Kamerun: Papst ernannte Palottiner-Pater Bruno Ateba Edo zum Bischof

Mit Datum vom 5. April 2014 hat Papst Franziskus den Pallottiner P. Bruno Ateba Edo (siehe Foto), Oberer der Dreifaltigkeits-Regio Kamerun und Nigeria, zum Bischof der Diözese Maroua-Mokolo im Nordosten Kameruns ernannt. Ateba_Bruno

P. Bruno Ateba wurde am 20. November 1964 in Zoételé, Kamerun, geboren. 1988 trat er der Gemeinschaft der Pallottiner bei und legte am 15. August 1989 seine erste Weihe ab. Die Priesterweihe folgte am 8. Juli 1995. Nach einem Lizenziats-Studium der Pastoraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar wurde er Rektor der Basilika „Königin der Apostel“ in der kamerunischen Hauptstadt Jaunde.

Bei der Gründung der pallottinischen Regio Kamerun-Nigeria (2008) wurde P. Ateba ihr erster Regionaloberer. Im Jahre 2011 wurde er wiedergewählt, zudem wählte die Konferenz der Ordensoberen in Kamerun den Pallottinerpater zu ihrem Präsidenten.

Das Jahr 2014 ist für die Pallottiner weltweit und für die Gemeinschaft in Kamerun von besonderer Bedeutung, da am 7. November der 100. Todestag Bischof Heinrich Vieters, des Gründers der Mission in Kamerun, gefeiert wird. So ist bei ihnen die Freude groß, dass Papst Franziskus den Bischofsstuhl von Maroua-Mokolo mit einem Pallottinerpater besetzt.

Quelle und Kontakt:
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Kamerun: Pallottiner fördern das Schreinerhandwerk auf ihrer Missionsstation

Riesige Frachtcontainer in den Farben Grün, Orange, Beige und Weiß, wohin das Auge blickt  – und ganz hinten am Horizont ist der tiefblaue Atlantische Ozean zu sehen.

Um zum Hafen zu kommen, hat der kamerunische Pallottinerbruder Laurent Messi Ebi die beschwerliche Fahrt von rund 300 Kilometern –  vom Landesinneren in die ehemalige Hauptstadt des westafrikanischen Landes, Douala  –  im Januar mehrfach unternommen. Container-Transport 2

Die letzten beiden Wochen hat er dann schließlich vor Ort in einer Unterkunft für Ordensleute in Douala verbracht, um sich täglich bei den Hafenbehörden nach dem Container aus Deutschland zu erkundigen.

FOTO: Stolz präsentieren die einheimischen Lehrlinge ihre Maschinen „Made in Germany“

Anfang Februar dann die erleichternde Nachricht: der Inhalt wurde überprüft, alle Papiere stimmen. Die Pallottiner können den Container mitnehmen in die Missionsstation nach Elat-Minkom.

Die rund zehn Tonnen heiße Fracht im Container: Schraubzwingen, Stecheisen, Ziehklingen etc.

Was nach mittelalterlichen Folterinstrumenten klingt, sind tatsächlich Werkzeuge, die im Ausbildungszentrum für Schreinerlehrlinge in Elat-Minkom (Kamerun) eingesetzt werden.

Seit den 80er Jahren betreiben die Pallottiner hier eine Missionsstation mit Kirche, Pfarrhaus, Grundschule mit Sportplatz, einer Krankenstation  –  die von Franziskanerinnen betreut wird  –  und seit 1997 auch mit der Schreinerlehrwerkstatt.

Für genau diese Ausbildungsstätte hat Bruder Bert Meyer, Missionssekretär der Pallottiner, im vergangenen Jahr Maschinen- und Werkzeugspenden in Süddeutschland gesammelt.

„Die Benediktinerinnen aus Tettenweis im Bistum Passau hatten eine Holzbearbeitungsmaschine abzugeben“, erzählt er. „Für den Ausbildungsbetrieb in Kamerun ein echter Segen.“

Hier bekommen die Lehrlinge die Möglichkeit, ihre theoretisch erlernten Kenntnisse an den Maschinen praktisch anzuwenden. Neben drei Pallottinern sind sechs Schreiner und Lehrer für die Handwerkerausbildung von zwölf Lehrlingen verantwortlich.

FOTO: Die praktische Ausbildung kann nun an den aus Deutschland eingetroffenen Maschinen stattfinden.

Die kamerunischen Jugendlichen, unter denen sich übrigens ebenfalls immer wieder junge Frauen finden, leben auch in der Missionsstation oder stammen aus der unmittelbaren Umgebung.

„Ziel des Ausbildungszentrums ist es, zum einen den Jugendlichen, die sich sonst mit Gelegenheitsarbeiten wie Autowaschen über Wasser halten, eine solide Ausbildung zu ermöglichen. Bei vielen, die aus komplizierten Familienverhältnissen kommen, geht es aber auch darum, ihnen Strukturen und Perspektiven zu bieten“, beschreibt Bruder Bert die Einrichtung.

Nach der großzügigen Spende aus dem Kloster Sankt Gertrud im Mai 2013 bemühte sich der Pallottinerbruder darum, weitere Arbeitsmaschinen und Werkzeuge zu sammeln, um sie per Container nach Kamerun schiffen zu können.

Zahlreiche Schreinereien, Werkstätten und Betriebe aus dem süddeutschen Raum steuerten Maschinen und andere Arbeitsgeräte sowie Kisten für den Transport bei oder stellten ihre Räumlichkeiten als Lagerort bis zur Verfrachtung zur Verfügung.

„Wir sind sehr froh und dankbar für dieses Equipment aus Deutschland. Das Holz in Kamerun ist von sehr harter Natur, so dass sich die Maschinen recht schnell abnutzen und ersetzt werden müssen. Im Land selbst bekommt man solch hochwertige Arbeitsmittel entweder gar nicht, oder nur zu horrenden Preisen“, sagt der Missionssekretär.

Am 26. November 2013 konnte das Unternehmen „Containertransport nach Kamerun“ losgehen. In Wessiszell bei Dasing wurde er verplombt und via LKW nach Hamburg gebracht. Per Schiff ging es dann in die kamerunische Hafenstadt Douala, wo der Container fast einen Monat lang im Hafen inspiziert und geprüft wurde.

Bis Anfang Februar, wo er sich dann auf die letzte Etappe seiner Reise machte: von Douala in das 40 Kilometer von der heutigen Hauptstadt Yaoundé entfernte Elat-Minkom, wo die Ladung schon sehnlichst erwartet wurde.

„Außer bei den Spendern der Maschinen möchten wir uns auch herzlich bei den zahlreichen helfenden Händen bedanken, ohne die die Beschaffung, Verpackung, Verladung und Verschiffung nicht möglich gewesen wäre“, erklärt Bruder Bert.

Trotz der hohen Transportkosten hat sich die Aktion gelohnt: „Das Schreinerhandwerk hat große Zukunft in Kamerun, da allerorts gebaut wird und Fachkräfte rar sind. Nun können die Lehrlinge an zeitgemäßen Maschinen ihre Ausbildung erfahren.“

Junge erwachsene Frauen und Männer mit Französischkenntnissen und handwerklicher Begabung können sich übrigens selbst im Rahmen des Freiwilligendienstes MaZ (Missionare auf Zeit – http://www.pallotti-maz.de) ein Bild von der Missionsstation Elat-Minkom machen und dort eine gewisse Zeit mitleben und mitarbeiten.

Kontakt: Pallottiner
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