Israel: Palmsonntag – Gründonnerstag – Karfreitag und Ostern im Heiligen Land

Amtliche INFORMATION des israelischen Tourismus-Ministeriums:

Zu Ostern strömen Pilger aus der ganzen Welt nach Jerusalem. Zum Auftakt der Karwoche am Palmsonntag schritten hunderte Christen im Gedenken an Jesu Einzug in Jerusalem den Ölberg herab. Dabei sangen sie Hymnen und trugen Palmwedel. Auch in der Grabeskirche versammelten sich zahlreiche Gläubige.

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag gedenken Christen des letzten Abendmahls. Außerdem erinnert man sich daran, dass Jesus die Füße der Apostel wusch und seine letzten Stunden vor der Festnahme im Garten Gethsemane verbrachte.

BILD: Grabeskirche in Jerusalem 

Der lateinische Patriarch wäscht die Füße seiner Priester in der Grabeskirche, der Kustos der Heiligen Stätten im Saal des letzten Abendmahles und später in der Salvatorkirche.

Die Anglikaner, Lutheraner und Protestanten veranstalten eine Prozession von der Georgskathedrale vorbei an der Erlöserkirche und der Christuskirche bis hin zum Garten Gethsemane.

Zur Heiligen Stunde wird es in der Kirche aller Nationen in Gethsemane eine Lesungen in verschiedenen Sprachen geben. Im Anschluss daran führt eine Prozession bei Kerzenlicht die katholischen Gläubigen vom Garten Gethsemane zum Zionsberg. Die Kirche Sankt Peter in Gallicantu wird für den Großteil der Nacht für Betende geöffnet sein.

Die Orthodoxen führen die Fußwaschung im Hof der Grabeskirche und in den jeweiligen Kirchen in der Altstadt Jerusalems durch. big_33825650_0_1000-666

Karfreitag

Am Karfreitag gedenkt man der Kreuzigung und Beerdigung von Jesus. Eine Prozession mit tausenden Kreuzträgern, die vom Patriarch und dem Kustos der Heiligen Stätten sowie anderen angeführt wird, wird den Kreuzweg von Jesus auf der Via Dolorosa entlang schreiten. Ihr Ziel ist der Kalvarienberg in der Grabeskirche.

Karsamstag

Die Orthodoxen führen am Karsamstag die einzigartige Zeremonie des Heiligen Feuers durch. Tausende Gläubige versammeln sich innerhalb und außerhalb der Grabeskirche, um dabei zu sein, wenn der Patriarch seine Kerze im Heiligen Grab entzündet. Das Licht der Kerze wird später auf Sonderflügen in orthodoxe Länder weitergetragen.

Ostersonntag/montag

Am Ostersonntag feiern die Gläubigen die Auferstehung von Jesus. Der lateinische Patriarch wird eine Prozession zur Grabeskirche anführen. Dort wird das Auferstehungsevangelium in mehreren Sprachen vorgelesen und die Ostermessen werden dort stattfinden. Die Lutheraner feiern die Osterliturgie am Ölberg und die Protestanten am Gartengrab oder in verschiedenen protestantischen Kirchen in Jerusalem.

Orthodoxe Christen feiern Ostersonntag ab Samstag Mitternacht mit einer Prozession des Patriarchen zur Grabeskirche und mit der Osterliturgie in den orthodoxen Kirchen in der Altstadt.

Am Ostermontag zentrieren sich die Feierlichkeiten um Emmaus herum. Damit wird daran erinnert, dass der auferstandene Jesus zweien seiner Apostel erschien und mit ihnen in Emmaus Brot brach. Da es nicht gesichert ist, ob Emmaus in der Nähe von Latrun, Abu Ghosh oder al-Qubeibeh lag, werden in allen drei Orten Messen abgehalten.

Viele Mönche gehen die 30 Kilometer lange Strecke von Jerusalem nach Emmaus-Latrun zu Fuß, um dort am Nachmittag an der Messe teilzunehmen.

Text / 1. Foto: Israelisches Tourismus-Ministerium


Ostergruß des ernannten Bischofs von Passau, Pater Dr. Stefan Oster

Liebe, verehrte Gläubige aus der Diözese Passau,

die Tage vor Ostern und danach sind aus biblischer und geistlicher Sicht Tage der radikalen Kontraste. Dem Jubel des Palmsonntags beim Einzug in Jerusalem folgt das letzte Abendmahl, der Abschied Jesu von den Jüngern.

Dann folgt der Verrat, folgt das vielstimmige „Kreuzige ihn!“ vermutlich auch von vielen derselben, die ein paar Tage zuvor noch beim Einzug gejubelt hatten.

Es kommt zur grausamen Folter und zum Kreuzestod Jesu, dem die sprachlose Verzweiflung seiner Anhänger folgt, ehe sich am Ostersonntag ungläubiges Staunen allmählich in die Gewissheit hinein verwandelt: Jesus lebt. Hallelujah.

Die Jünger verstehen freilich erst nach und nach, was da passiert ist  –  und sie werden die Auferstehung ihres HERRN  erst ab der Sendung des Geistes an Pfingsten völlig verinnerlicht haben: So sehr, dass diese ehemals feigen Davonläufer und Verzweifelten nun voller Freude und Glaubenskraft weit hinaus in die Welt gehen und sogar für ihren Glauben ihr Leben geben können.

Ich weiß, daß mein Erlöser lebt!

Sie wissen ja: „Mein Erlöser lebt  –  und ich lebe schon mit ihm. Egal, wann und wie mich der biologische Tod ereilen wird.“

Liebe Schwestern und Brüder in der Kirche von Passau, ich durfte am 10. April zusammen mit vielen von Ihnen einen sehr bewegenden und beeindruckenden Empfang in meiner neuen Diözese erleben, in Altötting, bei der Gnadenmutter, und im Passauer Dom.

Wie schön, das lange Warten hat ein Ende. Jetzt gibt es wieder einen Bischof. Freilich hat mich die frohe Stimmung, hat mich die Begeisterung sehr gefreut. Aber ich darf ehrlich sagen, dass sich da auch ein wenig Skepsis mit hinein mischt.

Bei Menschen kann die Stimmung schnell kippen

Es ist wunderschön, wenn Menschen ihrer Freude freien Lauf lassen dürfen, aber diese Freude ist natürlich auch mit hohen Erwartungen verknüpft. Und im Augenblick, in dem diese womöglich nicht erfüllt werden, kann die Stimmung schnell wieder kippen.

Das haben wir alle schon allzu oft erlebt: Wenn Menschen am Anfang vor allem als Projektionsfläche von Erwartungen bejubelt werden, kann die öffentliche Fallhöhe sehr groß sein: Zwischen „Hosianna“ und „Kreuzige ihn!“ standen auch bei Jesus nur ein paar Tage.

Ein paar Tage enttäuschter Erwartungen: ER ist also doch nicht der Messias, der dem von der römischen Besatzungsmacht gemarterten Land endlich die Freiheit bringt. ER ist nur ein erbärmlicher, ohnmächtiger Mann, der sich gefangenen nehmen und am Ende sogar hinrichten lässt – wie der letzte Verbrecher.  ER hat ihre Erwartungen nicht erfüllt.

Der Bischof soll auf Christus verweisen

Liebe Schwestern und Brüder, ein Bischof hat im Grunde vor allem und zuerst auf Christus zu verweisen, ihn bekannt zu machen, ihn erfahrbar zu machen. Er soll durchsichtig werden auf den HERRN in Wort und Tat und in seiner Kraft soll er die Diözese leiten, einigen, heiligen, lehren  –  vor allem: ihr dienen. bischof

Und so soll er in alledem den Glauben stärken. All das ist in zweierlei Hinsicht schwer genug und nahezu unmöglich: Einmal gibt es in mir selbst zu viel an Hindernissen und Schwächen  –  was folglich diese „Durchsichtigkeit“ auf den HERRN bisweilen eher verhindert und verdunkelt.

Zweitens aber ist Christus selbst auch nicht der, der zuerst unsere Erwartungen erfüllt, vor allem nicht die vordergründigen. ER ist Mensch geworden, damit wir alle in einem höheren und tieferen Sinn erlöste, befreite Menschen werden.

Jesus ist die Liebe  –  auch als Wahrheit

In der Messe geschieht Wandlung, das weiß jeder Katholik. Aber diese Wandlung geschieht, damit wir uns wandeln, damit wir neue Menschen werden. Und die Richtung dieser Wandlung ist eben oftmals nicht das, was wir selbst gerne hätten.

Christus ist die Liebe, aber er ist diese Liebe eben auch als Wahrheit  –  für unser Leben und je näher wir ihn an uns heranlassen, zeigt er uns nicht nur die Schönheit, sondern auch die dunklen Wahrheiten unseres eigenen Lebens.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd Pelz

So ein Hinzeigen kann dann zur Folge haben, dass dann Menschen tatsächlich rufen: „Weg mit ihm“. Es ist dann mit Christus bisweilen ähnlich wie beim Zahnarzt: Der will uns im Grunde nur gut, aber er muss uns doch beim Bohren auch weh tun, damit die Fäulnis aus dem Zahn entfernt erden kann.

Und im Blick auf Christus schreit diejenige Seite in unserer Seele, die immer noch ein wenig Sympathie mit ihrer eigenen Fäulnis hat, ebenfalls gerne: „Weg mit ihm.“

Ich sagte: Christus ist nicht gekommen, unsere vordergründigen Erwartungen zu erfüllen. Aber ER ist gekommen, um uns heil zu machen  –  und je tiefer wir uns auf diesen Weg mit ihm einlassen wollen, desto mehr wird ER uns von innen her heilen, reinigen, wachsen lassen.

Den Tod unseres selbstherrlichen Egos durchleben

Je mehr wir also, geistlich gesprochen, den Weg durch die Bußzeit des Lebens mit ihm gehen, und auch den Tod des selbstherrlichen Egos an manchen Karfreitagen unseres eigenen Lebens nicht überspringen, sondern durchleben und aushalten können, umso mehr werden wir spüren, dass Christus zwar nicht unsere oft so vordergründigen Bedürfnisse und Erwartungen erfüllt, dafür aber jetzt schon die tiefsten Sehnsüchte unseres Lebens stillt: nach Wahrheit und Liebe, nach Schönheit und Freiheit. 

Wenn wir den Weg mit ihm in Treue gehen, das heißt, auch in den Phasen dagegen halten, wenn etwas in uns am liebsten rufen würde: „Weg mit ihm“, dann werden wir immer tiefer ergriffen von dem Wunder und der Freude unseres österlichen Glaubens. Wir bekommen den tiefsten Sinn geschenkt, den die Welt zu geben hat: IHN selbst, den Auferstandenen.

Quelle: http://www.bistum-passau.de/aktuelle-meldungen/17/4/2014/ostergruss-von-pater-dr-stefan-oster-sdb

Hier können Sie den Ostergruß anhören:
http://www.bistum-passau.de/podcasts/17/04/2014/ostergruss-von-pater-dr-stefan-oster-sdb

Einspruch gegen die Verflachung und Verdrängung christlicher Feiertagskultur

Von Peter Helmes

Es ist Freitag, 18. April 2014, ca. 5,50 Uhr. Ich schalte das Radio ein, um nicht die 6-Uhr-Nachrichten im SWR 1 zu verpassen, und höre eine Moderatorin reden. Den Satzanfang hatte ich nicht mitbekommen.

Was ich dann hörte, hätte ich nicht für möglich gehalten. Die Dame sagte nach meiner Erinnerung etwa: „Heute ist Karfreitag, ein schöner Freitag, ein Freitag im Frühling. Da warten wir, besonders die Kinder, auf den Osterhasen…“ DSC_0429 - Kopie

BILD: Dieses Kreuz steht in Uedorf am Rhein in der Inselstraße am Eck eines Grundstücks (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Dann berichtet sie von einem Dorf in Niedersachsen, das einen Osternamen trägt und sich vor (Kinder-)Post zu Ostern kaum retten kann. Schöne Geschichte! 

Was aber sollte die Anfangsbemerkung: „Heute ist Karfreitag“?

Weiß sie nicht, was Karfreitag bedeutet? Oder will der SWR von diesem außerordentlich bedeutenden Tag für alle Christen ablenken und die Aufmerksamkeit auf die Osterhasen lenken? Kein Wort von der Kreuzigung Christi, kein Wort von der Erlösung der Menschen durch Jesu Tod!

Sind wir schon so weit verweltlicht, daß wir über einen Tag „hinweghoppeln“, der nichts, aber auch gar nichts mit Osterhasen, aber viel mit Glauben zu tun hat?

Mich macht wütend, daß ein Sender, der von den Gebühren vieler zahlender Christen finanziert wird, so verächtlich über den Karfreitag hinweggeht.

Ja, ja, ich höre schon den Hinweis der Verantwortlichen auf die Würdigung dieses Feiertages in den kirchlichen Sendungen des SWR, z. B. das „Wort in den Tag“. Also fünf Minuten für Gott, 1 Stunde für den Osterhasen. Warum hat die SWR-Sprecherin die Erwähnung des Karfreitages zugleich mit dem Osterhasen gekoppelt?  –  Das darf man wohl eher als Blasphemie denn Unterhaltung bezeichnen.

Islam gut  –  und Jesus macht den Osterhasen?

Man könnte natürlich zur Tagesordnung übergehen, wenn´s da nicht den Islam gäbe. In diesem unserem Lande darf man Christus beleidigen, man darf ihn verachten, negieren und Kreuze in öffentlichen Gebäuden verbieten – es bleibt meist ohne Folgen; denn gütige Richter haben jederzeit einen Toleranzspruch auf Lager. 

Und tolerant sind wir ja selbstverständlich: Bei uns darf der Muezzin vom Minarett rufen, und in Mekka dürfen keine Kirchenglocken läuten. Und die BILD am Sonntag macht zu Ostern mit drei Schlagzeilen auf der Titelseite auf: „Auferstehung“, „Sonne“, „Sex“.  –  Wahrlich „Schlag“-Zeilen…

Die Toleranz hat natürlich Grenzen  –  für uns. Es wäre unvorstellbar, wenn in unserem Land, also hier im (einst) christlichen Deutschland, der Prophet oder gar Allah selbst beleidigt würden. Kein Richter würde das durchgehen lassen, weil die political correctness eine scharfe Verurteilung fordert.

Moscheen werden reihenweise neu errichtet, und wir fühlen uns verpflichtet  –  nein, werden verpflichtet, dem Islam immer mehr Raum in unserer Gesellschaft freizuräumen. Der Versuch (spaßeshalber), vor dem Ramadan darauf hinzuweisen, daß am Ende der muslimischen Fastenzeit der muslimische Osterhase komme, wäre wohl lebensgefährlich…

Aus Feiertagen werden zumehmend „Frei-Tage“

Mich macht ebenso wütend, daß wir Deutschen offensichtlich gar nicht schnell genug Abschied von alten, christlichen Feiertagen nehmen können; d. h., die Feiertage als „Frei-Tage“ werden gerne mitgenommen, ihr christlicher Bezug und ihre christlichen Namen aber verschwinden und werden ersetzt durch modischen Sprach-Schnickschnack – damit möglichst bald niemand mehr weiß, warum es diese Feiertage gibt.IMG-20140416-WA0011

–  Der höchste Feiertag der Christen (Ostern) wird belegt mit Hasen. Kinder freuen sich auf den „Osterhasen“. Aber wer weiß noch, warum wir Ostern feiern?  –  Gründonnerstag und Karfreitag sind eh schon terra incognita  –  und Fronleichnam wird zum „happy cadaver day“. Bei uns ist alles möglich  –  auch daß Respekt und Würde zunehmend verlorengehen, wenn es sich um Christliches handelt.

–  Daß der Weihnachtsmann kommt, wissen alle Kinder. Aber daß der dicke, lustige Mann, der in roten Stiefeln im Schlitten daherkommt,  nichts mit dem Christuskind in der Krippe zu tun hat, weiß niemand mehr. Wahrscheinlich ist er eine Erfindung von Coca-Cola. Die christliche Weihnachtsbotschaft verschwindet hinter Elfen und Weihnachtsmännern.

Aus Nikolaus und Christkind wird der „Weihnachtsmann“, obwohl St. Nikolaus mit Christi Geburt nichts zu tun hat, und X-mas steht für Weihnachten. Wer weiß noch, daß es sich bei St. Nikolaus um einen Bischof gehandelt hat? Wer weiß noch, daß das Christuskind nicht auf die Erde gekommen ist, um Weihnachtsgeschenke zu bringen?

–  Das Pfingstfest gibt es gar nicht mehr, nur noch als willkommenes verlängertes Wochenende mit zwei freien Tagen. Das christliche Pfingsten steht heute eher für Entkoppelung von der abendländischen Kultur. „Hallo Smokey“  –  the holy smokie will arrive.“  

Es ist faszinierend, da ziehen die Linken und politisch Korrekten gegen alles zu Felde, was amerikanisch bzw. „dekadent“ ist, aber übernehmen gleichzeitig gedankenlos und wie besoffen amerikanische Wortschöpfungen. „Okay“ ersetzt „einverstanden / in Ordnung“, „Hallo“ ersetzt „guten Morgen, guten Tag, guten Abend“, und „Grüß Gott“ rufen nur noch ein paar zurückgebliebene Alm-Öhis.

–  Halloween: Wieder so eine Übernahme aus Amerika. Weiß jemand, was das mit uns zu tun hat? Ich warte nur darauf, daß „holy smokey“ (Pfingsten) mit Halloween zusammengelegt wird.

–  Aus dem „Erntedank-Fest“, an dem wir früher Gott für seine Gaben gedankt haben, ist schon längst der „Thanksgiving Day“ geworden, ein Freßtag für alle.

Es handelt sich schlicht um clevere Umsatzideen amerikanischen Ursprungs. Christlich sind alle diese Feste schon lange nicht mehr. Es geht um Kommerz einerseits, aber andererseits auch um den Versuch, die abendländische Kultur vom „Zeitgeist“ abzukoppeln. Und wir Christen sehen wehrlos zu, wie wir verblöden bzw. unsere Kultur verraten!

BVG: Nein zum „Ethik-Unterricht“

Das Bundesverwaltungsgericht (BVG) in Leipzig hat vor wenigen Tagen eine Klage abgewiesen, Schülern in der Grundschule ein verpflichtendes Ethik-Angebot  –  statt Religionsunterricht  –  anzubieten. Im Grundgesetz, so wiesen die Richter hin, sei den Kirchen das Recht zugesprochen, Religionsunterricht an den Schulen zu erteilen. Dagegen hatte eine Atheistin vergeblich geklagt, sie verlor.

Foto: K. Ruprecht

Foto: K. Ruprecht

Und schon kommen die politisch Korrekten, die darauf drängen, den völlig anders organisierten Islam in die gesellschaftliche Verantwortung einzubinden. Und die Mutter des Kindes, in dessen vermeintlichem Interesse sie klagte, meint, sie stehe für ein komplexes gesellschaftliches Problem, das dringend gelöst werden müßte.

Stellen wir einmal den Fall auf die Füße:
Ethik-Unterricht kann und darf kein Ersatz für Religionsunterricht sein. Das hat das BVG bestätigt. Die Tatsache, daß es Religionsunterricht gebe, heiße nicht, daß es auch Ethik-Unterricht geben müsse.

Der Staat habe weitgehende Gestaltungsfreiheit bei der Einführung von Schulfächern. Die Klägerin war bereits in zwei Vorinstanzen vor dem Freiburger Verwaltungsgericht und dem VGH in Mannheim gescheitert. Das ist gut so! Denn wir wollen einmal die Begriffe klarstellen:

„Ethik“ ist ein Begriff aus dem Griechischen. Er beschreibt das sittliche Verständnis, also „Charakter, Sinnesart“, ist ein Teilgebiet der Philosophie und befaßt sich mit Moral.

Die Ethik  –  und die davon abgeleiteten Disziplinen (z. B. Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie)  –  ist also eine „praktische Philosophie“, da sie sich mit dem menschlichen Handeln befaßt (im Gegensatz zur „theoretischen Philosophie“, zu der die Logik, die Erkenntnistheorie und die Metaphysik als klassische Disziplinen gezählt werden).

Mit Religion hat das nur wenig zu tun. Denn da geht es um Glauben bzw. Glaubensvermittlung. Unsere christlichen Wurzeln beschränken sich nicht auf philosophische Erkenntnisse, sondern auf Glaubensgrundsätze.

Wobei wir wieder beim Karfreitags-Osterhasen wären. Der Versuch, Religionsunterricht durch Ethikunterricht zu ersetzen, ist nichts anderes als die Interpretationsfreigabe unserer Werte  –  der Beliebigkeit anheimgestellt. Religion ist aber nicht nur mehr als Metaphysik und theoretische Philosophie, sondern der Glaube an den einen Gott  –  einem gütigen, verzeihenden Gott. Über den Osterhasen mag man philosophieren, über Jesus am Kreuz nicht.

Unser Autor Peter Helmes ist Buchautor, ehem. Bundesgeschäftsführer der JUNGEN UNION und Herausgeber der konservativen Webseite http://www.conservo.wordpress.com


In aller Welt wurde Ostern gefeiert, nur nicht bei ARD und ZDF: eine öffentlich-rechtliche „Offenbarung“

Von Peter Helmes

Es ist erst wenige Wochen her, daß ich anläßlich der völlig unzulänglichen Programmgestaltung (insbesondere des ZDF) zur Papstwahl in Rom feststellen mußte: „Wir haben einen neuen Papst  –  und einen erbärmlichen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“

Diese Klage war nicht nur berechtigt, sondern wurde zu Ostern dieses Jahres in besonderer Weise bestätigt, auch und besonders durch das ZDF  –  einem Sender, der sich in diesen Tagen anläßlich seines 50-jährigen Geburtstages gar nicht genug selbst bejubeln (lassen) konnte.

ARD und ZDF unterliegen in besonderem Maße der Verpflichtung, die Bevölkerung zu informieren und die kulturellen Eigenheiten unseres Landes zu pflegen. Das ging Ostern dieses Jahres gründlich in die Hose. Man sollte meinen, hierzulande wüßte jeder, daß der Karfreitag ein ganz besonderer, weil schmerzlicher Tag und Ostern der höchste Feiertag der Christen ist. 

In aller Welt wird Ostern gefeiert  –  nur nicht bei ARD und ZDF. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Deutschlands fand Ostern 2013 schlicht nicht statt.

Nun darf man füglich nicht erwarten, daß die Programme von ARD und ZDF ununterbrochen auf die Karwoche und die Oster-Festtage zugeschnitten werden. Aber man darf von ihnen eine Programmgestaltung erwarten, die auf die christlich-abendländischen Grundlagen unseres Landes Rücksicht nimmt.

Schaut man sich nun das diesjährige Programm-Angebot von ARD, ZDF und deren „Töchtern“ an, kommt man nicht an der Feststellung vorbei, daß die Verleugnung alles Christlichen bei diesen Sendern Methode hat.

Hier das Programm in Kurzform:

Gründonnerstag: ARD und ZDF nichts, gar nichts. Ebenso die Regionalsender (WDR,SWR etc.). Nur „Arte“ brachte von 6 bis 7 Uhr morgens (!) die Matthäus-Passion.

Karfreitag: ARD: von 10 bis 11 Uhr Gottesdienst, sonst nix. Aber ab 20.15 Uhr lieferten sie „Liebe und Tod auf Java“, was angesichts Jesu Liebe und Tod an Karfreitag besonders „geschmackvoll“ klingt.

„Arte“ bot derweil  –  ebenso „geschmackvoll“  –  ab 20.15 Uhr: „Der Bestseller – Mord auf Italienisch“. –   Und zur Abrundung des Karfreitags-Debakels: Der WDR sendete ab 20.15 Uhr „Die schönsten Naturparadiese in NRW“ und ab 22.30 Uhr „Die Nonne und der Kommissar“  –  ein „würdiges“ Programm zum Tag der Kreuzigung Jesu Christi.

Karsamstag:  Über Tag nichts zu Ostern oder Karwoche. Wie zur Verhöhnung der Katholiken bot jedoch die ARD am Abend (ab 20.15 Uhr) den Film „Die Päpstin“  –  ein echter „Kracher“ zu Ostern. Geschmackloser geht´s nun wirklich nicht.

Bei den Regionalsendern Fehlanzeige.

Ostersonntag: Die ARD sendete traditionell von 10.15  bis 12.45  Uhr„live aus Rom“ den Papst-Segen „Urbi et orbi“. Das war´s dann auch    und zur Beruhigung der nicht-christlichen Gemüter gab´s am Abend einen (alten) „Tatort“.

Höhepunkte des ZDF-Programms an Ostersonntag waren ein Gottesdienst (von 9.30 bis 10.15 Uhr) und abends ein Film von Rosamunde Pilcher, gefolgt von „Inspector Barnaby“.

Die Regionalsender wußten offensichtlich nichts von Ostern.

Ostermontag: ARD: Programm ohne jeden Bezug zu Ostern, abends „Tatort“. Das ZDF brachte um 19.30 Uhr „Jesus und die verschwundenen Frauen“. Danach James Bond. Na, toll!

Und ebenso die Regional-Programme: nichts!

Das also war das „Oster-Programm“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks anno 2013.  –  Muß man Prophet sein, um vorherzusagen, daß das 2014 nicht anders sein wird?

Aber wo bleibt eigentlich der Protest  –  oder wenigstens eine Kritik  –  der Vertreter der Religionsgemeinschaften und -Verbände, die im Fernseh- bzw. Rundfunkrat sitzen?  –  Ist Ostern für sie „abgehakt“?

Aber gemach! Nicht allzu fernen Tages werden (kar-)freitags der Muezzin zum Gebet rufen, Imam Ali Baba „schlag“kräftige Suren des Koran vorbeten, Reporter gebeten, nur Islam-gerechte Berichte zu schreiben und die öffentlich-rechtlichen Sender verpflichtet, das Wort des Propheten zu verkünden. Und wenn sie dann vielleicht aufwachen, wird es zu spät sein.

Quelle: http://conservo.wordpress.com/


Über 1000 Gläubige kamen zur Karfreitags-Andacht in den Regensburger Dom

Mehr als 1000 Gläubige kamen am Karfreitag in den Dom, um mit ihrem Bischof Rudolf Voderholzer die Feier vom Leiden und Sterben Christi zu begehen. Die von Musik und Gebeten getragene liturgische Feier findet traditionell um 15 Uhr statt: der überlieferten Todesstunde Jesu.

Nach dem Gloria der Gründonnerstagsmesse wird die Orgel nicht mehr gespielt, gleichzeitig schweigen die Kirchenglocken. Man sagt, die Glocken flögen nach Rom…  Dom St Peter -Regensb.

Die Regensburger Domspatzen gestalteten den Gottesdienst musikalisch und sangen u.a. die Passionserzählung nach Johannes. Die Kirchengemeinde stimmte das Lied „O Haupt voll Blut und Wunden“ an. Darauf folgten die großen Fürbitten.

In der Karfreitagsliturgie enthüllte der Bischof das Kreuz und lud alle Gläubigen zur Kreuzverehrung ein.

Die dreifache Dimension des ECCE HOMO

In seiner Predigt stellte der Regensburger Oberhirte die Frage: „Was ist der Mensch? Wo ist der Mensch? Oder noch anders gefragt: Wo ist ein Mensch, der wirklich ganz und heil Mensch ist?“

Eine Szene aus der Johannes-Passion beantworte diese drängende Frage, erklärte der Bischof und bezog sich auf jene Stelle, wo Pilatus unseren HERRN  den Menschen mit Schilfrohr-Zepter und Mantel als Spottfigur präsentierte, indem er ausrief: „Ecce homo  –  Seht, da ist der Mensch“.

Drei Bedeutungsebenen ordnete Bischof Rudolf dieser Aussage zu. In der ersten drücke Pilatus aus: „Seht, da ist der Mensch: Da, habt ihr ihn. Macht mit ihm, was ihr wollt! Aber lasst mich endlich in Ruhe mit ihm. Ich will nichts damit zu tun haben“.

Aufgrund der Ahnung von Pilatus über die vermutliche Unschuld Jesu schwinge die zweite Ebene mit, in der er sich selbst und den anderen den Spiegel vorhalte: „Seht da – der Mensch. Ja, so ist der Mensch, so sind die Menschen. So gehen die Menschen miteinander um. Einen Unschuldigen verurteilen sie zum Tod, einen, der niemanden etwas zuleide getan hat“.

Die dritte und zugleich tiefste Dimension möchte sagen: „Seht, der Mensch“, wobei der Zyniker und Skeptiker Pilatus ahnungslos zum Propheten und Evangelisten wird, der die Wahrheit sagt, hob Bischof Rudolf Voderholzer hervor:

„Das ist der Mensch, das ist der wahre Mensch. Das ist wirklich der Mensch, nach dem du unterwegs warst, den du gesucht hast, der Mensch, der zeigt: so ist der Mensch gedacht. Dieser König im Narrengewand, in dem die ganze Erbärmlichkeit des Menschen zum Vorschein kommt, ist doch ein König“.

 Jesus Christus sei der, der seine göttliche Hoheit nicht dazu benütze, um für sich selbst dazu sein, sondern um von sich wegzugehen und auf die anderen zuzugehen. Nicht immer werde es gelingen, aber wo der Mensch auf den Spuren des HERRN lebt, mache er die Erfahrung: Wer sein Leben hingibt, gewinnt es. Wer nach dem Glück jagt, der verjagt es nur.

Es seien die Heiligen der Kirche,  die uns in die Wahrheit und Stimmigkeit der Nachfolge Jesu auchleuchten lassen uns mit ihrem Gebet begleiten, predigte der Bischof und stellte abschließend fest:

„In Christus Jesus hat Gott uns den Weg zu einem erfüllten Menschsein gezeigt, so dass wir das Wort ‚Mensch‘ und ‚menschlich‘ wieder verwenden dürfen, ohne rot werden und uns schämen zu müssen“.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Der gekreuzigte Erlöser besiegte den Tod!

Von Gerhard A. Schäfer

„Der HERR ist auferstanden! Ja, ER ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“  –  So grüßen sich Christen in aller Welt am Ostermorgen. Leider wissen viele Menschen nichts mehr über den Sinn von Ostern. Sie meinen, es sei ein Frühlingsfest anlässlich des Erwachens der Natur.

In Offenbarung 1, Vers 18 heißt es: „Christus spricht: Ich war tot und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Unterwelt.“  media-80458-2

Nachdem Jesus am Karfreitag gekreuzigt und in ein Felsengrab gelegt wurde, meinten alle Beteiligten und Zeugen, das sei es nun gewesen mit diesem außergewöhnlichen Menschen.

Doch dann nahm das Wunder seinen Lauf: Am Sonntagmorgen fanden Frauen ein leeres Grab vor und begegneten danach dem HERRN in einer zeitlosen Gestalt.

Anders als beim auferweckten Lazarus, dem jungen Mann aus Nain oder der Jairustochter, deren endgültiger Tod nur absehbar verschoben wurde, war Christus durch den Tod in das ewige Leben hinübergegangen.

Allen, die an Jesus als den Retter glauben, wird es genau so ergehen. Das ist der Trost und die Hoffnung der Christen, die sie an Ostern feiern. Der Tod ist besiegt und hat seinen Schrecken verloren.

„Jesus lebt  –  mit IHM auch ich!“ heißt es in einem alten Kirchenlied. Das ist die Osterbotschaft, die wir zu verkünden haben. Daraus resultiert die Freude, die uns manches Unschöne im Leben ertragen lässt. Daraus erwächst der Friede, den Christus dieser friedlosen Welt bringt.


Der hl. Bischof Germanus aus dem Frühmittelalter: „Thron des Kreuzes“

Der hl. Germanus war Bischof von Konstantinopel und starb im Jahre 733 n. Chr.  – Er schreibt in „In Domini corporis sepulturam, PG 98, 251-260″ passend zu Karfreitag Folgendes über Christi „Thron des Kreuzes“:

„Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf“ (Jes 9,1)  –  das Licht der Erlösung. Wenn es den Tod anblickt, der es  –  tödlich verletzt  –  unterdrückte, kommt dieses Volk aus der Finsternis wieder zum Licht; aus dem Tod zurück ins Leben.

Foto: Kloster Ettal

Foto: Kloster Ettal

Das Holz des Kreuzes trägt den, der das Universum geschaffen hat. Der den Tod um meines Lebens willen erleidet, ER ist ans Kreuz gefesselt wie ein Toter: ER, der das Universum trägt; ER haucht den Geist aus am Holz, ER, der den Toten das Leben einhaucht.

Das Kreuz beschämt ihn nicht, sondern bezeugt vielmehr wie eine Trophäe seinen vollkommenen Sieg. ER thront als gerechter Richter auf dem Thron des Kreuzes.

Die Dornenkrone, die ER auf seiner Stirn trägt, bestätigt seinen Sieg: „Habt Vertrauen, ich habe die Welt besiegt und den Fürsten dieser Welt, indem ich die Sünden der Welt trug“ (Joh 16,33; 1,29).

Das Kreuz soll zum Triumph werden, selbst die Steine schreien es heraus, diese Steine von Kalvaria, wo nach einer alten Väter-Tradition einst Adam begraben wurde, unser Stammvater; Christus ruft ihm am Kreuze gleichsam zu:

„Ich bin nicht gekommen, um über deine Sünde zu Gericht zu sitzen, sondern um dich zu retten; ich bin nicht gekommen, um dich zu verfluchen deines Ungehorsams wegen, sondern um dich zu segnen durch meinen Gehorsam.

Ich bedecke dich mit meinen Flügeln, du wirst Zuflucht finden in meinem Schatten, meine Treue beschirmt dich mit dem Schutzschild des Kreuzes und du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu ängstigen (vgl. Ps. 90 (91)1,1-5), denn du wirst den immerwährenden Tag sehen.

Ich werde dein Leben suchen, das sich in Finsternis und im Schatten des Todes verbirgt (vgl. Lk 1,79). Ich werde nicht eher Ruhe finden, bis ich dich in den Himmel zurückgeführt habe.