Ägypten: Koptisches Forschungsinstitut warnt vor Irrtümern der Zeugen Jehovas

Das koptische Patriarchat richtet ein Forschungszentrum für Kirchenlehre im Stadtviertel Maadi in Kairo ein, das mit dem bereits existierenden Studien- und Beratungszentrum für Ehefrauen zusammenarbeiten soll.

Das neue Forschungszentrum soll nach dem hl. Athanasius, dem einstigen Bischof von Alexandria,benannt werden.

BILD: Feierlicher koptischer Gottesdienst in Münster (Clemens-Kirche)

Die Forschungseinrichtung wird dem Patriarchen Tawadros II. und dem Bischof der Diözese Maadi unterstellt sein und mit koptischen Theologen zusammenarbeiten.

Im April dieses Jahres hatte die bischöfliche Kommission für Glaubenslehre der koptischen Kirche die Gläubigen vor Aktivitäten der Zeugen Jehovas in Ägypten gewarnt.

In einer offiziellen Erklärung bekräftigt die Kommission, dass es sich bei den Zeugen Jehovas um eine Sekte aus den USA handelt, die im 19. Jahrhundert gegründet wurde und die Gottheit Christi sowie die Dreieinigkeit leugnet – und daher genau genommen nicht christlich ist.

Quelle: Fidesdienst

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Blutiger Palmsonntag für Kopten in Ägypten

Zu Beginn der Karwoche fanden am Palmsonntag zwei Gottesdienste in den beiden nordägyptischen Städten Tanta und Alexandria ein jähes Ende. Sprengsätze rissen jüngsten Meldungen zufolge über 40 Menschen in den Tod.

Die Anschläge reihen sich ein in eine Serie tödlicher Angriffe auf Christen in dem Land am Nil. Am 20. Februar hatte der IS in einem Video alle ägyptischen Christen als „Ungläubige“ bezeichnet, die sterben müssten. „Kairo wird befreit werden“, hieß es dort unter anderem.

Im Januar und Februar wurden auf dem Nord-Sinai sieben Christen kaltblütig in ihren Wohnungen ermordet. Wegen der Zunahme der Gewalt und der Ankündigung weiterer Bluttaten auf dem Nordsinai flohen fast alle Christen aus der Stadt Al Arish.

Nach Einschätzung des christlichen Hilfswerks Open Doors sollen Anschläge wie am Palmsonntag die Christen in Angst und Schrecken versetzen und womöglich gewaltsame Gegenreaktionen provozieren. Doch trotz des großen Leids, das die ägyptischen Christen immer wieder erleben, reagieren sie nicht mit Hass und Gewalt.

Stattdessen setzten sie nach dem letzten Attentat auf eine Kairoer Kirche am 11. Dezember 2016 (29 Tote) ein besonders Zeichen: „Heute Nacht haben wir in unserer Kirche für die gebetet, die die Bombe in der Kirche versteckt haben. Wir Christen in Ägypten beten für unsere Verfolger, damit sie Christus kennen lernen.“

Quelle: Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors


Ägypten: Terroranschlag gegen koptische Markus-Kathedrale in Kairo mit 25 Toten

Bei einer Bombenexplosion am 11. Dezember unmittelbar neben der koptischen Sankt-Markus-Kathedrale in der Hauptstadt Kairo starben nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums mindestens 25 Menschen, 35 seien verletzt worden. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass der Sprengsatz in der Kirche Sankt Peter und Paul detoniert sei, die an die Kathedrale angrenzt. Der oder die Täter hätten ihn offenbar in das Gebäude geworfen.

Attiya Mahrous, Mitarbeiter der Kathedrale, der nach der Explosion in die benachbarte Kirche geeilt war, berichtet: „Ich fand Leichen, darunter viele Frauen, die auf Kirchenbänken lagen. Es war eine schreckliche Szene.“

Zu dem Attentat hat sich zunächst niemand bekannt. Es war der schwerste Angriff auf die christliche Minderheit in Ägypten seit dem 1. Januar 2011. Damals starben bei einem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria 21 Personen. Die Markus-Kathedrale ist auch Sitz des koptischen Papstes Tawadros II.

Etwa zehn Prozent der 90 Millionen Einwohner Ägyptens sind christliche Kopten. Die Minderheit ist immer wieder Ziel von gewalttätigen Übergriffen durch radikale Muslime.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/anschlag-auf-kathedrale-in-kairo-mindestens-25-tote-99252.html

Foto: IGFM


Kairo: Israelische Botschaft ist wieder eröffnet

„Ägypten ist der wichtigste Staat in unserer Region“

Die israelische Botschaft in Ägypten wurde am 9. September wiedereröffnet. Die Botschaft musste vor vier Jahren evakuiert werden aufgrund der dramatischen Ereignisse in Zusammenhang mit dem politischen Umsturz in Kairo.

Während der letzten vier Jahre waren die israelischen Diplomaten in Ägypten daher gezwungen, unter schwierigen Umständen zu agieren. Durch die Wiedereröffnung der Botschaft soll die diplomatische Arbeit erleichtert werden.

BILD: MFA-Generaldirektor Dore Gold bei der Wiedereröffnung der Botschaft (Foto: MFA)

Um diesen festlichen Anlass zu ehren, traf eine Delegation unter Leitung von Dore Gold, dem Generaldirektor des Außenministeriums, am 9. September in Kairo ein.

Generaldirektor Gold sagte: „Unter der Führung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi ist es uns gelungen, die Bedrohungen zu vertreiben. Wir arbeiten zusammen für die Stabilität und den Wohlstand im Nahen Osten. Ägypten wird immer der größte und wichtigste Staat in unserer Region sein. Es ist nicht verwunderlich, dass die Araber es „Umm al-Dunja“ („Mutter der Welt“) nennen.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Die Hamas plante einen Putsch gegen Fatah-Palästinenserführer Abbas

Im Schatten der Verhandlungen in Kairo haben Israels Sicherheitskräfte gestern 93 Hamas-Mitglieder in Judäa und Samaria verhaftet, die laut israelischen Militärangaben einen Putsch gegen Mahmoud Abbas`s Fatah-Regierung in Ramallah planten, wie die Nachrichtenseite „Israel heute“ am 20. August berichtet. 170814063037-b1-

Seit Monaten verfolgte Israels Sicherheitsdienst Schin Bet die Vorbereitungen, die von der Hamasführung in der Türkei organisierst wurden.

Aus dem Büro von Abbas in Ramallah wurde gemeldet, daß dieser Putschplan der Hamas durchaus gefährlich war: „Dies ist eine wahre Gefahr für eine Versöhnung und Einheit im palästinensischen Volk“, warnte Abbas, der seinen Sicherheitsapparat beauftragte, den Fall mit Israel zu untersuchen.

Aus diversen Quellen geht hervor, daß die Hamas eine dritte Intifada plante und dafür zahlreiche Waffen und Geldsummen in Millionenhöhe sammelte, die alle beschlagnahmt wurden.

Alle Beweise wurden der palästinensischen Fatah-Regierung überliefert, die hinter den Kulissen von dem Vorhaben ihrer Hamas-Verbündeten erschreckt war.

Noch vor wenigen Wochen „versöhnten“ sich beide Parteien und bildeten eine Einheitsregierung. In Kairo sitzen Fatah und Hamas in derselben palästinensischen Delegation Israel gegenüber.

Ein weiteres INFO hierzu berichtet, daß Hamas auf Fatah-Palästinenser geschossen hat: http://www.israelnetz.com/arabische-welt/detailansicht/aktuell/fatah-hamas-hat-auf-unsere-mitglieder-geschossen-89121/#.U_TrcaN4CDo

 


Ägyptischer Publizist fordert von Israel Entschädigung für „biblische Plagen“

„Wir verlangen vom Staat Israel Entschädigung für die zehn Plagen, die unsere Vorväter in Ägypten vor Tausenden Jahren infolge der Flüche der jüdischen Vorväter erleiden mussten.“ CIMG0825

Das schrieb der anerkannte ägyptische Kolumnist Ahmed Al-Gamal kurz vor dem jüdischen Pessachfest und erregte damit großes Aufsehen.

Er hat der neuen Regierung in Kairo vorgeschlagen, Israel anzuklagen:

„Die Juden haben das Land damals mit Heuschrecken geschlagen und die Landwirtschaft zerstört, den Nil mit Blut gefärbt, so dass man kein Wasser trinken konnte, Dunkelheit geschickt, Frösche und die Erstgeborenen getötet“, zählt Al-Gamal in seinem Artikel auf.

„40 Jahre wanderten die Kinder Israels in der Wüste und haben unsere Waren während der Wanderung genossen, die sie vor dem Auszug von uns gestohlen haben“, fügte Al-Gamal hinzu, der Kairo vorschlug, nicht nur Israel anzuklagen, sondern ebenso Frankreich, Großbritannien und die Türkei. Frankreich, weil Napoleon nach Ägypten einmarschierte, Großbritannien wegen der britischen Kolonisation und die Türken wegen der ottomanischen Eroberung.

In den israelischen Medien, besonders auf den religiösen Webseiten, machte die ägyptische Meldung kurze Schlagzeilen und wurde schmunzelnd aufgenommen. Andere betonten, dass zuerst Ägypten Israel entschädigen müsse, einmal wegen der Sklavenarbeit der jüdischen Vorväter und zudem wegen der Tötung aller männlichen jüdischen Babys im Pharaonenreich (vgl. Exodus 1,22).

Quelle: http://www.israelheute.com


Prälat Schroedel aus Kairo berichtet am 13.7. über Christen in Ägypten und Nahost

Zu einem Gesprächsabend mit dem Thema „Arabischer Frühling  –  Winter für die Christen?“ lädt die katholische Seelsorgeeinheit Hohenfels, im Landkreis Konstanz am Samstag, den 13. Juli, alle Interessierten ein.

Der Geistliche der deutschsprachigen Katholiken in Kairo, Monsignore Joachim Schroedel, berichtet im Gespräch mit Michael Ragg über die aktuelle Lage in Ägypten, das reiche Vermächtnis der Christen im ganzen arabischen Raum und ihre Situation im „arabischen Frühling“.

Prälat Schroedel ist neben seiner Arbeit in Ägypten auch für die etwa zehntausend Katholiken deutscher Sprache in Syrien, Jordanien, Libanon,  Zypern, Israel, Palästina, Sudan und Eritrea zuständig.

Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Kaplaneigebäude neben der Kirche, Hauptstr. 26 in 78355 Hohenfels-Liggersdorf.

Der Eintritt ist frei, eine Reservierung nicht erforderlich.

Quelle: Agentur Domspatz