Scharfe Kritik an Ärzte-Forderung nach Impf-Pflicht für Kinder und Jugendliche

Auf dem Deutschen Ärztetag – der Hauptversammlung der Bundesärztekammer – haben rund 250 Delegierte der 17 deutschen Ärztekammern die Bundesregierung aufgefordert, „unverzüglich eine Covid-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche zu entwickeln und vor dem Winter 2021/22 umzusetzen“.

Das „Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch“ könne im Winter 2021/22 „nur mit einer rechtzeitigen Covid-19-Impfung gesichert werden“. Weiter hieß es im Abschlussprotokoll des Ärztetages: „Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien nur mit geimpften Kindern zurück“.

Hierzu erklärt der AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto):

„Schwere oder gar tödliche Corona-Verläufe bei Kindern und Jugendlichen sind extrem selten – sagt die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie. Für Kinder und Jugendliche dürfte damit das Risiko einer Impfung mit nicht hinlänglich klinisch durchgetesteten Impfstoffen- ohne Erfahrung hinsichtlich möglicher langfristiger Wirkungen – größer sein, als der für sie kaum messbare Nutzen.

Wenn der Deutsche Ärztetag trotzdem fordert, allen nicht geimpften Kindern den Schulbesuch zu verwehren, ist das nicht akzeptabel, denn mit der in Deutschland geltenden gesetzlichen Schulpflicht ist untrennbar das Recht auf schulische Bildung verbunden.

Ein Staat aber, der aus Gründen des Kindeswohls zum Schulbesuch verpflichtet, kann für diesen Besuch nicht gleichzeitig einen körperlichen Eingriff zur Voraussetzung machen, der die Gesundheit der betroffenen Kinder einem bislang nicht kalkulierbaren Risiko aussetzt.

Eltern müssen das Recht haben und behalten, sich ohne jegliche Diskriminierung gegen eine Covid-Impfung ihrer Kinder auszusprechen.“

Co-Bundessprecher Tino Chrupalla ergänzt dazu:

„Der Ärztetag will tief in das Recht von Eltern und Kindern auf ein selbstbestimmtes Leben eingreifen. Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Kinder und Jugendliche Treiber der Pandemie sind. Auch ist bislang kein sicherer Impfstoff für Kinder- und Jugendliche entwickelt und erprobt worden.

Dennoch mutet ihnen der Ärztetag die mit einer Impfung verbundenen gesundheitlichen Risiken zu. Mehr noch: Wer sich nicht fügt, soll sein Recht auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe verlieren. Was der Ärztetag fordert, ist also nichts anderes als die Impf-Pflicht für Kinder und Jugendliche. Das ist ungeheuerlich!“

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Junge Leute verlieren weiter das Interesse an Facebook und Instagram

Sechs von zehn Internet-Nutzern ab 16 Jahren in Deutschland verwenden nach eigenen Angaben Facebook. Der Marktanteil des sozialen Netzwerks landet damit im zweiten Jahr in Folge auf einem historischen Tiefstand.

Über alle Altersgruppen hinweg kann sich Facebook damit zwar auf niedrigem Niveau stabilisieren – doch unter Teenagern setzt sich der Absturz der vergangenen Jahre weiter fort.

In der Gruppe der User zwischen 16 und 19 Jahren verliert Facebook weitere vier Prozentpunkte: Nur noch 32 Prozent der Onliner in diesem Alter nutzen den Dinosaurier unter den Sozialen Medien.

Zum ersten Mal verliert auch Instagram Marktanteile in dieser Zielgruppe. Der Dienst ist ebenfalls Teil des Zuckerberg-Imperiums und war bislang bei Teenagern besonders beliebt. 

Das sind Ergebnisse des aktuellen Social-Media-Atlas 2021 der Hamburger Kommunikationsberatung FAKTENKONTOR und des Marktforschers TOLUNA, für den 3.500 Internet-Nutzer repräsentativ befragt wurden.

Facebook spricht vor allem User zwischen 30 und 39 an

Ebenfalls rückläufig: Der Anteil der Twens, die nach eigenen Angaben Facebook nutzen. Er sank um fünf Prozentpunkte auf 68 Prozent. Bei Internet-Nutzern in ihren 30ern konnte das soziale Netzwerk hingegen um drei Prozentpunkte zulegen. In dieser Generation ist der Dienst mit dem weißen f jetzt am erfolgreichsten: Drei von vier Onlinern zwischen 30 und 39 Jahren nutzen Facebook – mehr als in jeder anderen Altersgruppe. Bis 2014 hielten die Teenager diesen Top-Spot.

In den höheren Altersklassen zeigt sich hingegen kaum Bewegung: Zwischen 40 und 49 nutzen 65 Prozent der Onliner Facebook (+1), zwischen 50 und 59 sind es 61 Prozent (+2), ab 60 Jahren 45 Prozent (-1).

Facebook allein ist keine Social-Media-Strategie

Die seit 2015 sichtbare Überalterung der Nutzerbasis des Netzwerks setzt sich damit fort. „Die anhaltend schwindende Akzeptanz unter Teenagern und Twens zeigt: Facebook taugt nicht mehr als Universallösung in der Social-Media-Kommunikation“, sagt Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter des Faktenkontors. „Um alle Zielgruppen zu erreichen, müssen ihre jeweils bevorzugten Kanäle im Social Web identifiziert und passend bespielt werden. Und gerade für die Jüngsten ist das nicht Facebook.“

Instagrams Zeiten als Teenie-Magnet vorbei

Versuche, das Netzwerk Facebook für Jüngere wieder attraktiv zu machen, scheiterten bislang. Aber als Unternehmen konnte Facebook die Schwäche zuletzt durch Zukäufe anderer, in dieser Zielgruppe erfolgreicherer Social-Media-Dienste ausgleichen. Insbesondere Instagram bewies sich hier in den letzten Jahren als Rettungsleine zu den Teenies. Doch diese Zeit ist schon wieder vorbei: Auch Instagram rettet das Unternehmen Facebook nicht mehr vor dem Verlust der Jugend.

Instagram: Zuwachs bei den Älteren, Absturz bei Teenagern

Insgesamt kann Instagram seine Marktposition zwar weiter ausbauen: 46 Prozent aller Onliner ab 16 Jahren nutzen den kleinen Bruder von Facebook, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Und die Nutzung steigt auch in fast allen Altersgruppen – bis auf eine: Teenager.

Bei den Jüngsten bricht Instagrams Marktanteil nach Jahren durchgehenden Wachstums auf einen Schlag um kräftige elf Prozentpunkte ein. 80 Prozent der 16 bis 19-jährigen Onliner in Deutschland nutzen „Insta“. Für sich genommen keine schlechte Quote – aber weit weg vom Vorjahreswert von 91 Prozent. Die Teenager fallen damit hinter die 20 bis 29-Jährigen mit 82 Prozent als Altersgruppe mit der größten Affinität zu Instagram zurück.

Die aktuelle Nutzerentwicklung bei Instagram ähnelt auffällig der bei Facebook im Jahr 2015. In beiden Fällen steigen die Marktanteile unter den Älteren noch an, stürzen bei den Teenagern aber bereits ab. Bei Facebook stellte sich dies als erster Vorbote des allgemeinen Nutzerschwunds und der fortschreitenden Entfremdung von der Jugend heraus. Roland Heintze geht davon aus, dass sich diese Entwicklung so auch bei Instagram wiederfinden wird.

„Bei der Jagd nach der lukrativen und strategisch wichtigen jüngsten Zielgruppe ist Facebook als Unternehmen in einem ewigem Hase-und-Igel-Spiel mit kurzen Zyklen gefangen. Keine Lösung wird je dauerhaft sein“, so der Social-Media-Experte.
„Der Kampf um den Spitzenplatz in der Social-Media-Nutzung der Jüngsten wird rund alle sechs Jahre unter völlig neuen Wettstreitern neu ausgetragen werden. Und solange Facebook Killer-Apps für Teenager nicht wieder selbst entwickelt, wird es sie immer weiter zukaufen müssen, um vorn dabei zu bleiben und auf Dauer nicht den Anschluss zu verlieren.“

Quelle und weitere Infos hier: https://www.faktenkontor.de/pressemeldungen/verlorene-jugend-nach-facebook-meiden-teenies-jetzt-auch-instagram/


Zu den Ursachen wachsender seelischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Von Christa Meves

Die Barmer Ersatzkasse schreit auf: Die Zahlen von Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihre Psychotherapiebedürftigkeit schnellen hoch (1).

Eilfertig wird allerdings auf diese Nachricht in den Medien geschlußfolgert, dass die Ursache dafür in der Virus-Isolation zu suchen ist. Aber die Daten dieser Kasse lassen dieses Faktum lediglich als Anlass verstehen.

Schon vor Corona haben auch die Kinderärzte auf eine fortgesetzte Zunahme der Verhaltensstörungen, vor allem der motorischen Unruhe, hingewiesen. Wir sollten uns also nicht täuschen lassen und stattdessen dem Tatbestand tapfer ins Auge sehen, dass hier dringend darüber nachgedacht werden muss, worin die eigentlichen Ursachen dieser bedenklichen Zunahme beruhen, um jungen Eltern dadurch die Möglichkeit zu vermitteln, im Erziehungsgeschehen die Dinge zu vermeiden, die zu Verhaltensstörungen führen.

Das ist deswegen doppelt nötig, weil die Fachleute längst erkannt haben, dass das frühe Auftreten solcher Störungen ein sehr harter Brocken bei den therapeutischen Bemühungen ist. Und zuzugeben ist, dass bei den Lebensschwierigkeiten von erwachsenen Menschen die Therapeuten oft konstatieren, dass bei entsprechenden Patienten nicht selten bereits im Kindesalter Erstsymptome als Verhaltensstörungen sichtbar waren.

Ich habe mich in meiner praktischen Arbeit als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin seit mehr als 50 Jahren mit diesem Problem vorrangig beschäftigt, sah hier bald die seelische Schwächung der jungen Generation sich einbahnen, erstellte darüber Prognosen mit der Aussage, dass man spätestens am Beginn des neuen Jahrhunderts mit einer traurigen Verwirklichung in der Bevölkerung zu rechnen hätte, wenn der Mainstream der Erziehung sich nicht ändern würde.

Heute ist es längst so weit. Denn diese verhängnisvolle Marschrichtung des Zeitgeistes änderte sich in der Tat nicht nur nicht, sondern sie läuft seit dem Beginn des neuen Jahrhunderts in Richtung einer allgemeinen, gefährlichen Ideologisierung, wodurch die wachsenden wissenschaftlichen Bestätigungen durch seriöse Fachleute nicht nur ostentativ überhört werden, sondern höhnisch der Zeitgeist allein als einzig richtiger Maßstab lauthals verkündet wird.

Dagegen spricht nun mit ihren Zahlen – in den Stürmen allgemeiner globaler Verwirrungen nur schwach zirpend – eine Krankenkasse, die sich mit ihren Ausgaben für seelisch beeinträchtigte Kinder überlastet fühlt.

Was dazu als Ursache zu sagen ist, habe ich seit 1966 mit Fachbüchern, in Printmedien und mit Radio- und Fernsehsendungen tausendfältig in die deutschsprachigen Länder hineingestreut und tue das heute weiter, weil ich die bedrängende Erfahrung habe machen können, dass es eine ganze Phalanx von bemühten, jungen Eltern gibt, denen es dadurch möglich geworden ist, meine Erziehungsvorschläge für notwendig und erfolgreich zu halten.

Praktische Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnis haben verdeutlicht, dass die Einhaltung der Naturordnung mit einer durchgängig direkten Nähe der Mutter zum Kind in dessen ersten Lebensjahren zwingend notwendig ist, weil sich in diesem Zeitfenster die positiven Erfahrungen des Kindes in sein sich entfaltendes Gehirn als künftige Liebes- und Leistungsfähigkeit geradezu einstanzen – ebenso aber auch besonders in dieser Zeit durch eine unnatürliche, unzureichende Versorgung des Kindes sich ein unruhig suchendes Verhalten, ja Widersetzlichkeit als seelische Störung in sein Gehirn langfristigst einprägt.

Als Quintessenz heißt das: Das Menschenkind ist auf Liebe geradezu programmiert.

Der Mensch ist eine Krone der Schöpfung Gottes. Dieser hat ihn eingefügt in prinzipielle Wachstumsphasen der Ausgestaltung mit einer umfänglichen Hilflosigkeit am Lebensanfang. Viel direktes Beschützen und Einhalten der Wachstumsgesetze ist nötig, damit die gesunde Ausgestaltung zum Erwachsenen – durch liebevolle Bemühung um die eigenen Kinder – geschehen kann.

Das gelingt am ehesten durch eine intensive, mindestens dreijährige Verbindung zu der Frau, aus der das Kind geschlüpft ist, und mit einem Vater, der diese Notwendigkeit durch treue Mühewaltung, durch seine Arbeit und sein einfühlsames Verhalten absichert.

Eine Regierung, die sich einer gesunden Zukunft ihrer Bevölkerung zu befleißigen hat, ist deshalb verpflichtet, sich dieser Zukunftsförderung vorrangig zu verschreiben. Das tut sie aber seit Jahrzehnten nicht mehr, weil diese natürliche Grundformel der Erziehung durch anmaßendes Geschrei in den Medien der Bevölkerung aus dem Kopf geraten ist.

Bis dahin ist es deshalb nötig, dass jede hellsichtige Familie selbst versucht, bei ihren Nachkommen dieses Ziel allein zu erreichen. Belohnt für ihre Mühe wird sie durch hervorragende Konzentrationsfähigkeit bereits im Grundschulalter, vor allem aber auch durch viel erfreulichen Umgang mit ihren Nachkommen selbst.

Sogar die Geschichtsforschung hat uns gelehrt: Fest zusammenhaltende Familien überstehen auch Notzeiten weitaus am besten.

(1) https://www.barmer.de/presse/bundeslaender-aktuell/nordrhein-westfalen/aktuelles/barmer-analyse–immer-mehr-psychotherapie-fuer-kinder-und-jugendliche-288260


Junge Leute leben heute länger enthaltsam

Unter dem Titel „Jugendliche immer später sexuell aktiv“ veröffentlichte die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) am 4. Dezember 2020 auf S. 8 einen Bericht über Teenis zwischen 14 und 17 Jahren.

Demnach haben Jugendliche heute ihre ersten Intim-Erfahrungen später als noch vor zehn oder 15 Jahren. Die Zeitung berft sich auf eine Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Während sexuelle Aktivitäten unter den Vierzehnjährigen mit durchschnittlich vier Prozent noch die Ausnahme sind (im Jahre 2005 waren es 11%), hat im Alter von 17 Jahren mehr als die Hälfte bereits das „erste Mal“ erlebt. Bei deutschen Mädchen sind es knapp 70%, bei jenen mit ausländischen Wurzeln hingegen nur 37%.

Als Gründe für die sexuelle Zurückhaltung geben Mädchen wie Jungen überwiegend an: „Fehlen des/r Richtigen“ und „bin noch zu jung“.

Beim „ersten Mal“ verwenden fast 77 Prozent ein Kondom, 30 Prozent nehmen die Pille, die sich damit weiter auf dem Rückzug befindet.


Wie finden Jugendliche aus dem hemmenden „Zauberkreis des Ego“ heraus?

Von Christa Meves

Gegen Ende der 60er Jahre hatte ich in meiner psychotherapeutischen Praxis eine bedrängende Feststellung gemacht: Immer häufiger wurden mir Jugendliche zugewiesen, die man in der Fachsprache damals als „wohlstandsverwahrlost“ bezeichnete.

Das Verhalten dieser Jugendlichen war durch ihre Lustlosigkeit, durch ihr merkwürdiges Unvermögen, sich aus der Tiefe der Seele heraus freuen zu können, gekennzeichnet. Stattdessen stumpfe Gleichgültigkeit, versteckt drängende Habgier, aschgraues Sich-elend-Fühlen.

Diese Haltung war umso bedenkenswerter, als selten einmal eine äußere Notsituation vorhanden war. Sie war allenfalls durch ein solches Verhalten sekundär entstanden. Die Unfähigkeit, sich zu freuen, war aber längst vorhanden gewesen, bevor die Not zu einer äußeren Lebensschwierigkeit wurde.

Interessanterweise ist das Unvermögen zur Freude bei dieser Störung grundsätzlich gekoppelt an eine merkwürdige Einengung der Wunschwelt. Schulterzuckend sind dann die Antworten, wenn man solchen Jugendlichen die „Wunschprobe“ als Test stellt. Mit hängendem Kopf wird gemurmelt: „Viel Knete“, „immer was zu trinken haben“, „Ecstasy frei Haus“ oder noch ein wenig aufmüpfig: „Meine Ruhe will ich haben.“ „Anständig was zu essen – Döner und so.“

Es wird deutlich: Die freudlose Gestimmtheit dieser Jugendlichen kreist um sich selbst. Im Zentrum steht die Suche nach forderungsloser Passivität, die das Glück aber auch nicht zu erbringen vermag. Das haben sie durch Im-Bett-Bleiben bereits ausprobiert. Wie eine Fliege im Netz sitzen solche seelisch Kranke im Netz einer unsichtbaren Spinne.

Aber bereits vor 50 Jahren konnte ich bei diesen Jugendlichen eine große Ähnlichkeit in ihren Vorgeschichten registrieren. Solche Pubertierenden haben in der Mehrzahl Eltern, die durch die gesamte Kindheit ihres Sprösslings hindurch keine Zeit für ihn hatten. Die Eltern waren meistens beide ganztags erwerbstätig oder anderweitig beschäftigt und vernachlässigten dadurch ihr Kind.

Damals bereits begann mich das zu alarmieren. Man konnte wohl voraussagen, dass dieser Trend – vom Zeitgeist unterstützt – immer höhere Zahlen solcher geschwächten Jugendlichen und im folgenden Jahrhundert einen Mangel an arbeitsfähigen jungen Menschen hervorbringen würde.
 
Diese Befürchtung hat sich heute für unsere Republik in der Tat in erschreckenden Zahlen bewahrheitet. Und zwar nicht nur in dieser Pathologie einer depressiven Lustlosigkeit allein, sondern unter den Vitalen auch mit einem erheblichen Potenzial an sprungbereiter, unterschwelliger Aggressivität; denn wie ein Rucksack mit Sprengstoff hat diese sich jetzt in ihrer Seele durch die vielen Misserfolge und durch die empörten elterlichen Reaktionen angehäuft.

Damals gab ich Befürchtungen über die Zunahme dieser Negativentwicklung in Büchern und Vorträgen Ausdruck, musste dabei aber feststellen, dass die Bevölkerung sich zwar außerordentlich aufnahmewillig zeigte, dass aber die Regierung insgesamt wirtschaftlichem Glanz mehr Vorrang gab als der seelischen Gesundheit ihrer Bevölkerung.

So wurden flächendeckend Kitas eingerichtet, obgleich es  besonders falsch ist, das Kind in seinen ersten drei Lebensjahren nicht in der direkten Nähe der Mütter zu belassen; denn in dieser Phase stanzt sich die maßgebliche Lebenskraft in die Seele des Kindes geradezu ein oder diese bleibt z. B. durch Kita-Schicksal ab dem ersten und zweiten Lebensjahr unzureichend entwickelt!

Heute müssen wir schon in den Großstädten mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen rechnen; denn nicht selten haben die Jugendlichen sich aus den Familien losgemacht oder sie sind von den Angehörigen vor die Tür gesetzt worden und haben sich einer Gang oder ähnlich aufrührerischen Gruppen angeschlossen.

Aber lassen sich denn nicht wenigstens die passiven Jugendlichen dieser Kategorie per Therapie zu einer konstruktiven Lebensfreude befreien? Und wie könnte das zugehen?

Therapeuten machen die Erfahrung, dass sich solche Fehlhaltungen erst zu ändern beginnen, wenn die Jugendlichen, die in dieser Weise entgleist sind, sich langfristig – in ständiger Begleitung gekonnter, liebevoller Fachhilfe – selbst auf den richtigen Weg begeben.

Alle noch so gut gemeinten opfervollen Zuwendungen nützen nichts, helfen den Kranken nicht aus ihrer unglücklich düster versteckten Anspruchshaltung heraus, wenn sie nicht in einem mühsamen Prozess des Einübens in sinnvolle Aktivitäten die Belebung neuer Hoffnung erfahren. Interessanterweise zeigt unsere Praxisarbeit, dass der Weg in die Lebensfreude bei solchen Kranken erst dann geschafft ist, wenn der Genesende empfindet, dass er zu etwas taugt, dass er etwas immerhin kann…

Wohlgemerkt: Es genügt keineswegs, dass einem solchen Jugendlichen eingeblasen wird, dass er auf alles Mögliche Rechte besitzt, dass es alle anderen ungerechterweise besser haben und es deshalb richtig wäre, es ihnen wegzunehmen… Dergleichen macht lediglich bürgerkriegstauglich.

Nein, es hilft allein, dass der junge Mensch bei sich selbst registriert, dass er zu etwas Konstruktivem zu gebrauchen ist. Sein Wertbewusstsein verwandelt sich erst dann in Lebensfreude, wenn er erfährt, dass sich in der Verwirklichung und Ausbildung seiner Gaben in der Ferne ein Ziel aufrichtet, auf das sich zugehen lässt. Erst dann lässt sich das Verharren in egozentrischem Versinken in Leere aufgeben und angesichts einer erfüllenden Aufgabe der hemmende Zauberkreis des Ego verlassen.
 
Am eindrucksvollsten erfuhr ich diese Gegebenheit in der Behandlung eines Jugendlichen, der als Einzelkind eines Ehepaares aufgewachsen war, das um den Erhalt seines Familienbetriebs über alle Maßen beschäftigt war. Alles Materielle stand dem Kind zur Verfügung, aber es verharrte in einer dumpfen Anspruchshaltung. Seine Arbeitsfähigkeit war gleich null, unentwegt Süßes essend und fernsehend saß er im Alter von 18 Jahren allein in einer Art „Leckerkuchenhaus“ und war trotz hoher Begabung so leistungsschwach, dass sein Schulabbruch im Gymnasium drohend bevorstand.

Durch das Nachholen einer echten Ich-Du-Beziehung in der psychotherapeutischen Behandlung begann er zunächst, mit nassem Ton zu spielen. Das machte ihm immerhin Spaß und so wuchsen daraus schließlich Figuren aller Art in gesteigerter Gekonntheit. Das Gespür für die Art seiner Begabung und schließlich der befreiende Ruck in die Erkenntnis, das Zeug zum Designer zu haben, brachten sogar bald weitere Erfolge künstlerischer Art ein – und das bedeutete für diesen Jungen die Befreiung zu einer Freude, die sein Lebensschiff endlich unter Dampf setzte.

In unserer allgemeinen Bildungs-, Schul- und Erziehungspolitik sind wir auf einem gefährlich falschen Weg; das lässt sich heute belegen. Hieb- und stichfest können wir das jetzt aussagen, denn wissenschaftlich ist es mittlerweile unter Einbeziehung der Hirn- und Hormonforschung bewiesen worden, dass ein solches trauriges Verhalten das Ergebnis unzureichender persönlicher Pflege und Ich-Du-Beziehung ist, besonders in den ersten Lebensjahren, aber weiterhin noch in der Schulzeit.

Allerdings: Befreiung aus solchen Brunnenschächten bedarf langer, langer Übungen und braucht den geduldigen Volleinsatz eines getreuen Therapeuten. Damals schrieb ich der FAZ ins Stammbuch: Aber wenn in dieser Weise einst eine traurig angewachsene Zahl junger Menschen so geschwächt sein wird: Woher dann all die Engel nehmen?!

Christa Meves ist Psychotherapeutin für Kinder/Jugendliche und Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm

Gemälde: Evita Gründler


Union gegen Senkung des Wahlalters auf 16

Wahlberechtigung und Volljährigkeit gehören zusammen

Kürzlich hat sich Bundesjustizministerin Christine Lambrecht für eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ausgesprochen. Dazu erklärt der rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Jan-Marco Luczak:

„Wahlberechtigung und Volljährigkeit gehören zusammen. Es ist ein Widerspruch, wenn die Rechtsordnung Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres zu ihrem eigenen Schutz keine volle Verantwortung für Ihr Handeln überträgt, die Justizministerin auf der anderen Seite ihnen aber komplexe und weitreichende politische Entscheidungen übertragen will, die für das Leben und Handeln aller Menschen in unserem Land entscheidend sind.

Viele Jugendliche sind politisch und gesellschaftlich aktiv und engagiert. Insbesondere die Klimaschutzdebatte hat gezeigt, dass Forderungen wirkmächtig und auch erfolgreich in den politischen Prozess eingebracht werden können.

Das finde ich gut und richtig, macht aber auch deutlich, dass es keiner Absenkung des Wahlalters bedarf, um Jugendliche für politische und gesellschaftliche Themen zu begeistern und ihnen eine Mitgestaltung zu ermöglichen.“


Eltern-Befragung über das „Lernen zuhause“: coronabedingtes, bundesweites Homeschooling

Pressemeldung der Universität Koblenz:

Als Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben zurzeit Schulen geschlossen. Die Kinder und Jugendlichen sollen im Homeschooling lernen.

Für Lehrkräfte, Eltern und Schüler eine ungewohnte Situation. Die Universität in Landau führt aktuell eine Elternbefragung durch, um herauszufinden, was Homeschooling für Eltern an Herausforderungen bedeutet und wie Homeschooling aus Sicht der Eltern funktioniert. 

Mit der Teilnahme an der Befragung können Eltern dazu beitragen, wichtige Forschungserkenntnisse zu Homeschooling im Zuge der Corona-Pandemie zu liefern. Die Ergebnisse der Studie sollen Erkenntnisse zu Homeschooling und den damit verbundenen Herausforderungen bringen sowie wichtige Hinweise für eine künftige Gestaltung des Beschulens zu Hause. 

Die Befragung ist zu erreichen über http://homeschooling-e.zepf.eu/

An der Befragung können Eltern teilnehmen, deren Kinder in Deutschland schulpflichtig sind. Die Teilnahme ist anonym.

Geleitet wird die Studie von Professorin Dr. Anja Wildemann (Erziehungswissenschaft) und Professor Dr. Ingmar Hosenfeld (Psychologie). Bei Fragen zur Studie sind sie per Mail zu erreichen unter homeschooling@zepf.uni-landau.de

Quelle: http://www.uni-koblenz-landau.de/de/aktuell/archiv-2020/elternbefragunghomeschooling


Regierung dehnt ideologischen „Kampf gegen rechts“ auch auf Kleinkinder aus

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann fordert ein Ende der politisch einseitigen Förderpraxis der Bundesregierung in der außerschulischen Kinder- und Jugendbetreuung.

Es sei ein Skandal, wenn die Bundesregierung unter dem Deckmantel angeblicher „Vielfalt“ bereits Kinder indoktrinieren und in vorbestimmte politische Bahnen lenken will.

Anlass zu dieser Forderung ist die Veranstaltung „Außerschulische Kinder- und Jugendbildung für Demokratie und Vielfalt“ des sogenannten Kooperationsprojektes „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“.

Frank Pasemann erklärt dazu:

„Bei der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen handelt es sich um einen besonders sensiblen Bereich. Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung Projekte und Veranstaltungen fördert, bei denen es darum geht, Lehrkörper und Pädagogen zu instruieren, wie sie schon auf Kleinkindern gezielt politische Einflussnahme nehmen können“.

Laut einer Beantwortung der Kleinen Anfrage wurde unter dem Deckmantel „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ allein seit Mitte 2017 Projekte im Umfang von über 1,6 Millionen Euro gefördert, wovon alleine 987.680 Euro auf Personalkosten entfielen.

Nicht zuletzt in Sachsen-Anhalt zeigt der berüchtigte und umstrittene Verein „miteinander e.V.“, wie weit die schamlose Vernetzung von Antifa-Milieu und bürgerlich scheinenden Vereinen gediehen ist, die mit Steuermitteln in Millionenhöhe aufgepumpt werden. Natürlich stets unter dem Deckmantel der „Demokratieförderung“ und des „Kampfes gegen rechts“.

Es ist offenkundig, dass die Bundesregierung über ihr millionenschweres Geflecht und der Förderpraxis gegenüber dubiosen Vereinen und Projekten gezielt gegen oppositionelle Parteien und deren Umfeld vorgehen lässt. Dass in diesem Rahmen schon Kleinkinder ins Visier genommen werden, ist eines demokratischen Rechtsstaates völlig unwürdig und gehört sofort beendet.“


Psychiater Korte kritisiert Gender-Ideologie

Der Diskurs um das Thema Gender ist „durchideologisiert“. Davon ist der Leitende Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität München, Dr. med. Alexander Korte, überzeugt. In einem Interview der katholischen Wochenzeitung „Tagespost“ vom 22. August 2019 beklagt er, die Ideologisierung des Themas schade den Betroffenen.

Wir erleben „seit geraumer Zeit einen regelrechten medialen Hype um das  Thema – speziell zum Thema Minderjährige mit Genderdysphorie respektive transsexuellem Wunsch und ‚Umwandlungsbegehren‘, so der Fachpsychologe.

Vor allem über die Medien und die Politik werde diese Ideologie vermittelt, wovon hauptsächlich junge Menschen sich beeinflussen lassen. Dabei spiele die Indoktrination durch eine „politisch inzwischen sehr einflussreiche Transgender-Aktivisten-Szene und Trans-Lobbyisten, die ihre Interessen lautstark vertreten“, eine wichtige Rolle.

Die „vorwiegend ideologisch geführte Diskussion“ mache eine „sachliche, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema zunehmend unmöglich: Ideologie bedeutet den Tod der Wissenschaft  – ähnlich wie Populismus den Tod der Demokratie bedeute“.

Das könne nicht im Sinne der Betroffenen sein, „die Hilfe bei Medizinern und Psychologen suchen und auf deren Unterstützung angewiesen sind“.

Quelle und vollständiger Text von Dr. Gero Weishaupt hier: https://www.kathnews.de/das-thema-gender-ist-durch-und-durch-ideologisiert

Gemälde: Evita Gründler


Terroranschlag in Israel: zwei junge Verletzte

​Ein palästinensischer Terrorist raste am Freitag (16.8.) mit einem gestohlenen Auto in zwei israelische Jugendliche, die an einer Bushaltestelle neben dem Ort Elazar, südlich von Jerusalem, standen. Dabei wurde ein 17-jähriger Teenager schwer verletzt, und seine 19-jährige Schwester erlitt leichtere Verletzungen.

Beide wurden nach dem Terroranschlag in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Der 17-Jährige erlitt einen Schädelbruch und Gehirnverletzungen. Er wurde notoperiert und befindet sich noch immer in Lebensgefahr.

Der Terrorist wurde von den Sicherheitskräften getötet.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin