Indien: Radikale Hindus greifen kath. Pilger an

Etwa 40 katholische Pilger wurden auf ihrem Weg zum berühmten Marienheiligtum in der Stadt Velankanni im Bundesstaat Tamil Nadu von einer Gruppe radikaler Hindus angegriffen und beschimpft.

Die Ortskirche verurteilte den Vorfall vom 18. August entschieden. Die Wallfahrer stammen aus dem nahe gelegenen Bundesstaat Karnataka und wurden von einer Gruppe namens „Hindu Munnani“ angegriffen.

Bischof Devadass Mariadoss von Thanjavur verurteile die Tat. Dabei forderte er die zuständigen Behörden auf, rasch einzugreifen.

Der Oberhirte betont, dass die Wallfahrt ein alljährliches Ereignis ist, das seit Jahrhunderten praktiziert wird.

„Die indische Verfassung garantiert allen Bürgern die freie Ausübung ihrer Religion. Diese Freiheit wird jedoch in jüngster Zeit immer wieder eingeschränkt, wie dieser Vorfall gezeigt hat“, sagte der Bischof.

Nach dem Vorfall reichten die Pilger eine Beschwerde beim zuständigen Polizeipräsidium ein, das bereits sechs Personen festnehmen ließ.

Weitere 200 Katholiken aus der gleichen Gegend setzten ihre Fußwallfahrt nach Velankanni fort.

Velankanni ist ein berühmtes Marienwallfahrtszentrum in der Diözese Thanjavur in Südindien, dessen Basilika jedes Jahr  von zwei Millionen Gläubigen besucht wird.

Im 16. Jahrhundert gerieten portugiesische Seeleute, die von Macao nach Sri Lanka segelten, in der Bucht von Bengalen in einen schrecklichen Sturm und baten die Jungfrau Maria um Fürbitte, der sie versprachen, im Falle ihrer Rettung eine Kirche zu erbauen. Die Kaufleute überlebten den Sturm und begannen mit der Errichtung des Gotteshauses.

Quelle: Fidesdienst – Foto: Asianews


Indien: erneute Gewalt gegen Christen

In verschiedenen indischen Staaten kam es erneut zu Übergriffen gegen Christen. Wie der „All India Christian Council“ (AICC) dem Fidesdienst mitteilt, kam es in Karnataka, Chhattisgarh und Mdhya Pradesh zu Episoden der Gewalt.

Demzufolge drangen hinduistische Aktivisten der Organisation „Bajrangdal“ am 6. Oktober in die Kirche des evangelischen Pastors Arulraj im Distrikt Thane in Maharashtra ein. Die Milizionäre holten den Pfarrer aus der Kirche und nahmen ihn mit zur Polizei, wo sie in wegen „Zwangsbekehrungen“ festnehmen ließen.

Am selben Tag wurde auch der christliche Laiengläubige Anil Kumar von radikalen Hindus in Siddapur (Karnataka) misshandelt. Er wird derzeit noch im Krankenhaus behandelt, wo er sich in der Intensivstation befindet.

In Madhya Pradesh nahm die Polizei 14 Christen fest, nachdem die Polizei eine Gebetsversammlung aufgelöst hatte. Die Gläubigen wurden wieder freigelassen das „es keine Beweise für die angebliche Zwangsbekehrung gab: die Gläubigen hatten aus freiem Willen an der Versammlung teilgenommen“.

Quelle: Fidesdienst