Indien: Erzbischof von Delhi bei Kundgebung für die Rechte der Dalit festgenommen

Erzbischof Anil Couto von Delhi wurde heute zusammen mit anderen Bischöfen verschiedener Konfessionen bei einer Kundgebung in Delhi von der Polizei festgenommen.

Dies bestätigt der stellv. Generalsekretär und Sprecher der Indischen Bischofskonferenz, Pfarrer Joseph Chinnayyan, dem vatikanischen Fidesdienst. 7e5988847c

Gegen die friedliche Demonstration für die Rechte der Dalit (Kastenlosen, „Unberührbaren“, Ausgegrenzten) ging die Polizei mit Schlagstöcken vor, wobei mehrere Teilnehmer festgenommen wurden, darunter Erzbischof Anil Couto.

Ziel der Kundgebung war eine Anhörung beim indischen Parlament. Wie der Sprecher der katholischen Bischöfe mitteilt, sollen die Kirchenvertreter sogleich wieder freigelassen werden. Man habe wegen Misshandlung von Priestern und Schwestern jedoch bereits Anzeige erstattet..

Die Demonstranten forderten die Abschaffung eines Präsidialdekrets aus dem Jahr 1950, das die Diskriminierung von Dalit legalisiert. Das Dekret wurde 1956 auch auf Sikh und 1982 auf Buddhisten ausgeweitet. Religiöse Minderheiten bezeichnen das Dekret als „verfassungswidrig“.

Bereits in der Vergangenheit hatten deshalb Demonstrationen stattgefunden, doch heute “ging die Polizei brutal gegen wehrlose Demonstranten vor ” so einheimische Christen. 

Quelle: Fidesdienst


Indien: Katholischer Bischof protestiert gegen Benachteiligung der Dalits

Am Mittwoch feiert das hinduistisch geprägte Indien den 65. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Doch in einem säkularen Staat wie Indien werden christliche Dalits (sog. „Unberührbare“) wegen ihres Glaubens nach wie vor benachteiligt –  und das sei ein Skandal.

Das sagte Bischof Anthonisamy Neethinathan gegenüber der Nachrichtenagentur Asianews am vergangenen Freitag, dessen Datum als „Schwarzer Tag“ in der Geschichte der christlichen, buddhistischen und muslimischen „Dalits“ gilt, die im hinduistischen Kastensystem oft als „Kastenlose“, „Unberührbare“ oder einer niedrigen Kaste angehörig geringgeschätzt werden.

Der Verantwortliche für „Kasten und Volksstämme“ der indischen Bischofskonferenz appellierte erneut an den seit Juli amtierenden neuen Präsidenten von Indien, Pranab Mukherjee, die diskriminierende Gesetzgebung des Artikels 341 der indischen Verfassung abzuschaffen.

Wie Asianews berichtet, jährte sich an diesem Freitag zum 62. Mal der Tag, an dem Paragraph 3 des umstrittenen Artikels in die indische Verfassung aufgenommen wurde und Dalits, die der christlichen oder muslimischen Religion angehören, rechtlich gegenüber den mehrheitlich hinduistischen Mitbürger benachteiligt.

Quelle: asianews


Indien: „Unberührbare“ finden zu Christus und ihrer Menschenwürde

Die vor allem in Indien vorherrschende Religion des Hinduismus (ein heidnischer Vielgötterglaube) benachteiligt und verachtet die „kastenlosen“ Menschen, auch „Unberührbare“ (Dalit) genannt, die religiös-gesellschaftlich ganz unten positioniert sind.

Viele von ihnen sehnen sich nach Akzeptanz durch Gott und die Respektierung ihrer Menschenwürde  –  nicht zuletzt deshalb finden immer mehr Kastenlose zum christlichen Glauben.

Das christliche Werk „Operation Mobilisation“ (OM) schätzt die Zahl jener Dalit, die sich Christus zuwenden,  auf 220.000 Menschen; sie treffen sich unter anderem in den 3200 „Good Shepherd Community Churches“ («Kirchen des Guten Hirten»).

Die Kastenlosen werden auch im modernen Indien nach wie vor diskriminiert. Während die hinduistische Religion ihnen kaum Rechte einräumt, finden sie im christlichen Glauben Hoffnung und Gleichbehandlung.

„OM Indien“ berichtet im jüngsten Magazin, wie verschiedene Dalit-Gemeinden wachsen und sich die neuen Gläubigen gegenseitig ermutigen. Christliche Hilfe erhalten z.B. Witwen, die es in der heidnischen indischen Gesellschaft besonders schwer haben, da ihr Schicksal als Fluch der Götter mißdeutet wird.

Quelle: evangelikale Nachrichtenseite http://www.jesus.ch