15. Gebetszug für Ungeborene in Münster – Krach und Randale von ultralinker Seite

Reportage von Felizitas Küble

Am heutigen Samstag, den 18. März 2017, wurde in Münster zum 15. Mal der Gebetszug für die ungeborenen Kinder durchgeführt, der stets mit einer Kundgebung auf dem St-Ägidii-Kirchplatz beginnt.

Die Initiative wurde von der Organisation Euro-Pro-Life organisiert, wobei sich auch Mitglieder anderer Lebensrechtsverbände  – so etwa von CDL, SOS Leben und ALfA  –  beteiligten.

Der Kardinal-von-Galen-Kreis und das Christoferuswerk in Münster nahmen ebenfalls an diesem Bekenntnis gegen Abtreibung teil.

Wie seit zehn Jahren üblich, gab es massive Störungen von radikal-feministischen, „queeren“ und linksextremen Gruppen (z.B. die „Antifaschistische Aktion“).

Die Polizei hatte zum Schutz unserer Prozession dutzende von Mannschaftswagen und hunderte von Beamten aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Münster gezogen.

Die Sicherheitskräfte begleiteten unsere Initiative mit ihrer starken Präsenz und Aufmerksamkeit auf beiden Seiten der Straße, so daß wir den Gebetszug einigermaßen ungehindert durchführen konnten.

Zudem waren viele Seitenstraßen, an denen wir vorbeizogen, mit Polizei-Autos blockiert, so daß die Protestler von dort her keine Chance hatten, direkt an unsere Prozession zu gelangen, zumal diese Wege durch massive persönliche Polizeipräsenz quasi wie „abgesperrt“ waren.

Allerdings wurden wir auf unseren Kundgebungsplätzen (Ägidii-Kirchplatz, Domplatz) und auf den großen City-Straßen heftig gestört durch ohrenbetäubenden Lärm und Brüll-Parolen der Gegenseite, weswegen die Passanten und erstaunt dreinblickenden Zuschauer unsere Gesänge kaum wahrnehmen konnten.

Die Sprech-Chöre, Trommeln und Trillerpfeifen der Gegenseite bildeten ein stundenlanges Brüll-Konzert, so daß die sonst recht beschauliche Münsteraner Innenstadt wie ein Chaotenstadl wirkte.

Sonderlich kreativ sind die Störer freilich nicht, außer dem sowieso völlig unlogischen Ruf „Gott ist tot“ ist ihnen diesmal nichts Neues eingefallen. (Wenn Gott „tot“ wäre, hätte er vorher existiert – aber Gott kann seiner Natur nach nicht sterben.) – Natürlich wurde ständig die alte Antifa-Platte wiederholt: „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat.“

Vieles überschritt ohnehin die Grenzen des guten Geschmacks (zB. der Slogan „My Pussy, my Choice“); das gilt auch für häufige „Stinkefinger“ gegen unseren Gebetszug oder den Spruch: „Wir sind viele, wir sind wild, wir sch….. auf euer Rollenbild“ (natürlich gab es dort keine drei Pünktchen!)

Zudem haben sich einige Gegner  –  ähnlich wie in vergangenen Jahren  –  erneut trickreich in unsere Reihen eingeschlichen. Einige von uns führten einen entsprechenden Verdacht im Schilde, doch jene vier oder fünf Personen stellten sich als evangelisch-kirchliche Jugendgruppe vor. Wir konnten das Gegenteil ohnehin nicht beweisen.

Als unsere Prozession sich in Bewegung setzte, stellte sich diese Angabe erwartungsgemäß als Lüge heraus: Diese Leute zogen ein Protest-Transparent heraus, um zu stören und zu provozieren – und wurden schnell von der Polizei abgeführt. 

Etwa eine halbe Stunde später  – wir waren inzwischen an einigen Innenstadt-Kirchen und an der Synagoge vorbeigezogen – wurde zwei Betern von Chaoten das weiße Holzkreuz entrissen, auf den Boden geworfen und zu zerstören versucht, wobei die Polizei weiteres Unheil verhinderte.

Unsere Prozession war äußerlich geprägt von Plakaten mit dem Bildnis des Kardinal von Galen: Dieser mutige Bischof von Münster widerstand dem braunen Ungeist, denn er hat sich während der NS-Diktatur für das Lebensrecht der von staatlicher Euthanasie bedrohten Behinderten und psychisch Kranken eingesetzt. 

Auch deshalb beenden wir den Gebetsmarsch stets auf dem Domplatz von Münster mit einer Kundgebung vor dem Denkmal dieses großen Oberhirten.

Diesmal waren wir schon froh, daß es von Randalierern nicht wieder beschmiert worden war  – wie dies vor zwei Jahren geschah  –  siehe FOTO.

Es ist zweifellos politisch besonders pervers von linker Seite, ausgerechnet ein Denkmal des Nazi-Gegners Kardinal von Galen zu beschmieren.

Die Teilnehmer verhielten sich während der ständigen Störaktionen komplett friedlich und ruhig; sie ließen sich weder aus dem Gebet noch aus dem Gleichgewicht bringen.

Mit dieser Gelassenheit und Disziplin verdeutlichten die Lebensrechtler ihre christliche Grundhaltung: sie handelten nach dem bewährten Prinzip des hl. Augustinus: Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden!

Unser Leiter, Wolfgang Hering aus München, dankte allen Teilnehmern für ihren Mut, sich unter solch widrigen Umständen an diesem Gebetszug zu beteiligen. Zudem würdigte er den Einsatz der Polizei zum Schutz unseres Demonstrationsrechts.

Er bat die Lebensrechtler mehrfach, auch für die Gegendemonstranten zu beten: „Auch sie sind Geschöpfe Gottes – bitten wir Gott für ihre Umkehr!“

Erfreulicherweise nahmen diesmal vier katholische Priester an unserer Prozession teil: Pater Dr. Chrysostomus Ripplinger, zudem ein Geistlicher aus dem Emsland, sodann ein junger Pater sowie Pfarrer Josef Tenhumberg aus dem Münsterland, der den versammelten Lebensrechtlern abschließend seinen priesterlichen Segen erteilte.

HIER unsere drei FOTO-Reportagen über diese Aktion: https://charismatismus.wordpress.com/category/marsch-fuers-leben-kreuze-aktion-%c2%a7218/

Die „Westfälischen Nachrichten“ haben hier eine FOTO-Serie über unseren Gebetszug und die Gegendemonstranten veröffentlicht: http://www.wn.de/Fotos/Lokales/Muenster/Gebetsprozession-1000-Kreuze-fuer-das-Leben-Gegendemonstration-mit-wuetenden-Protest

Ein weiterer Erlebnisbericht von Teilnehmern: https://afdmuenster.wordpress.com/2017/03/18/friedlicher-1000-kreuze-gebetszug-fuer-ungeborene-in-muenster/

 

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Erlebnisbericht über die Kreuze-Aktion für das Lebensrecht in Münster

Von Martin Markett

Am Samstag, den 22. März 2014, veranstaltete das ökumenische Gebetsnetzwerk “EuroProLife” einen Gebetszug für die ungeborenen Kinder in Münster. 

Dieser Gebetszug findet schon seit vielen Jahren im Frühjahr in Münster statt. So hatte ich schon vor gut 10 Jahren das erste Mal an dem Gebetszug teilgenommen. Leider wird der Gebetszug seit 2009 durch linksradikale Gruppierungen massiv gestört.

Während vor 2009 noch eine handvoll Polizisten zur Sicherung des Gebetszuges reichten, so musste jetzt schon eine Hundertschaft an Polizisten eingesetzt werden, um die Beter vor dem radikal auftretenden Mob zu schützen.DSCF9171

Wolfgang Hering von EuroProLife erinnerte bei seiner Ansprache an das Evangelium des Tages vom verlorenen Sohn: Auch auf die Gegner des Gebetszugs, die sich von Gott entfernt haben, wartet Gott voller Liebe und Geduld auf die Umkehr dieser “verlorenen Söhne”. Ist es da nicht recht, für sie zu beten?

Sollte man daher nicht die Schmähungen dieser Leute mit Geduld und Liebe ertragen? Diese Einstellung ist sehr wichtig, damit man bei dem ganzen ohrenbetäubenden Lärm, den ständigen Beschimpfungen und Anfeindungen der Randalierer besonnen bleibt. Und die Teilnehmer des Gebetszugs blieben ruhig, sie liessen sich, trotz allem nicht provozieren oder beirren.

Nun könnte man als Christ sich fragen: Was soll das Ganze? Ist es nicht besser in die Kirche zu gehen und für das Anliegen zu beten, statt den Unruhestiftern die Stirn zu bieten? Macht es nicht mehr Sinn, sich aktiv oder durch eine finanzielle Spende für die Frau im Schwangerschaftskonflikt einzusetzen, als mit dieser Aktion Zeit und Mühe zu “verschwenden” ?

Die Versuchung liegt natürlich nahe, zu diesen Fragen “ja” zu sagen. Dazu möchte ich aber Folgendes einwenden: Man soll das Eine tun und das Andere nicht lassen. Wir müssen immer wieder für die Frauen im Schwangerschaftskonflikt, für die ungeborenen Kinder und für alle Beteiligten beten! Wir müssen helfen, unterstützen, wo wir können! DSCF9178

Lassen wir uns doch nicht einreden, dass der Einsatz für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder frauenfeindlich ist! Abtreibung wird gerne als Frauenrecht proklamiert. Ich glaube nicht, dass die meisten Frauen gerne eine Abtreibung über sich ergehen lassen. Es ist immer ein Gewaltakt, nicht nur für das Kind, sondern auch für die Frau, die gegen ihre Natur handelt.

Wir müssen als Christ jederzeit bereit sein, den Entrechteten, Schwächsten und Bedürftigsten in dieser Gesellschaft Gesicht und Stimme zu geben, ob gelegen oder ungelegen.

Es ist vor allem ein geistiger Kampf, der hier geführt wird. Das Böse will das Leben vernichten und die Menschen ins Elend stürzen. Wir müssen den guten und beharrlichen Kampf wählen, um dagegen anzugehen und um unsere Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen.

Der Gebetszug für das Leben war schon sehr beeindruckend. Zum Abschluss des Gebetszugs versammelten sich die Teilnehmer rund um die Kardinal-von-Galen-Statue und legten Blumen zu Fuße eines Sarges mit Embryo-Modellen. Dann knieten die Beter nieder, um in Stille zu verweilen; der ganze Lärm von den  –  durch die Polizei abgeschirmten  –  Radikalen rundherum schien in diesem Moment bedeutungslos geworden zu sein.

Was ist diese Störung schon im Vergleich zu dem eigentlichen Elend, dass durch eine Abtreibung hervorgerufen wird?   –  “Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes“, sagte die selige Mutter Teresa anlässlich ihrer Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises. Hören wir daher nicht auf, mahnend an diesen Schrei zu erinnern.

Quelle und vollständiger Bericht auf der Webseite der Legion Mariens im Bistum Münster siehe hier: http://www.christsein-praktizieren.de/2014/03/bericht-vom-gebetzug-1000-kreuze-fuer-das-leben-in-muenster-2014/