Israel begrüßt den Widerspruch der USA gegen den EU-Warenboykott

Der US-amerikanische Außenminister Mike Pompeo verkündete am 18.11. in Washington, dass die US-Regierung im israelischen Siedlungsbau in Judäa und Samaria – im Unterschied zur EU  – keinen Verstoß gegen internationales Recht sieht.

In einer Stellungnahme sagte der israelische Außenminister Israel Katz dazu:

„Ich begrüße die Ankündigung des US-amerikanischen Außenministers bezüglich der Legalität der jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria. Es gibt keinen Disput über das Recht des jüdischen Volkes auf das Land Israel.

Ich möchte der Trump-Administration danken für ihre konsequente und standhafte Unterstützung Israels und ihre Förderung der Beziehungen zwischen den Völkern in der Region, um einen blühenden und stabilen Nahen Osten zu schaffen.

Diese wichtige Ankündigung ist eine angemessene Reaktion auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gegen die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria und die Versuche, den Staat Israel zu boykottieren.

Quelle: Außenministerium des Staates Israel


Israel gedenkt der vertriebenen Juden aus arabischen Ländern

Der 30. November ist Gedenktag an die Vertreibung der Juden aus arabischen Ländern und Iran im 20. Jahrhundert.

850.000 Menschen wurden nach der Staatsgründung Israels gewaltsam vertrieben und enteignet.

Diesen Monat widmet sich Israel deshalb ihrem Schicksal im #JewishRefugeesMonth.

Im Jahre 1948 lebten 856.000 Jüdinnen und Juden in arabischen Ländern. Viele von ihnen in uralten jüdischen Gemeinden, die teilweise vor der islamischen Eroberung gegründet worden waren.

Die jüdische Gemeinde im Irak existierte zum Beispiel seit über 2500 Jahren. Sie war ein kulturelles Zentrum des Judentums und die Wiege des Babylonischen Talmuds. Heute leben dort nur noch wenige Tausend Juden.

Nach der Gründung des Staates Israel verschwanden fast alle jüdischen Gemeinden in der arabischen Welt. Die einheimischen Juden wurden enteignet, es wurde ihnen die Staatsbürgerschaft entzogen, sie wurden vertrieben, eingesperrt, gefoltert und viele auch ermordet. Heute gibt es kaum mehr Spuren von diesen einst so blühenden Gemeinden. 

Quelle: Botschaft des Staates Israel


Film- und Vortragstour über jüdische Flüchtlinge aus islamischen Ländern

Film und Vortrag mit Tilman Tarach in Braunschweig (11.9), Oldenburg (12.9.), Hannover (13.9), Lehrte (14.09.) und Celle (15.9.)
Der Film wird in deutscher Fassung gezeigt.

Flüchtlinge im Nahen Osten? Wer denkt dabei nicht an die Palästinenser?

Doch während deren Schicksal weltweit beklagt wird, gibt es auch andere Flüchtlinge in der Region, von denen die meisten noch nie etwas gehört haben: Seit jeher existierten im Nahen Osten und in Nordafrika jüdische Gemeinden; etwa eine Million Juden lebten noch in den 1940er Jahren in den arabischen Staaten.

Heute sind es nur noch ein paar Tausend, denn nach Diskriminierungen, Enteignungen, antisemitischer Hetze und Pogromen im Zuge des aufkommenden arabischen Nationalismus waren die Juden in großer Zahl gezwungen, aus ihren arabischen Heimatstaaten zu fliehen.

Israel hat heute die meisten dieser Flüchtlinge aufgenommen und integriert.

Der preisgekrönte, etwa 50-minütige Dokumentarfilm »Die vergessenen Flüchtlinge« (»The Forgotten Refugees«) von Michael Grynszpan zeigt die Geschichte, die Kultur und den erzwungenen Auszug nahöstlicher und nordafrikanischer jüdischer Gemeinden im 20. Jahrhundert. Juden aus Ägypten, dem Jemen, Libyen, dem Irak und Marokko legen auf berührende Art und Weise Zeugnis ab.

Quelle: Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.


Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin besuchte Rom und den Vatikan

Der israelische Präsident Reuven Rivlin reiste am Mittwoch zu seinem ersten offiziellen Besuch in Rom und in den Vatikan. Papst Franziskus hatte ihn eingeladen.

Bei seiner Abreise in Israel sagte der Staatspräsident:

„Ich verlasse Israel nun, um mich mit einem Führer zu treffen, der ein wahrer Freund des Staates Israel und des jüdischen Volkes ist. Papst Franziskus ist ein inspirierender Führer, der an den Dialog zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften glaubt. Seine Handlungen und Erklärungen zielen darauf ab, diesen Dialog voranzutreiben.

In seinen Bemühungen für die Menschheit ist er ein Bote der Versöhnung und der Barmherzigkeit.

Ich freue mich sehr auf unser bevorstehendes Treffen. Ich habe keinen Zweifel, dass dieses Treffen – genauso wie das Treffen mit dem italienischen Präsidenten – ergiebig und produktiv sein wird, einen wichtigen Schritt im Ausbau der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen uns darstellen wird und die solide Beziehung zwischen unseren beiden Ländern stärken wird.“

Am Donnerstagmorgen wird der Präsident bei einer offiziellen Willkommenszeremonie im Vatikan empfangen werden. Daraufhin wird ein privates Treffen mit dem Präsidenten folgen.

Die beiden werden über die Notwendigkeit des Dialoges zwischen den Völkern im Nahen Osten und zwischen verschiedenen Glaubensgemeinschaften sprechen. Der Präsident wird dem Papst mitteilen, welche große Bedeutung der Staat Israel der Erhaltung der Religionsfreiheit von den verschiedenen Glaubensgemeinschaften in Israel beimisst.

Außerdem wird er den Papst darüber informieren, dass er letzte Woche christliche Stätten im Jordantal besucht hat. Diese Stätten stehen im Zentrum einer gemeinsamen Initiative der israelischen Sicherheitskräfte und der Naturschutzbehörde, welche das Gebiet um die Taufstätte von Jesus erhalten und entwickeln soll. Damit soll es für Pilger und Besucher besser erschlossen werden.

Später am Donnerstag wird der Präsident den italienischen Präsidenten treffen. Danach wird er bei einem Treffen mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in der großen Synagoge in Rom eine Rede vor über 700 Gästen halten.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin