Wie eine junge Frau in den USA sexuellen Missbrauch erlebte und erfolgreich bekämpfte

Buch-Daten: Rachael Denhollander. Wie ich das Schweigen brach. Eine junge Frau kämpft für Gerechtigkeit  / Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 480 S., €D 22,99 / ISBN: 978-3-7751-6047-6 | SCM Hänssler

Je mehr man liebt, desto härter kämpft man. Rachael Denhollander hat sich dazu entschieden, ihre Geschichte öffentlich zu machen und deckte damit einen der schwersten Missbrauchsskandale aller Zeiten auf.

Die Juristin wurde in die Liste der 100 einflussreichsten Personen des Time-Magazins von 2018 aufgenommen.

„Ich möchte Sie daran erinnern, dass es eine übergeordnete Frage gibt, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie entscheiden, wie Sie die beiden Ziele dieses Gerichts erreichen wollen. […] Wie viel ist ein kleines Mädchen wert? Wie viel ist eine junge Frau wert?“, fragt Rachael Denhollander in ihrer Rede vor dem Gericht, nachdem über 100 andere Mädchen und Frauen gegen den Olympia-Arzt Larry Nassar ausgesagt haben.

Wegen Rückenproblemen besuchte die junge Rachael Denhollander den Olympia-Arzt. Dass er sie missbrauchte, wurde ihr erst viel später voll bewusst. Sie wusste, dass sie keine Chance hatte, gegen den promintenten Arzt vorzugehen – und schwieg.

Ein Artikel über Missbrauchs-Skandale der USA Gymnastics Trainer, die vertuscht wurden, ließ sie jedoch 16 Jahre später den Entschluss fassen, das Schweigen zu brechen.

Die Autorin erzählt in ihrem Buch „Wie ich das Schweigen brach“ von ihrer Kindheit, in der sie auch in ihrer freikirchlichen Gemeinde sexuellen Missbrauch erlebte und davon, wie sie mit den psychischen Folgen dann auch in ihrem Leben als Erwachsene kämpft.

In der Gemeinde auf Unverständnis zu stoßen, wodurch ihr Fall wie einige andere gemeldete Fälle unter den Teppich gekehrt wird, Angst vor körperlicher Nähe und fremden Männern in der Öffentlichkeit – in all diese Schwierigkeiten nimmt sie den Leser hinein.

Doch die Liebe zu ihren Töchtern, ihr Kampfgeist und ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit siegen. Ihre Erfahrungen als Juristin und ihre Kontakte in diesem Umfeld unterstützen sie ungemein.

Ihr standhafter christlicher Glaube und die Tatsache, dass sie genau die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt an die Seite gestellt bekommen hat – all das hat dazu beigetragen, dass Larry Nassar wegen Hunderten von Vergehen hinter Gittern landete.

Noch heute ist der Kampf nicht vorbei, die Institutionen bekennen sich nicht schuldig und sie kämpft mit Kritik und damit, dass so viele immer noch die Augen vor dem eigentlichen Problem verschließen – dass der Missbrauch zugelassen und vertuscht wird. Doch Rachael Denhollander ist bereit, weiterhin zu kämpfen und für Aufmerksamkeit und Sensibilität zu sorgen.

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Biden will linke Juristin Clarke ernennen

Die Demokratenpolitikerin vertritt anti-weißen Rassismus

Die afroamerikanische Juristin Kristen Clarke soll bei einer Machtübernahme von Biden die mächtige Bürgerrechtssektion im US-Justizministerium leiten. Nun mehren sich Zweifel an ihrer Qualifikation – sie soll sich rassistisch gegen Weiße geäußert haben. Zu diesem Schluss kommt u. a. der konservative TV-Kommentator Tucker Carlson.

So soll Clarke als Studentin einen befremdlichen Leserbrief an die Zeitung der Harvard University geschrieben haben, worin sie „Erkenntnisse“ erwähnte, die bei der Suche nach „genetischen Unterschieden zwischen Schwarzen und Weißen“ helfen sollen.

So würden schwarze Babys schneller sitzen, stehen, krabbeln und gehen als weiße Kleinkinder. Der Melaninspiegel im menschlichen Gehirn sorge bei den Schwarzen auch für „ihre überlegenen körperlichen und mentalen Fähigkeiten“.

Als Präsidentin der „Black Students‘ Association“ habe sie einen bekennenden Antisemiten aus Trinidad eingeladen. Dieser habe in einem Manifest von einem „eskalierenden Angriff der Juden“ auf Schwarze fabuliert. Clarke habe ihn hingegen als „klugen, bewanderten schwarzen Intellektuellen“ bezeichnet.

Erst im Vorjahr habe sie für eine rohe Form rassischer Diskriminierung bei der Zulassung zum Studium gekämpft. Damals habe sie es als „Wahnsinn“ bezeichnet, dass die Regierung Trump sich auf die Seite asiatischstämmiger Studenten stellte, denen vorher der Zugang zur Uni verwehrt worden sei.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.wochenblick.at/uebel-biden-vertraute-hielt-schwarze-fuer-koerperlich-und-geistig-ueberlegen/


Iran: Bürgerrechtlerin Nasrin Sotoudeh weiter von Verhaftung bedroht

Nasrin Sotoudeh, renommierte Menschenrechtsanwältin und Sacharowpreisträgerin, droht eine weitere widerrechtliche Gefängnisstrafe, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).  IGFM_Scharia

Am 3. September 2016 soll sie vor der 28. Abteilung des Teheraner Revolutionsgerichts erscheinen. Nach eigenen Aussagen wird der erfahrenen Juristin und ehem. politischen Gefangenen erst am Tag der Verhandlung die Anklageschrift vorgelegt.

Wegen ihres Einsatzes für Kinder- und Frauenrechte verbüßte Sotoudeh bereits vom 4. September 2010 bis zum 18. September 2013 eine dreijährige Haftstrafe.

Die Bürgerrechtlerin wird bei der anstehenden Verhandlung ihre eigene Verteidigung übernehmen. Als Ursache der Anklage vermutet sie eine Strategie der Hardliner im Land: „Ich bin überzeugt, dass die Hardliner mir meine Zulassung als Rechtsanwältin nehmen wollen. Aber ohne die Anklageschrift zu kennen, kann ich nur Vermutungen anstellen“, so die Anwältin.

Der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin, kritisiert: „Dass das Regime des s. g. Reformers Ruhani unser Kuratoriumsmitglied Nasrin Sotoudeh über die Anklage im Unklaren lässt, ist einem ernstzunehmenden Mitglied der internationalen Rechtsgemeinschaft nicht würdig. So etwas kennen wir eher aus einer ‚Bananenrepublik‘RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif!“

Obwohl Sotoudeh ihre Anwaltslizenz 2015 zurückerhalten hat, ist sie nicht frei in der Wahl ihrer Klienten – das Regime macht sehr klare Vorgaben. Ein Richter verweigerte dem angeklagten prominenten Regimekritiker Issa Saharkhiz, durch sie vertreten zu werden.

Das diktatorische System muss sich ändern

Laut IGFM werden im Iran die Rechte von Frauen und Andersdenkenden systematisch missachtet. Obwohl die Islamische Republik „völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge ratifiziert hat, wird sie ihrer Verantwortung nicht gerecht“, so Lessenthin.

Die iranische Regierung versuche nach außen die Illusion aufrecht zu erhalten, der Iran sei mit den Grundsätzen der Vereinten Nationen kompatibel. Jedoch muss die internationale Gemeinschaft erkennen, dass kosmetische Korrekturen nicht ausreichten – grundlegender Wandel könne nur durch tatsächliche Umsetzung und Einhaltung internationaler Verpflichtungen erfolgen.

Zahlreiche Regimekritiker sind im Iran noch immer in Haft, obwohl ihre Urteile einen drastischen Bruch des internationalen Völkerrechts darstellen. Laut IGFM sind Bürgerrechtler und Minderheiten im Iran Diskriminierungen und Misshandlungen ausgesetzt, werden gefangengenommen sowie zum Tode verurteilt.

Gut drei Jahre nach Amtsantritt des Präsidenten Ruhani ist damit sein Versprechen, die politischen Gefangenen freizulassen, nicht erfüllt. 
 
Weitere Infos zum Iran: http://www.menschenrechte.de/iran