USA: „Corona hat die Wahl entschieden“

Von Felizitas Küble

Immer häufiger liest man in Zeitungen und politischen Zeitschriften die Feststellung, Präsident Donald Trump hätte die Wahl eindeutig oder gar „haushoch“ gewonnen, wenn es keine Corona-Pandemie gegeben hätte. Dies räumen auch ausgewiesene Trump-Gegner ein.

So schreibt Nikolaus Busse in der aktuellen FAS (Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung) auf S. 10 in seinem scharfen Anti-Trump-Artikel wörtlich: „Ohne Corona und mit einer brummenden Wirtschaft hätte Trump wahrscheinlich haushoch gewonnen.“

In der „Welt am Sonntag“ vom 8. November klingt es ähnlich. In einem Trump-kritischen, aber zugleich erstaunlich ausgewogenen Beitrag schreibt Dirk Schümer im etwas ironischen Stil: „…wir müssen uns eingestehen, daß dieser unwählbare Trump ohne die Corona-Pandemie vermutlich Präsident geblieben wäre.“

Der bekannte Journalist Jürgen Liminski kommentiert am 7.11. im Online-Portal der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ wie folgt:

Davor lief die Wirtschaft auf Hochtouren, der tiefe Fall in den Corona-Abgrund mit über vierundzwanzig Millionen Arbeitslosen hat das Land verunsichert. Nicht Biden, sondern das Virus hat die Wahl entschieden.

Ob Biden, der im Wahlkampf ostentativ immer mit Maske auftrat und wie sein früherer Chef Barack Obama das Thema Pandemie zum Hauptthema erhob, diese Krise im Land der Freien besser managen wird, ist noch abzuwarten. (Quelle: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/praesidentschaft-joe-biden-schlaegt-donald-trump/)


Der „gute Ruf“ von Kardinal Müller – und wie man ihn weiter beschädigt

Von Felizitas Küble

Seit Jahrzehnten freut sich das „konservative Lager“  – und hier vor allem das familienorienterte Spektrum  – darüber, daß es mit Kardinal Gerhard Müller einen hochrangigen Kirchenmann als Unterstützer vorweisen kann, der nicht „nur“ gelehrte Bücher schreibt, sondern auch wortstark und charakterfest auftritt.
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Zu diesen familienbewegten Persönlichkeiten, die sich zugleich kritisch mit der Gender-Ideologie befassen, gehört nicht zuletzt der Publizist und Journalist Jürgen Liminski, der selbst kinderreicher Familienvater ist (einer seiner Söhne leitet die NRW-Staatskanzlei).
Allerdings fragt man sich, was ihn dazu bewegt haben mag, am 12. Mai 2020 in einem Kommentar unter dem Titel „Der gute Ruf“ in der JF-Wochenzeitung dafür zu sorgen (sicherlich unbeabsichtigt, wie zu hoffen ist), daß der gute Ruf von Kardinal Müller noch weiter beeinträchtigt wird. (Quelle: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/der-gute-ruf-2/)
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Zunächst lobt der Autor den derzeit von fast allen Seiten attackierten Würdenträger als „begnadeten Dogmatiker“ und gesteht ihm zu, als Präfekt der Glaubenskongregation eine „solide Arbeit geleistet“ zu haben: „solide“ –  das ist immerhin besser als nichts…
Sodann erzählt Liminski dem Leser, Müller habe sich nach seiner Quasi-Amtsenthebung zurückgezogen und „geschwiegen“, wobei dann in der „Stille“ sein Ansehen gewachsen sei. In Wirklichkeit hat der Kurienkardinal diverse Vortragsreisen  – auch durch Deutschland  –  unternommen, fleißig Bücher geschrieben und zahlreiche Interviews gegeben –  von Schweigen keine Spur.
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Vielleicht wollte der Autor mit seiner Bemerkung andeuten, es wäre besser gewesen, Müller hätte sich weiterhin auf diese (herbeigeschriebene) „Stille“ konzentriert…?
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BILD: Ein Titel aus der Auswahl guter familienbewegter Bücher von J. Liminski
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Nachdem danach bezüglich der kath. Kirche in Deutschland eingeräumt wird, „etwas mehr zur Selbstbehauptung“ in der Coronakrise wäre schon wünschenswert gewesen, kommt Liminski auf den Vigano-Aufruf zu sprechen, über den sich die veröffentlichte Meinung derzeit allenthalben empört – bis weit hinein ins kirchliche Lager.
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Dieses von Kardinal Müller mitunterschriebene Manifest warnt u.a. davor, die derzeitige Pandemie zu missbrauchen, um damit unverhältnismäßig Bürgerrechte einzuschränken und zudem eine künftige Weltregierung, „die sich jeder Kontrolle entzieht“, zu forcieren.
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Liminski kritisiert, der ehem. Glaubenspräfekt habe auf die Gegenstimmen reagiert, indem er die Kritiker in das „trübe Licht der Intoleranz gestellt“ habe.
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Zwar distanziert sich der Autor von „Kübeln von Häme und Hybris“ (gemeint sind damit wohl besonders scharfe Attacken gegen Müller), doch fragt man sich, warum er dem Kardinal zugleich vorhält, dieser habe darauf mit dem Intoleranz-Vorwurf reagiert – als ob dies nicht allzu berechtigt wäre! 
Damit nicht genug, schreibt Liminski weiter, Müller habe sich verrannt mit „in der Tat kruden Theorien von einer Weltregierung und Totalüberwachung“.
Wie angeblich „krude“ diese Besorgnis über einen womöglich künftigen Weltstaat  ist, kann hier gerne nachgelesen werden: https://charismatismus.wordpress.com/2020/05/13/weltregierung-eine-verschwoerungstheorie/
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Liminski belehrt den Kardinal sodann über das Einmaleins der Weltpolitik, denn Milliardäre wie Gates und Soros würden auf dem „Weg der Beeinflussung“ agieren, wofür man keine „Weltregierung“ benötige. – Na und? Als ob mit einer solch beiläufigen Einlassung das grundsätzliche Thema bereits erledigt wäre, schließlich geht es hierbei nicht in erster Linie um die Herren Gates und Soros.
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Doch Kardinal Müller scheint mit beiden Beinen fest auf der Leitung zu stehen, glaubt man Liminskis Lamento: „Solche simplen Zusammenhänge und Nicht-Zusammenhänge hätte auch ein Kardinal Müller schnell begriffen, wenn er denn politisch besser beraten wäre.“
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Ja, hätte der Ex-Glaubenspräfekt erst bei Herrn Liminski nachgefragt, bevor er ein Manifest unterzeichnet, dann wäre jetzt alles in Butter.
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Vergessen wir aber nicht den „springenden Punkt“, erläutert der Autor weiter: „Jede große Organisation hat automatische Filter. Die hatte der Kardinal auch, als er noch im Amt war.“
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Jetzt fehlt dem hochrangigen und gelehrten Kirchenmann wohl einfach das ihn umgebende und beratende Personal. Auf die Idee, daß der „begnadete Dogmatiker“ (Liminski über Müller) auch selber denken kann, scheint er nicht zu kommen.
In diesem arrogant-süffisanten Stil geht es fröhlich-ironisch bis zum Schluß weiter:
„Seit Müller nun ein Fürst mit Titel, aber ohne Land und konkrete Verantwortung ist, ist er offenbar Beratern ausgeliefert, die selbst niemandem Rechenschaft abzulegen haben.“
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Persönlichkeiten aus dem „Umkreis“ des Kardinals würden sich weder um ihren eigenen Ruf noch um den von Müller „scheren“.
Umso mehr aber wohl Jürgen Liminski mit seinem ebenso überflüssigen wie oberlehrerhaften Sermon über einen Würdenträger, der derzeit ohnehin schon von fast allen Seiten angegriffen wird.
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Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.
 Müller-Fotos: Bistum Regensburg
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„Tagespost“-Redakteur Liminski plädiert für „ersatzlose Streichung“ von G20

In einem Leitartikel für die katholische Zeitung „Tagespost“ setzt sich der Publizist und Buchautor Jürgen Liminski für eine „ersatzlose Streichung“ des G20-Gipfels ein. In dem am 11. Juli 2017 veröffentlichten Beitrag heißt es gleich eingangs: „Die G20 hat kein völkerrechtliches Mandat.“

Dieses Format eines Treffens von Industrie- und Schwellenländern sei, so der katholische Journalist, nach der Finanzkrise von 2008 entstanden. Damals habe ein „dringendes Bedürfnis“ nach Absprache bestanden, das sich allerdings „verselbständig“ habe. Zudem sei es „thematisch ausgeufert“.

Auch die Bürokratie und sonstige Nebeneffekte würden für die Langlebigkeit solcher „eigentlich obsoleter Gremien“ sorgen.

Es gäbe für „internationale Probleme“ andere, bessere und ausreichende Foren, so z.B. für regionale und weltpolitische Themen die EU, UNO oder G8. Auch wenn man an den Hamburger G20-Gipfel die Effizienz-Latte ansetze, müsse man – so Liminski – sagen: „Bitte ersatzlos streichen.“

Foto: Forum Deutscher Katholiken

 

 

 

 

 


Buchpräsentation in Berlin: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“

Der LIT Verlag veranstaltet in Berlin am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, in Berlin eine Vorstellung des neuen Buches von Prof. Dr. Herwig Birg: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik  –  Eine demographische Prognose“ Coverabbildung
 
Die Veranstaltung ist zu Gast im Haus des Familienunternehmens in 10117 Berlin, Pariser Platz 6a (direkt neben dem Brandenburger Tor).

Unter der Moderation von Jürgen Liminski, Redakteur beim Deutschlandfunk, diskutieren über die Thesen des Buches: Der ehem. sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (CDU) und der Bevölkerungswissenschaftler Prof. Dr. Herwig Birg.

Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung gebeten an: LIT-Verlag, Schumannstr. 18 in 10117 Berlin, Telefon: 030 280 40 880 , Fax: 030 280 40 882, E-Mail: berlin@lit-verlag.de

Die Alterung der Gesellschaft gilt in Deutschland als ein zentrales Problem, nicht zuletzt dank Frank Schirrmachers Bestseller „Das Methusalem-Komplott“. Die steigende Lebenserwartung gilt als Hauptgrund. Dies aber entspricht nicht den Tatsachen. Das Durchschnittsalter steigt stärker durch die niedrige Geburtenrate.

Diese Entwicklung kann realistischerweise auch durch Zuwanderung nicht kompensiert werden. Herwig Birg geht diesem Zentralproblem und allen damit zusammenhängenden ausführlich nach.

Er zeigt, daß demographische Prognosen sich als sehr verläßlich erwiesen haben. Das Versagen der Politik wiegt deshalb umso schwerer.

Prof.Dr. Herwig Birg hatte von 1981 bis 2004 den Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bielefeld inne.

Buch-Daten: Die alternde Republik und das Versagen der Politik. Eine demographische Prognose
Reihe: Wissenschaftliche Paperbacks, Bd. 35, LIT-Verlag 2014, 256 S., 34.90 €, geb., ISBN 978-3-643-12827-0

Bestellmöglichkeit hier: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-12827-0

 


Kurien-Kardinal Cordes zum Thema Limburg: „Viel Verleumdung im Spiel“

„Nicht nur Transparenz, sondern auch Transzendenz

Am 1. November wurde im „Deutschlandradio“ ein aufschlußreiches Interview mit dem deutschen Kurien-Kardinal Paul Josef Cordes ausgestrahlt.

Der ehem. Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum (welcher die sozialen Aktivitäten des Vatikan koordiniert) äußerte sich im Gespräch mit dem katholischen DLR-Redakteur Jürgen Liminski zur monatelangen Debatte um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst (siehe Foto).

Foto: PRO

Foto: PRO

Auf die Liminski-Frage „Muss die Kirche nicht umdenken und sich mit kleineren Bauten begnügen?“ antwortete der Vatikanvertreter, in der Causa Limburg sei „nicht nur Übertreibung, sondern auch viel Verleumdung im Spiel“ gewesen; man könne streckenweise „sogar von Hass sprechen“, so der Kardinal, der zudem daran erinnerte:

„Die Kampagne setzte an, lange bevor die Finanzen entdeckt wurden. Sie hatte für jemanden, der schon länger die Geschicke in Deutschland im Blick hat, ganz andere Gründe.

Bischof Tebartz versuchte, die Bindung der Diözese an die katholische Weltkirche zu verstärken. Die hatten ja durch verschiedenen Praktiken und auch Personen doch sehr gelitten, und es hatten sich auch Strukturen eingestellt, die, nicht einmal nach dem Kirchenrecht vertretbar sind.

Da entsteht ein Klima, das sehr problematisch ist. Und wie viel noch zu tun bleibt, zeigt die jüngste Äußerung des Frankfurter Stadtpfarrers, der dem Heiligen Vater – jedenfalls nach Zeitungsnotizen – öffentlich Maulschellen erteilt.“

„Wer predigt heute noch über das ewige Leben?“

Der aus dem Bistum Paderborn stammende Kurien-Kardinal empfiehlt sodann den „geistlichen Mitbrüdern aus Deutschland“ neben der „Transparenz“ etwas weiteres: „Unbedingt mehr Transzendenz.“

Hinsichtlich der transzendenten, der übernatürlichen Themen erwähnt Cordes ein Beispiel:

„Wer predigt heute noch – ich denke jetzt vor allen Dingen an Deutschland – über das ewige Leben? Wie viele alte Menschen begehen Selbstmord, weil sie das vergessen haben?“

Es ist erfreulich, daß nach Kurien-Erzbischof Gerhard L. Müller, der sich bereits seit Monaten sehr deutlich zur „Medienkampagne“ in puncto Limburg äußert, nun endlich ein weiterer Vertreter des Vatikan das Wort ergreift,  um einige Stühle in diesem diffamierenden Kesseltreiben geradezurücken.

Felizitas Küble


Will das EU-Parlament einen „interaktiven“ und „tabufreien“ Sexualkunde-Zwang?

Sexunterricht an Grundschulen „ohne elterliche Zustimmung“?

Der Kampf um das Recht auf Leben trennt im Europa-Parlament zunehmend die Geister. Eine Gruppe von Abgeordneten, allen voran die Sozialisten, versucht mit einer Resolution (Estrela-Bericht) das Recht des ungeborenen Lebens weiter auszuhöhlen und die Bürgerpetition „Einer von uns“ zu neutralisieren.

Grafik: PI-News

Grafik: PI-News

Der britische Sozialdemokrat Michael Cashmann, einer der Wortführer der Gruppe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT), sprach in einem Interview ausdrücklich von einem “Blitzkrieg gegen den Lebensschutz”.

Seine Fraktion hat sich in der Vorabstimmung mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für die Estrela-Resolution ausgesprochen. Auch die von der EU finanzierten Abtreibungsorganisationen machen gegen „Einer von uns“ (one of us), die bislang erfolgreichste Bürgerinitiative zum Lebensrechtsschutz in der Geschichte der EU, mobil.

Offensichtlich ist es in den Fraktionssitzungen zu dramatischen Wortmeldungen gekommen. Als die christdemokratische Slowakin Anna Zaborska die EVP-Abgeordneten darauf hinwies, dass der Estrela-Bericht auch die Pädophilie fördere, herrschte atemlose Stille und das ansonsten übliche geschäftige Treiben setzte plötzlich aus.

In dem Bericht soll das Europa-Parlament die „obligatorische Sexualerziehung“ für alle Schüler der Grund- und Sekundarschulen in einer „tabufreien und interaktiven Atmosphäre“, diskriminierungsfrei und vor allem „ohne elterliche Zustimmung“ fordern.

Anna Zaborska fragte ihre Kollegen: „Wie läuft denn ein tabufreier und interaktiver Sexualkundeunterricht zwischen Lehrer und Schüler in einer Grund- oder Sekundarschule ohne das Einverständnis der Eltern ab? Ist das nicht ein Freibrief für Pädophilie mit dem Gütesiegel der Europa-Parlaments?“

QUELLE und Fortsetzung dieses Beitrags des katholischen Publizisten Jürgen Liminski siehe hier: http://www.familien-schutz.de/blitzkrieg-der-padophilen-lobby-geistiges-ringen-im-eu-parlament-um-den-lebensschutz/

Ergänzende Infos zu diesem hier kritisierten Entschließungsantrag: https://charismatismus.wordpress.com/2013/10/19/christliche-evp-will-im-europa-parlament-gegen-abtreibungs-entschliesung-stimmen/