Fronleichnamsprozession mit Bischof Rudolf Voderholzer in Regensburg

Am kommenden Donnerstag, den 4. Juni, findet in Regensburg die Fronleichnamsprozession statt. Das Hochfest beginnt um 8.30 Uhr mit einem Pontifikalamt im Dom St. Peter, dem Bischof Dr. Rudolf Voderholzer vorsteht. 150602_Fronleichnam 1

Anschließend bewegt sich die Fronleichnamsprozession mit dem allerheiligsten Altarsakrament in der Mitte durch die Straßen der Altstadt.

Die Gläubigen in den zahlreichen Pfarreien des Bistums Regensburg sind herzlich eingeladen, ihren Glauben an die reale Präsenz Christi im Sakrament durch die Teilnahme an den zahlreichen Prozessionen zu bezeugen.

Ein besonders schöner Aspekt der Prozessionen sind die liebevoll und aufwendig gestalteten Blumenteppiche an den Stationen der Prozession.

Aus diesem Grund bitten wir – wie bereits im vergangenen Jahr – Aufnahmen dieser schönen Teppiche auf dem Facebook-Auftritt des Bistums Regensburg zu posten. Wer dazu keinen Zugang hat, kann digitale Bilder senden an internet@bistum-regensburg.de. Die Zusendung soll bis Sonntagabend erfolgen. Aus den Zusendungen wird am Montag ein Bilderalbum erstellt.

Zum Hintergrund des Fronleichnamsfestes:

Seit dem 13. Jahrhundert wird das Fronleichnamsfest zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Christi und seiner realen Anwesenheit unter den Gestalten von Brot und Wein gefeiert. Als Ausdruck dieses Glaubens wird die hl. Hostie in einer Monstranz feierlich durch die Straßen getragen. Zur Zeit der Entstehung des Festes “Fronleichnam“ bedeutete das Wort „lebendiger, heil bringender Leib des Herrn“. Damals verstand man unter dem Begriff „lichnam“ noch nicht den toten menschlichen Körper, sondern einen lebendig anwesenden Menschen. Das „fron“ bedeutete “Herr“.

Ein Impuls für das Fest geht u. a. zurück auf eine Vision der Augustinernonne Juliane von Lüttich. Der dortige Bischof führte auf diese Anregung hin in seiner Diözese das Fest Fronleichnam 1246 ein. Papst Johannes XXII. erklärte es 1317 zu einem Fest der ganzen Kirche. Nachdem in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die ersten Fronleich-namsprozessionen in Köln stattgefunden hatten, ist für Regensburg die erste Prozession für das Jahr 1396 bezeugt.

Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich die Tradition, dass auf dem Prozessionsweg vier Altäre aufgestellt wurden, die die vier Himmelsrichtungen symbolisieren. Dort wird noch heute ein Text aus jeweils einem der vier Evangelien verlesen, es werden Fürbitten vorgetragen und vor der Fortsetzung der Prozession der sakramentale Segen gespendet.