Unionsfraktion protestiert gegen Karikaturen-Wettbewerb über den Holocaust im Iran

Bis April dieses Jahres wird unter der Schirmherrschaft des Iranischen Hauses der Karikaturen in Teheran und dem Sarcheshmeh Cultural Center ein Karikaturenwettbewerb über den Holocaust durchgeführt.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):  Foto Markus Hammes

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verurteilt den Karikaturenwettbewerb, bei dem die Zeichner den systematischen Mord an sechs  Millionen Juden leugnen oder zumindest relativieren sollen. Dieser Aufruf ist nicht nur geschmacklos, sondern zeigt klar den eklatanten Antisemitismus und Antizionismus im Iran.

Der Veranstalter des Wettbewerbs, der Direktor des Karikaturenhauses, Masud Shojaei-Tabatabaii, erklärte, die Aktion sei als Protest gegen die Mohammed-Karikaturen des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo gedacht. Karikaturen vom Holocaust lassen sich aber nicht mit Karikaturen von Religionsstiftern vergleichen. Der von den Nationalsozialisten organisierte industrielle Mord an den Juden war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wenn wir Karikaturen darüber nicht akzeptieren, hat das nichts mit einer vermeintlichen Doppelmoral der westlichen Staaten zu tun, sondern ist Ausdruck der Achtung der Menschenwürde. (…)

Dem wachsenden Antisemitismus und Antizionismus gilt es bei jeder Gelegenheit und in allen Formen entschieden entgegenzutreten. Noch entschiedener als bisher muss die Sicherheit des jüdischen Staates Israel garantiert werden.“

Foto: Markus Hammes