Warum bei ADHS-gestörten Kindern nach den Ursachen geforscht werden soll

Von Christa Meves

Die Beschäftigung mit ADHS geht heute kaum noch an Eltern von Grundschulkindern vorüber. Im Allgemeinen meint man, es handle sich um eine neue seelische Erkrankung – besitzt dieses Verhalten doch immerhin einen erklärenden Namen: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom. Was also ist das?

Ein Fall auf jüngstem Forschungsstand mag der Information dienlich sein.

Ein Vater berichtet: Die Lehrerin seines ältesten Sohnes im dritten Grundschuljahr habe um einen Besuch der Eltern in der Schule gebeten. Bei dem Jungen sei – wie übrigens bei der Mehrzahl der Kinder in dieser Klasse – nach einer Expertenuntersuchung ADHS festgestellt worden. Die Eltern seien deswegen ersucht worden, jeweils für ihre Kinder fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Seitdem würden die meisten Eltern ihren Kindern unter kinderärztlicher Observanz eine Substanz mit Inhaltsstoffen wie z. B. Methylphenidat in täglicher Einnahme verabreichen. Bei diesem Medikament handelt es sich allerdings – wie jeder Mensch durch Googeln herausfinden kann – um eine Aufputschdroge, die zunächst vor allem bei Arbeitsstress von Studenten in den USA Erfolge gezeitigt hatte. Unverzüglich werden deswegen Substanzen dieser Art tonnenweise in Deutschland für Schulkinder zur Verfügung gestellt  und – wie man meint – mit einigem Erfolg.

Allerdings ist damit für viele Verantwortungsträger das Problem nicht vom Tisch. Ist eine solche Gabe – über längere Zeit in Kinderhirne hineingegeben  – überhaupt vertretbar? Ist sie der unausgereiften Hirnentwicklung der Kinder wirklich dienlich und nicht vielleicht sogar mit noch nicht erkennbaren Nachwirkungen sogar schädlich?

Vorab Professor Manfred Spitzer aus Ulm belegt das z. B. wissenschaftlich seit vielen Jahren (vgl. https://www.amazon.de/ADHS-Das-Zappelphilipp-Syndrom-Manfred-Spitzer/dp/3902533498).

International branden darüber die unterschiedlichen Vorstellungen unter den Forschern immer noch in einer verwirrenden Fülle hoch, ohne für die praktische Lösung des Problems befriedigend und hilfreich zu sein.

Der Vater meines Beispiels ließ sich jedenfalls in einer verantwortungsbewussten sachlichen Weise beunruhigen und übergab das Problem in die Hände einer bewährten Kinderpsychotherapeutin. Diese schlug den Eltern im Verbund mit dem Kind lediglich eine Veränderung in dessen Alltags-Dominanzen vor:

Sportgeräte wurden angeschafft, und der Vater selbst begab sich nach Feierabend mit seinem Sohn zusammen unter die Fußballspieler. Der einseitige Schwerpunkt des Jungen, der auf hoher Schiene eher mit abstrakten intellektuellen Fragen beschäftigt war, wurde so auf ein gutes Mittelmaß seiner Betätigungen verändert.

Gemeinsamkeiten, besonders mit dem Vater, z. B. Abenteuerwanderungen im Umfeld, Ruderpartien am Wochenende etc. wurden gemeinsam geplant und durchgeführt. Die Unruhe hatte ihre Ursache in diesem Fall in der Unausgewogenheit der Alltagsbeschäftigungen dieses Kindes. Das entsprach nicht ganz ausreichend der Entfaltungsstufe im Grundschulalter.

Nach wenigen Wochen schon zeigte sich, dass der Junge seine Schulaufgaben mit der nötigen Konzentration zustande brachte. Dieser therapeutische Erfolg ist kein Einzelfall. Meine Erfahrung als Kinderpsychotherapeutin hat mich gelehrt, das zu verabreichende „Medikament“ gegen motorische Unruhe sollte heißen: mehr Beschäftigung in dualer Weise mit der hauptsächlichen Bezugsperson – und das keineswegs unter Ausschluss einer lustvollen sportlichen Betätigung.

Hinzugefügt werden muss aber auch, dass praktisch arbeitenden Kinderpsychotherapeuten die motorische Unruhe als ein Symptom einer diagnostizierbaren Verhaltensstörung schon seit vielen Jahrzehnten bekannt ist und sich nicht selten mithilfe von Verhaltensänderungen aus der Welt schaffen lässt.

Notwendig dazu ist eine Diagnose des Hintergrunds vom Erscheinungsbild der Störung.

Denn grundsätzlich beruht die Unruhe auf dem völlig unbewussten Versuch des Kindes, das Gefühl von etwas Unzureichendem in ein seelisches Gleichgewicht zu bringen.

Noch einmal sei betont: Die Motivation für dieses diffuse Suchverhalten liegt absolut nicht im Bewusstsein des Kindes. Deshalb fühlt es sich gequält, wenn ratlose Erwachsene es immer wieder nach dem Warum seiner Auffälligkeit fragen.

Der nächste Schritt für den Therapeuten heißt deshalb, eine genaue Vorgeschichte des Kindes zu erfragen und seine momentane Situation in seinem Umfeld zu ergründen. In den meisten Fällen setzt das eine gründliche Beratung der fast immer verständigen Eltern voraus.

Aber die Palette dieser Möglichkeiten ist groß und vielfältig. Tritt die Unruhe erst in jüngster Zeit auf, so hat sie ihre Ursache manchmal auch im Mitempfinden einer umfänglichen, als lebensbedrohlich erlebten Unsicherheit in der allgemeinen Situation des Kindes. Viele Kinder empfinden z. B. bereits die nachhaltig sichtbare Entfremdung der Eltern voneinander als gefährlich. Sie befürchten eine baldige Scheidung. Nicht selten reicht das zur Auslösung des Symptoms.

Aber nicht weniger massiv liegt die Ursache in unzureichend vollzogenen Prägungsvorgängen der Entfaltung notwendiger Lebenstriebe in den frühen Lebensjahren der Kinder oder auch in zu frühen Kollektivierungen. Eine pointierte Diagnose und mehr Nähe zur Hauptbezugsperson sind hier maßgebliche Schritte zur Heilung.

Von dieser Sichtweise aus stellt sich oft sogar verhältnismäßig rasch eine seelische Beruhigung des Kindes ein und damit auch seine neu erwachte Freude, in großer Menge neugierig und aufmerksam zu lernen, was es in dieser Welt auch nur zu lernen gibt.

Es lohnt sich, so lässt sich erfahren, die wahren Ursachen des Fehlverhaltens zu ergründen und von dieser Basis aus anzugehen, statt es vorschnell beim oberflächlichen Kurieren an den Symptomen zu belassen. Denn die Gefahr von Nachwirkungen auf das unausgereifte Gehirn des Kindes ist damit nicht ausgeräumt.

Wie oft haben Pharmazie und Medizin die Unschädlichkeit eines Medikaments später als einen folgenreichen Irrtum eingestehen müssen!

Unsere Autorin Christa Meves ist Bestsellerautorin sowie Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche; außerdem leitet sie den Verein „Verantwortung für die Familie“.

 


Die Lieblings-Vornamen des Jahres 2018

Marie und Paul sind die beliebtesten Vornamen 2018. Das gab die Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfdS) in ihrem neu veröffentlichten Ranking bekannt.

Damit bestätigte sich bei den Mädchen der beliebteste Name aus dem Vorjahr, bei den Jungen wurde der ehemalige Favorit Maximilian auf den dritten Rang verdrängt. Auf Platz zwei liegt wie in den Vorjahren Alexander.

Neu in den Top Ten (obersten Zehn) ist bei den Mädchen Johanna, bei den Jungen Henry (Henri).

Bei der Liste handelt es sich um Erst- und Zweitnamen.

Bei den Erstnamen liegt Emma bei den Mädchen vorn, bei den Jungen ist es Ben.

Quelle (Text/Grafik):https://de.statista.com/infografik/12251/die-beliebtesten-vornamen/


Kinder und Jugendliche beginnen mit Pornos per Internet immer früher

Kinder und Jugendliche werden über das Internet immer früher mit pornografischem Material konfrontiert. Das hat eine Online-Befragung durch Forscher der Universitäten Münster und Stuttgart-Hohenheim ergeben.

Demnach hat bereits die Hälfte der 14- bis 20-Jährigen harte Pornofilme gesehen. Jeder Zweite hatte bewusst danach gesucht. Die Befragten waren bei ihrem ersten Pornokonsum durchschnittlich 14 Jahre und zwei Monate.

Nach Worten des Kommunikationswissenschaftlers Thorsten Quandt von der Universität Münster geschieht es meist heimlich über Computer oder Smartphone.

Das bedeute, dass die Heranwachsenden auch allein mit den Inhalten zurechtkommen müssten, ohne dass Erwachsene ihnen dabei helfen könnten, sie einzuordnen. Jungen nutzten pornografische Angebote häufiger als Mädchen.

Befragt wurden 1058 Jugendliche.

Quelle: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/umfrage-kinder-und-jugendliche-sehen-immer-frueher-pornos-102948.html


Bacha-Bazi in Afghanistan: Minderjährige Jungen entführt und sexuell versklavt

In Afghanistan üben Menschenrechtler seit Jahren Druck auf die Regierungsbehörden aus, damit diese weitere Strafmaßnahmen für die Verantwortlichen des Handels mit den sog. Bacha-Bazi auf den Weg bringen.

Diese Praxis geht auf die sexuelle Versklavung von männlichen Kindern und Jugendlichen zurück, die von Kriegsherren, Militärs und Polizeibeamten, aber auch von Politikern und anderen einflussreichen oder wohlhabenden Personen ausgeübt wird.

Kinder im Alter von 10 bis 18 Jahren müssen als Frauen verkleidet auf den Festen unter Männern tanzen oder sexuelle „Dienste“ leisten. “Bacha-Bazi“ bedeutet in Farsi: Spiel mit den Kindern.

Die radikal-islamischen Taliban benutzen bei ihrem Kampf gegen die Regierung die Bacha-Bazi-Jungen auch als Spione in den Reihen der Sicherheitskräfte.

“In unserem neuen Strafrecht ist ein ganzes Kapitel dieser kriminellen Praxis gewidmet”, heißt es in einer Verlautbarung des afghanischen Ministerrates. “Das Strafrecht soll noch diesen Monat in Kraft treten und wird ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung dieser schrecklichen Praxis sein”.

Quelle: Fidesdienst


Auch in Sachsen wird ein Gender-Lehrplan für die Sexualkunde an Schulen eingeführt

Mathias von Gersdorff

Kürzlich hat das sächsische Kultusministerium seinen textlastigen „Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Federführend war CDU-Kultusministerin Brunhild gersdorffKurth. Der Freistaat wird gegenwärtig von einer CDU/SPD-Koalition regiert.

Die sächsischen Schulpolitiker haben die Richtlinien für die Sexualerziehung deutlich dem herrschenden Zeitgeist angepasst und die links-grüne Mode-Ideologie „Gender“ eingeführt. Sie gingen aber wesentlich geschickter als ihre hessischen Kollegen vor und mieden die autoritäre Sprache des hessischen Kultusministers Ralph Alexander Lorz (CDU).

Sicherlich wollte man heftige Auseinandersetzungen wie in Baden-Württemberg und in Hessen verhindern, aber gleichzeitig dem linken Zeitgeist huldigen.

In Hessen tobt seit dem Spätsommer ein heftiger Kampf um den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“. Die Debatte entzündete sich vor allem an der mit ausgestrecktem Zeigefinder geforderten „Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Das treibt just die CDU-Basis zur Weißglut: Eltern, Katholiken, Konservative. Mit seinen Kampf für Gender und gegen Elternrechte ist Kultusminister Lorz dabei, die Popularität seiner Partei in Hessen zu ruinieren. Hier ist die CDU traditionell konservativ geprägt.

In Sachsen wählte man eine vorsichtigere Sprache und zeigt sich verständnisvoller gegenüber unterschiedlichen Wertvorstellungen. Gender wird in wohl kalkulierten Dosierungen verabreicht und durch eine fast schwülstige Sprache verbrämt. t_go.php

Wer aber den „Orientierungsrahmen“ sorgfältig liest, erkennt problemlos, dass die Gender-Ideologie nicht nur namentlich erwähnt, sondern in vollem Umfang enthalten ist.

BILD: „Demo für alle“ protestiert gegen Frühsexualisierung in den Schulen

So sollen sich Schüler/innen mit „Homosexualität und anderen Ausdrucksformen sexueller Vielfalt (vor allem Bi-, Inter- und Transsexualität)“ auseinandersetzen.

Ausdrücklich erwartet man von den Schülern eine Akzeptanz der „neuen Einstellungen zum Sexualleben“:

„Gesellschaftliche Einstellungen zum Sexualverhalten der Menschen (wie u. a. zur Homosexualität) haben sich in den letzten Jahren verändert. Familien- und Sexualerziehung sollte dazu beitragen, dass unterschiedliches selbstbestimmtes Sexualverhalten, das die Würde des Menschen wahrt, keine Bewertung erfährt und als Teil der individuellen Persönlichkeit akzeptiert wird.“

Die Sexualerziehung soll durchaus bei den Kindern zu einem Hinterfragen der Wertvorstellungen führen, die sie von den Eltern oder von der Kirche bzw. Religion erhalten haben: „Sexualerziehung soll helfen, eigene Wertvorstellungen zum sexuellen Verhalten, zu Partnerschaften, Ehe und Familie zu entwickeln und diesbezüglich selbstbestimmte Entscheidungen zu fällen.“

Demnach kann es gar nicht anders sein, dass die Schule als Konkurrenz zum Elternhaus wirkt. Wie diese Zielsetzung mit dem Indoktrinationsverbot zu vereinbaren ist, bleibt ein Geheimnis der sächsischen Schulpolitiker.  Foto von Elstrud Consoir

Die Vorstellung, es gäbe eine Vielfalt an sexuellen Orientierungen oder Identitäten, findet sich mehrmals im Text des Orientierungsplanes:

„Sexualerziehung soll zu Toleranz gegenüber unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, Verhaltensweisen und Lebensstilen anhalten und motivieren, Diskriminierungen entgegenzuwirken“.

Oder es heißt: „Bei der Thematisierung von Geschlechtlichkeit (Sex und Gender, männlich/weiblich, Jungen/Mädchen, Männer/Frauen) ist zu beachten, dass es Kinder und Jugendliche in der Lerngruppe geben kann, die sich physisch oder psychisch nicht den traditionellen Kategorien von männlich und weiblich zuordnen lassen bzw. sich selbst nicht zuordnen können – unabhängig vom angeborenen eindeutigen oder uneindeutigen anatomischen Geschlecht.“

Das letzte Zitat ist besonders interessant, denn es enthält in konzentrierter Form die gesamte Gender-Ideologie.

Die Textpassage besagt, dass es Menschen gebe, die sich nicht in die „traditionellen Kategorien“ von Mann und Frau zuordnen lassen. Ferner gibt es Menschen, die sich selber diesen „traditionellen Kategorien“ nicht zuordnen können.

Das Wort „traditionelle Geschlechter-Kategorien“ impliziert die Vorstellung, diese „Kategorien“ seien nicht von der Natur aus gegeben, sondern kulturelle oder soziale Produkte. Nur dann ergibt die Bezeichnung „traditionell“ Sinn, um Mann und Frau als solche zu bezeichnen. Fasst man so die Entstehung der Geschlechter auf, befindet man sich schon tief in der Gender-Ideologie.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2016/12/sachsens-orientierungsrahmen-fur-die.html


Obdachlose Berliner Jungen wurden von Amts wegen in pädokriminelle Kreise verschickt

Am Freitag wurde in Berlin eine Studie vorgestellt, die noch einmal bestätigt, was in Grundzügen schon länger bekannt ist:

Der Pädophilen-Aktivist Helmut Kentler hat in den siebziger Jahren obdachlose männliche Jugendliche gezielt in die Obhut verurteilter pädophiler Männer geschickt. Finanziell unterstützt wurde dieses „Experiment“ vom Berliner Senat, der den sexuellen Mißbrauch der Jugendlichen in Kauf genommen hat.

Dazu erklärt Hedwig von Beverfoerde (siehe Foto), die Sprecherin des „Aktionsbündnis für Ehe und Familie“ sowie der „Demo für alle“:

»Kaum jemand weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß der Geist von Helmut Kentler virulent ist wie nie. Kentler war nämlich nicht nur eine Schlüsselfigur beim Versuch pädophile Forderungen in der Politik durchzusetzen, sondern auch der Gründer der Schule der sogenannten „neoemanzipatorischen Sexualpädagogik“.

Unter dem Etikett „sexuelle Vielfalt“ und Mißbrauchsprävention wird eben diese Pädagogik derzeit in immer mehr Bundesländern gegen teilweise massiven Widerstand von Eltern, Lehrern, Kirchen und Experten in Schulen und Kitas durchgedrückt.«

Der Kentler-Schüler Prof. Uwe Sielert, der Kentler als „väterlichen Freund“ bezeichnete, und seine Schülerin Prof. Elisabeth Tuider betreiben heute mit Hochdruck die flächendeckende Einführung dieser Sexualpädagogik.

Schon Ende 2014 hat Antje Schmelcher von der FAZ in ihrem bahnbrechenden Artikel „Unter dem Deckmantel der Vielfalt“ auf die engen Verbindungen zwischen Kentler und Sielert sowie Tuider hingewiesen. Tuider selbst hat sich daraufhin in einem Spiegel-Interview ausführlich zu Kentler offenbart.

»Die jetzige Debatte um den Kindesmißbrauch durch Kentlers „Experiment“ und dessen staatliche Alimentierung bleibt unvollständig und verfehlt das Entscheidende, wenn sie das lebendige Erbe Kentlers und die fortgesetzte politische und amtliche Unterstützung für seine Nachfolger nicht mit einbezieht«, so Beverfoerde.

Sie fordert eine breite Debatte über die brisanten Verflechtungen und giftigen Ursprünge der heutigen Sexualerziehung: »Die moderne Sexualpädagogik muß auf den Prüfstand!«

Das Aktionsbündnis für Ehe und Familie – DEMO FÜR ALLE setzt sich seit 2014 u.a. für den Schutz der Kinder in Schulen und Kindergärten vor der Einführung der neoemanzipatorischen Sexualpädagogik ein. Hedwig von Beverfoerde ist die Sprecherin und Koordinatorin des Bündnisses.  

Hedwig v. Beverfoerde, Koordinatorin DEMO FÜR ALLE
Münchenhofstr. 33 in 39124 Magdeburg
kontakt@demofueralle.de
www.demofueralle.de

Weiteres Info dazu: http://netzwerkb.org/2016/12/02/bei-paedophilie-auf-andere-zeiten-zu-verweisen-reicht-nicht/

ENGLAND aktuell: Bekannte Fußballer berichten über sexuellen Mißbrauch durch Trainer: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/skandal-100.html


Warum eine intakte Familie für die Entwicklung der Kinder unersetzbar ist

Von Dr. med. Edith Breburda

Was ist die ideale Familie? Warum brauchen Jungen einen Vater und warum ist die Familie unersetzbar für einen Staat?  –  Dieser Frage gehen viele Wissenschaftler nach. Auch die vatikanische Synode hat sich damit beschäftigt. dr-breburda1

Seit einiger Zeit kann man viel über die Familie lesen. Das, was eigentlich selbstverständlich war, erscheint plötzlich in einem ganz anderen Licht. Der Satz „Die Familienstruktur ist äußerst wichtig“ von Prof. Dr. Brad Wilcox vom American Enterprise Institut sorgte dennoch für Aufsehen.

Die US-amerikanische Princeton-University und die linksgerichtete Brooking-Institution veröffentlichten neulich eine Studie, in der es hieß: „Viele Gelehrte stimmen damit überein, dass es Kindern, die mit ihren biologischen Eltern in einer stabilen Familie aufgewachsen sind, viel besser geht als denen, die in all den neuartigen familienähnlichen Verhältnissen groß wurden.“

Warum das so ist, wird immer noch diskutiert. Jene US-Bundesstaaten, in denen mehr verheiratete Eltern leben, waren ökonomisch besser gestellt. Auch Kinderarmut war in diesen Staaten weniger vorhanden, fand Prof. Wilcox in einer Studie heraus.

Die Washington Post fasst zusammen: „Die Gütergemeinschaft der Verheirateten ist in einem Staat der bessere Indikator für Wohlstand als die Bildungsrate der Einwohner.“

„Besonders Jungen kommt es zugute, wenn sie in einer traditionellen Familie groß werden“, erläutert ein Bericht vom Massachusetts Institute of Technology. Diese Aussage untermauert Daniel Patrick Moynihan’s berühmtes Zitat von 1965: Doris-Sohnemann

„Die amerikanische Geschichte lehrte uns, dass in den wilden irischen Elendsvierteln des 19. Jahrhunderts, in den zerrissenen Vorstädten von Los Angeles eine große Zahl von Jungen in zerbrochenen Familien aufwuchsen, in denen nur noch die Mutter die Kinder erzog. Die Jungen hatten nie die Gelegenheit, eine stabile Familie und einen Vater zu erleben, der ihnen Sicherheit durch seine Autorität bot. So eine Gesellschaft, in denen die Jungen keine rationalen Erwartungen an die Zukunft haben, endet im Chaos.“

Vielleicht ist es die faszinierende, aber auch sehr irritierende Studie von Nicholas Ziel vom Institut für Familienforschung, die besagt, dass es Adoptivkinder in der Schule viel schwerer haben als Kinder, die von ihren biologischen Eltern erzogen werden. Diese Information ist erschreckend, weil Adoptiveltern finanziell meist besser gestellt sind und sich meist genauso viel Mühe mit der Kindererziehung geben wie die leiblichen Eltern. Trotz allem ist eine Adoption immer noch bessere für die Kinder, als wenn sie missbraucht würden oder in Waisenhäusern aufwachsen müssten.

Man muss jedoch alles in Relation setzen. So geht es einem chinesischen Kind, das bei Lesben aufwächst besser als in einem Waisenheim in China. Ein Kind, dessen Eltern sich dauernd streiten und anfeinden, würde eher davon profitieren, wenn sich die Eltern trennen.

Der St. Lawrence-Universitäts Professor Steven Horwitz spricht von dem sog. Nirvana Irrtum, wenn man verschiedene Familienstrukturen untersucht, die nicht zusammen passen. 008_Index - Kopie

Man kann eine idealisierte Ehe, in der alles stimmt, nicht als Maßstab heranziehen. Das ist unrealistisch. Es können nur unvollkommene Alternativen verglichen werden. Das heißt aber nicht, dass es die perfekte Familiensituation nicht gibt, nur weil wir in einer Welt leben, wo Ideale und Realität voneinander abweichen.

Diese Diskrepanz erleben wir bei allen Dingen, die die Menschlichkeit involvieren. Es sollte auch keinen überraschen, dass die Familienstruktur kontrovers betrachtet wird. Denn die Familie hat einen größeren Stellenwert in unserem Leben als unsere Regierung oder die Schule.

Seit unserer Geburt verleiht sie uns unsere Identität, unsere Sprache und vermittelt uns die Vorstellung, wie die Welt funktionieren soll. Bevor wir zum Bürger oder Wähler werden, sind wir Teil einer Familie. Im Laufe der Jahre manipulierte man uns, die Familie als eine Art Konkurrenz, zumindest jedoch als ein Problem für den Staat anzusehen. Zumindest werden Familienkriege nie enden, weil die Familie einem wichtig ist (1).

Erstaunlich ist so gesehen die Entscheidung der Synode, welche die Rechte der Eltern unterminiert. Am 27. Oktober 2015 stimmten 94% der 257 Synodenväter dafür, dass Eltern nicht mehr das alleinige Recht haben sollten, ihren Kindern Sexualkundeunterricht zu erteilen. In dem Dokumentes heißt es: „Die Familie wird ihre primäre Rolle in der Kindererziehung beibehalten, aber sie kann nicht der einzige Ort für Sexualerziehung sein.“

Das verhält sich konträr zur Lehre der Kirche, wo es heißt, die Familie muss der einzige Ort sein, um Kinder aufzuklären.

Grundlegende Forderungen an die Sexualerziehung werden in der Enzyklika “Familiaris consortio” (Johannes Paul II.) dargelegt, in der unter der Nr. 37 gesagt wRadio Vatikanird:

“Die Geschlechtserziehung ist ein Grundrecht und eine Grundpflicht der Eltern, sie muss immer unter ihrer sorgsamen Leitung erfolgen, sei es zu Hause, sei es in den von ihnen für ihre Kinder gewählten Bildungsstätten, deren Kontrolle ihnen zusteht. In diesem Sinne betont die Kirche das Prinzip der Subsidiarität, das die Schule beachten muss, wenn sie sich an der Geschlechtserziehung beteiligt; sie hat sich dabei vom gleichen Geist leiten zu lassen wie die Eltern.”

Führende UN-Beauftragte und Politiker versuchen, Eltern von diesem unabdingbaren Recht der Erziehung und Formation ihrer Kinder abzuhalten.

12-jährige Kinder, die in Entwicklungsländer leben, haben freien Zugang zu Verhütungsmitteln und Abtreibung. Es wird argumentiert, dass es die Gesundheit des Kindes erfordert, dass der Staat ihnen dieses ohne Wissen der Eltern ermöglicht. Einige Länder, die UNESCO und die Weltgesundheitsorganisation, fördern u.a. eine pornographische Sexualkunde, welche die Rolle der Eltern als Beschützer und Aufklärer ihre Kinder missachtet.

Die Freiheit der Eltern wird durch Aufklärungsprogramme wie das „It’s All One Curriculum” unterminiert. Aber auch die eigene Kirche entbindet Eltern von ihrer primären Aufgabe der Sexualerziehung ihrer Kinder.

In England und Wales haben viele junge Kinder Zugang zu Verhütungsmitteln und Abreibung in ihrer eigenen katholischen Schule, ohne dass die Eltern darüber etwas wissen. Der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales ist das bekannt. Kindern in konfessionellen Grundschulen wird bereits gesagt, dass es ok ist, später einen gleichgeschlechtlichen Partner zu heiraten (2).

Es ist zu bedauern, dass die neuesten wissenschaftlicher Untersuchungen über die äußerst wichtige Bedeutung der Familie nicht bekannt sind und die entscheidende Rolle der Eltern für das Wohl einer gelungenen Kindererziehung nicht beachtet wird.

Literatur:
1) Goldberg J.: Jonah Goldberg: Why family structure is so important, controversial. Wisconsin State Journal. 28.10.2015

2) VoiceoftheFamily: 94% of Synod Fathers voted to undermine parental rights at Synod. LifeSiteNews, 28. Okt. 2015BookCoverImage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin). 

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

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