahostverhandlungen der letzten Jahrzehnte komplett verschlafen?  Noch nie was von Camp David gehört? Völlig übersehen, daß Israel die früheren „besetzten Gebiete“ fast vollständig  g e r ä u m t  und dafür sogar eigene jüdische Siedler nach Kern-Israel zwangsverschleppt hat? 

Diese und weitere Fakten werden ignoriert; schon im nächsten Satz ist stattdessen erneut ignorant von „israelischer Besatzung“ die Rede, um den Judenstaat an den Pranger zu stellen.

Die Tagung wird gemeinsam mit weiteren pro-palästinensischen und „friedensbewegten“ Vereinen sowie mit der evangelisch-landeskirchlichen DiMOE (Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung) durchgeführt. Da wächst zusammen, was zusammengehört!

HIER Infos über eine weitere mental unfriedliche Aktion von Pax Christi vorigen Monat in Essen: http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/pax-christi-im-namen-des-friedens-gegen-israel/

 

 


Früher wurde am Neujahrstag das „FEST der Beschneidung des HERRN“ gefeiert

„Das Heil kommt von den Juden“ (Joh 4,22)

Die Internetseite „Katholisch ohne Furcht und Tadel“ wird von einer jungen Konvertitin betrieben, also einer ehemals evangelischen Christin, die in die katholische Kirche eingetreten ist.

In einem aktuellen Beitrag befaßt sich die Autorin – sie nennt sich „Mary of Magdala“ – damit, daß die katholische Kirche bei der nachkonziliaren Kalender-Reform denAdvocata Festcharakter des Neujahrstages verändert hat. Früher wurde am 1. Januar das Fest der Beschneidung Christi gefeiert   –  logischerweise acht Tage nach Weihnachten (Oktavtag), denn jüdische Säuglinge werden acht Tage nach ihrer Geburt beschnitten.

Heute ist der Neujahrstag kirchlich ein Hochfest der Gottesmutter Maria. Wie die Verfasserin schreibt, war diese Idee bzw. Änderung sicherlich gut gemeint, ist es doch ein schöner Gedanke, das neue Jahr unter den mütterlichen Segen der Madonna zu stellen.

Aber war die Lösung, hierzu ausgerechnet den Oktavtag der „Beschneidung des HERRN“ zu verwenden, wirklich theologisch sinnvoll überlegt? 

Hier folgen einige überlegenswerte Gedanken der Autorin zu diesem Thema:

„Das Fest der Beschneidung Christi ist bedeutungsvoll, weil es dem Christen seine jüdische „Abstammung“ vor Augen führt. „Das Heil kommt von den Juden“, und so war Jesus nicht nur Jude, er war der Jude, der das Gesetz vollkommen erfüllt hat…

Spannenderweise wird das Bewusstsein dafür, dass im Christentum der „wilde Ölbaum“ der Heiden auf den „edlen Ölbaum“ der Juden aufgepfropft ist und daraus sein Leben und Heil gewinnt, von zwei Seiten attackiert:

Die eine ist das eher ungebildet-gut katholische Lager, also Menschen, die im Christentum das Nonplusultra erblicken, die Zusammenhänge aber nicht kennen und bis heute im Judentum einfach nur die Religion sehen, die Jesus nicht als den Sohn Gottes und Messias bekennt. Die Vereinfachung funktioniert dann ungefähr so: Ich glaube an Jesus als Messias und Gottessohn, die nicht, also haben wir nichts miteinander zu tun. Das ist sehr simpel und sehr falsch… israeltag2

Ich wurde schon mal sehr missbilligend angeguckt, als ich sagte, Maria sei Jüdin gewesen. Wie, unsere Maria, Gottesmutter, Braut des heiligen Geistes, die Christin schlechthin, Jüdin?  –  Ja da guckst du. Es geht noch krasser: Gott ist als Jude geboren worden.

Auf der anderen Seite kommt diese Einstellung im Grunde auch den Juden sehr gelegen (und denen, die politisch korrekt vermeiden wollen, bei Juden anzuecken), denn auch von jüdischer Seite ist das Verständnis für den Zusammenhang zwischen Judentum und Christentum weitgehend nicht vorhanden  –   und wäre es das, würde es zu Verstimmungen führen: schließlich ist es ein klassischer Fall von „appropriation“, also „widerrechtlicher“ religiös-kultureller Anmaßung, dass Christen nicht bloß meinen, den beschnittenen Sohn Gottes und Messias zu verehren, nein, sie feiern auch noch den Tag seiner Beschneidung, wo kommen wir denn dahin?

Wenn deutlich wird, dass Christen das Judentum nicht als solches ablehnen, sondern das Christentum als im Judentum selbst notwendigerweise prophezeite, vorhergesehene, ja, von den Vätern ersehnte Vervollständigung und Erfüllung desselben begreifen, dann beinhaltet dies eine gewisse Verpflichtung, sich mit den Aussagen des Christentums zu beschäftigen.

Foto: Konrad RuprechtMan kann es dann nicht mehr als bloße Spinnerei abtrünniger Juden und abergläubischer Gojim abtun, sondern müsste sich fragen, wie eine Religion das konstituierende Element der eigenen Religion, den Bundesschluss durch Beschneidung, feiern kann, und dennoch so ganz andere Inhalte gleichermaßen bekennt.

Leider stellen sich nur sehr wenige Juden dieser Herausforderung, was natürlich auch mit daran liegt, dass nur wenige Christen diesen Zusammenhang überzeugend leben – wogegen echte Anmaßung, das Aufstellen einer Menora oder das Nachfeiern jüdischer Feste etwa, in manchen Kreisen Konjunktur haben, aber in diesen Fällen lediglich Unkenntnis offenbaren.

Auch gibt es eine Opposition seitens derer, die stillschweigend davon ausgehen, der Gott des Neuen Testaments sei ein anderer als der des Alten. Da passt Beschneidung ja nun gar nicht – Blut! Beschneidung! Das ist doch der grausame, altertümliche Gott, eine Projektion unaufgeklärter Semiten, nicht unser lieber Opa auf der Wolke.

Viele Christen sind ja irgendwie der Meinung, der Gott Abrahams wäre nichts als ein erweiterter Baal und das Gesetz des Mose eine menschengemachte Institution, und da würde es das aufgeklärte Selbstbild arg strapazieren, wenn der Herr (ja, der HERR) seine eigenen Anweisungen ernstnähme und sich bei seiner Ankunft erst mal beschneiden ließe… Herz-Jesu_01

Die Beschneidung des Herrn zu begehen verbindet uns mit dem Sehnen unserer Vorväter; sie ist die Bestätigung dafür, dass Christus aus dem auserwählten Volk hervorgegangen ist und tatsächlich das Gesetz erfüllt. Sie ist die Bestätigung dafür, dass der Alte Bund die Verheißung eines wirklich eingetretenen Heils ist, dass das Schicksal Abrahams und des Volkes Israel nicht den Launen eines sadistischen Gottes geschuldet ist, sondern die Vorwegnahme und Vorausdeutung der real existierenden Erlösung ist.

Sie ist unter vielen anderen Zeichen eines, das das Christentum als historisches Faktum festschreibt, dass den Fabeln der Völker und den Ideen der Genies als Offenbarung von Gott her entgegensteht. Das Christentum ist keine abergläubische heidnische Spinnerei, sondern tatsächlich der Neue Bund in Christi Blut – Blut, das auch bei der Beschneidung vergossen wurde.

Durch diesen Hinweis auf Jesu Opfertod wird zudem also das Weihnachtsfest auf den herben, rauen Boden der Heilslehre zurückgeholt, den es durch das Zusammenwirken von süßlichen Putten und Wiegenliedromantik gerne mal verliert.

Das sind sicher für viele Menschen sehr abstrakte, schwer verständliche Gedanken, für manche gar unangenehm; was aber eben vorrangig daran liegt, dass man diese Zusammenhänge –  z.B. am ersten Januar – nicht mehr beleuchtet.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://maryofmagdala.wordpress.com/2017/01/01/das-heil-kommt-von-den-juden-ossia-festliche-verschlimmbesserung/


Israels Regierungschef Netanjahu vor der UNO über den militanten Islam

„Der größte Feind des Friedens“

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (siehe Foto) hielt am 22. September 2016 eine eindrucksvolle Rede vor der Generalversammlung der UNO in New York.

Eingangs erwähnte er die geradezu „obsessive Einseitigkeit gegen Israel“, welche die Politik der Vereinten Nationen seit Jahrzehnten prägt. Die UNO habe einst als „moralische Macht“ begonnen, sei aber zu einer „moralischen Farce“ geworden. netanyahu07-14

Der Regierungschef zeigte sich gleichwohl optimistisch, daß sich „in diesem Saal ein Wandel vollziehen“ werde, denn viele Regierungen hätten inzwischen ihre Haltung zu Israel geändert:

„Mehr und mehr Nationen sehen Israel als einen potenten Partner  –  einen Partner in der Bekämpfung des Terrorismus von heute, einen Partner in der Entwicklung der Technologien von morgen […] Sehr geehrte Delegierte aus so vielen Ländern, ich habe heute für Sie eine Nachricht: Legen Sie Ihre Waffen nieder. Der Krieg gegen Israel bei den Vereinten Nationen ist vorbei.“

Zum weltweiten Problem des radikalen Islam erklärte er, daß der Friede „keinen größeren Feind kennt als die Kräfte des militanten Islam“:

„Die Blutspur seines Fanatismus zieht sich durch alle hier vertretenen Kontinente. […] Den militanten Islam zu besiegen, wird daher ein Sieg für die gesamte Menschheit sein, doch es wäre vor allem ein Sieg für die vielen Muslime, die nach einem Leben ohne Angst streben, einem Leben in Frieden, in Hoffnung.

Doch um die Kräfte des militanten Islam zu besiegen, müssen wir sie unbarmherzig bekämpfen. […] Wir müssen ihre Netzwerke entwaffnen, ihre Finanzierung unterbrechen, ihre Ideologie diskreditieren. […] Das Mittelalter hat in diesen modernen Zeiten nichts zu suchen. Hoffnung ist stärker als Hass, Freiheit mächtiger als Angst. Wir können es schaffen.

Israel kämpft diesen schicksalhaften Kampf gegen die Mächte des militanten Islam jeden Tag. Wir sichern unsere Grenzen gegen den IS, wir verhindern den Schmuggel von Waffen an die Hisbollah im Libanon, die alles verändern würden, wir verhindern palästinensische Terroranschläge in Judäa und Samaria, dem Westjordanland und wir fangen Raketenangriffe aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen ab.“

Foto: Israelische Botschaft in Berlin


Die jüdischen Wurzeln des Vaterunser-Gebets

Von Felizitas Küble

Der hl. Apostel Paulus warnte die ersten Christen schon vor zweitausend Jahren, daß sie sich nicht über ihre Glaubensverwandten, die Juden, erheben sollen. Immerhin, so schärfte der Völkerapostel der römischen Gemeinde ein, gelte hier das Prinzip: „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“ (Röm 11,18)jesus in der synagoge von nazareth

Dieses Leitwort, daß nämlich das Christentum auf dem Bund beruht, den der ewige Gott mit seinem erwählten Volk geschlossen hat, ist in der Kirchengeschichte oft in Vergessenheit geraten oder gar mit Füßen getreten worden.

Dies soll jetzt aber nicht unser Thema sein; vielmehr geht es um den alttestamentlichen und jüdischen Inhalt des wichtigsten Gebetes der Christenheit: Das Vaterunser.

Es ist deshalb so bedeutsam, weil es von Christus selber stammt – und zudem eine Antwort auf die Apostelfrage „Wie sollen wir beten?“ darstellt.

Damit ist dann klar: SO sollen wir beten!

Geprägt vom Gebetsleben der Israeliten

Wenig überraschend, daß dieses bekannteste Gebet der Weltgeschichte ganz von der Gebetskultur der Israeliten geprägt ist. Immerhin war Jesus selber Jude, ebenso die Apostel und natürlich auch Maria, die Mutter Christi. Wie stark gerade ihr Beten von den Psalmen und Hymnen des Alten Testaments durchdrungen war, zeigt anschaulich ihr Lobgesang, das sog. Magnificat, das uns im Lukas-Evangelium überliefert wird.

Nun hören wir oft in Predigten und frommen Büchern, daß Jesus ein Jude „warP1020947“  – das ist aber ungenau formuliert, denn gerade nach christlichem Glauben ist ER dies nach wie vor, denn ER lebt im Himmel nicht als abstraktes Geistwesen, sondern durch seine Auferstehung auch mit einem verklärten Leib, ist also Mensch geblieben  – und hat nicht etwa sein Menschsein bei der Himmelfahrt „abgelegt“.

Daß viele der Predigten und Weisheitslehren Jesu von der Hebräischen Bibel geprägt sind, zeigt sich allein schon anhand der zahlreichen Zitate aus dem AT, die im NT aufgelistet sind  –  ganz zu schweigen von den unübersehbaren indirekten Hinweisen und Anklängen.

Zurück zum Vaterunser-Gebet, dem TOP-Renner unter allen Gebeten der Christenheit – auch im liturgischen Hochgebet der katholischen Kirche ist es stets vertreten, in der „alten“ ebenso wie in der „neuen“ Messe; außerdem ist es fester Bestandteil des Rosenkranzes und des Stundengebetes der Mönche.

Juden und Christen sprechen GOTT als ihren „Vater“ an

Manchmal hört man in christlichen Kreisen die Ansicht, es sei etwas spezifisch Christliches, Gott als „Vater“ anzureden. Dies trifft aber nicht zu. Als Jesus das Vaterunser-Gebet verkündete, befand er sich in bester jüdischer Tradition mit der Einleitung: „Vater unser…“

Es ist zwar wohl so, daß Juden den Schöpfergott sehr häufig als „Ewiger“, „Erhabener“ oder als „König der Welt“ bezeichnen, aber manchmal eben auch als „Vater“. Dies gilt sowohl für die einstigen Israeliten wie auch für die heutigen Juden. Im AT wird Gott zB. in Jer 31,9 als „Vater“ bezeichnet oder mit „Unser Vater“ angesprochen (Jes 63,16 und 64,7). Aber auch Gott spricht von Israel als seinem „Sohn“ (etwa in Ex 4,22 oder Hos 11,1.3).013_10A

Das höchste jüdische Fest ist zweifellos Jom Kippur, der sog. „Große Versöhnungstag“, eine Art Buß- und Bettag  – früher, als es den Tempel in Jerusalem noch gab, vertrat der Hohepriester, der das Allerheiligste betreten durfte, das israelitische Volk.

Bei diesem Fest, an dem strikt gefastet wird, geht es also um Sündenbekenntnis, Umkehr und Bitte um Sündenvergebung, aber auch um die Versöhnung mit dem Nächsten, daher wohl auch der Name „Versöhnungstag“.

BILD: Kruzifix in der St.-Bernhard-Kirche von Münster: der gekreuzigte Christus mit einem jüdischen Gebetsschal

Eines der wichtigsten liturgischen Gebete an diesem Feiertag ist das Avinu Malkeinu  – auf deutsch: Unser Vater, unser König!

Darin heißt es gleich eingangs: „Unser Vater, unser König, wir haben gesündigt vor dir.“  – Dann wird Gottes Huld erbeten „um seines Namens willen“.  Am Schluß heißt es: „Unser Vater, unser König, aus Gnade erhöre uns, denn wir haben keine verdienstvollen Handlungen, erweise und Milde und Huld und hilf uns!“

Damit ist also der Beginn des VATER-unsers ebenso als jüdisch aufgezeigt wie jene Bitte um Vergebung und Erlösung („Vergib uns unsere Schuld….und erlöse uns von dem Bösen“).

Jüdisches Kaddisch-Gebet: „Geheiligt werde sein großer Name“

Erinnern wir uns aber auch an das bekannte jüdische Kaddisch-Gebet. Es wird oft als eine Art Totengebet angesehen, was nicht falsch, aber unzureichend ist, denn es wird zwar im Gedenken an Verstorbene gesprochen (gleichsam stellvertretend für diese), ist aber an sich ein allgemeines liturgisches Gemeindegebet in den Synagogen.

Das im Judentum grundlegende Kaddisch-Gebet beginnt mit den Worten: 100714052333-b1-

„Erhoben und geheiligt werde sein großer Name auf der Welt, die nach seinem Willen von Ihm erschaffen wurde – sein Reich soll in eurem Leben in den eurigen Tagen und im Leben des ganzen Hauses Israel schnell und in nächster Zeit erstehen.Und wir sprechen: Amen!….“

Damit sind die ersten Bitten des Gebetes Jesu ebenfalls von ihrer jüdischen Grundlage her beleuchtet:

„Geheiligt werde dein Name  – dein  Reich komme –  dein Wille geschehe!“

Kardinal Walter Kasper hatte demnach ganz recht, als er am 11.3.2007 bei seiner Ansprache zur „Woche der Brüderlichkeit“ in München erklärte, dass das Vaterunser  „jüdischen Geist atmet“ und von einer „jüdischen, d.h. hebräisch-aramäischen Sprachgestalt“ geprägt sei.   – Zudem sagte er, daß Juden und Christen heilsgeschichtlich in einem „einzigartigen Verhältnis“ zueinander stehen, was „religionsgeschichtlich einmalig“ sei.

Bedenken wir zukünftig bei jedem Vaterunser-Gebet die jüdischen Wurzeln unseres christlichen Glaubens!

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


MARIA: Jungfrau aus Nazareth, Tochter Israels und Mutter des Messias

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Die selige Jungfrau Maria ist nicht allein ihrer Herkunft nach eine „Tochter Zion“, sondern auch hinsichtlich ihrer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.
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Dies bestätigt auch das Magnificat, ihr Lobgesang auf Gott, sehr schön und deutlich, denn dieses Dankgebet ist zugleich ein Befreiungslied für Israel, das an Gottes Großtaten für sein Volk und an seine Verheißungen erinnert, die in Christus, dem Messias Israels, ihrem Höhepunkt zustrebten.
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Dieser Aspekt wird von christlicher Seite nicht immer ausreichend beachtet  – teils auch verdrängt durch einen unausgegorenen religiösen Anti-Judaismus, der sich in der Geschichte allerdings sehr unheilvoll auswirkte. 

Wir verehren Maria, die Mutter unseres HERRN, als Urbild und Leitbild der Kirche. Als „Tochter Zion“ ist sie zugleich die Brücke (!)  – und nicht etwa eine Trennmauer  – vom Alten zum Neuen Bund.

In diesem Sinne schrieb Papst Paul VI. in seinem Apostolischen Schreiben „Signum Magnum“ (= Das große Zeichen) Folgendes:

„Du bist die neue Eva, die erhabene Tochter Zion, der Gipfel des Alten Bundes, die Morgenröte des Neuen Bundes, in der die „Fülle der Zeit“ angebrochen ist.

Du hast in Deinem Lobgesang die Ankunft des Ewigen begrüßt. Wir erbitten von Dir Demut und Großmut, damit wir die Aufgaben erfüllen, die Gott uns stellt.“