Der Synodale Irrweg will eine andere Kirche

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die sexuellen Missbrauchsfälle sind für manche Medienleute der Hebel, um die katholische Kirche in eine an die Wünsche der „Welt“ angepasste Institution zu transformieren.

Die Mehrheit des „Synodalen Weges“ hat sich diesen Aufhänger zu eigen gemacht.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband FORUM DEUTSCHER KATHOLKEN

Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg hat in seiner persönlichen Erklärung vom 25.9.2019 über das Statut des „Synodalen Prozesses“ geäußert:

„Ich bin auch der Meinung, dass an der Wiege des ‚Synodalen Prozesses‘ eine Unaufrichtigkeit steht. Aus den Fällen des sexuellen Missbrauchs den Schluss zu ziehen, dass es bei der Erneuerung um die genannten Themen ‚Ehelosigkeit (der Priester), Machtmissbrauch, Frauen in der Kirche und Sexualmoral‘ gehen müsse, ist angesichts fehlender wissenschaftlicher Studien… nur als pseudowissenschaftlich anzusehen“.

Nun gibt es Medienleute wie Daniel Wirsching, die als „kritische Beobachter“ jedes Maß an Objektivität, Gerechtigkeit und Fairness fehlen lassen. Aus ihrer Kritik spricht blanker Hass gegen die katholische Kirche, die sich immer noch nicht auf das gewünschte Maß einplanieren lässt.

Wirsching wirft ihr in seinem Artikel „Die Kirche verweigert die Übernahme von Verantwortung“ (Augsburger Allgemeine Zeitung, 21.9.2021) „begangene massenhafte psychische, körperliche und sexualisierte Gewalt“ vor.

Weiter: „Der weltweite Missbrauchsskandal der katholischen Kirche ist ein Jahrhundertskandal. Er überschattet alles und führt dazu, dass die Glaubwürdigkeit dieser ‚moralischen Institution‘ und das Vertrauen in sie erodieren… solange der Missbrauchsskandal nicht unabhängig aufgearbeitet ist und spürbare Konsequenzen erfahren hat, solange wird diese Institution weder Glaubwürdigkeit noch Vertrauen (zurück-)gewinnen. Ihre Zukunft entscheidet sich am Umgang mit Missbrauchsfällen“.

Daniel Wirsching sagt kein Wort zu den Missbrauchsfällen in der evangelischen Kirche und in der Gesellschaft, d.h. in Sportvereinen, Klubs und in den Familien. Ginge es Wirsching um die Missbrauchsgeschädigten, müsste er auch dazu Stellung beziehen! Missbrauch in der Familie, z.B. durch den eigenen Vater, ist nicht weniger schwerwiegend als durch einen Priester.

Der Autor hält der katholischen Kirche im o.a. Artikel vor, „um Betroffene und Gerechtigkeit geht es allerdings kaum. Kleriker erfahren Barmherzigkeit, Betroffene können damit nicht rechnen. Sie erfahren Kälte und die Selbstgerechtigkeit einer nach wie vor einflussreichen und sehr weltlichen Institution“… „In Fulda wird auch der Kölner Kardinal Woelki predigen, Inbegriff kirchlicher Demutssimulation“.

Wer verfolgt hat, was Daniel Wirsching Kardinal Woelki in den vergangenen zwei Jahren zu Unrecht vorgeworfen hat, sollte zur Kenntnis nehmen, was Peter Henselder, Missbrauchsbetroffener, Mitglied im Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln und Fernsehprojektleiter von „For Disabled People TV Berlin“ gegenüber der Tagespost (23.9.2021) geäußert hat:

„Kardinal Woelki hat die Aufarbeitung soweit betrieben wie kein anderes Bistum, ist eigentlich der Aufklärer schlechthin… kein anderes Bistum hat das bisher gemacht. Nach der Veröffentlichung (Gercke-Gutachten) habe der Beirat Forderungen gestellt, die berücksichtigt worden seien und Zug um Zug umgesetzt würden“.

Bischof Voderholzer

Kardinal Woelki ist zusammen mit Bischof Voderholzer das geistige Haupt der Minderheitenfraktion im „Synodalen Prozess“, die den Durchmarsch zu einer „anderen Kirche“ verhindern.

Hätte Papst Franziskus Erzbischof Woelki abgesetzt, wären die glaubenstreuen Katholiken im „Synodalen Weg“ erheblich geschwächt worden. Die Wut der Kirchenveränderer ist von daher zu verstehen.

Der Stil von Medienleuten wie Daniel Wirsching erinnert an Marat, wie ihn Alphonse de Lamartine in den „Gestalten der Revolution“ (Portraits de Revolutionaires) porträtiert hat:

„Marat rächte sich an allem, was groß war… das Geniale war ihm nicht weniger verhasst als das Aristokratische. Überall, wo er etwas hervortreten oder glänzen sah, verfolgte er es wie einen Feind. Er hätte die ganze Schöpfung einebnen mögen. Die Gleichheit war sein wütendes Streben, weil die Überlegenheit sein Martyrium war. Er liebte die Revolution, weil sie alles bis in seine Reichweite erniedrigte.“

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Hintergründe der Kritik an Kardinal Woelki

„Der Erzbischof von Köln wäre seine Kritiker mit einem Schlag los, wenn er in Sachen ‚Synodaler Weg‘, Frauenpriestertum oder Segnung ausserehelich zusammenlebender Paare eine ähnliche Position wie die Bischöfe von Limburg und Osnabrück vertreten würde.“ – Das sagte Dr. Karl-Heinz Menke in einem Interview mit der Kirchenzeitung des Erzbistums Köln.

Der emeritierte Dogmatik-Professor ist zusammen mit dem Untersekretär der Apostolischen Signatur, Msgr. Prof. Dr. Markus Graulich, Herausgeber der Festschrift „Fides incarnata – fleischgewordener Glaube“, die zum 65. Geburtstages des Kölner Erzbischofs, Rainer Maria Kardinal Woelki, am 18. August 2021 in einer Feier in Köln dem Kardinal überreicht worden ist.

Es sei „ein Skandal, dass man Kardinal Woelki eine Visitation ins Haus schickt, während die deutschen Bischöfe unbehelligt bleiben, die den Missbrauchsskandal nicht annähernd so konsequent wie er aufklären und stattdessen römische Verlautbarungen regelmäßig in Frage stellen“, so der Bonner Theologe Menke.

In seinem Titel greift die Festschrift das Dokument der Glaubenskongregation zum Verhältnis von Glaubensvollzug und Glaubenssinn, von Glaube und Sakrament/Kirche auf. Denn auf der einen Seite zeige sich „das Phänomen eines desinkarnierten Christentums reiner Innerlichkeit, auf der anderen Seite das Phänomen des sogenannten Sakramentalismus, einer auf Formeln, Riten und Äußerlichkeit reduzierten Religiosität ohne persönlichen Glauben“, erklärt Prof. Menke.

Quelle und vollständiger Beitrag von Dr. Gero Weishaupt hier: https://www.kathnews.de/die-zukunft-hat-in-koeln-frueher-begonnen-als-anderswo


Woelki: Keine Priesterweihe für Frauen, keine Segnung von Homo-Partnerschaften

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki vollendet am kommenden Mittwoch sein 65. Lebensjahr. In einem Interview mit der „Aachener Zeitung“ erteilt der Kardinal einer Priesterweihe von Frauen erneut eine Absage:

„Ich bin sehr dafür, Frauen in der Kirche an Leitung und Entscheidung zu beteiligen. Das tue ich – und das tue ich nicht aus opportunistischen Gründen. Natürlich entwickelt sich der Glaube weiter. Aber dass Frauen zum Priesteramt zugelassen werden, das ist theologisch gesehen einfach nicht realistisch.“

In der Erklärung der Glaubenskongregation zum Verbot von Segnungen homosexueller Beziehungen vertrat der Oberhirte ebenfalls die katholische Position.

Er sehe in der vatikanischen Stellungnahme „eine Stärkung des katholischen Eheverständnisses und möchte das in keiner Weise als Diffamierung homosexueller Menschen verstanden wissen“.

Er erklärte weiter, „dass katholische und auch viele evangelische Christen in der Welt die Heilige Schrift so lesen, dass es nicht möglich ist, eine solche Beziehung zu segnen wie man die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau segnet.“

Deswegen wäre es unwahrhaftig, mit dem Segnen einer homosexuellen Beziehung gleichzeitig ein öffentliches Zeichen gegen die Lehre der Kirche zu setzen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.kathnews.de/kardinal-woelki-priesterweihe-von-frauen-theologisch-nicht-realistisch

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Weshalb Kardinal Woelki nicht zurücktritt

Kardinal Woelki denkt nicht an einen Rücktritt. Das hat er laut der Online-Ausgabe der Ruhrnachrichten klipp und klar am vergangenen Freitag in einer Konferenz mit den Stadt- und Kreisdechanten im Erzbistum Köln zu verstehen gegeben.

Er stehe zu seiner Verantwortung und werde nicht aus eigener Veranlassung zurücktreten.

Die Dechanten hätten ihn dazu aufgefordert, angesichts der Krise in Erzbistum Köln persönliche Konsequenzen zu ziehen.

Die Kritik an seiner Person führe der Kölner Metropolit darauf zurück, „dass er als erster Bischof den sexuellen Missbrauch aufgearbeitet habe. Zudem werde ihm sein Widerstand gegen den derzeitigen Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland, den Synodalen Weg, verübelt“, so die Ruhrnachrichten.

Quelle: https://www.kathnews.de/kardinal-woelki-lehnt-ruecktritt-ab


Kardinal Marx und sein unlöblicher Versuch, sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen

Peter Bringmann-Henselder vom Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln übt scharfe Kritik am Rücktrittsersuchen von Kardinal Marx. „Eines muss man Kardinal Marx lassen: Er hat den Medien jetzt eine Steilvorlage geliefert, die schon seit geraumer Zeit den Wettbewerb austragen: ‚Wer schafft es, dass Woelki zurücktritt’“, sagt er in einem Interview der katholischen Zeitung „Tagespost“.

Das Rücktrittsangebot von Marx sei „Wasser auf die Mühlen der Medien, die sich an Woelki abarbeiten und nicht müde werden, ihn in ein schlechtes Licht zu rücken“. 

Es werde dabei „geflissentlich übersehen, dass Woelki der erste war, der einen Betroffenenbeirat eingerichtet und 2018 versprochen hat: ‚Ich kläre auf!‘ Und mit dem Gercke-Gutachten hat er bewiesen, dass es ihm damit ernst ist. Kein anderes Bistum hat bisher ein solch umfassendes Gutachten vorgelegt, das für jeden Interessierten ungekürzt und ungeschwärzt einsehbar ist“, so Peter Bringmann-Henselder weiter.

Er kritisiert Kardinal Marx, weil er sich mit dem Rückzug gerade nicht der Aufarbeitung und der Aufklärung „und den richtigen Schritte zur Vermeidung“ von Missbrauchstaten stellen würde: „Er zieht sich zurück und lässt andere die Drecksarbeit machen“.

Er fragt sich, ob der Rücktritt von Kardinal Marx die anstehenden Probleme wohl lösen:

„Eher nicht, er stiehlt sich aus der Verantwortung. Er überlässt seinem Nachfolger diese heikle Aufgabe. Selbst das von ihm angekündigte neue Gutachten, was im Sommer dieses Jahres vorgelegt werden soll, will er nicht selbst präsentieren.

Woran könnte das liegen? Wird er in diesem Gutachten womöglich der Vertuschung überführt? Will er nicht in den Strudel der negativen Presse geraten, wie es Kardinal Woelki erfahren hat und noch immer erfährt? Stößt ihm selbst auf, dass er im Laufe der letzten Monate mit eingestimmt hat in die Kritik an Woelki, der lieber ein neues Gutachten anfertigen ließ, als mit dem ersten Gutachten eine Bauchlandung hinzulegen?“

Zum Interview in: „Die Tagespost“

Quelle: https://www.kathnews.de/er-laesst-andere-die-drecksarbeit-machen


Kardinal Woelki entsetzt vom Antisemitismus

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki reagiert entsetzt auf antisemitische Angriffe wie brennende Israel-Fahnen und Steinwürfe auf Synagogen. Ihn mache diese Eskalation von Gewalt in besonderer Weise traurig, erklärte er in einem „Wort des Bischofs“ auf „domradio.de“.

„Gerade jetzt erstarken wieder antisemitische Kräfte“, kritisierte Woelki auch mit Blick auf die Ausschreitungen vor Synagogen im Erzbistum Köln und in anderen Teilen Deutschlands: „Der Weg in die Gewalt und die Ausgrenzung ist schnell und verführerisch.“

Die Christen wollten ihren Teil zu einem friedlichen Miteinander beitragen. So setze er sich als Kuratoriumsmitglied im Trägerverein für das laufende Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ für Toleranz und gegenseitige Wertschätzung ein.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-05/deutschland-kardinal-woelki-entsetzt-gewalt-antisemitisch-not.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Kirchenrechtler benennt Motiv der Kampagne: Kardinal Woelki ist „stockkonservativ“

Von Dr. jur. can. Gero P. Weishaupt

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller offenbart in einem Interview die wahren Hintergründe der Medien-Kampagne gegen den Kölner Kardinal Woelki. Ist er einer der Drahtzieher? Ein Interview in der Münsteraner Bistumszeitung „Kirche und Leben“ legt den Verdacht sehr nahe.

Seit Wochen tobt in den Medien eine Hetze gegen den Kölner Kardinal. Dieser hatte im vergangenen Jahr das methodisch und rechtlich höchst angreifbare Münchner Gutachten zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Erbistum Köln nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Stattdessen hat er bei der Kölner Anwaltskanzlei Gercke ein neues in Auftrag gegeben, das gestern in Köln vorgestellt worden ist.

Das Zurückhalten des Erstgutachens aus München führte zum erneuten Vorwurf des Vertuschens gegen Kardinal Woelki. 

Ein Interview mit dem Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller beim Onlineportal der Münsteraner Zeitung „Kirche und Leben“ scheint nun die eigentlichen, die wahren Hintergründe dieser Kampagne zu offenbaren:

Man will – entsprechenden den Zielen des Synodalen Weges – eine Veränderung der Glaubens- und Sittenlehre der Kirche. Schüller wirft dem Kölner Kardinal hingegen „stockkonservative Positionen“ vor. Auch deswegen habe der Kardinal das Münchner Gutachten zurückgewiesen.

Auf die Frage, ob Kardinal Woelki durch das zweite Gutachten nun vollständig entlastet sei, meinte Schüller:

Das wird man so sehen müssen. Er hat nicht selbst missbraucht, er hat nicht aktiv vertuscht wie seine Vorgänger Meisner und Höffner. Aber er ist nicht raus bei der Frage nach den systemischen Ursachen.

Er hat ja das Münchner Gutachten u. a. nicht veröffentlicht, weil ihm dessen Empfehlungen zu einer veränderten Sexualmoral und einer anderen Priesterausbildung nicht passten. Da bleibt er bei seinen stockkonservativen Positionen.

Jetzt hat er ein rein abstraktes juristisches Gutachten, das diese Themen gar nicht aufgreift.

Der Auftrag war allerdings ein anderer, es sollte nämlich vor dem Hintergrund des Selbstverständnisses der Kirche geprüft werden. Bei dieser moralisch-ethischen Dimension hat der Kardinal noch Hausaufgaben zu erledigen.…

Das Münchner Gutachten geht tatsächlich in seinen Empfehlungen an die systemischen Ursachen heran: Wir brauchen eine Revision der überkommenen Sexualmoral, eine positive Einstellung zu Homosexualität, wir brauchen eine Stärkung der Rechte der Frauen. Das will Kardinal Woelki natürlich nicht hören.

Erstveröffentlichung dieses Beitrags des Priesters und Kirchenrechtlers Dr. Weishaupt: https://www.kathnews.de/muensteraner-kirchenrechtler-thomas-schueller-laesst-katze-aus-dem-sack

HIER ein weiterer Beitrag zu den Äußerungen von Prof. Schüller: https://www.kathnews.de/schueller-merken-sie-sich-diesen-namen

HIER unsere Artikel der letzten Monate mit Kritik an dem Jagdtreiben in Medien und Kirche gegen Woelki: https://charismatismus.wordpress.com/?s=Kardinal+Woelki


Medien und angepaßte Bischöfe begünstigen einen zeitgeistigen „Umbau“ der kath. Kirche

Von Hans-Michael Müller                                      

Auf Seite 1 des Hanauer Anzeigers vom 26.2. wird Bischof Georg Bätzing wie folgt zitiert: „Nein, eine Medienschelte werden sie von mir nicht hören.“ – Wie feige!

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (siehe Foto) will also „keinen Zusammenhang zwischen den hohen Kirchenaustrittszahlen und der kritischen Berichterstattung durch die Medien“ sehen? – Wie falsch!

Es passt aber gut zum negativen Eindruck, den die auch heute noch weitaus größte Zahl der deutschen Katholiken von erschreckend vielen ihrer Bischöfe hat. – Keine Vorbilder!

Die Mehrzahl der deutschen Bischöfe verweigert derzeit beim sogenannten „Synodalen Weg“, dem erklärten Willen von Papst Franziskus zu folgen und geht eigene Wege. Kardinal Walter Brandmüller fragte daher vor kurzem öffentlich, wie Bätzing sein ignorantes Verhalten mit dem vor seiner Bischofsweihe abgegebenen Eid zur Treue gegenüber Lehre und Ordnung der katholischen Kirche vereinbaren könne. „Ohne diesen Eid wären Sie niemals geweiht worden„, erklärte er ihm.

Auch der gegen den Mainstream stehende Kölner Kardinal Woelki ist Kritiker des radikalen Kurses des „Synodalen Weges“,  der den Durchmarsch in eine ganz andere Kirche will. Daher soll Woelki weg!

Das ist doch der eigentliche Grund für die Treibjagd auf ihn; da ist jeder Anlass willkommen!

Dass im Vatikan mittlerweile untersucht und festgestellt wurde, dass sich Kardinal Woelki in der umstrittenen Missbrauchsgeschichte um den inzwischen verstorbenen Geistlichen O. keineswegs fehlerhaft verhalten habe, konnte man schon im Bericht der Welt am Sonntag vom 7.2. nachlesen. Das wird einfach ignoriert! Die Hatz geht weiter!

Darum hat jetzt auch der ehem. Bundesrichter Thomas Fischer die Berichterstattung in den Medien in diesem Zusammenhang als „Hysterisierung“ und „Generalabrechnung“ mit der Kirche bezeichnet. Besonders fiel auch ihm die „Zeit-Taktung“ der Empörung und Skandalisierung auf.

So hat beispielsweise die Augsburger Allgemeine Zeitung vom 30.1. bis 25.2.2021 neunmal (!) negativ über Kardinal Woelki berichtet (30.1., 2.2., 4.2., 5.2., 9.2., 22.2., 23.2., 24.2., und 25.2.). Überschriften: „Krise im Erzbistum Köln spitzt sich weiter zu“, „Woelki sollte seinen Stuhl räumen“, „Am Ende“.

Durch die Medien geisterte dazu die Sensationsmeldung, in Köln seien „wegen Woelki“ tausende Gläubige aus der Kirche ausgetreten. Eine in der „Tagespost“ veröffentlichte Nachfrage bei den dafür zuständigen Amtsgerichten ergab aber, dass es zu coronabedingten Verzögerungen bei der Abwicklung kam, die Austritte z. B. im Amtsgerichtsbezirk Köln im Januar 2021 im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken sind.

Auch im ZDF ist man munter gegen Woelki, aber sehr stark für die „Reformbewegung“ Maria 2.0 unterwegs, gerade so, als ob die Gottesmutter ein Update durch ein paar heutige Frauen bräuchte, die – vorsichtig formuliert – nicht mal allzu viel Ahnung von ihrem Glauben haben, aber heftig gegen Rom und den Kern des katholischen Glaubens agieren.

Mit öffentlichem Druck soll die durch die Missbrauchskrise verunsicherte katholische Kirche umgebaut werden.

Während im Vatikan an Hand des Archivs belegt – und auch in Deutschland schon vor einiger Zeit publiziert – wurde, dass Kardinal Ratzinger / Papst Benedikt XVI.  nachweislich sogar gegen Widerstände seit Mitte der 80er Jahre bei der innerkirchlichen Verfolgung sexuellen Missbrauchs die entscheidenden Vorarbeiten für Prävention und Aufarbeitung dieses Missbrauchs in der katholischen Weltkirche geleistet und als Schlüsselfigur dafür gesorgt hat, dass Missbräuche aufgedeckt und bestraft wurden, kirchliche Straftäter auch ohne Prozess aus dem Klerikerstand entfernt werden können, erschien am 1.3. im Hanauer Anzeiger von einem deutschen Filmemacher und einer ehem. Nonne ein polemischer Artikel, der dies alles leugnet, an Kardinal Ratzinger / Papst Benedikt kein gutes Haar ließ und gar andeutete, der Papst sei in seinem Amt wohl überfordert gewesen.

Der wohl intelligenteste Papst seit 700 Jahren in seinem Amt überfordert?

Indem man herausragende Repräsentanten der katholischen Kirche moralisch abqualifiziert und instrumentalisiert, will man eine andere Kirche schaffen. 

Unser Autor Hans-Michael Müller lebt in Hanau


„Forum Deutscher Katholiken“ bekundet Solidarität mit Kardinal Woelki

Der ehemalige Bundesrichter Thomas Fischer hat die Berichterstattung über den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche als „Hysterisierung“ bezeichnet. Er spricht von einer „Generalabrechnung“  mit der Kirche.

Besonders fällt Fischer die „Zeit-Taktung“ der Empörung und Skandalisierung auf. So hat beispielsweise ein Blatt, die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ), allein vom 30.Januar bis 25. Februar neunmal (!) negativ über Kardinal Woelki berichtet (30.1.,2.2.,4.2.,5.2.,9.2., 22.2.,23.2.,24.,25.2.).

Der Tenor dieser Berichterstattung ist immer der Gleiche: Woelki halte ein Gutachten unter Verschluss – obwohl jeder weiß, dass ein neues umfangreicheres und unabhängiges Gutachten am 18. März veröffentlich wird.

Die Titelüberschriften der AZ-Artikel sind bezeichnend: „Krise im Erzbistum Köln spitzt sich weiter zu“, „Woelki sollte seinen Stuhl räumen“, „Am Ende“. Es wird von einem „massenhaften Austritt aus der Kirche in Köln“ gesprochen. Man hütet sich aber, konkrete Vergleichszahlen anzugeben.

Inzwischen pfeifen es die Spatzen vom Dach: Kardinal Woelki ist einer der Kritiker des „Synodalen Weges“, der den Durchmarsch für eine „andere Kirche“ behindert. Deshalb soll er abtreten.

Die Geschichte kennt andere Fälle aus der NS- und der DDR-Zeit,  in der Repräsentanten der Kirche moralisch abqualifiziert wurden, um die Kirche zu treffen.

Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus und dankt ihm für seine Standfestigkeit!

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender (hubert.gindert@forum-deutscher-katholiken.de)


Pfeiffer: Marx-Kritik an Woelki ist „verlogen“

Der Kriminologe Prof. Dr. Christian Pfeiffer hält die Kritik am Kölner Kardinal Woelki für „verlogen“. Er denke dabei besonders an den Münchner Kardinal Reinhard Marx (siehe Foto). Dieser hatte es als „verheerend“ bezeichnet, dass Woelki ein Gutachten zum Umgang von kath. Geistlichen mit Missbrauchsvorwürfen unter Verschluss hält.

„Das ist ein so verlogener Umgang mit Woelki“, kritisierte der ehem. SPD-Justizminister von Niedersachsen:
„Wenn jetzt Marx über Woelki herfällt, dann ist das im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen, weil er dasselbe getan hat. Marx ist der Hauptschuldige dafür, dass wir zehn Jahre nach Entdeckung des Missbrauchsthemas immer noch keine Transparenz haben“.

2013 hatte die Bischofskonferenz einen Aufarbeitungsvertrag mit Pfeiffers Kriminologischen Forschungsinstitut gekündigt. Der Streit hatte sich an der Veröffentlichung kircheninterner Dokumente entzündet.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://web.de/magazine/regio/nordrhein-westfalen/kriminologe-pfeiffer-kritik-kardinal-woelki-verlogen-35572374

Foto: Laura Mohr