UNESCO: Israel ist weltweit führend in der internationalen Notfall- und Katastrophenhilfe

Das Feldlazarett der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) wurde in der vergangenen Woche in einer Zeremonie in Ramat Gan als erstes und einziges weltweit von der Weltgesundheitsorganisation UNSECO mit dem Gütesiegel des Typs 3 ausgezeichnet.

ZAHAL entsendet das Feldlazarett regelmäßig als eines der ersten und größten, um den Opfern von Naturkatastrophen zu helfen. Es ist weitverzweigt und besteht aus bis zu 30 Zelten, die in weniger als 12 Stunden aufgebaut und einsatzfähig gemacht werden können.

BILD: In Haiti wird eine Frau vom israelischen Notfall-Team behandelt (Foto: ZAHAL)

Dabei bietet es die qualitativen Standards eines hochentwickelten regulären Krankenhauses. Teams des medizinischen Korps von ZAHAL und der Einheit für Heimatschutz leisteten damit u. a. Unterstützung bei der Bergung und medizinischen Versorgung nach dem Erdbeben in der Türkei 1999, dem Erdbeben in Haiti im Jahr 2010, einem Taifun auf den Philippinen im Jahr 2013 und nach dem Erdbeben in Nepal 2015.

Im Jahr 2013 hatte die WHO einen Kriterienkatalog erstellt, um ausländische medizinische Notfallhilfeteams nach drei Klassen zu kategorisieren. Israel ist das erste und einzige Land, das mit der höchsten Klasse ausgezeichnet wurde und nur zwei weitere Lazarette haben das Potential, in naher Zukunft ebenfalls diese Auszeichnung zu erhalten.

Die Kriterien für Typ 3 sind unter anderem mindestens 40 stationäre Betten, eine Intensivstation, zwei Operationsräume und die Möglichkeit für 15 bis 30 Operationen am Tag. Das Feldlazarett von ZAHAL übertrifft diese Anforderungen mit 86 stationären Betten und vier Operationsräumen sogar deutlich. Da es zusätzlich über Bereiche für Geburtshilfe und plastische Chirurgie verfügt, gilt es eigentlich sogar als Typ 3 Plus.

Die Klassifizierung des Typs 3 stellt sicher, dass israelische Teams auch weiterhin zu den ersten gehören, die Zugang zu Unglücksorten erhalten und untermauert Israels Position als weltweit führend in der medizinischen Notfallhilfe.

Quellen: Times of Israel, israel. Botschaft


Erdbeben/Katastrophenhilfe: DLR übermittelt Luftbild-Aufnahmen von Kathmandu

Das Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt den Hilfsorganisationen in Nepal Referenzkarten der Region Kathmandu zur Verfügung. Ausschnitt des südlichen Teils von Kathmandu

Diese stammen von hochauflösenden Luftbilddaten des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme. Unterdessen hat die Internationale Katastrophencharta („Space and Major Disasters“) Satellitenaufnahmen in Auftrag gegeben, um schnellstmöglich aktuelle Übersichtsbilder zur Verfügung zu stellen und eine Schadensanalyse zu ermöglichen.

Die hochaufgelösten Daten von Kathmandu entstanden im Januar 2014 und konnten nun vom ZKI als Referenzkarte an die Helfer vor Ort weitergegeben werden. Dadurch haben Organisationen wie THW oder DRK einen Lageplan, der die Infrastruktur vor dem Beben zeigt.

So können beispielsweise Zugangswege identifiziert, Landeplätze für Helikopter ausfindig gemacht und die Hauptkrisengebiete bestimmt werden. Auch zur Orientierung im Feld sind solche Karten hilfreich, da sie ein sehr detailliertes Bild der Stadt vor dem Beben wiedergeben.

Die Aufnahmen entstanden im Rahmen des Projekts Mountain Wave, in dem das DLR-Institut für Optische Sensorsysteme das modulare Luftbildkamerasystem MACS (Modular Airborne Camera System) im Himalaya und über dem historischen Teil von Kathmandu testete.

Hintergrund:

Am 25. April erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7.8 die Himalaya-Region, das Epizentrum befindet sich zwischen der Hauptstadt Kathmandu und Pokhara. Die ersten Rettungskräfte sind bereits vor Ort, allerdings wird die Hilfe durch die starken Schäden an Verkehrswegen. Stromversorgung und Kommunikation sowie den noch andauernden Nachbeben erschwert. Das komplette Ausmaß des Bebens ist bisher nicht bekannt. Das ZKI arbeitet weiterhin mit Hochdruck daran, weiteres Kartenmaterial zu erarbeiten, das auch abgeschiedene Gebiete abbildet.

Quelle und weiterführende Infos hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-13487/#/gallery/19335