Pater Santan Fernandes und das Problem verstiegener Heilungserwartungen

Von Felizitas Küble

Zu den „Heilungspriestern“ der katholischen charismatischen Bewegung zählt seit Jahren der aus Indien stammende, in Tirol als Gemeindepfarrer wirkende Pater Santan Fernandes.  Scannen0002

Die Art und Weise seiner Verkündigung wirkt zunächst relativ bodenständig bzw. im Sinne des katholischen Brauchtums, wirbt er doch intensiv für das Tragen der „Wunderbaren Medaille“ und hält gerne Predigten über Fatima und den Rosenkranz.

Dies erscheint eher untypisch für die charismatische „Szene“, kann aber eben deshalb dazu führen, daß auch jene Katholiken an des Paters Exerzitien und Tagungen teilnehmen, die sonst mit schwarmgeistigen Phänomenen nichts am Hut haben. Auch die Medjugorje-Bewegung empfiehlt die Seminare dieses „Heilungspriesters“.

FOTO: K-TV überträgt „Heilungsgottesdienste“ mit Pater Fernandes, zuletzt am 1. Juli 2015 (Quelle: K-TV-Präsenz auf Facebook)

In diesem Zeitungsbericht auf „Baden-online“ vom 6. September 2012 wird der Geistliche als „Segenspfarrer“, ja sogar als „Wunderheiler“ bezeichnet: http://www.bo.de/lokales/lahr/der-wunderheiler-zu-besuch-in-ottenheim

Der erwähnte Artikel beginnt mit folgender Episode:

„Möchten Sie in den Himmel kommen?«  – Ein lautes »Ja« kommt dem Großteil der über 250 Gläubigen in Ottenheims katholischer Kirche über die Lippen. »Was müssen Sie machen?«  –  »Den Rosenkranz beten«, hallt es zurück. »Rosenkranz beten öffnet den Himmel«, sagt Pater Santan Fernandes, der Mittwochabend über die Glaubens- und Segenskraft der katholischen Kirche einen Heilungsgottesdienstes spricht.“

Auch dieser Einstieg wirkt auf den ersten Blick traditionell katholisch, ist aber theologisch fragwürdig, denn der Rosenkranz für sich allein genommen öffnet keineswegs den Himmel, obwohl dieser irreführende Eindruck hierbeichrkn entsteht.

Die katholische Kirche lehrt, daß uns durch die Taufe und  – damit zusammenhängend – durch die Erlösung in Christus der Himmel geöffnet wird. Wenn wir in schwere Sünde fallen, dann führen Reue, Bußsakrament und Umkehrbereitschaft uns zurück in die Freundschaft mit Gott, in den sog. „Stand der Gnade“ also.

Das Rosenkranzgebet ist hilfreich für das christliche Leben und vermag eine gediegene Frömmigkeit zu stärken, ersetzt aber nicht etwa die Beichte, die für Katholiken objektiv im Falle einer Todsünde heilsnotwendig ist.

Führen „vertrauende“ Gebete automatisch zur „Heilung“?

Typisch charismatisch sind freilich die verstiegenen Heilungserwartungen, die dieser „Segenspater“ weckt, wie der zitierte Zeitungsbericht in den weiteren Abschnitten nahelegt.

In der charismatischen Bewegung (sowohl in der protestantischen wie in der katholischen Variante) ist jene Denkweise weit verbreitet, wonach man nur stark glauben und intensiv genug beten und „vertrauen“ solle, dann werde man von seinen Krankheiten geheilt. media-390606-2

Dabei wird „übersehen“, daß Christus keineswegs alle Kranken geheilt hat, weder zu seinen irdischen Lebzeiten noch in der Kirchengeschichte allgemein. Er lehrte die Christen stattdessen im Vaterunser das Gebet: „Dein Wille geschehe!“  

Wer hingegen eine schwärmerische, irreführende (Ab-)Art des „Gottvertrauens“ verkündet, begünstigt jene verkehrte Grundhaltung nach dem Motto „Mein Wille geschehe“, wobei erwartet wird, daß der Himmel dafür auch sorgen wird, wenn man ihn nur ausreichend „bestürmt“

In diesem Zusammenhang schreibt Leser „Cyprian“ hier in einem Kommentar zu P. Fernandes zu Recht folgendes:

„Doch leider ist der Herr Pater der Frage ausgewichen, was mit denen ist, die Gott nicht heilt. Er führte es auf Unglauben zurück.

Ich kannte/kenne aber viele tiefgläubige Menschen, die nicht geheilt wurden und stattdessen den bitteren Kelch tranken und sich dem unergründlichen Willen Gottes fügten. Und davon gibt es unzählige Beispiele in der Kirchengeschichte – auch bei vielen Heiligen, wo Gott die Leiden eben nicht einfach wegnahm…

Hatten sie nicht genug Glauben — oder vielleicht noch einen viel, viel grösseren Glauben?!“

Gerade gestern berichtete die amtliche liturgische Lesung der katholischen Kirche vom Apostel Paulus, der zu Gott betete, ER möge ihn vom „Stachel in Fleisch“ befreien. Doch der HERR erhörte seine flehentliche Bitte nicht, sondern gab ihm zu verstehen: „Laß dir an meiner Gnade genügen“. (Siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/05/paulus-und-der-stachel-im-fleisch/)

Felizitas Küble leitet ehrenamtlich das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Haßstimmung gegen engagierte Katholiken hat Folgen: Martin Lohmann verlor Hochschul-Dozentenstelle in Köln

Der bekannte kath. Publizist und frühere TV-Moderator Martin Lohmann (siehe Foto) ist Vorsitzender des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) und Sprecher des AEK (Arbeitskreis engagierter Katholiken in der CDU). Hauptamtlich ist er als Chefredakteur des kath. Privatsenders K-TV tätig.

Seit Jahren setzt Lohmann sich überzeugend und unerschütterlich für die Würde der Ehe, den Schutz der Familie und das Lebensrecht aller Menschen ein, auch der ungeborenen Kinder.

Dieser klare Standpunkt führt immer wieder zu intoleranten Anfeindungen und Medienangriffen gegen den unbeirrbaren Katholiken.Lohmann5

Der „Kölner Express“ bezeichnete ihn unlängst als Dozenten der privaten Münchner „Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation“ (MHMK).

Daraufhin sandte ein Sprecher der Hochschule am heutigen Mittwoch, den 6. Februar 2013, folgende Stellungnahme an die Tageszeitung, woraus hervorgeht, daß Lohmanns Kritik an einem Adoptionsrecht für Homosexuelle bereits im Dezember vorigen Jahres intolerante Konsequenzen zur Folge hatte:

“Martin Lohmann ist nicht mehr Dozent an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln. Nach seinen Äußerungen bei „Hart aber fair“ in der Sendung vom 3.12.2012 hat die Studiengangleitung Medienmanagement entschieden, ihn nicht mehr weiter in der Lehre einzusetzen. Die Hochschule vertritt in ihren Grundwerten ein Menschenbild, in dem verschiedene sexuelle Orientierungen respektiert werden. Sie lehnt jegliche Art von Diskriminierung ab. Der Verbleib von Herrn Lohmann im ehrenamtlichen Beirat der Hochschule wird derzeit geprüft.“

Lohmann plädierte in dieser Talksendung    –  gemeinsam mit der christlichen Journalistin und Familienmutter Birgit Kelle  –   für die Würde der Ehe von Mann und Frau; die beiden Zeitgeistkritiker verteidigten die klassische Familie sowie christliche Grundsätze und Ideale. Doch was früher selbstverständlich war, gerät heute immer mehr zum Spießrutenlauf gegen die veröffentlichte Meinung   – mit handfesten Folgen, wie die jüngste Ausgrenzungsaktion gegen Lohmann dokumentiert.

„Witzigerweise“ schreibt besagte MHMK Folgendes in ihrer homepage-eigenen Selbstdarstellung:  „Die MHMK ist die Hochschule, um die mediale Gesellschaft von morgen schon heute zu reflektieren.“  –   Oho, das kann ja „morgen“ noch heiter werden, bedenkt man, wie trostlos es jetzt schon um die Meinungsfreiheit für Konservative bestellt ist.

Soviel zur vielgelobten „Freiheit“ in unserer Medienrepublik  –  genauer: Mediendiktatur Deutschland. 

Zu erwähnen wäre freilich noch, daß sogar der linkslastige „Kölner Express“, ein erwiesener Gegner Lohmanns, in seinem heutigen Rundumschlag einräumt:

„In den regelmäßig durchgeführten Studentenbewertungen war der 55-Jährige laut Hochschule allerdings noch nicht negativ aufgefallen.“

Doch auf fachliche Leistung, auf Können und Ansehen bei den Studenten kommt es bekanntlich nicht an; entscheidend ist offenbar vielmehr die „politisch korrekte“, die zeitgeistkombatible Meinung, die keineswegs von christlichen Prinzipien „angekränkelt“ sein darf.

Quellen: Kölner Express, Kölner Stadtanzeiger, Gloria-TV

Näheres hier: http://www.ksta.de/koeln/sexismus-hochschule-will-lohmann-nicht-mehr,15187530,21667416.html

DIESER ARTIKEL wurde auch auf folgenden Webseiten veröffentlicht:

http://journalistenwatch.com/cms/2013/02/06/hasstimmung-gegen-engagierte-katholiken-hat-folgen-martin-lohmann-verlor-hochschul-dozentenstelle-in-koln/
http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/02/martin-lohman-verliert-dozentensetelle.html


Chefredakteur Martin Lohmann stellte Strafanzeige wegen Aids-Drohmail

Heutige Pressemeldung des katholischen Fernsehsenders K-TV:

Mehrfach sind wir wegen eines unglaublichen Vorgangs gegen unseren Chefredakteur Martin Lohmann gefragt worden. Wir bestätigen, dass in dem elektronischen Postfach von Martin Lohmann (siehe Foto) folgende Mail am 12. Dezember 2012 um 3:51 Uhr vom Email-Absender Nomen Nescio <nobody@dizum.com> eingegangen ist:

„Hallo Herr Lohmann, Ich bin homosexuell und habe AIDS, wohne in Bonn und bin nun entschlossen, ihnen auch das Geschenk dieser Immunerkrankung zu geben. Wenn sie also demnächst einen kleinen Piekser verspühren sollten, dann war ich das wohl mit meiner Nadel 🙂 Heiho, Bis bald.“

Unser Chefredakteur Martin Lohmann hatte mit Sympathie und Kompetenz die Kostbarkeit der christlichen Ehe in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ am 3. Dezember verteidigt und sich mit guten Gründen gegen gelebte Homosexualität ausgesprochen, ebenso gegen ein Adoptionsrecht von Kindern für gleichgeschlechtliche Paare. Lohmann5

Daraufhin hatte er aus der ganzen Bevölkerung viel Anerkennung bekommen, auch dafür, dass er in der Fernseh-Diskussion seinen Gesprächspartnern mit viel Respekt und Toleranz begegnete. Selbst auf Entgleisungen und Unverschämtheiten reagierte Martin Lohmann souverän und entschieden zugleich.

Gleichwohl war er seither vielen beleidigenden und obszönen Beschimpfungen ausgesetzt. Die jetzt ausgesprochene Drohung mit einer AIDS-Infizierung ist der traurige Tiefpunkt einer erschreckenden Unkultur und Intoleranz. 

Wir sind dankbar dafür, dass sich viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sofort mit unserem Chefredakteur solidarisiert haben und für ihn beten. Martin Lohmann selbst bittet zudem darum, für solch verwirrte Menschen mit krimineller Energie wie den Bedroher viel zu beten:

„Das muss ein ziemlich verwirrter und verzweifelter Mensch sein, wenn er bei sich selbst blinden Hass zulässt. Solche Menschen brauchen Hilfe, und vieles entzieht sich wohl rein menschlichen Kräften. Ich hoffe, dass dennoch Toleranz und Respekt eine gute Chance bei uns haben und nicht diejenigen, die am lautesten Toleranz bei anderen einfordern, selbst zu dieser Toleranz nicht einmal ansatzweise fähig sind und so zu radikalen Zerstörern von Toleranz und Mitmenschlichkeit werden.

Es wäre tragisch und schrecklich, wenn man künftig als katholischer Christ faktisch nicht mehr das Recht hätte, seine klare Überzeugung friedvoll und deutlich zum Ausdruck zu bringen. Somit geht diese perfide Drohung eigentlich alle an, denen Demokratie, Meinungsfreiheit und Respekt noch etwas bedeuten.“

K-TV werde auch künftig mit seinem Programm dafür sorgen, dass die Wahrheit in dieser Zeit eine wirkliche Chance mitten im Leben hat.

Abgesehen davon, dass die Ankündigung der verbrecherischen Absicht ohnehin indiskutabel sei, verweist der Geschäftsführer des Senders, Patrick Gruhn, darauf, dass Chefredakteur Lohmann bei seinem fairen und klar katholischen Auftritt keine einzige Äußerung in der ARD-Sendung gemacht habe, die auch nur ansatzweise eine derart impertinente Reaktion rechtfertigen könnte.

Die Verantwortlichen des Senders sowie die Kolleginnen und Kollegen des katholischen Fernsehens verabscheuen die perfide Attacke gegen ihren Chefredakteur.

Martin Lohmann hat umgehend Strafanzeige gestellt, zumal ein solch kriminelles Verhalten nicht von unserem Rechtsstaat toleriert und geduldet werden könne und dürfe, der der Bekundung einer religiösen Überzeugung ebenso wie der freien Meinungsäußerung höchsten verfassungsrechtlichen Schutz gewährt.

K-TV. Anfragen/Rückfragen bitte an Chefredakteur Martin Lohmann: email: Martin.Lohmann@k-tv.org 


Der katholische Publizist Martin Lohmann ist seit heute Chefredakteur von K-TV

Der katholische Fernsehsender K-TV hat jetzt einen neuen Chefredakteur:  Martin Lohmann (siehe Foto) ist von den Verantwortlichen des Senders mit Wirkung vom 1. Oktober 2012 in die Führungsriege berufen worden.

Der 55-jährige Journalist ist zudem seit einigen Jahren ehrenamtlicher Vorsitzender des BVL (Bundesverband Lebensrecht) sowie Sprecher des AEK (Arbeitskreis engagierter Katholiken in der CDU).  Lohmann5

K-TV-Gründer Pfarrer Hans Buschor und Geschäftsführer Patrick Gruhn äußerten sich zufrieden darüber, daß es gelungen sei, „diesen anerkannten und engagierten katholischen Medienmann zu gewinnen“.

Der  Journalist und Buchautor geht nach eigenen Aussagen „mit großem Schwung und großer Freude auf diese neue Aufgabe zu, zumal sich der seit mehr als zwölf Jahren bestehende Sender in einer ausgesprochen ambitionierten und interessanten Phase der Weiterentwicklung“ befinde.

„Unsere Arbeit, klar und deutlich den katholischen Glauben nach wie vor bedingungslos gemäß dem Universalen Lehramt der katholischen Kirche zu verkünden und mit der Freude am Glauben viele Menschen zu ermutigen“, sei gerade heutzutage ebenso wichtig wie notwendig. Jetzt könne er, so Lohmann, seine vielfältigen beruflichen Erfahrungen bestens einbringen.

Martin Lohmann ist studierter Theologe und Historiker. Er war in der Geschäftsführung eines katholischen Unternehmerverbandes tätig, arbeitete als stellv. Chefredakteur der Wochenzeitung Rheinischer Merkur und als Chefredakteur der Tageszeitung Rhein-Zeitung sowie als Verlagsleiter in Köln.

Bekannt wurde der Kirchen- und Papst-Experte auch durch seine Bücher sowie als Moderator der Live-Sendung Münchner Runde im Bayerischen Fernsehen.

Sein Lieblingszitat aus der Heiligen Schrift ist dem Johannes-Evangelium entnommen: „Veritas Liberabit Vos  –  Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,32).

Das CHRISTLICHE FORUM wünscht Martin Lohmann für seine neue Aufgabe alles Gute, frohe Schaffenskraft und Gottes Segen!