Indien: Entsetzen wegen Mordanschlag auf Nonnen und kirchliche Helfer in Jemen

Am Rande ihrer Vollversammlung in Bangalore bringen die indischen Bischöfe “Sorge, Entsetzen und Trauer nach dem niederträchtigen Anschlag” zum Ausdruck, bei dem am vergangenen 4. März in Aden (Jemen) 16 Menschen, darunter vier Ordensfrauen (Mutter-Teresa-Schwestern), ermordet wurden.   _SITE_MUNDO_4d95e5470607b

Eine der vier ermordeten Schwestern aus der „Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe“, Schwester Anselma, stammt aus der indischen Diözese Gumla im Unionsstaat Jharkhand.

Die rund 180 versammelten Bischöfe der Katholischen Bischofskonferenz in Indien (CBCI) beteten gemeinsam für die Opfer und bringen der von Mutter Teresa von Kalkutta gegründeten Kongregation ihr Beileid zum Ausdruck.

Die Oberhirten wünschen sich auch eine baldige Freilassung des indischen Paters Tom Uzhunnalil, der bei dem Attentat verschleppt wurde und sich noch in den Händen der mutmaßlich islamischen Terroristen befindet.

Die Ordensgemeinschaft der Mutter-Teresa-Schwestern bekräftigen in einer offiziellen Verlautbarung, dass sie auch nach dem Massaker in Jemen ihre Tätigkeit im Land fortsetzen und „Armen und Bedürftigen dienen“ werden. Im Mutterhaus des Ordens in Kalkutta fand ein Trauergottesdienst für die ermordeten Mitschwestern statt.

Quelle: Fidesdienst


Indien: Ordensschwestern wollen Prostituierte aus Sex-Sklaverei befreien

Im „Jahr der Orden“ wollen indische Nonnen sich verstärkt um die Not der Prostituierten kümmern. Vier Schwestern vom Orden der makellosen Jungfrau besuchen in Kalkutta abends die Rotlichtviertel der Stadt. Damit konnten sie bereits zahlreiche junge Frauen aus den Händen skrupelloser Menschenhändler befreien. Fussmatte__

“Damit”, so Schwester Sharmi Souza, “geben wir auch eine positive Antwort auf die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag, der uns zum Kampf gegen moderne Formen der Sklaverei aufruft”.

Dabei bieten die Schwestern den jungen Frauen Unterstützung und Begleitung an und fordern sie auf, bei der Polizei anzeige gegen ihre Peiniger zu erstatten.

Wie aus Daten der indischen Regierung hervorgeht, wurden 2007 über 3 Millionen Frauen sexuell ausgebeutet, davon waren 35,47% unter 18 Jahre alt. Die Nichtregierungsorganisation “Human Rights Watch” schätzt, dass es in Indien mindestens 20 Millionen Prostituierte gibt. Allein in Mumbai arbeiten über 200.000 von ihnen.

Quelle: Fidesdienst – Foto: IGFM