Christus: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Joh 15,12-17:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein HERR tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

 


Der Prophet Jesaja bekennt: „Gott, der mich freispricht, ist mir nahe!“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jes 50,4-9:

Gott, der HERR, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt ER mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.  polskaweb

Gott, der HERR, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.

Doch Gott, der HERR, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

ER, der mich freispricht, ist nahe. Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten!  –   Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.

Seht her, Gott, der HERR, wird mir helfen. Wer kann mich für schuldig erklären?  –  Seht: Sie alle zerfallen wie ein Gewand, das die Motten zerfressen.

 


Hl. Augustinus: Im Evangelium spricht der HERR selbst zu uns!

Gottes Wort birgt in sich eine besondere Gegenwart und Kraft Christi, die vor allem in der liturgischenVerkündigung zum Tragen kommt.  Dies beschreibt der hl. Kirchenlehrer Augustinus in seinen Predigten über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium 30,1):

Dr. Bernd F. Pelz„Meine Lieben, auf die Lesung des heiligen Evangeliums, über das wir kürzlich zu euch gesprochen haben, folgt die heutige, die soeben verlesen wurde. Sowohl Jünger wie nichtgläubige Juden hörten dem HERRN beim Reden zu; sowohl Wahrheitsliebende wie Lügner lauschten der Wahrheit; sowohl Freund wie Feind hörte die Liebe reden; sowohl Gut wie Böse lauschte dem Guten.

Jene hörten, ER aber unterschied sie voneinander: Wem seine Rede nützte und nützen würde, sah ER und sah ER voraus. In jenen nämlich, die damals lebten, sah ER es; in uns hingegen, die wir später kommen sollten, sah ER es voraus.

Lasst uns also das Evangelium so hören, als hörten wir dem HERRN selbst zu, der ja zugegen ist. Wir wollen nicht sagen: O jene Glücklichen, die ihn sehen konnten!   –  Denn viele unter denen, die ihn sahen, haben ihn dennoch getötet, viele aber unter uns, die ihn nicht sahen, sind dennoch gläubig geworden.

Denn die kostbare Wahrheit, die aus dem Mund des HERRN erklang, wurde unseretwegen aufgeschrieben und bewahrt, unseretwegen wurde sie vorgelesen und sie wird auch wegen unserer Nachkommen und bis zum Ende der Welt vorgelesen werden.

Der HERR ist in der Höhe, aber der HERR  –   d i e  Wahrheit  –  ist auch hier. Denn der Leib des HERRN, in dem ER von den Toten auferstanden ist, kann nur an einem Orte sein, seine Wahrheit aber ist überall verbreitet.

Lasst uns also den HERRN hören und was ER selbst uns von seinen Worten gegeben hat, das wollen wir auch sagen.“

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


„Gott, der HERR, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 50,4-9a:

Gott, der HERR, gab mir die Zunge eines Jüngers,
damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort.
Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.
Gott, der HERR, hat mir das Ohr geöffnet.
Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen,
und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen.
Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.
 
Doch Gott, der HERR, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden.
Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel;
ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
ER, der mich freispricht, ist nahe.
Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten!
Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.
Seht her, Gott, der HERR, wird mir helfen. Wer kann mich für schuldig erklären?
Seht, sie alle zerfallen wie ein Gewand, das die Motten zerfressen.