Predigt zur Wallfahrt der vertriebenen Schlesier in Bochum-Stiepel am 18. August

Von Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann

Wallfahrt der heimatvertriebenen Schlesier mit den Beuthen-Roßbergern (St. Hyazinth) und den Spätaussiedlern nach Bochum-Stiepel am 18. August 2019.

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, liebe Landsleute,

mitten im Monat August – für viele Familien der Monat der Urlaubszeit – feiert die Kirche das Hochfest der Aufnahme der seligen Jungfrau Maria in den Himmel. Für uns ist das eine besondere Gelegenheit, um über den letzten Sinn der menschlichen Existenz nachzudenken.

Deshalb richten wir unseren Blick auf die Gottesmutter, den Stern der Hoffnung, der unseren Weg auf Erden erhellt  – und folgen dabei dem Vorbild der heiligen Männer und Frauen, die in jeder Lebenslage zu ihr Zuflucht genommen haben.

Seit Jahren pilgern Heimatvertriebene, Flüchtlinge wie auch Aussiedler an Orte, die der Mutter Gottes Maria geweiht sind. Diese Tradition pflegen wir, weil sie unseren Glauben stärkt, worüber ich sehr froh bin.

Jede Tradition hat ihre Geschichte. Für einige von Ihnen ist es lebendige Erinnerung und für die Jüngeren bereits Vergangenheit, die sie nur aus Erzählungen kennen.

Erlauben Sie mir an dieser Stelle, dass ich kurz auf die Geschichte der schwierigen Anfangsjahre der Vertriebenen und Flüchtlinge nach dem zweiten Weltkrieg zurückblicke.

Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen mehr als 14 Millionen Menschen aus den deutschen Ost-Gebieten. Diejenigen, die Flucht und Vertreibung überlebt hatten, wurden von ihren deutschen Landsleuten aber nicht immer herzlich aufgenommen.

Der promovierte Historiker Andreas Kossert hat die schwierige Ankunftsgeschichte der Vertriebenen umfassend erforscht und beleuchtet erstmals diesen blinden Fleck der deutschen Nachkriegsgeschichte.

In seinem Buch „Kalte Heimat  – Die Geschichte der Deutschen Vertriebenen nach 1945″ (*)  beschreibt er eindrucksvoll die Erfahrungen derjenigen, die durch den Krieg entwurzelt wurden und immense Verluste erlitten haben; und er fragt danach, welche Folgen das nicht nur für die Vertriebenen und ihre Nachkommen, sondern auch für die ganze Gesellschaft bis heute hat.

Wir erfahren von ihrem Kampf um den schwierigen Neuanfang und von den Lebensumständen der Menschen im „Wirtschaftswunderland“. Ohne die Vertriebenen, die mit Nichts begannen, hätte es jedoch ein „Wirtschaftswunder“ nicht gegeben; sie waren ein wichtiger Motor der Modernisierung in der Bundesrepublik Deutschland.

Auch die Ankunft der Vertriebenen im Westen hatte das konfessionelle Antlitz Deutschland verändern wie seit Reformation und Dreißigjährigem Krieg nicht mehr. Oft kamen die Vertriebenen in weithin geschlossene Gebiete anderer Konfession, wo sie nicht nur als Vertriebene, sondern auch als Andersgläubige auf Vorurteile stießen.

Sie litten also sowohl unter dem Verlust ihres sozialen und materiellen Status, als auch unter der konfessionellen Heimatlosigkeit. Die ersten Gottesdienste fanden in Lagern, Turnhallen und Gasthäusern statt.

Sogenannte Rucksackpfarrer betreuten die Gläubigen unter armseligen Bedingungen. Die Suche nach einer neuen Heimat war im kirchlichen Bereich nicht weniger schwierig als im außerkirchlichen. Die etwas andere Liturgie, die unbekannten Lieder, der Altarschmuck sowie die Bewegungen des Pfarrers, das alles vermittelte den Vertriebenen das Gefühl, auch hier Fremde zu sein.

Andererseits bereicherten sie durch neue Frömmigkeitsformen das religiöse Brauchtum der Einheimischen, was dazu führte, dass das kirchlich-religiöse Leben eine tiefere Frömmigkeit erhielt und zugleich lebendiger wurde.

In der Listruper Pfarrchronik notierte Pfarrer Albers damals sichtlich beeindruckt von der religiösen Haltung der Vertriebenen folgendes:  

Zuerst waren die Vertriebenen in die Kirche gegangen, um sich Gott zu empfehlen und der Gottesmutter:Die Schönste von allen… sangen sie. Das Lied haben wir dann oft gesungen.“(Quelle: Michael Hirschfeld: „Unterwegs nach einem Zuhause“ – Die Wurzeln der Grafschaft Glatzer Katholiken in der Vertreibung liegen in Listrup. S.103ff)

Seit dieser Zeit erklangen häufig alte schlesische Marienlieder in den Gemeinden, die die Vertriebenen aus ihrer Heimat mitgebracht hatten, etwa das Lied „Über die Berge schallt“.

Nicht zu vergessen auch die Wallfahrt war für die Vertriebenen eine Gelegenheit, die besondere Nähe Gottes zu spüren. Die Wallfahrtsorte in Westdeutschland erlebten durch die vertriebenen Katholiken eine neue Blüte, denn letztlich war es vor allem Maria, zu der sich die Gläubigen auf den Weg machten und es auch noch heute tun  – wie wir hier heute in Bochum-Stiepel.

Liebe Brüder und Schwestern! Wer ist Maria? Wer ist jene Frau, die von der Kirche so oft und an so vielen Festen auf besondere Weise gepriesen und verehrt wird?

Was tun wir, wenn wir Maria verehren, wenn wir im Gebet bei ihr Zuflucht suchen und uns auf ihre Fürsprache an Gott wenden?

Diese Fragen zu stellen ist nicht überflüssig. Es gibt Menschen, die heute ihre Schwierigkeiten haben mit der Verehrung Mariens. Sie sagen, das sei unbiblisch, lenke ab von Gott und sei wie ein Götzendienst. Sind diese Argumente stichhaltig? Wie verhält es sich damit?

Wenn wir auf das irdische Leben der heiligen Jungfrau und Gottesmutter Maria blicken, dann lässt sich in Übereinstimmung mit dem biblischen Zeugnis erkennen: Maria war eine Frau, die von Gott auf höchste Weise begnadet wurde, die sich aber in ihrer übergroßen Demut nicht würdig hielt, dass Gott sich ihr auf so außergewöhnliche Weise mitgeteilt hatte.

Dennoch war sie in Glaube und Liebe bereit, mit den Gnaden Gottes mitzuwirken. Sie war einverstanden mit den Plänen Gottes und sagte von Herzen ihr Ja dazu. So durfte sie die Mutter Jesu Christi, des Sohnes Gottes werden, der von ihr durch das Wirken des Heiligen Geistes ohne Mitwirkung eines Mannes empfangen und aus ihrem jungfräulichen Schoß geboren wurde und auf diese Weise wahrhaft Mensch geworden ist.

Bereits ihre Verwandte Elisabeth preist Maria selig, weil sie geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der HERR ihr sagen ließ. Maria aber belässt dieses Lob, das ihr zuteil wird, nicht bei sich selber. Sie gibt es weiter an den dreifaltigen Gott, den sie im „Magnificat“ lobt: „Meine Seele preist die Größe des HERRN …

Es kann also kein Irrtum sein, wenn auch wir Maria unsere Ehre erweisen, denn Gott selber hat sie geehrt in der Menschwerdung seines Sohnes. Sie selber aber weiß, dass sie alles Gott verdankt und gibt ihm allein die Ehre!

Die Kirche verehrt Maria nicht als eine Person, die dem einzig wahren Gott zur Konkurrentin wird, sondern als heilige Jungfrau und Gottesgebärerin, die der Welt den Erlöser geschenkt hat und keinen anderen Wunsch hat, als die Menschen durch ihre Fürbitte zu Jesus Christus hinzuführen.

Wer Maria verehrt, gibt Gott die Ehre. Wer sie findet, findet durch sie zu ihrem göttlichen Sohn. Durch Maria zu Jesus! Dies ist ein bewährter katholischer Grundsatz, an dem auch wir festhalten wollen.

Was ist der Inhalt des Festtages Mariä Aufnahme in den Himmel?

Die Kirche bekennt, dass die Jungfrau Maria bei Gott im Himmel ist, ja noch mehr: Sie bekennt in festem und unerschütterlichem Glauben, dass sie „ganz“, das heißt mit Leib und Seele im Himmel ist.

Dies ist insofern eine besondere Auszeichnung, als sich beim Tod des Menschen die Seele vom Leib trennt. Der Leichnam wird ins Grab gelegt und geht der Verwesung entgegen. Erst am Jüngsten Tag wird er auferweckt, während die unsterbliche Seele auch nach dem Tod weiterlebt und im persönlichen Gericht vor Gott Rechenschaft über das Leben auf Erden ablegen muss.

Mariens Leib war der Verwesung nicht preisgegeben, unser Herr Jesus Christus hat seiner heiligen Mutter Anteil an seiner Auferstehungsherrlichkeit geschenkt, indem er auch ihren Leib auferweckt und in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen hat. Sie lebt nun bei Gott in strahlender Herrlichkeit ihrer heiligen Seele und ihres jungfräulichen Leibes!

So ist der  Festtag ein Bekenntnis der Kirche zur Vollendung des ganzen Menschen. Was in Maria zur Erfüllung gelangt ist, ist uns allen verheißen, wenn wir an den Sohn Gottes glauben und mit ihm in Liebe und Treue verbunden bleiben.

Auch unser Leib wird am Ende der Welt auferweckt werden. Beten wir darum, dass wir dieser ewigen Auferstehung würdig werden durch ein heiliges Leben!

Mit Maria preisen wir die großen Taten unseres Gottes und Retters Jesus Christus. ER hat herabgeschaut auf die Niedrigkeit seiner Magd und sie emporgehoben in sein himmlisches Reich.

Wenn uns auf Erden auch so manche Not bedrückt, so haben wir dennoch Zuversicht auf unser himmlisches Erbe. Wir dürfen vertrauen, dass uns Maria als Mutter aller Gläubigen beisteht und alle Anliegen und Nöte vor ihren Sohn bringt. Wenn wir mit ihr verbunden sind in Freude und Leid, wird sie uns hinführen zur seligen Vollendung bei Gott.

Beten wir darum, dass alle Menschen die Gnade Gottes annehmen und niemand seine Liebe zurückweist! Wenn Gottes Reich sich offenbart in Herrlichkeit, dann wird alle Sehnsucht erfüllt und unser Glück in der Gemeinschaft mit Maria und allen Engeln und Heiligen des Himmels vollendet. Amen

(*) Andreas Kossert –„Kalte Heimat“ – Die Geschichte der Deutschen Vertriebenen nach 1945, Siedler-Verlag München. ISBN 978-3-88680-861-8

 


Das Skandal-Transparent in der Freiburger Universitätskirche wurde abgehängt

In Freiburg hing im Rahmen der Aktion „Maria 2.0“ an der katholischen Universitätskirche ein riesiges Textil-Banner das die Darstellung einer betenden Gottesmutter mit einer Vulva kombinierte, wobei sich das Mariengewand in Form einer entblößten Vagina öffnet.

Das Skandalbild war ebenso geschmacklos wie sittenwidrig war und beinhaltete eine üble Herabsetzung und Verspottung der Jungfrau Maria.  (Es ist wohl klar, daß wir dieses würdelose Bild hier nicht „dokumentieren“.)

In der Aufschrift des Transparents, das die „Fachschaft Theologie“ aufgehängt hatte, war zu lesen: „Maria 2.0 gegen Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in der Kirche.“ 

Als ob ausgerechnet eine solch sexistische Darstellung sich als Symbol gegen „Missbrauch“ eignet – und ein Zeichen im Sinne der Frauenwürde ist es noch weniger.

Zuständiger Präfekt dieser Uni-Kirche ist kein Geringerer als der Priester und Theologe Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, der noch vor zehn Jahren als eher konservativ galt.

Es gab zahlreiche Proteste gegen das Skandal-Banner im Internet – darunter eine Petition – und Beschwerden aus dem empörten Kirchenvolk. Dies führte dazu, daß das Transparent am vergangenen Samstag entfernt wurde. Offenbar war dem bischöflichen Ordinariat der Druck aus der Basis zu stark geworden, so daß es die Notbremse zog.

Auch unsere Leserin Marion F. aus dem Bistum Freiburg hatte sich per Mailbrief an Diözesanbischof Burger gewandt und ihm folgendes geschrieben: 

Sehr geehrter Herr Bischof Burger,

bitte unternehmen Sie etwas gegen solche Aktionen: Diese Abscheulichkeit hängt an der Kirche der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg! Aufgehängt hat es die Fachschaft der Theologischen Fakultät der ALU Freiburg. Dies ist eine abgrundtiefe Beleidigung der Heiligen Jungfrau Maria! 
Ich hoffe sehr, Sie reagieren angemessen!!!
Mit freundlichen Grüßen,
Marion F…

BILD: Eine würdige, ikonenartige Darstellung Mariens mit ihrem göttlichen Sohn

Am 17. Mai  – also einen Tag vor dem Entfernen des Transparents  – erhielt die katholische Familienmutter folgende Antwort des bischöflichen Pressesprechers Dr. Michael Hertl, wobei er die Betreiber der Verunehrung Mariens als „engagierte Christinnen“ würdigt:

Sehr geehrte Frau F….,

Ihre Zuschrift bezüglich des Unterstützungs-Plakates der Aktion „Maria 2.0“ an der Fassade der Freiburger Universitätskirche haben wir erhalten.

Erzbischof Stephan Burger ist darüber im Gespräch mit dem zuständigen Kirchenrektor, der das Aufhängen des Transparents für eine begrenzte Zeit genehmigt hat. Diese zeitliche Begrenzung der Erlaubnis stellt einen Kompromiss zwischen dem Anliegen engagierter Christinnen innerhalb der Hochschulgemeinde und der Ablehnung der Aktion durch andere dar.

Wir bitten Sie um Verständnis und Toleranz, damit eine inhaltliche Auseinandersetzung möglich und keine weitere Eskalation heraufbeschworen wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Michael Hertl

Daraufhin antwortete unsere Leserin dem Freiburger Pressesprecher mit einigen Klartext-Zeilen, die einmal mehr aufzeigen, daß manche Christen heutzutage glaubensstärker und mutiger sind als etliche höhere Kirchenvertreter: 

Sehr geehrter Herr Dr. Hertl,

danke für Ihre schnelle Antwort. Ich muß mich doch allerdings wirklich wundern, wie ein Kirchenrektor zu solch einem Transparent seine Zustimmung geben konnte.

Die Abbildung stellt ohne Frage eine absolute Verunglimpfung der Heiligen Jungfrau Maria dar. Ihre Formulierung läßt mich auch aufhorchen: ein „Kompromiss“ zwischen „engagierten“ Christinnen? Es sind wohl eher ungläubige oder verwirrte Christinnen.

Die Bibel, also Gott höchstpersönlich, spricht klar über die Rolle der Frau. Dies stellt keine Diskriminierung dar, sondern die ORDNUNG GOTTES! Soweit ich weiß, ist dies auch die Lehre der katholischen Kirche.

Die „Ablehnung der Aktion durch andere“ sehe ich als UNBEDINGTE und RICHTIGE Reaktion eines jedem Christen, der noch die nüchterne und in unserer heutigen Zeit unbedingt erforderliche Gabe der Unterscheidung der Geister besitzt. Ich stelle mich selbst auf die Seites eines jeden solchen Christen!

Ich habe für solche blasphemischen Aktionen weder Verständnis noch Toleranz und hoffe, dass der Bischof – seines Amtes nach „Aufseher“ über seiner ihm anvertrauten Kirche – angemessen reagiert.

Eine Eskalation wird allein mit dem Aufhängen solcher unchristlichen Aktionen „heraufbeschworen“!

Mit freundlichen Grüßen
Marion F.


LEDIGE sorgen sich um die Sache des HERRN

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: 1 Kor 7,32-35:

Brüder! Ich wünschte aber, ihr wäret ohne Sorgen. Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des HERRN; er will dem HERRN gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt.

Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des HERRN, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen.

Das sage ich zu eurem Nutzen: nicht um euch eine Fessel anzulegen, vielmehr, damit ihr in rechter Weise und ungestört immer dem HERRN dienen könnt.

 


Eindrucksvolles und glaubensstarkes Musical in Köln über die heilige Ursula

Von Felizitas Küble

Am Samstag, dem 21. Oktober, erlebte ich  – gemeinsam mit meiner Freundin Cordula Mohr –  in der Christ-Königs-Kirche von Köln-Longerich das eindrucksvolle Musical „Die heilige Ursula“. An diesem Tag ist zugleich das Gedenkfest dieser Märtyrerin und ihrer Begleiterinnen.

Am heutigen Sonntag wird der Namenstag der hl. Cordula gefeiert, die ebenfalls zu den gläubigen Jungfrauen der hl. Ursula gehört. Auch sie spielte in diesem Jugend-Musical eine bedeutsame Rolle.

Die Jungen und Mädchen aus den Jugendchören zweier Kölner Pfarreien waren sehr engagiert bei der Sache, begleitet von einer Musikkapelle mit Posaune, Trompete, Gitarre, Saxophon usw.

Einige Schüler/innen waren bei einem Teil des Musicals als Solo-Sänger aktiv, was ebenfalls stimmlich und inhaltlich sehr gelungen war.

Der deutsche Text des Singstücks, das etwa eine Stunde lang in Anspruch nahm, zeichnete den Lebens- und Pilgerweg der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen glaubenstief und eindringlich nach.

Die Schar ging im 4. Jahrhundert den beschwerlichen Weg über die Alpen, ließ sich in Rom taufen und kehrte nach Köln zurück. Dort starben die christlichen Jungfrauen den Märtyrertod durch die heidnischen Hunnen.

Die starke Liebe der Frauen und Mädchen zu Christus, der unerschütterliche, todesmutige Glaube an seine Botschaft und sein erlösendes Wirken kommt in dem Musical deutlich und teils sogar ergreifend zum Tragen. 

Die Leistung der beiden Chöre, der Solo-Slänger/innen und der Musikgruppe unter Leitung von Maria Bennemann und Thomas Gebhardt war beachtlich.

Um die Aufführung – die übrigens kostenlos war  –  nicht zu stören, habe ich keinen Blitz verwendet, so daß die beiden Bilder nicht so scharf geworden sind, wie man es sich wünschen würde.

Aber sie werfen immerhin ein Streiflicht auf das lobenswerte Musical und seine Mitspieler.

 

 


Brauchtum am 5. Februar: Das Agatha-Brot

Die heilige Agatha (der Name bedeutet „Die Gute“) ist eine frühchristliche Jungfrau und Märtyrerin aus Catania in Sizilien. Ihr alljährlicher Gedenktag in der katholischen und orthodoxen Liturgie ist der 5. Februar. Zudem wird die bedeutsame Heilige im 1. Hochgebet (dem römischen Kanon) ausdrücklich erwähnt.  agathabroetchen2

Die vielverehrte Agatha, zu deren Gedächtnis schon im 5. Jahrhundert Kirchen errichtet wurden, gilt als Schutzpatronin gegen Feuergefahren, Erdbeben und Vulkanausbrüche, aber auch als Fürsprecherin für Schwangere und Mütter im Kindbett, für Hebammen und Brustkrebskranke.

Um die Heilige aus dem 3. Jahrhundert ranken sich viele Sagen und Volkstraditionen. Besonders bekannt, zumal in ländlichen Gegenden, vor allem im süddeutschen Raum, ist das sog. „Agatha-Brot“ oder die Agatha-Semmeln (siehe Foto), welche in der Form einer weiblichen Brust ähneln. Dies hat damit zu tun, daß dieser Märtyrerin im Verlaufe der Folter ihre Brüste abgeschnitten wurden, wie die Legende erzählt.

Der Agatha-Brotlaib ist rund und „viergeteilt“, wodurch auf der oberen Kruste eine Kreuzform zu sehen ist.

Das Agatha-Brot wurde und wird am 5. Februar in manchen Kirchen geweiht – manchmal auch am Vorabend des Namenstages. Die Agatha-Brötchen sollen vor allem den Kranken dienen, werden aber auch Kindern gereicht, die auf Reise gehen, ebenso Menschen mit Heimweh. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

In Bauerngegenden wurden früher Stückchen dieses gesegneten Brotes in der Wohnung, in Ställen und auf dem Hof verteilt, um vor Feuersbrunst zu bewahren. In südlichen Gefilden, zumal in der Schweiz, gibt es vereinzelt Bäckereien, welche Agatha-Brote anbieten, die der Ortspfarrer gesegnet hat.

Im Allgäu sind zudem die Agathakerzen bekannt, die an ihrem Gedenktag geweiht wurden. Bei Sturm oder sonstigem Unwetter wurden sie –  ähnlich wie die zu Maria Lichtmeß (Darstellung des HERRN) geweihten Wetterkerzen  –  angezündet, um Schaden von Haus und Hof abzuwenden.  

Bei manchem Brauchtum ist bisweilen  –  sofern man es zu primitiv (miß)versteht  –  der Aberglaube nicht weit entfernt. Die Heiligen sind unsere Fürsprecher, aber wohlgemerkt keine Ersatzgötter oder Amulette. Daher sind magische Vorstellungen von einem „automatischen“ Schutz zu meiden. Stets ist Gott selber es, der uns Schutz und Segen nach seinem Willen gewährt.

Im wohlverstandenen Sinne können Volkstraditionen freilich die Frömmigkeit „farbig“ erhalten, bodenständig „erden“ und ein Anlaß sein, sich mit dem Leben der jeweiligen Heiligen zu befassen und ihnen in der Christusliebe nachzueifern.

Weitere Infos über die heilige Agatha: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Agatha_von_Catania.htm

Foto: http://brautdeslammes.blogspot.de/

 

 

 


Die IMMACULATA – von GOTTES GNADEN

Von Felizitas Küble

Die makellose Empfängnis der Gottesmutter, der seligen Jungfrau aus Nazareth, ist ein besonderer Gnadenakt des Schöpfers im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, unseres Erlösers. Der Sohn Gottes ist also zugleich auch der Retter Mariens. Auch die Madonna gehört zur erlösungsbedürftigen Menschheit, bekannte sie doch selbst im Magnificat: ‪„Mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“  Marienkapelle in Adenau-019

Doch das Heil, das Gott ihr durch die Bewahrung vor der Erbsünde schenkte, ist einzigartig, denn es war eine Heilung von Anfang an, ein Heilsein durch des Himmels Huld. Christi Opfertod am Kreuz wurde für seine Mutter schon im voraus wirksam, weshalb sie die Ersterlöste und Vollerlöste des Neuen Bundes ist, die ‪„neue Eva“, noch herrlicher als die Stamm-Mutter im Paradiese vor dem Sündenfall. Maria ist das wunderbarste Werk Gottes, seine vollkommenste Schöpfung.

Die Immaculata (makellos Empfangene) war sich darüber im klaren, daß ihre Begnadigung, ihre Gottesmutterschaft, all ihre Vorzüge ‪„von Gottes Gnaden“ waren und sind. Dieses Bewußtsein, diese dankbare Begeisterung für den Ewigen, wird vor allem in ihrem Magnificat sichtbar. Der im Lukas-Evangelium bezeugte Lobgesang Mariens ist ein die Zeiten überdauerndes Dankgebet an den Schöpfer, ein erhabener Jubel über die großen Heilstaten Gottes in der Geschichte.

Das beGEISTerte, vom Heiligen Geist inspirierte Dankgebet der Madonna klingt auch heute fort in der Liturgie, im Stundengebet und in vielen Liedern der Kirche. Der Ausdruck „Magnificat“ ergibt sich aus dem ersten Wort dieses Lobgesangs: „Magnificat anima mea Dominum“ – und das heißt: Hochpreist meine Seele den Herrn. – Maria ist die Mutter des Erlösers und zugleich die „Mutter des Glaubens“.

ABRAHAM: Vater des Glaubens – MARIA: Urbild des Glaubens

So wie der Patriarch Abraham als „Vater des Glaubens“ gewürdigt wird, so ist die Gottesmutter ein Leitbild ersten Ranges für uns alle. Als Mutter Christi und aufgrund ihrer Gnadenvorzüge steht sie dem Allmächtigen näher als Abraham. Das Magnificat Mariens endet mit einer Erinnerung an den Erzvater Israels („Abraham und seinen Nachkommen auf ewig“). Marias Rückblick auf Gottes große Heilstaten in der Geschichte ihres Volkes umfaßt also auch den Anfang des Bundes zwischen Gott und den Hebräern durch Abraham.

Orientalische Ikone Maria führt den Glaubensgehorsam Abrahams fort im vollendeten Vertrauen auf Gott in allen Lebenslagen; sie pocht nicht auf „Selbstverwirklichung“, sondern tritt hinter ihrer erhabenen Sendung zurück und bezeichnet sich bescheiden als „Magd des Herrn“ (Lk 1,38), bereit zur ungeteilten Hingabe an den Willen des Höchsten und zur starkmütigen Treue gegenüber seinen Verheißungen: „Mir geschehe nach Deinem Wort“ (Lk 1,39)

Diese Glaubenshaltung Mariens erinnert uns an Christi Wort auf dem Ölberg vor seinem Leiden: „Vater, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“

Dieses „Ja, Vater“ ist die entscheidende Aufgabe für jeden Gläubigen – dieses Wort ist ein Programm für unser ganzes Leben. Maria hat ihr Leben aus Gottes Hand angenommen auch in schwerster Zeit, als sich bewahrheitete, was der greise Simeon im Tempel ankündigte: „Auch Deine Seele wird ein Schwert durchbohren.“ (Lk 2,35). So stand die Madonna treu unter dem Kreuz, als ihr göttlicher Sohn sich opferte für das Heil der Welt.

Zurück zum Magnificat, dem Lobpreis Mariens, der kühne und großartige Gedanken über Gottes Wirken in der Heilsgeschichte enthält. Die auserwählte Magd des Herrn weiß: Gott ist und bleibt der HERR der Geschichte, selbst wenn wir die Wege des Höchsten nicht immer begreifen können. Auch die Gottesmutter ist nicht allwissend, aber fest überzeugt von Gottes Macht und Barmherzigkeit.

Die Mutter des HERRN betrachtet das Schicksal ihres Volkes im Lichte des Glaubens: „Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ (Lk 2,19) – Die Madonna verhielt sich so, wie der Psalmist es empfiehlt: „Ich erwäge alle Deine Werke und will nachsinnen über Deine Taten.“ (Ps 77,13)

Frömmigkeit aus dem Geist Israels

Aus dieser Frömmigkeit der Psalmen Israels lebt Maria; aus diesem „Stoff“ ist auch ihr Magnificat erfüllt. Ihr herrlicher Lobpreis ist nicht nur ein Dankgebet für ihre persönliche Begnadigung, sondern vor allem eine grandiose Gesamtschau über das Heilswirken Gottes mit seinem Volk und der Welt.Marienmonat Mai

Jubelnde Dankgebete von Frauen sind im Alten Bund keine Seltenheit. Die Namensvorgängerin der Gottesmutter, die alttestamentliche Miriam (= Maria), die Halbschwester des Moses und Schwester des Hohenpriesters Aaron, dankte Gott mit Pauke und Gesang, als die Israeliten das Rote Meer trockenen Fußes überschritten hatten und ihren Verfolgern entkommen waren.

So heißt es in Ex 15,19 ff: „Miriam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen. Miriam sang ihnen vor:   Singt dem Herrn ein Lied, denn ER hat sich hoch und erhaben gezeigt, Roß und Reiter warf er ins Meer.“

Das Lukas-Evangelium berichtet uns von der Begegnung der Gottesmutter mit ihrer Verwandten Elisabeth. Diese wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: „Gesegnet bist Du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht Deines Leibes!“ (Lk 1,42) Maria greift diesen Segensspruch Elisabeths in ihrem Magnificat auf: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter!“ – und das bedeutet: alle kommenden Generationen durch die Jahrtausende hindurch.

Doch Maria bleibt nicht beim Jubel über Ihre Erwählung stehen, sondern lenkt sogleich ihren Blick auf den Ewigen selbst: „…denn der Allmächtige hat Großes an mir getan – und Sein Name ist heilig!“

Evangelischer Propst Asmussen: Preisen auch wir sie selig?

Diese biblische Ankündigung der Seligpreisung Mariens hat auch manche protestantische Theologen nachdenklich gemacht, darunter Hans Asmussen, der mit seinem Buch „Maria, die Mutter Gottes“ einst für Aufsehen in der evangelischen Christenheit sorgte. Propst Asmussen schreibt darin:

„Wenn Maria im Magnificat singt, alle Menschengeschlechter würden sie selig-preisen, dann bedeutet dies für die evangelischen Kirchen eine ernste und bleibende Frage: Preisen auch wir sie selig? Oder hatte Maria uns Evangelische nicht im Auge, als sie das Magnificat sang?“

Die Würdigung der Madonna schmälert ja keineswegs die Ehre des Allerhöchsten, im Gegenteil: in der Verehrung Mariens loben und preisen wir das Werk Seiner Hände, das edelste Geschöpf Gottes.

FORTSETZUNG des Artikels in der katholischen Nachrichtenagentur ZENIT hier: https://de.zenit.org/articles/%e2%80%aavon-gottes-gnaden/


Paraguay: Bistumsjubiläum und großes Jugendfestival bei der Madonna von Caacupé

Am vorigen Wochenende kamen über 7000 Jugendliche zum Fest der Madonna von Caacupé zusammen. Zu den Feierlichkeiten, die eine Woche lang dauern, pilgern jedes Jahr zahlreiche Gläubige aus allen Teilen des Landes zum Marienheiligtum.  virgen-maria

Dieses Jahr stehen die Jugendlichen im Mittelpunkt, denen die Diözese auch die kommenden drei Jahre widmen will. Bischof Catalino von Caacupé betonte, man konzentriere sich dieses Jahr auf Themen, die besonders junge Menschen betreffen.

Dieses Jahr feiert das Bistum zugleich sein fünzigjähriges Gründungsjubiläum, weshalb ein Rosenkranzgebet in zwei Sprachen und ein Laternen-Umzug auf dem Programm stehen, während die traditionelle Prozession mit dem über 300 Jahre alten Mariengemälde nicht stattfindet. Die Ikone soll zur allgemeinen Verehrung im Heiligtum ausgestellt werden.

Quelle: Fidesdienst