„Politisch korrekt“: Julia Klöckner und das neue Familien-(Zerr-)Bild der CDU

Von Peter Helmes

Der ganze Schrott des zeitgeistigen Ideenmarktes macht offensichtlich auch vor der CDU nicht halt. In der Union scheint es Mode zu werden, auch noch den letzten „Dernier Cri“ der gegenderten Gesellschaft mitzumachen.

Sollte die Union jemals ein Meßinstrument für moralische Fehlerströmungen gehabt haben, so ist es ihr gründlich abhandengekommen. Dies zeigt sich sehr deutlich an ihrem gewandelten Familienbild. 1511

Julia Klöckner, stellv. CDU-Bundesvorsitzende und (vermeintlich) „letzte Hoffnung“ der arg gebeutelten Landespartei in Rheinland-Pfalz, verleiht dem neuen Familiengefühl ihrer Partei ein besonderes Flair, vermutlich weil sie in diesem Punkt besonders kompetent  –  will heißen: politisch korrekt  –  wirkt:

Sie lebt unverheiratet mit ihrem Freund zusammen, das Paar hat keine Kinder  –  eine moderne „Ehe“ sozusagen.

In einem Gespräch mit dem sich als „schwul“ bezeichnenden ehem. Wehrbeauftragten des Dt. Bundestages, Reinhold Robbe („verheiratet“ mit dem Opernregisseur Freo Majer), wird sie im protestantischen Monatsmagazin „Chrismon“ (Nr. 12/2013) gefragt, wie sie das Thema Familie sehe.

Die Redaktion äußert im Laufe des Gesprächs: „…Wir fragen, weil die Definition bei der CDU lange hieß – und teilweise auch heute noch heißt: Familie ist, wo Kinder sind.“

Darauf antwortet Klöckner: „Ich bin ja auch Kind. Kind meiner Eltern. Und ich habe zwei Patenkinder. Jeder hat Familie! Familie ist, wo Kinder und Eltern sind, sie sich kümmern. Aber auch Geschwister, Opas, Tanten, Neffen, Nichten. Familie ist ein Gebilde von Zusammenhalt, natürlich auch, aber nicht nur Blutsverwandtschaft…“

Schiefes, zeitgeistiges Familienbild

Nun geht das Gespräch über zu Herrn Robbe, der erklärt:

„Familie ist, wo Menschen sind, die sich lieben und füreinander Verantwortung übernehmen und wo man sich selber ein Stück zurücknimmt zugunsten anderer, zum Beispiel der Kinder. Verantwortung in guten wie in schlechten Zeiten. Und natürlich gilt das ebenso für gleichgeschlechtliche Paare, die ja immer häufiger auch Kinder haben. Da hat sich in der Gesellschaft schon sehr viel positiv verändert…“

Auf die Frage, wie er dieses Thema in der Bundeswehr sehe, entgegnet Robbe, es sei auch heute für schwule und lesbische Soldaten/innen „noch nicht immer einfach, die sexuelle Orientierung offen zu leben“.

Allerdings dürfe in der Bundeswehr niemand deshalb benachteiligt werden. „Da sind wir fortschrittlicher als die meisten anderen Staaten.“  –  Dazu sage ich nur: „Potzblitz, da können wir aber stolz auf uns sein!“

An dieser Stelle des Gesprächs unterbricht Frau Klöckner Herrn Robbe und betont, sie habe ihn „übrigens damals als Wehrbeauftragten gewählt“. –  Sowas klingt im Militär-Jargon etwa so: „Förmliche Anerkennung! Danke. Wegtreten!“  –  welch Letzteres wiederum gar nicht so schlecht wäre.

Ich glaub´ es nicht! Da entblättert die Klöckner ihr schiefes Familienbild, indem sie von „Omas, Tanten, Neffen“ faselt und dem noch schieferen Bild des Herrn Robbe nicht ´mal ansatzweise widerspricht.

„…Gleichgeschlechtliche Paare, die ja immer häufiger auch Kinder haben…“, sagt Robbe. Ja, wo kommen die denn her? Aus homosexuellen „Ehen“ oder Partnerschaften entstehen nun mal nach den Gesetzen der Natur keine Kinder. Welches Gesellschaftsbild hat Julia Klöckner?

Es gibt kein allgemeines „Recht auf Kinder“

Bei Kindern hört der Spaß doch auf. Es gibt kein allgemeines Recht auf Kinder! Da erwarte ich von einer christlich-demokratischen Partei eine klarere Haltung. Wenn nicht, ist die Freigabe des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Partner für die CDU nur noch eine Frage der Zeit; denn in dieser Partei gibt´s noch mehr Klöckners.

Und bei der Antwort Robbes merkt man, wie aus Sprachmanipulation Meinungsmanipulation entsteht. Die Formulierung „…die ja immer häufiger auch Kinder haben…“ soll wohl suggerieren, zwei Männer oder zwei Frauen hätten „ein Kind bekommen“, so als ob dies eine völlig natürliche Angelegenheit sei. Und demnächst wird man bei solchen Paaren wohl ganz selbstverständlich (und politisch korrekt) von „Eltern“ reden.

Hier, besonders hier, zeigt sich der Verlust der tradierten Werte der Union. Wenn eine Bundeskanzlerin und Vorsitzende der „Christlich“-Demokratischen Union sich nicht nur NICHT gegen den Aufgabe unserer Werte stemmt und ihre Stellvertreterin (Julia Klöckner), noch deutlicher, unser tradiertes Familienbild in den Mülleimer der Geschichte stampft, ist dies die familienpolitische Offenbarung der Union.

Die zerstörerische Lawine, die die Familie als Grundstruktur der Gesellschaft hinwegfegen soll, rollt ungebremst auf uns zu.

Der Buchautor Peter Helmes betreibt folgende Webseite: http://conservo.wordpress.com/


Julia Glöckner setzt sich für inhaftierten iranischen Pastor ein

Deutsch: Julia Klöckner, Spitzenkandidatin der...

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Mit der Übernahme einer Patenschaft für den inhaftierten Pastor Mehdi Foroutan setzt die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende, Julia Klöckner, ein Zeichen für Menschenrechte.

„Ich finde es wichtig, dass wir uns für all jene einsetzen, die nicht für sich selbst eintreten können. Wir dürfen Menschenrechtsverletzungen nicht stillschweigend hinnehmen. Deshalb übernehme ich sehr gerne die Patenschaft für Pastor Mehdi Foroutan, um auf sein Schicksal aufmerksam zu machen“, so Klöckner.

Laut Internationaler Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat sich die Situation für Christen im islamischen Iran nach der umstrittenen Wiederwahl Mahmoud Ahmadinedschads am 12. Juni 2009 dramatisch verschärft. Täglich sind sie Diskriminierungen, Misshandlungen ausgesetzt, werden gefangengenommen, viele wurden zum Tode verurteilt.

Mehdi ‚Petros‘ Foroutan ist Pastor einer iranischen Hauskirche. Nach mehrmaligen kurzzeitigen Festnahmen wurde er im Dezember 2010 im Zuge einer groß angelegten Polizeirazzia gegen christliche Hausgemeinden verhaftet. Zunächst hielt man ihn an einem geheimen Ort gefangen. Am 3. März 2011 wurde er wegen „Vergehen gegen die nationale Sicherheit“ zu einer einjährigen Gefängnisstrafe sowie einer hohen Geldstrafe verurteilt. Hintergrund der Vorwürfe: er habe mit Muslimen über den christlichen Glauben gesprochen.

Im Gefängnis „Abel Abad“ von Shiraz, der Hauptstadt der südiranischen Provinz Fars, befand er sich in Einzelhaft. Pastor Foroutan ging gegen das Urteil in Berufung. Am 15. April 2011 kam er auf Kaution frei. Am 14. September 2011 hat das Berufungsgericht das Urteil bestätigt. Gemäß gerichtlicher Verfügung verbüßt Pastor Foroutan seit dem 25.09.2011 seine einjährige Haftstrafe im Abel Abad-Gefängnis von Shiraz.

„Ich habe großen Respekt vor Menschen wie Mehdi Foroutan, die trotz aller Widrigkeiten an ihrem Glauben festhalten und für ihre Überzeugung kämpfen. Niemand darf wegen seiner Religion unter Ausgrenzung und Unterdrückung leiden, willkürlich verhaftet, systematisch verfolgt oder sogar ermordet werden. Dafür müssen wir uns gemeinsam einsetzen“, betont die rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschefin Julia Klöckner.

Quelle: IGFM, Frankfurt