Katholische Ehelehre auf dem Prüfstand: Laßt euch nicht verwirren!

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die Bischofsversammlung in Rom hat nach der ersten Sitzungswoche keine Schlagzeilen und wenig neuen Stoff für das „Konzil der Medien“ geliefert. Also wird das Feuer durch Leserbriefe und neu aufgewärmte Behauptungen am Köcheln gehalten. zeitungen

Artikelüberschriften in Zeitungen wie „Die Kirche könnte, wenn sie nur wollte“ (Augsburger Allgemeine Zeitung, 14.10.14), „Kardinal glaubt an Öffnung der Kirche“ (AZ, 11./12.10.14) oder „Die Lehre ist nicht in Stein gemeißelt“ (AZ, 11./12.10.14) zeigen die Richtung an.

Im Kern geht es immer wieder um die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion. Das ist das zentrale Thema.

Auf die Frage des Interviewers: „Warum ist das Thema der wiederverheirateten Geschiedenen so wichtig?“ antwortete Kardinal Kasper: „Das ist ein Schlüsselthema, mit dem man auch andere schwierige Situationen aufschließen kann“ (AZ, 11./12.10.14).  –  In der Tat! Würde die Kirche ihre Lehre über das Ehesakrament ändern, wäre sie nicht mehr die Katholische Kirche.

Um die angestrebte Änderung zu erreichen, praktizieren Medien unterschiedliche Strategien. Eine davon ist die Einschüchterung: Die Kirche habe sich „ins Abseits manövriert“, sie „wird nicht mehr ernst genommen und die Gläubigen laufen ihr davon“, „die Amtskirche ist weit weg vom Alltag der Gläubigen“… DSC05485

Eine andere Strategie vernebelt die Begriffe. Die kirchliche Ehelehre wird dann zur „Ideologie“, zum hehren „Ideal“, zur „reinen Lehre“ zur „Doktrin“ zum seelenlosen „Prinzip“.

Dabei ist völlig klar, worum es wirklich geht, nämlich um die Treue zum Wort Jesu: „Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen“. Diese Wahrheit soll zur Disposition gestellt werden. Dann wäre die Katholische Kirche auch dort, wo die vielen christlichen Gemeinschaften rangieren, die das Evangelium der Zeit anpassen.

Die emotionale Strategie versucht, die Lehre mit „Barmherzigkeit“ auszuhebeln. Interessant ist dabei, dass nicht nach dem Ehepartner, der an der Ehe festhalten will oder nach der Befindlichkeit der Scheidungswaisen gefragt wird.

Ein weiteres Tabu ist eine Wiederaussöhnung der Ehepartner. Stattdessen versucht man, Reue und Umkehr zu pervertieren. So heißt es in einem Artikel der AZ (14.10.14):

„Und folgt es nicht einer Idealvorstellung, wiederverheiratete Geschiedene wieder zur Kommunion zuzulassen, wenn sie sich danach sehnen und/oder das Scheitern ihrer ersten Ehe bereuen?  – Reue und Umkehr sowie Vergebung der Sünden sind schließlich zentrale Bestandteile des Glaubens“.

Um schließlich die Frage der geschiedenen Wiederverheirateten in ihrem quantitativen Gewicht ins Feld zu führen, wird auf die hohe Zahl von Ehescheidungen und Wiederverheiratung hingewiesen.

Von daher war es wichtig, dass Kardinal Brandmüller dieses Problem wieder vom Kopf auf die Füße gestellt hat: „Nur ein Prozent der praktizierenden Katholiken gehören zu dieser Personengruppe“ erklärte er in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ und fügte hinzu.

„Diese Menschen bräuchten pastorale Begleitung; Das bedeute jedoch nicht, eine Zulassung zur Eucharistie, ‚denn ihre Lebensentscheidung steht in dauerndem Widerspruch zum Wort Jesu‘“.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Herausgeber der Zeitschrift „Der FELS“ und Vorsitzender des Dachverbandes „Forum deutscher Katholiken“


Kardinal Kasper: Heiligt der Zweck die Mittel?

Von Felizitas Küble

Unter der bezeichnenden Überschrift „Kardinal Kasper „Keine in Stein gemeißelte Ideologie“ führte Tilman Kleinjung vom ARD-Hörfunkstudio in Rom am Sonntag, den 5. Oktober, ein längeres Gespräch mit Kardinal Walter Kasper, das auch online veröffentlicht wurde.

Der Interview-Titel ergibt sich aus einer grundsätzlichen Aussage dieses Kirchenmannes, der seit Jahrzehnten als Vorzeigefigur katholisch-„reformerischer“ Kräfte fungiert.

Kardinal Kasper erklärt nämlich: IMG_1183„Die katholische Lehre ist kein ideologisches System, das in Stein gemeißelt ist. Sie ist ein lebendiges Evangelium, das vor allem zum Heil und zum Wohl der Menschen ausgelegt werden muss.“

Schon zuvor hatte der im Ruhestand befindliche Würdenträger gesagt, das Evangelium sei „kein Strafgesetzbuch“ (als ob das jemals behauptet worden wäre)  – und es sei auch „kein ehernes Gesetz“, weshalb er vor „Fundamentalismus“ bei der Auslegung warnte etc.

Dient es nun etwa dem „Heil“ des Menschen, wenn man die Gebote Gottes, die sehr wohl „in Stein gemeißelt sind“, indirekt infrage stellt, indem man sich tendenziell der sog „Lebenswirklichkeit“ der Menschen anpaßt? 

Es wird dann zwar noch wortreich beteuert, man wolle die biblischen Wahrheiten keineswegs „in Frage stellen“, aber de facto   –  von den Tatsachen und der Auswirkung her  –  geschieht genau dies.

Ist die Kirche eine Glücksvermittlungsinstanz?

So erklärte Kasper in diesem ARD-Interview, die derzeit tagende Familiensynode solle den Menschen dabei helfen, „das Glück des Lebens zu finden“

Frage: Ist die Kirche etwa in erster Linie ein Glücksvermittlungs-Service – oder ist es nicht vielmehr ihre vorrangige Aufgabe, den Willen Gottes zu verkünden, wie er in den Zehn Geboten und in der Botschaft Christi sichtbar wird?!

Darf also diese übernatürliche Sendung der Kirche dem vermeintlichen  irdischen „Glück“ der Menschen untergeordnet werden? PICT0152

Passend zu dieser theologisch flachen Glücks-Ideologie erklärt der Kardinal hinsichtlich homosexueller Partnerschaften: „Man soll das respektieren, wenn einer aus Überzeugung meint, so leben zu wollen. Aber das ist nicht das Ideal der Kirche.“

Er ergänzte, es gehöre zu diesem „Respekt“ dazu, „dass man die positiven Elemente anerkennt“, die in solchen Beziehungen gelebt würden.

BILD: In Münster spiegeln sich zwei Kirchen an einer großen Einkaufshalle aus Glas

Laut biblischer und kirchlicher Lehre  ist praktizierte Homosexualität eine schwere Sünde. Folglich verstößt eine solche Lebensweise nicht nur gegen ein „Ideal“ der Kirche, sondern gegen die Schöpfungsordnung Gottes und seine Gebote.

Zudem wirkt es äußerst mißverständlich bis irreführend, in bezug auf eine sündhafte Lebensform von „positiven Elementen“ zu sprechen, die man „anerkennen“ und „respektieren“ wolle, wenn jemand „aus Überzeugung meint, so leben zu wollen“.

Dies kann man aus christlicher Sicht zwar tolerieren, aber keineswegs „respektieren“ und „anerkennen“.

Während der Kardinal auf der einen Seite dafür eintritt, geschieden „Wiederverheiratete“ ggf. zu den Sakramenten zuzulassen, erklärt er gleichzeitig:

„Aber wenn die erste Ehe gescheitert ist und eine zweite Ehe da ist, die zivil geschlossen wird, und die ja nicht wieder aufgelöst werden kann, dann muss man da einen Weg finden. Man soll das Gute, was in einer zivilen Ehe da ist, anerkennen und den Menschen, die das wünschen, den Zugang zur Kommunion ermöglichen.“

Was soll hier die Bemerkung, eine Zivilehe könne „ja nicht wieder aufgelöst werden“? – Das ist eine ganz neue Information!  Mindestens jede dritte standesamtliche Ehe wird bekanntlich geschieden.

Warum diese Leichtfertigkeit des Kardinals im Umgang mit der sakramentalen (ersten) Ehe  – und gleichzeitig diese offensichtlich unrichtige Aussage hinsichtlich des staatlichen Trauscheins?

Ist die Eucharistie ein Sakrament zum Schleuderpreis?

Betreff der Zulassung jener zivil-verheirateten Katholiken zum Tisch des HERRN erklärt Kardinal Kasper zudem: ????????????????????????????????????????????

„Ein Argument ist auch: Wenn die Eltern nicht zur Kommunion, zum Gottesdienst gehen, dann gehen die Kinder auch nicht. Wir verlieren die nächste und übernächste Generation.“

Hier stellen sich zwei grundlegende Fragen:

1. Für alle, auch für geschieden-wiederverheiratete Katholiken, gilt das „Sonntagsgebot“, was bedeutet, daß sie nicht nur zur hl. Messe eingeladen sind, sondern dazu verpflichtet sind. Was hat das nun mit der hl. Kommunion zu tun?  – An sich rein gar nichts. Schließlich gibt es betr. Sonntag zwar ein kirchliches Meßgebot, aber kein Kommuniongebot. Zudem besteht für alle Gläubigen die Möglichkeit einer „geistigen“ bzw. geistlichen Kommunion, wenn der Zugang zum Tisch des HERRN nicht möglich ist.

2. Soll die Kirche bei der Unauflöslichkeit der Ehe, der Sakramentenlehre und -pastoral aus taktischen Gründen „beweglich“ werden, nämlich damit die betroffenen Personen und deren Kinder weiterhin am Sonntag zur Kirche gehen? Ist die Eucharistie etwa ein „Sakrament zum Ausverkauf“?

Heiligt hier plötzlich der Zweck die Mittel? – Was bleibt am Schluß noch übrig von der Heiligen Schrift und der kirchlichen Lehre, wenn dieses taktische Denken vermehrt Einzug hält?

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Fotos: Konrad Ruprecht, Felizitas Küble, Evita Gründler

 

 


Ist die Botschaft Christi kein „ehernes Gesetz“?

Von Felizitas Küble

Der Deutschlandfunk zitiert am heutigen Montag, den 6. Oktober, Kardinal Walter Kasper in einem aktuellen Artikel zur römischen Familiensynode, der Papst betone angeblich „immer wieder“,  dass die „kirchliche Lehre das Evangelium ist, eine frohe Botschaft, und kein ehernes Gesetz.“   jesus in der synagoge von nazareth

Kasper bezieht sich dabei auf die kirchliche Ehelehre, die er hinsichtlich der Sakramentenpastoral „reformieren“ will, so daß ggf. auch geschieden „Wiederverheiratete“ zum Tisch des HERRN gehen könnten.

Kardinal Raymond Burke hat bereits in der vergangenen Woche öffentlich beanstandet, daß Kardinal Kasper sich bei seinen Wortmeldungen ständig auf den Papst beruft; schließlich sei der Pontifex nicht stumm und könne für sich selber sprechen.

Zudem sei die Kirche  – so Kardinal Burke  –  in ihrer Verkündigung an die Botschaft Christi gebunden, die sie nicht willkürlich ändern könne.  Näheres dazu HIER.

Laut “Washington-Post” bezeichnete Kardinal Kasper die wachsende innerkirchliche Kritik an seinen Thesen als “Ideologie”, wobei das Evangelium „wie eine Art Strafgesetzbuch verstanden“ werde. Dies sei  – so Kasper  – “ein theologischer Fundamentalismus, der nicht katholisch ist“.

Ansichten von Konservativen verzerrt dargestellt

Mit solchen Äußerungen versucht der „Reformer“ und frühere Theologieprofessor aus Tübingen, die Standpunkte seiner Kritiker verzerrt darzustellen, um sie so der allgemeinen Ablehnung preiszugeben. Wer wird ihm nicht gerne zustimmen, daß das Evangelium kein „Strafgesetzbuch“ sei?

Allerdings haben das die theologisch konservativen Kardinäle wie Müller, Burke, de Paolis oder Pell auch gar nicht behauptet. Sie wollen aber „in der Wahrheit Christi bleiben“, wie der neue Buchtitel heißt, in dem sich führende Würdenträger für die Unauflöslichkeit der Ehe mit allen (theo-)logischen Konsequenzen aussprechen.

Foto:http://www.stpeterslist.com/ Der US-amerikanische Kardinal Raymond Burke (siehe Foto) stellte jetzt gegenüber dem „Catholic News Service“ hinsichtlich der Reformvorschläge Kardinal Kaspers erneut fest:

„Ich sehe nicht, wie  dies vorangetrieben werden könnte, wenn wir die Worte unseres HERRN im Matthäusevangelium ernst nehmen, wonach ein Mann Ehebruch begeht, wenn er sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet“ (vgl. Mt 19).

Der Präfekt des höchsten vatikanischen Gerichtshofes (Signatura Apostolica) fügte hinzu: „Wer in einer ehebrecherischen Verbindung lebt, kann daher nicht zu den Sakramenten zugelassen werden, bis die Situation bereinigt ist.“

Die heutige liturgische Tageslesung der kath. Kirche stammt aus dem Brief des hl. Paulus an die Galater (1,6 ff). Dort heißt es u.a.:

„Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen oder um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Diener Christi.“

Und die heutige Tageslesung aus dem AT (Psalm 111) verkündet: „Gottes Gebote stehen fest für immer und ewig.“

Erinnert sei auch an die klare Aussage des HERRN: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“

Offenbar ist die Botschaft Christi durchaus eine Art „ehernes Gesetz“ und seine Lehre keineswegs den Wünschen des jeweiligen Zeitgeistes unterworfen.

„Christus entfernt nicht die Kreuze aus unserem Leben“AL-0005

Dies stellte auch Glaubenspräfekt Gerhard Müller (siehe Foto) erneut klar  –  und zwar in einer Predigt Ende September in der spanischen Stadt Cordoba:

“Wir können das Evangelium und die Tradition ‘dekonstruieren’’ und sie nach den Vorstellungen der heutigen Welt neu zusammenbauen, ihre Anforderungen leicht machen und sie an den brüchigen, oberflächlichen, unreifen und postmodernen Menschen anpassen.“

Wenn wir uns aber “der Möglichkeit entziehen, unser Leben mit dem göttlichen Wort zu konfrontieren, verlieren wir auch die Chance, die wahre Glückseligkeit zu erfahren, die Christus bringt”, warnte der Kardinal.

Christus erleichtere uns die Lasten, aber er sei nicht gekommen, um die Kreuze aus dem Leben der Menschen zu „entfernen“, sondern „uns zu ermutigen, stets den Willen Gottes zu erfüllen”, erklärte er weiter.

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Ergänzender Info-HINWEIS hierzu: http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/10/vatikan-blamiert-sich-gestrige-papst.html

2. Foto: http://www.stpeterslist.com – 3. Foto: Bistum Regensburg

 


Kardinal Burke: Auch der Papst kann die Lehre Christi über die Ehe nicht ändern

Von Felizitas Küble

Kurien-Kardinal Raymond Leo Burke leitet bereits seit über 6 Jahren die Apostolische Signatur in Rom. Gleichzeitig ist er Präsident des Obersten Gerichtshof im Vatikanstaat. Damit ist der frühere Erzbischof von St. Louis der höchste US-amerikanische Würdenträger im Vatikan.

Der theologisch konservative Erzbischof (siehe Foto) wurde von Papst Benedikt am 20.11.2010 zum Kardinal ernannt.  Foto4

Der Amerikaner Burke gehört   –  ebenso wie der deutsche Glaubenspräfekt Gerhard Müller  –  zu jenen führenden Kirchenmännern, die sich in der hitzigen Debatte, die kurz vor der außerordentlichen Familien-Synode in Rom erneut entbrannt ist,  entschieden für die Unauflöslichkeit der Ehe einsetzen; sie betonen, daß die Kirche an die Botschaft Christi gebunden ist und diese nicht willkürlich ändern kann und darf.

Die Kardinäle Müller und Burke gehören zu jenen fünf hochrangigen Würdenträgern  –  drei davon nehmen an der Synode teil  –   die sich soeben in einem neuen Buch kritisch mit  Kardinal Kaspers Änderungsvorschlägen zur kirchlichen Ehe-Pastoral befassen.

Wie David Gibson in der US-amerikanischen Tageszeitung „Washington-Post“ jetzt online berichtet, hat sich Kardinal Raymond Burke in einer Telefonkonferenz mit Journalisten erneut zu den jüngsten Stellungnahmen von Kardinal Walter Kasper geäußert.

Jener „reformfreudige“ Kurienkardinal im Ruhestand und einstige Bischof von Rottenburg-Stuttgart ist bekannt für seine Auffassung, wonach geschieden-Wiederverheiratete zur hl. Kommunion zugelassen werden sollen.

Er beruft sich hierbei gerne auf Papst Franziskus bzw. vereinnahmt allgemeine Barmherzigkeits-Aussagen des P0ntifex für sein spezielles Anliegen.

Kaspers Thesen entsprechen allerdings nicht der gültigen katholischen Lehre; sie wurden daher bereits von Kardinal Ratzinger bzw. Papst Benedikt mehrfach ausdrücklich zurückgewiesen.

„Der Papst ist nicht stumm; er kann für sich selbst sprechen“

Kardinal Burke erklärte jetzt gegenüber der „Washington Post“ Folgendes zu Kaspers Äußerungen:

„Ich finde es erstaunlich, dass der Kardinal behauptet, für den Papst zu sprechen. Der Papst hat keine Halsentzündung. Der Papst ist nicht stumm. Er kann für sich selbst sprechen. Wenn dies  ist, was er will, wird er so sagen.“

Zudem betonte der Präfekt der vatikanischen Signatur, daß auch der Papst und alle Bischöfe „zum Gehorsam gegenüber der Wahrheit über die Ehe verpflichtet sind“, weshalb es keine Änderung der Lehre geben könne. bild-jesus-oben

Zugleich berichtet die US-Tageszeitung, daß Anfang dieser Woche 48 Intellektuelle, darunter führende Evangelikale, einen Brief an den Papst und die Synoden-Bischöfe gerichtet haben.

Darin plädieren die prominenten Autoren konfessionsübergreifend für ein Festhalten an der katholischen Ehe-Lehre. Die Kirche dürfe sich keineswegs weltlichen Tendenzen anpassen; sie dürfe die Botschaft Christi nicht aufweichen.

Laut „Washington-Post“ bezeichnete Kardinal Kasper die wachsende innerkirchliche Kritik an seinen Thesen als „Ideologie“: es handle sich um ein „ideologisches Verständnis des Evangeliums“, wobei dieses wie eine Art Strafgesetzbuch verstanden werde. Dies sei  – so Kasper  – „ein theologischer Fundamentalismus, der nicht katholisch ist„.

Demzufolge würde es sich auch bei der überlieferten und nach wie vor gültigen Ehe-Lehre der katholischen Kirche um „theologischen Fundamentalismus“ und eine angeblich „ideologische“ Exegese handeln.

Welche ernsthaften Katholiken will Kardinal Kasper mit derart oberflächlichen Sprechblasen überzeugen?  –  Schlag-Worte ersetzen durchaus keine Sach-Argumente!

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MiT-Jugendverlags und des Christoferuswerks in Münster, das diese Webseite betreibt.

Info-HINWEIS: Die amerikanische Lebensrechtlerseite „LifeSiteNews“ berichtet ebenfalls über die Kontroverse zwischen den Kardinälen Burke und Kasper (englische Sprache):  aktueller US-Artikel

Ebenso diese US-katholische Nachrichtenseite: http://www.catholicnews.com/data/stories/cns/1404066.htm

 


Vatikan: Haben die Medien eine Deutungshoheit über die Weltbischofssynode?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Als sich Papst Benedikt nach seinem Rücktritt vom römischen Klerus verabschiedete, sprach er auch über seine Erfahrungen beim Zweiten Vatikanischen Konzil, das er als Berater des Kölner Kardinals in Rom erlebte. fssp-pa00255 - Kopie

Dabei erinnerte er an den Unterschied zwischen dem wirklichen Konzil in der Konzilsaula und dem „Medienkonzil“ draußen, d.h. über das, was in den Medien darüber verbreitet wurde. Die Medieninterpretation hat das Konzilsverständnis ganz wesentlich geprägt.

Heute stehen wir vor den beiden Sitzungen der Weltsynode der Bischöfe mit dem Thema „Pastorale Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“.

Was Ehe und Familie für Kirche und Gesellschaft bedeuten, hat 1998 der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger, in seiner Einführung zum Werk „Über die Pastoral der geschiedenen Wiederverheirateten“ („Sulla pastorale dei divorziati risposati“) mit diesen Worten ausgedrückt:

„Ehe und Familie sind für die gesunde Entwicklung von Kirche und Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Zeiten, in denen das Ehe- und Familienleben blüht, sind immer auch Zeiten des Wohlergehens für die Menschen. Geraten Ehe und Familie in eine Krise, hat dies weitreichende Folgen für die Ehegatten und deren Kinder, aber auch für Staat und Kirche“.

Wegen der großen Bedeutung von Ehe und Familie haben die Medien schon vor der Weltsynode der Bischöfe das Thema auf geschiedene Wiederverheiratete einzuengen und die Meinungsführerschaft in der Diskussion an sich zu reißen versucht.

Julius Müller-Meiningen schreibt in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ) vom 22. September 2014: 1511

„Bei der in zwei Wochen beginnenden außerordentlichen Synode zum Thema Familienseelsorge steht die Katholische Kirche an einem Scheideweg. In der Diskussion um den Umgang mit Familie, Ehe und Sexualität diskutieren die Beteiligten über eine Frage, von der die künftige Ausrichtung der Kirche mit abhängt: Können geschiedene Katholiken, die ein zweites Mal geheiratet haben unter Umständen wieder zur Kommunion zugelassen werden? Was auf Außenstehende wie eine Marginalie wirkt, ist im Vatikan und in der katholischen Welt zu einer Existenzfrage gereift“.

In der Auseinandersetzung wird die heute weitverbreitete religiöse Unwissenheit der Katholiken über das Ehesakrament ausgenutzt. Das wird besonders in Leserbriefen der Zeitungen deutlich.

Jetzt rächt sich, dass das katholische Ehe- und Familienverständnis jahrzehntelang in Predigt, Katechese und Hirtenschreiben der Bischöfe vernachlässigt wurde, um bei Gläubigen und Medien nicht anzuecken.

Dieses Defizit hat auch damit zu tun, dass die Autorität der Bischöfe in Deutschland schwer angeschlagen ist, seit sie mit ihrer „Königsteiner Erklärung“ auf die Enzyklika „Humane vitae“ Paul VI. die Gläubigen einem autonomen Gewissen ausgeliefert haben.

Das Ansehen der Bischöfe ist noch einmal beschädigt worden, als sie in der Abtreibungsfrage einer rechtswidrigen, aber straffreien Regelung mit dem Beratungsschein zugestimmt haben.

Dieses Verhalten hat Prof. Josef Isensee einmal als die „größte Blamage“ der Bischöfe der Nachkriegszeit bezeichnet.

Die heutige Situation der deutschen Bischöfe in der anstehenden Weltbischofssynode ist auch deswegen schwierig, weil sie sich mehrheitlich in der Themenfrage in die Verengung auf „geschiedene Wiederverheirate“ hineinmanövrieren ließen, obwohl Erzbischof Schick kürzlich zu Recht geäußert hat: „Nicht die geschiedenen Wiederverheirateten sind unser größtes Problem, sondern der Mangel an Eheschließungen und Familiengründungen“. bildma1

Kardinal Marx bezeichnete es als „verheerend“, dass die Frage der Ehe- und Familienpastoral auf den einen Punkt „geschiedene Wiederverheirate“ fixiert worden sei. Kardinal Marx äußerte aber zugleich, dass die „große Mehrheit der deutschen Bischöfe die Position von Kardinal Kasper teile“ (Tagespost, 27.9.14).

Kardinal Kasper vertritt die Auffassung, geschiedene Wiederverheiratete sollten nach einer Bußzeit zur Kommunion zugelassen werden. Die Medien haben das Referat von Kardinal Kasper auf der Kardinalsversammlung im Februar 2014 zur diskutierten Thematik zur „Richtungsentscheidung“ durch Papst Franziskus hochstilisiert.

Nun kommt kurz vor Eröffnung der Synode das Buch „In der Wahrheit Christi bleiben“ von fünf Kardinälen heraus. Zu den Autoren gehört auch der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller.

Dieses Werk fährt den Medienleuten in die Parade, die sich der Deutungshoheit über die Weltbischofssynode schon sicher waren. Sogleich begann ein Gezeter und Lamento, die fünf Kardinäle würden eine ergebnisoffene Debatte auf der Synode verhindern wollen, noch bevor sie begonnen habe.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Die gleichen Medienleute, die seit Monaten die Debatte anheizen, geifern nun, weil eine qualifizierte Gegenmeinung auftaucht. Sie sehen ihr Meinungsmonopol gefährdet.

Die Augsburger Zeitung (AZ) titelte entsprechend: „Der Papst wird zur Zielscheibe“ (22.9.14). Die Neue Passauer Presse hatte am 18.9.14 eine Artikelüberschrift „Fünf Kardinäle auf Gegenkurs zum Papst“.

Auch Kardinal Kasper goss Öl ins Feuer mit den Worten: „Zielscheibe der Polemik bin nicht ich, sondern der Papst… einige wollen einen theologischen Krieg bei der nächsten Synode“.

In der AZ (22.9.14) stand: „Schon seit längerem hieß es, dass einflussreiche Konservative im Vatikan gegen den neuen und äußerst beliebten Papst arbeiten würden“.

Obwohl die, die die Lehre der Kirche zu Ehe und Familie verändern wollen, alle, die ihnen im Weg stehen, als „Modernisierungsverweigerer“ abstempeln und Papst Franziskus für ihre Zwecke einspannen wollen, sind sie sich nicht sicher, ob das gelingt.

So schreibt Müller-Meiningen am 22.9.14: „Doch obwohl der Papst oft als Schreck des katholischen Establishments dargestellt wird, hat sich in der Kirche seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren programmatisch nichts verändert“.

Kardinal Kurt Koch, der jetzige Präsident des vatikanischen Einheitsrates, äußerte kürzlich in einem Interview: „Ich sehe überhaupt keine Anzeichen, dass er (Papst Franziskus) die Lehre der Kirche ändern will und wird“. (Tagespost, 27.9.14) slider3-640x360

Auf der sog. Dialogkonferenz in Magdeburg (12/13.September 14) wurde wiederholt geäußert, man müsse verstärkt auf Jesus Christus hören. Genau das sagte Kardinal Ratzinger in seiner o.a. Einführung von 1998:

Es geht „einzig um die uneingeschränkte Treue zum Willen Christi, der uns die Unauflöslichkeit der Ehe als Gabe des Schöpfers zurückgegeben und neu anvertraut hat“. Und weiter: „Aufgrund ihrer objektiven Situation dürfen die wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen nicht zur heiligen Kommunion zugelassen werden und auch nicht eigenmächtig zum Tisch des Herrn hinzutreten“.

Was wird die „große Mehrheit“ der deutschen Bischöfe, die die Ansichten von Kardinal Kasper vertritt, den Gläubigen sagen, wenn am Ende der Weltsynode der Bischöfe die Ehelehre der Kirche, die auf Jesus Christus zurückgeht, erneut bekräftigt wird und über die Alpen nach Deutschland kommt?

Wie wird das katholische Volk darauf reagieren?

Die Leserbriefe in den Zeitungen zeigen das ganze Ausmaß der Verwirrung, das die Desinformation der Medien und die Aussparung der kirchlichen Ehelehre in Predigt und Katechese angerichtet haben. Es erscheint fraglich, ob bei den Katholiken, die sich ihr eigenes Credo zu Ehe und Familie zurechtgelegt haben und das auch praktizieren, mit einer Klarstellung der kirchlichen Lehre noch Einsicht einzieht. 120505288_BV_July und Mike

Es ist auch denkbar, dass viele ihren autonomen Lebensstil fortsetzen oder auch in großer Zahl aus der Kirche austreten werden. Das würde dann an die Stelle bei Johannes erinnern, als Jesus über das eucharistische Lebensbrot gesprochen hatte. Dort heißt es: „Von da an zogen sich viele seiner Jünger zurück und begleiteten ihn nicht mehr auf seinen Wanderungen“. (Joh 6.66)

Wie wird es schließlich Papst Franziskus ergehen, wenn die katholische Ehelehre auf der Weltsynode der Bischöfe erneut bekräftigt wird?

Am Ende der Synode, dem 19. Oktober, wird Papst Paul VI. selig gesprochen. Dieser Papst wurde von den Gläubigen geachtet und auf seinen Reisen begeistert aufgenommen  –  bis er die Enzyklika Humane vitae entgegen dem Rat von Bischöfen und der von ihm eingesetzten Kommission veröffentlichte. Dann schlug die Meinung abrupt um.

Auch Bischöfe ließen ihn im Stich. Am 18.8.1974 äußerte er: „Ich bedaure oder bereue nichts. Ich bin ganz sicher, das getan zu haben, was ich tun musste… es steht… das Leben der Menschheit auf dem Spiel.“

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Vorsitzender des „Forums Deutscher Katholiken“, das den jährlichen Kongreß „Freude am Glauben“ organisiert

 


Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

BERLIN: Die „Gemeinschaft für eine neue Kirche“ lobte den Vortrag von Kardinal Kasper vor dem Konsistorium über Familienfragen. Ihr Sprecher erklärte: Man freue sich, dass der Kardinal die Unauflösbarkeit der Ehe verworfen, die Homo-Ehe befürwortet und die Familie als rein soziale und sehr variable Gruppe ohne religiösen oder ethischen Kontext angenommen habe. media-521118-2

BONN: Mehrere Reform-Gruppen bedauerten den Rücktritt von Benedikt XVI. vor einem Jahr. Seit Franziskus Papst sei, mache es gar keinen Spass mehr, gegen die Kirche zu sein. Dieses ganze Wohlfühlgeschwurbel des neuen Papstes sei ganz schrecklich, betonten mehrere Vorstände auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Diese ganzen schönen Bilder würden vor der Öffentlichkeit total den Terror-Apparat der Kirche überdecken. Daher fordere man einen Beschluss der EU-Kommission, um „korrekte Darstellungen“ in den Medien rechtlich erzwingen zu können.

LIMBURG: Die NAK-Kommission lobte den Papst für seine Entscheidung, Bischof Tebartz-van Elst abzusetzen und bedauerte, dass dies nicht schon vorher geschehen ist. Man habe bereits das Domkapitel angeschrieben, um sich für die Kontrolle des Wahlprozesses anzubieten. Man frage sich aber, warum es noch keinen Diözesanadministrator gebe. Bei der Pressekonferenz anwesende Journalisten teilten dem Sprecher daraufhin mit, dass der Bischof noch gar nicht abgesetzt ist. Der Sprecher bedauerte dies sehr und verlangte vom Papst ultimativ, Tebartz-van Elst binnen 24 Stunden zu entlassen, oder man werde die Bischofsresidenz abbrennen. Und den Dom und die Michaelskapelle sicherheitshalber gleich mit.

Quelle und vollständiger Text hier: Samstäglicher Newsticker


ZEITgeistiger ZEIT-Artikel über Ehe, Unfehlbarkeit und Kardinals-Kontroversen

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Konservative fürchten um das Ehesakrament“ veröffentlichte ZEIT-online am gestrigen Sonntag, den 23.2.2014, einen Artikel von Wolfgang Thielmann zur aktuellen innerkirchlichen Debatte über Ehe, Familie, „Reformen“ und Zeitgeist.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Dabei verteilt der Autor reichlich „Spekulatius“ bzw. Vermutungen darüber, wie der Papst (siehe Foto) angeblich denkt, etwa über einen bislang unveröffentlichten Vortrag des als liberal geltenden Kurien-Kardinals Kasper, der  „mit höchstem Lob von Franziskus“ bedacht worden sei  –  Belege hierfür werden nicht erwähnt.

Unter Konservativen gehe nun die Angst um, mutmaßt Thielmann, daß Franziskus in dieser Causa nicht auf Seiten von Kardinal Gerhard L. Müller, sondern auf Seiten Kaspers stehe:

„Den Papst darf man nicht kritisieren. Denn er kann unfehlbar entscheiden. Jedenfalls müssen Katholiken das glauben. Und die Unfehlbarkeit färbt ab auf alles, was er sagt.“

„Setzen, nachbüffeln!“ kann man da nur sagen, denn kein einziger Satz ist hier zutreffend:

1. Den Papst darf selbstverständlich jeder Katholik kritisieren, auch der Frommste im Kirchenvolk.

2. Der Papst „kann“ zwar unfehlbar entscheiden, aber durchaus nicht willkürlich: Der Papst handelt nämlich nur dann unfehlbar, wenn er verbindlich und feierlich („ex cathedra“) ein Dogma für die ganze Weltkirche verkündet; dieses wiederum muß mit der kirchlichen Lehre und Tradition vereinbar sein, kann also nicht päpstlicher Willkür oder Laune entstammen. Petrischlüssel

3. Wie „häufig“ Päpste jene Unfehlbarkeit in Anspruch nehmen, zeigt sich daran, daß in den letzten 150 Jahren sage und schreibe zwei Dogmen verkündet wurden.

4. Unsinnig ist auch die steile Behauptung, wonach das Amts-Charisma der Unfehlbarkeit „auf alles abfärbt“, was ein Papst sagt. Der ZEIT-Redakteur präsentiert hier  –  sei es bewußt oder mangels Sachkenntnis  –  ein Zerrbild der kirchlichen Lehre über die päpstliche Unfehlbarkeit.

Thielmann erwähnt sodann einen früheren reformerischen Vorstoß Walter Kaspers gemeinsam mit zwei anderen Oberhirten in puncto Sakramentenpastoral bei geschieden-„Wiederverheirateten“  –  und fügt hinzu:

„Doch der Chef der Glaubenskongregation im Vatikan fegte die Initiative der drei Bischöfe vom Tisch. Er hieß Joseph Ratzinger.“

Ja, Kardinal Ratzinger blieb unbeugsam  – und das war auch gut so!

Der ZEIT-Autor fährt fort:

„Der heutige Chef der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, wurde gerade zum Kardinal erhoben. Was Ehe und Familie angeht, denkt er genau wie sein Vorvorgänger Ratzinger. (…) Im November noch wies er den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch zurecht. Der hatte zugelassen, dass in seinem Bistum der Vorschlag verbreitet wurde, die zweite Ehe wenigstens zu segnen. Müller sah darin einen Verstoß gegen katholische Lehre.“

Natürlich widerspräche eine derartige kirchliche „Segnung“ den klaren Worten Christi, wonach es einen Ehebruch darstellt, nach Scheidung einer gültigen Ehe erneut zu heiraten, weil damit die eheliche Treue und die Unauflöslichkeit der Ehe unterlaufen wird, die in der katholischen Kirche immerhin zu den sieben heiligen Sakramenten zählt.

Die Kirche besitzt durchaus kein „Verfügungsrecht“ über die von Gott verkündeten Gebote und über die von Christus gegründeten Sakramente.

Mit „Reformen“, die der Ehelehre der Heiligen Schrift widersprechen, würde die Kirche eine WILLKÜR-Herrschaft etablieren: Nicht mehr der Wille Gottes wäre dann maßgebend, sondern die vielfältigen Wünsche diverser Zeitgeistlicher. Doch an die Gebote des Ewigen hat sich auch und gerade die Kirche selber zu halten  – und daran festzuhalten.

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk und den KOMM-MIT-Jugendverlag in Münster