WerteUnion: Urwahl des Kanzlerkandidaten durch die Mitglieder von CDU und CSU

Angesichts der dramatisch schlechten Umfragewerte für die CDU fordert die WerteUnion die Durchführung einer Urwahl zur Bestimmung des gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Unionsparteien. Die WerteUnion vertritt den freiheitlich-konservativen Flügel in CDU und CSU.

Hierzu erklärt ihr Vorsitzender Alexander Mitsch:

„Die aktuellen Umfrageergebnisse bei der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl und zur Kanzlerfrage sind alarmierend. Deutschland droht eine Linksregierung unter einem Kanzler Robert Habeck.

Im Interesse unseres Vaterlandes sind die Unionsparteien dazu aufgerufen, endlich alles Notwendige zu unternehmen, um dieses Worst-Case-Szenarium zu verhindern.

Neben dem längst überfälligen Politikwechsel gehört hierzu auch die Ernennung eines gemeinsamen Kanzlerkandidaten, den die Mehrheit der Parteimitglieder von CDU und CSU uneingeschränkt unterstützt.

Die WerteUnion fordert daher die Parteiführungen von CDU und CSU dazu auf, eine Urwahl über den nächsten Kanzlerkandidaten in beiden Parteien durchzuführen.

Die WerteUnion bittet alle Mitglieder der Unionsparteien um Unterstützung dieser Forderung und wird zeitnah eine entsprechende Kampagne starten, die über den Link https://werteunion.net/initiative-urwahl/ aufrufbar sein wird“.


Maria 2.0 in der Pfarrei St. Liudger zu Münster

Von Felizitas Küble

Wer kennt nicht das Sprichwort: „Wenn das schon am grünen Holze geschieht, wie wird es erst dem dürren ergehen?“  –  Es handelt sich übrigens – wie bei vielen Redensarten und Spruchweisheiten – um ein Bibelwort, sogar um eine Aussage Christi (vgl. Lk 23,31).

Und so reibt sich der kirchentreue Münsteraner verwundert die Augen, wenn er feststellt, daß die radikal-feministische Initiative Maria 2.0 nicht etwa nur in den „reformkatholischen“ Gemeinden erfolgreich zugange ist, sondern siegreich teils auch in jenen Pfarreien gelandet ist, die als eher konservativ gelten.

Nun geht die „frauenbewegte“ Aktion ursprünglich auch von Münster aus – genauer: von der Kirchengemeinde Heilig-Kreuz, die seit Jahrzehnten für ihren strammen Modernistenkurs bekannt ist.

Doch auch im Pfarrblatt von St. Liudger (Münster-West), das vier Gemeinden zusammenfaßt, war die Kampagne „Maria 2.0“ offenbar der totale Renner, obwohl Pfarrer Timo Weissenberg der charismatischen Gruppe „Emmanuel“ angehört, die sich „spirituell“ und eher konservativ präsentiert, allerdings in kirchenpolitischen Streitfragen gerne „vornehm“ zurückhält.

Nun erwartet niemand von besinnlichen Gebetskreisen, daß sie sich in kirchliche Auseinandersetzungen aktiv einbringen; der fromme Stuhlkreis mag ihnen näher liegen.

Gerade deshalb hätte der erstaunte Leser gerne gewußt, warum ausgerechnet in diesem Pfarrgemeinde-Verbund mit ihrer Emmanuel-Prägung ein derartiger Siegeszug von „Maria 2.0“ möglich ist?

Die Pfarrnachrichten vom 11. bis 19. Mai kommen aus dem Jubel um diese Aktion gar nicht mehr heraus. Schon auf der ersten Seite weist Pastoralreferentin Anne Bußmann  – farblich hervorgehoben und zentral plaziert  – ausführlich den Weg in Richtung „Päpstin“.

Die kirchliche Angestellte erwähnt, der stellv. Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz wolle über ein Diakonat für die Frau nachdenken. Doch für die Pastoralreferentin ist das „keine Ermutigung, sondern ein Schlag ins Gesicht“.  – Wie bitte?

Ganz einfach: Die Dame kennt nur „alles oder nichts“, sie fordert „Gleichberechtigung für sämtliche Ämter“ in der Kirche – also Priesterweihe sowieso, aber auch Bischofsweihe und Papstamt.

Auf Seite 2 darf dann auch der Pfarrer zu Wort kommen –  aber nicht so ganz im Sinne der Gleichberechtigung, denn er erhält nur halb so viel Platz für seine Ausführungen.  Allerdings will (oder „darf“) er dabei nicht über das heiße Eisen Maria 2.0 schreiben, geschweige gar Frau Bußmanns Kanonendonner korrigieren.

Aber nein, der gute Mann aus der Bewegung „Emmanuel“ läßt sich mit Brosamen abspeisen und erzählt der Gemeinde vom ersten bis zum letzten Satz allerlei über die „Umbaumaßnahmen fürs Pfarrzentrum“.

Klar doch: Die großen Zukunftsfragen der Kirche regelt Frau Bußmann – und der Herr Pastor kümmert sich ums Kleingedruckte.

In diesem Sinne bzw. Unsinne geht das bei den „Nachrichten aus den Gemeinden“ weiter vonstatten. Natürlich die erste Meldung wieder einmal Maria 2.0, denn die die Bücherei St. Pantaleon in Roxel erklärt sich mit der Chose solidarisch und schließt in der Aktionszeit ihre Pforten.

Zusätzlich werden alle Interessierten zur zentralen „Mahnwache“ auf den Domplatz (!) eingeladen, bei der die Kirchen-Emanzen sich hingebungsvoll ihrer mentalen Klagemauer widmen.

Auch die Pfarrei St. Anna in Mecklenberg möchte dabei nicht als Schlafmütze gelten, weswegen die Gemeindeschäflein während der Messe mit den Sonder-Stellungnahmen von vier Personen aus dem Maria-2.0-Kreis behelligt werden. Auch nach der Messe geht es mit den „Statements“ munter weiter.

In St. Stephanus (Aaseestadt) wird mitgetreilt: Die Frauen der Gemeinde nehmen an der Aktion „Maria 2.0″ teil….Wir wollen NICHT, dass die Kirche SO bleibt, wie sie ist.“

Man beachte: „Die“ Frauen  – es werden somit alle weiblichen Gläubigen der Pfarrei für diese Initiative vereinnahmt.

Und genauso läuft es auch in vielen Medien: Es wird der irreführende Eindruck erweckt, als vertrete diese Aktion „die“ Katholikinnen in Deutschland, die jetzt quasi den Aufstand proben.

Da tröstet es wenig, wenn im erwähnten Pfarrblatt für die „offenen Abende“ der Gemeinschaft Emmanuel geworben wird. Es gehe darum, so heißt es, den eigenen Glauben „noch mehr in Verbindung mit dem alltäglichen Leben zu bringen.“

Wie wäre es, wenn dabei auch eine Brücke zum Glauben der Kirche gebaut würde? Oder geht es nur um die fromme Nabelschau und das gemütliche Zusammensein unter Gleichgesinnten, wo einem garantiert kein rauher Wind ins Gesicht weht?

Eben dieser Eindruck entsteht auch angesichts der Tatsache, daß Pfarrer Weissenberg eine Woche zuvor in seinem Gemeindeblatt einen windelweichen Eiertanz in puncto Maria 2.0 vollzog, ohne sich inhaltlich eindeutig festzulegen, aber mit viel Verständnis für diese rebellische Aktion.

 


Kampagne gegen David Berger: Linke „taz“ muss Falschbehauptung zurücknehmen

Die linken Journalisten und Aktivisten, die über einen Shitstorm versucht hatten, die Ausstrahlung eines längeren Interviews des WDR 5 mit dem Herausgeber des Blogs Philosophia-Perennis, Dr. David Berger (siehe Foto), zu verhindern, haben nun ein großes Problem:

Er war ihnen zu wenig „rechtsradikal“. Wohl deshalb hat die „taz“ ganz schlicht zu einer Lüge gegriffen und ihm Holocaustverharmlosung unterstellt. Jetzt musste die linksalternative Zeitung aus Berlin diese Fakenews zurücknehmen.

Ganz vorurteilsfrei an das Interview Berges mit dem WDR Herangehende fragten sich, als sie das Gespräch gehört hatten: Wo war der angekündigte hasserfüllte Rechtsextremist, vor dem ihr uns gewarnt hattet? Habt Ihr uns da auf eine ganz falsche Fährte geführt und wolltet nur verhindern, dass einer Eurer Konkurrenten, dessen Blog – laut WDR5 – inzwischen so viele Leser wie die taz hat, zu Wort kommt?

Nur vor diesem Hintergrund ist eine Art Kampagne der Mainstreammedien erklärbar, die kurz nach der Ausstrahlung des Interviews einsetzte. Sie geht vor allem auf zwei Wegen vor.

Der eine beschäftigt sich gar nicht mit dem, was David Berger sagt, sondern stellt die strategischen Fragen: 

Dürfen „solche Menschen wie Berger“ überhaupt in den Medien zu Wort kommen. Und wenn ja, ist es legitim, sie mit dem gleichen grundlegenden Wohlwollen und der gleichen Höflichkeit wie alle anderen Studiogäste auch zu behandeln?

Beeinflusst sind solche Fragestellungen deutlich von der Mentalität linksextremer Demonstranten, die bei jedem Auftritt Konservativer in einen Schreianfall verfallen, der immer wieder – je nach der Höhe des Kiff- und Alkoholspiegels mit unterschiedlicher Intensität – den Ruf: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!“ enthält.

Bezüglich der zweiten Frage sind sich v.a. die „Staatsfunk“-Medien einig, dass letzteres auf keinen Fall mehr vorkommen darf. Die neue Devise heißt jetzt: Wenn überhaupt zu Wort kommen lassen, dann nur in konfrontativer Weise und so, dass man dem Zuhörer schon vorab sagt, was er von „solchen Menschen“ zu halten hat.

Ganz konsequent setzt das der WDR bereits jetzt schon um. Dem Tischgespräch mit Berger wurde in der Mediathek ein Warnhinweis vorangestellt, in dem es heißt:

(…) Bereits die Ankündigung der Sendung hat zu zahlreichen kritischen Reaktionen in den sozialen Medien geführt. WDR 5 hat sich dennoch entschieden, das Gespräch zu senden, damit sich die Hörer und Hörerinnen selbst ein Bild machen können. In dem Gespräch ist auch David Bergers Internetblog ein Thema. Darin veröffentlicht Berger zum Teil rechtsradikale und menschenverachtende Beiträge.“ (…)

Der andere Strang der Berger-phoben Kampagne ist vor allem damit beschäftigt, Falschnachrichten über ihn in die Welt zu setzen. Ein typisches Beispiel dafür: Florian Quecke, der Programmleiter von WDR5 hatte die diffuse Aussage in die Welt gesetzte, auf PP würden sich auch schon mal „rechtsextreme Beiträge“ finden. Nachweise dafür hat er in dem Interview, das er mit seinem eigenen Sender (!) führte, nicht erbracht.

Quelle und FORTSETZUNG des Artikels über die Kampagne gegen Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2019/02/02/abmahnung-linke-tageszeitung-taz-muss-von-ihr-verbreitete-luege-ueber-david-berger-korrigieren/


Lügengebäude gegen Kavanaugh bröckelt

Die vor seiner Wahl gestartete Kampagne gegen den neuen Pro-Life-US-Höchstrichter Brett Kavanaugh, der von drei Frauen beschuldigt wurde, sie sexuell belästigt zu haben, bricht inzwischen zusammen.

Bereits vor der Wahl hat das FBI die Vorwürfe als nicht relevant eingestuft, inzwischen hat eine der Frauen laut US-Medienberichten bereits zugegeben, dass sie Kavanaugh niemals getroffen habe. Vor seiner Wahl hat sie ihn in der Öffentlichkeit beschuldigt, dass sie von ihm vergewaltigt worden zu sein.

Dies dürfte für die Frau ein juristisches Nachspiel haben. Chuck Grassley, der Vorsitzender des Justizausschusses des Senats, gab bekannt, dass sich die Frau vor einem Gericht verantworten muss.

Grassley gab auch bekannt, dass ihre Aussagen Teil des Versuchs waren, die Nominierung Kavanaughs zu verhindern.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.kath.net/news/65755


Frankfurt: Lesben- und Schwulenverband Hessen verliert gegen Prof. Gerhard Amendt

Presse-Erklärung der AG Familienkonflikt:

Am 6. September 2018 hat die Pressekammer des Landgerichts Frankfurt auf Antrag von Prof. Dr. Gerhard Amendt den Lesben- und Schwulenverband (LSVD), Hessen, zur Unterlassung rechtswidriger Äußerungen verurteilt.

Der LSVD hatte behauptet, Prof. Amendt sei ein „Homosexuellen-Therapeut“ und arbeite für das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG), dem unterstellt wird, solche Therapien zu fördern.

Der LSVD hat das Urteil im einstweiligen Verfügungsverfahren mittlerweile als endgültige Regelung akzeptiert.

Die Entscheidung betrifft eine rufschädigende Kampagne, die ihren Anfang im März 2018 genommen hat im Vorfeld des Internationalen Kongresses „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ an der Universität Frankfurt.

Ausgangspunkt der Kampagne war ein Artikel auf der Seite Merkurist.de über Prof. Dr. Amendt als wissenschaftlicher Leiter des Kongresses. Diese Berichterstattung wurde anschließend von zahlreichen weiteren Medien und sogar etablierten Fraktionen im Römer aufgegriffen und der Ruf des anerkannten Wissenschaftlers und Soziologen schwer beschädigt.

Im Rahmen des Kongresses an der Goethe Universität kam es dann vom 13. bis 15. April 2018 zu Demonstrationen und gewalttätigen Störungen der Veranstaltung, die letztlich unter Polizeischutz stattfand.

Der Großteil der an der Kampagne beteiligten Medien hat inzwischen eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben oder eine einstweilige Verfügung von Herrn Prof. Dr. Amendt zugestellt bekommen. Sie sind damit verpflichtet, die unwahren und rufschädigenden Behauptungen nicht mehr zu wiederholen.

Das Urteil der Pressekammer Frankfurt gegen den Lesben- und Schwulenverband (LSVD), Hessen, hat Prof. Dr. Amendt vollständig rehabilitiert.

Demnach kann den Publikationen und der Arbeit von Prof. Dr. Amendt als Soziologe nicht entnommen werden, dass dieser ein „Homosexuellen-Therapeut“ sei. Diese Behauptung ist unwahr und darf daher nicht wiederholt werden. Andernfalls droht die Zahlung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000 Euro.

Allerdings ist die Verunglimpfung des Frankfurter Kongresses keineswegs ein Einzelfall. Gegen eine solche Behinderung der Wissenschaftsfreiheit ist dringend mit den Mitteln des Rechtsstaates Widerstand zu leisten.

Andernfalls weitet sich ein Zustand aus, der mit sprachlosem Terror und Falschbehauptungen nicht nur Personen und Veranstaltungen stört, wenn nicht verhindert, sondern das Recht auf freie Meinungsäußerung und Wissenschaftsfreiheit in eklatanter Weise einschränkt. 

Solch eine Entwicklung gefährdet die Laufbahn von jungen Wissenschaftlern, sie verhindert die Erforschung wichtiger gesellschaftlicher Probleme und sie zwingt Studenten in dumpfe Loyalitätsbezeugung gegenüber „politisch korrekten Meinungen“. 

Quelle und vollständige Meldung hier: https://familyconflict.eu/urteil-lesben-und-schwulenverband-hessen-muss-persoenlichkeitsrecht-achten/

 


Inzuchtproblem unter arabischen Migranten

Von Hubert Hecker

Der Münsteraner Bischof Felix Genn sagte auf der Pressekonferenz zur Einführung in den Katholikentag: „Im Blick auf unsere Gesellschaft erleben wir insbesondere von rechter Seite eine Verrohung des gesellschaftlichen Diskurses“, die sich etwa in „dumpfen rechtspopulistischen Parolen“ zeige. Dann konkretisierte er die zum Diskursverfall führenden Haltungen als „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder Hetze gegen Menschen mit Behinderungen“. 

Mit den zuletzt zitierten Wertungen bezog sich Bischof Genn (siehe Foto) offensichtlich auf eine Textanzeige, die von 18 Sozialverbänden am 22. April in der FAS geschaltet war, denn mit deren Formulierungen und Zielrichtung stimmten seine Wendungen von Rassismus, menschenfeindlich sowie Hetze gegen Menschen mit Behinderung überein. Die Anzeige selbst war ein Empörungsaufruf gegen den Inhalt einer „Kleinen Anfrage“ von Seiten der AfD-Fraktion.

Nach üblicher Bundestagspraxis hatte die AfD mit Antrag vom 12. März 2018 Informationen in Form von differenzierten Entwicklungszahlen von der Bundesregierung zum Thema Schwerbehinderung in Deutschland angefordert. Zu dem Unterpunkt ‚Ursachen’ wollten die Fragesteller Genaueres wissen über Behinderungen aus Inzestverbindungen und Verwandtenehen, differenziert auch nach Einwanderern.

Erbkrankheitsrisiko bei Verwandten-Ehen

Zu diesem Punkt verweist die Anfrage auf Pressemeldungen von rbb, taz und auf eine britische Studie. In den entsprechenden Publikationen wurde anlässlich aktueller Vorfälle im Migrantenmilieu an die bekannte Erkenntnis erinnert, dass sich das Risiko von Behinderungen und Erbkrankheiten bei Verbindungen von Blutsverwandten vervielfacht.

Der Neuropsychologe Prof. Dr. Wolfgang Meins ergänzte diesen Befund mit Ergebnissen einer Studie aus Dubai. Danach sind bei einer „überwältigenden Anzahl von arabischen Patienten“ rezessiv vererbte genetische Merkmale festzustellen und zwar „wegen der Häufigkeit der Ehen zwischen Blutsverwandten unter Arabern“.

Dass die Praxis der Verwandtenehen von muslimischen Migranten auch in Deutschland gepflegt wird, bestätigten frühere Veröffentlichungen von SPIEGEL, ZEIT und Welt. Deshalb die Schlussfolgerung von Prof. Meins: Diese Tendenz führe „zwingend zu einer erhöhten Rate von manifesten Erbkrankheiten bei dieser Bevölkerungsgruppe“ in Deutschland. Der Beitrag von Prof. Meins erschien auf der Seite „Die Achse des Guten“: http://www.achgut.com

Medienkampagne nach vier Wochen

Zu der begründeten Sachverhaltsanfrage der AfD-Bundestagsfraktion hatten vier Wochen lang weder die übrigen Parteien noch die Medien irgendwelche Kritik anzumelden. Ebensowenig war eine Medienresonanz nach der sachbezogenen Antwort der Bundesregierung vom 10. April festzustellen. Erst mit der Anzeige der 18 Sozialverbände entwickelte sich ein Mediensturm.

In dem halbseitigen Anzeigentext war allerdings nur marginal und verzerrt der sachliche Gehalt dargestellt. Hauptsächlich benutzte man das Anzeigenformat als öffentlichen Pranger, um mediale Empörung hervorzurufen. Das Ziel einer Skandalisierung war schon im Einleitungssatz erkennbar: „Wir sind entsetzt über die Anfrage der AfD im Deutschen Bundestag zur Schwerbehinderung in Deutschland.“

Verantwortlich für die Anzeige zeichnete der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider. Der hatte vor zwei Jahren auf dem Linkenparteitag seinen Verband der Linkspartei zu Füßen gelegt. „Ein Funktionär stellt sich in den Dienst des Linkspopulismus“, konstatierte damals CDU-Vize Armin Laschert. Mit der Anzeige lieferte der Parteisoldat sein Meisterstück ab, indem er im antifaschistischen Agitprop-Stil den erwähnten Text strickte:

Im ersten Abschnitt wurde die AfD dafür angeschwärzt, einen „Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migranten und Migrantinnen“ herzustellen. Tatsächlich ist dieser Konnex zwischen den Punkten eins und zwei seit 150 Jahren wissenschaftlicher Standard und zum Punkt drei ebenfalls belegt  –  wie oben gezeigt.

Schneider dagegen nennt diesen Evidenz-Zusammenhang ohne jede Begründungen „abwegig“. Statt Argumente benutzt er gleich zu Beginn der Anzeige Empörungswendungen als Schlag-Worte. Im nächsten Satz unterstellte er der AfD-Fraktion hinterhältige Absichten. Sie würden mit „vordergründigen“ Fragen „in bösartiger Weise“ einen „abwegigen“ Zusammenhang „suggerieren“.

Betroffenheitsvokabeln statt Argumente

An diesem ersten Textabschnitt wird offenbar, dass der Initiator der Anzeige kein Interesse an einem sachlichen Diskurs über ein gesellschaftliches Phänomen hat, erst recht nicht zu begründeter Urteilsbildung beim Publikum beitragen will. Das zeigt sich allein schon darin, die Fragestellung als „abwegig“ zu brandmarken. Darüber hinaus wird die Fragestellerin mit emotionalen Betroffenheitsvokabeln wie Entsetzen und moralischen Schlagworten wie ‚bösartig’ dämonisiert.

Dieser Einleitungsabschnitt wird als Musterbeispiel dafür in die Medienlehrbücher eingehen können, wie man aus einer realistischen Sachverhaltsfrage eines politischen Gegners im Handumdrehen einen Skandal konstruieren kann.

Der Einleitungssatz des zweiten Abschnitts beginnt mit einer scheinbar arglosen Vermutung: „Es vermittelt sich (…) die Grundhaltung, Behinderung sei ein zu vermeidendes Übel“.

Im Zusammenhang mit Inzest und Verwandtenehe ist in unserm Kulturkreis der Gesetzgeber tatsächlich bestrebt, durch ein entsprechendes Heiratsverbot die erhöhten Risiken von behinderten Nachkommen zu vermeiden.

Bei Migranten mit anderen kulturellen Voreinstellungen ergäbe sich hier wie auch bei anderen Themen die gesellschaftliche Aufgabe, sie in unsere Werteordnung einzuführen – in diesem Fall durch Heiratsbeschränkung erbkranken Nachwuchs zu minimieren.

Doch Schneider und seinen Genossen ging es weder um die Verhinderung vermeidbarer Krankheiten noch um die Aufklärung von Migranten. Sie verfolgten eine Propagandastrategie: Aus dem Anfragetext konnte man die Sorge um vermeidbare Behinderungen lesen. Dieses Anliegen brachten sie nun in Verbindung mit dem völlig andersartigen Nazi-Slogan von Behinderten als zu vermeidendes Übel. Mit dieser unlauteren Methode, eine berechtigte Sorge mit der NS-Rassenhygiene zu assoziieren, sollte die AfD in den Dunstkreis der „dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte“ geschubst werden.

Einmal mit dem Nazi-Schatten belegt, unterstellte man den Fragestellern dann eine nazistische „Grundhaltung“ – etwa das Lebensrecht von Behinderten abzuerkennen. Frei von Beleg und Begründung wurde die Anfrage der AfD-Fraktion angekoppelt an die NS-Maßnahmen, bei der Behinderte „zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden“.

Die Verbindungslinie von der AfD-Anfrage zu den Nazi-Verbrechen an Kranken und Behinderten ist aber ein bloßes Konstrukt ohne jede Basis im Anfragetext.

Erstveröffentlichung und Fortsetzung des Beitrags von Hubert Hecker hier: https://www.katholisches.info/2018/06/ungeprueft-skandalmeldungen-verbreitet/


Medienkampagnen und kirchenpolitische Aktionen gegen Bischof Hanke

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) vom 22. Februar 2018 titelt: „Auch für die katholischen Bischöfe endet die Zeit der Alleinherrschaft“.

In diesem Artikel wird aufgrund des „Finanzskandals“ in der Diözese Eichstätt nicht nur die Trennung von Vermögensverwaltung und Aufsicht gefordert, sondern gleichzeitig gefragt, „ob künftig Laien Pfarrgemeinden leiten dürfen oder ob wiederverheiratete Geschiedene grundsätzlich von der Kommunion ausgeschlossen bleiben sollen“.

Der Leser fragt, was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? In diesem Artikel wird durchsichtige Kirchenpolitik betrieben und versucht, das Prinzip „Demokratie in der Kirche“ voranzubringen.

Der Versuch, den „Finanzskandal von Eichstätt“ kirchenpolitisch zu instrumentalisieren, setzt sich fort, obwohl der ursprünglich genannte Vermögensverlust von 50 Mio. Euro inzwischen mit weniger als 1 Mio. Euro beziffert wird und Bischof Hanke (siehe Foto), sogleich nachdem die Sache ruchbar wurde, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den früheren Finanzdirektor gestellt hatte.

Am 16. Mai 2018 berichtete die AZ: „Ende März hatten Katholiken Bischof Gregor Maria Hanke bei der Kleruskongregation angezeigt und gefordert, ein Verfahren gegen Hanke ‚wegen besonders schwerwiegender Verletzung der Sorgfaltspflicht mit dem Umgang des Anlagevermögens des Bistums Eichstätt einzuleiten‘“. – Sie wollen eine „eigene unabhängige Untersuchung“ durch die Kurienbehörde.

Die Formulierung „Katholiken“, die den Bischof anzeigten, lässt einen großen Teil des Kirchenvolkes vermuten. Tatsächlich haben Walter Hürter und die Minigruppe der Kirchenvolksbegehrer in der Diözese Eichstätt die Anzeige in Rom gestellt. Die Kleruskongregation in Rom hat inzwischen geantwortet, dass sie die Ergebnisse der staatlichen Ermittlungen abwarte.

Die Wiederholung der Vorwürfe gegen Bischof Hanke durch die AZ ist für Kampagnen typisch. Sie lässt vermuten, dass es darum geht, einen missliebigen Bischof zu verhindern: Bischof Hanke gilt als „konservativ“, mit dem sogenannte „Reformen“ nicht zu machen sind.

Er ist einer der sieben Bischöfe, die sich an die Glaubensbehörde in Rom gewandt haben, um überprüfen zu lassen, ob der Mehrheitsbeschluss der deutschen Bischofskonferenz zur Zulassung protestantischer Partner bei konfessionsverschiedenen Ehen dem Glauben und der Einheit der Kirche entspricht. Und zusätzlich wird Bischof Hanke als möglicher Nachfolger von Bischof Konrad Zdarsa von Augsburg, der 2019 in den Ruhestand geht, genannt. Augsburg zählt zu den großen bayrischen Bistümern.

Unser Autor Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum deutscher Katholiken“, den Kongreß  „Freude am Glauben“ und die Monatszeitschrift DER FELS