Junger Polizist beklagt sich über „taz“-Attacke

Die Kolumne einer taz-Autorin gegen die Polizei in Deutschland sorgt seit vergangener Woche für scharfe Kritik und großen Unmut nicht nur bei Polizistinnen und Polizisten.

Ein Mitglied der JUNGEN POLIZEI in Bayern drückt bei FOCUS-Online seine Gedanken und Gefühle aus: 

„Mit jedem Satz den ich las, wuchs in mir die Wut, das Unverständnis über eine solch widerliche Sichtweise. Ich musste mir den Artikel mehrmals durchlesen, da ich nicht glauben konnte, dass jemand so viel Missgunst und Abscheu gegenüber einer Berufsgruppe hegt, die normalerweise anderen Menschen hilft, mit ihrer eigenen Gesundheit für andere einsteht und den Beruf zwangsläufig zur Berufung macht.

Normalerweise bin ich es gewohnt, dass mir als Polizeibeamter nicht nur freudige Überschwänglichkeit entgegen gebracht wird. Die negative Erfahrungen lege ich aber grundsätzlich mit dem Wechsel von Uniform zur Privatkleidung ab und lasse alles in meinem Spind.“

Artikel bei Focus Online

Quelle: Deutsche Polizeigewerkschaft


Polizeigewerkschaft: Die Polizisten werden in Deutschland zu sehr strapaziert

Beim Bundeskongress der JUNGEN POLIZEI in Stuttgart hat der Bundesvorsitzende der Dt. Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, davor gewarnt, die Polizei in Deutschland weiter zu strapazieren.

Angesichts von Großeinsätzen wie beim bevorstehenden 1. Mai in zahlreichen deutschen Städten oder beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg kommen die Polizeien von Bund und Ländern an ihre Grenzen. „Vor allem die Bereitschaftspolizeien müssen endlich deutlich gestärkt werden“, sagte Wendt (siehe Foto) vor den rund 60 Delegierten.

Aber auch die Sach- und Technikausstattung, wie Fuhrpark und Schutzausrüstung, gehören auf den modernsten Stand gebracht, erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende.

Er forderte überdies, dass die Länder mehr dafür tun müssen, den Polizeiberuf als attraktiven Beruf darzustellen.

Wendt dazu: „Angesichts der demografischen Entwicklung und Mitbewerbern in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes sowie der freien Wirtschaft muss der Polizeiberuf mit seinen Arbeits- und Einkommensbedingungen mit anderen auf Augenhöhe sein. Zusätzlich brauchen wir gute und ansprechende Werbekampagnen für unseren Beruf, damit junge Menschen begeistert werden.“

Quelle: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/bundesweite-einsaetze-bringen-polizei-an-ihr-limit/