Als Gläubige sind wir Hausgenossen Gottes

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Eph 2,19-22:

Brüder! Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.

Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlußstein ist Jesus Christus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im HERRN.

Durch Christus werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.


Der HERR hat mir Raum geschaffen, als ich in Ängsten war

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 4,2.4.7-9.

Wenn ich rufe, erhöre mich,
Gott, du mein Retter!
Du hast mir Raum geschaffen, als mir Angst war.
Sei mir gnädig und höre auf mein Flehen!

Erkennt doch: Wunderbar handelt der HERR an den Frommen;
der HERR erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.
Viele sagen: «Wer lässt uns Gutes erleben?»
HERR, lass dein Angesicht über uns leuchten!

Du legst mir größere Freude ins Herz,
als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.
In Frieden leg‘ ich mich nieder und schlafe ein;
denn du allein, HERR, lässt mich sorglos ruhen.

 


Kuba: 250 Verhaftungen – Bürgerrechtler auf dem Weg zur Kirche mißhandelt

Der kommunistische Geheimdienst und die Polizei Kubas haben am vergangenen Sonntag, den 17. Januar 2016, über 250 Demokratie-Aktivisten in mehreren Teilen des Landes verhaftet.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, dass es sich um friedliche Proteste für die Freilassung aller politischen Gefangenen und gegen Willkür und Menschenrechtsverletzungen durch das seit 56 Jahren herrschende Einparteienregime handelte. Anzeige-Kuba-Flagge-Gitterstaebe_8a1367f180

José Daniel Ferrer, der Koordinator von Kubas größter Oppositioneller Vereinigung, der „Patriotischen Union Kubas“ (UNPACU), berichtete der IGFM, dass allein in Santiago 126 Aktive seiner Organisation verhaftet wurden. Angehörige der Staatssicherheit misshandelten 15 Bürgerrechtler und bewarfen neun weitere mit Steinen, als sie in der Stadt Puerto Padre in der Provinz Las Tunas in die örtliche katholische Kirche gehen wollten.

In der kubanischen Hauptstadt Havanna verhaftete die Polizei 40 Mitglieder der „Damen in Weiß“ und deren Unterstützer – den Großteil von ihnen, bevor sie ihren traditionellen schweigenden Protestmarsch durch Havannas Stadtteil Miramar beginnen und dabei Fotos von politischen Gefangenen hochhalten konnten.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin zeigt sich besorgt über die willkürlichen Verhaftungen und den völlig ungerechtfertigten Einsatz von Gewalt gegen friedliche Demokraten: „Dieses brutale Vorgehen gegen Kubaner und Kubanerinnen, die nichts tun als gewaltfrei für die Einhaltung der Menschenrechte und die Freilassung aller politischen Gefangenen einzutreten, darf von der internationalen Gemeinschaft nicht toleriert werden“, so Lessenthin.

Die Europäische Union sollte in ihren Verhandlungen mit Kuba eine Normalisierung der Beziehungen an die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards auf der Karibikinsel knüpfen, so Lessenthin.

Weitere Infos: http://www.menschenrechte.de/kuba


Jordanien: Katholische Kirche organisiert Armentafel für bedürftige Muslime

Am Mittwoch, den 23. Dezember, beginnt eine Tafel ihre Tätigkeit, die jeden Tag von 14 Uhr bis 16 Uhr ingesamt rund 500 Mahlzeiten an Bedürftige verteilt. Das sog. „Restaurant der Barmherigkeit“ worde in Amman von der Ortkriche in Zusammenarbeit mit Caritas Jordanien auf den Weg gebracht. bildma1

An der offiziellen Eröffnung werden Erzbischof Maroun Laham, Vikar für Jordanien des lateinischen Patriarchats Jerusalem und der Bürgermeister von Amman teilnehmen.

“Die Tafel”, so der Präsident von Caritas Jordanien, Wael Suleiman, “befindet sich in einer ehemaligen katholische Druckerei im Stadtgebiet Jabal Luweibdeh in der Nähe der katholischen pfarrei, was zeigen soll, dass es sich um eine Intiative der Ortskirche im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit handelt.

Dabei wollen wir auch Zeugnis davon ablegen, dass die Kirche, wenn sie als Instrument der Barmherzigkeit Gottes auftritt, allen entgegengeht, angefangen bei den Armen. Wir wissen bereits heute, dass die meisten, die bei uns essen werden, Muslime sind.“

Quelle: Fidesdienst

 


Pakistan: Katholische Bischöfe verurteilen muslimische Übergriffe gegen Hindus

Toleranz gegenüber Kultstätten aller Religionen  fordert die bischöfliche “Justitia-et-Pax”-Kommission in einer Verlautbarung, in der die Kommission der pakistanischen Bischöfe von der Regierung des Landes auch Schutz für diese Kultstätten fordert.

Ausdrücklich verurteilt die Kommission den Übergriff auf den hinduistischen “Dharam Shala”- Tempel in Larkana (in der südpakistanischen Provinz Sindh) während der Feierlichkeiten des “Holi”-Festes. Islamische Extremisten bezichtigten die hinduistische Glaubensgemeinschaft der Blasphemie. Nach Ansicht der bischöflichen Kommission ist dieses Vorgehen jedoch “Frucht des Hasses und der absichtlichen Anstiftung dazu”.

Quelle: Fidesdienst


„Reformkatholiken“ als fünfte Kolonne der 68er innerhalb der Kirche

Mathias von Gersdorff

Seit dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. sind gewisse Kräfte innerhalb der katholischen Kirche, die oft als progressistisch oder als „fortschrittlich“ bezeichnet werden, für die allgemeine Öffentlichkeit deutlich sichtbarer geworden.  Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Selbstbewußt und sich ihrer Sache sicher, veröffentlichen sie Stellungnahmen oder fordern von der kirchlichen Hierarchie gar Reformen, die selbst für kirchenferne Personen unschwer erkennbar dem katholischen Lehramt widersprechen.

FOTO: M. von Gersdorff als Redner bei der Stuttgarter Eltern-Kundgebung gegen den grün-roten Bildungsplan

Vier Beispiele von vielen: Mitte Dezember forderten 17 Theologieprofessoren ein „Umdenken der katholischen Kirche bei Sexualmoral und Familie“ und behaupten beispielsweise hinsichtlich Homosexualität, daß „Treue, Verläßlichkeit und Solidarität nicht weniger wert sind, nur weil sie von Schwulen und Lesben gezeigt werden“. Die christliche Moralverkündigung müsse auch „die vielen Erscheinungsformen des Sexuellen außerhalb der Ehe“ zum Thema machen.

Ebenfalls Mitte Dezember hat das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) eine Stellungnahme zum Thema Ehe und Familie veröffentlicht. Das ZdK drückt sich nicht so deutlich aus wie jene 17 Professoren, doch die Marschrichtung ist dieselbe: mehr Verständnis für Homosexuelle, wiederverheiratete Geschiedene und Patchwork-Familien.

Moralaufweichung selbst von bürgerlich-katholischer Seite

Christoph Lehmann von der Katholischen Elternschaft schrieb am 8. Februar im Berliner Tagesspiegel:

„Und auch Konservative können kaum leugnen, daß die staatliche Anerkennung der Übernahme gegenseitiger Verantwortung von Menschen füreinander etwa in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft hohe Wertschatzung verdient.“

Sowohl Papst Johannes Paul II. wie auch Benedikt XVI. haben „eingetragene Partnerschaften“ unmißverständlich abgelehnt und als Angriffe auf Ehe und Familie bezeichnet.

Solche Erscheinungen sind im deutschen Katholizismus nicht neu. Seit eh und je gibt es Bestrebungen hiesiger Katholiken, sich eine eigene Moral und eine eigene Religion zu basteln und sich hierbei auch gegen „Rom“ zu polemisieren.

Doch es ist auffällig, daß solche Initiativen just in der Zeit aufkommen, wo in der säkularen Welt anhand von Projekten im EU-Parlament wie dem „Estrela-Bericht“ (Recht auf Abtreibung und ultraliberale Sexualkunde) und dem „Lunacek-Bericht“ (Sonderrechte inklusive Definition von sog. Haßverbrechen für LGBTI-Menschen), sowie der Einführung der Lerneinheit „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im Rahmen des „Bildungsplanes 2015“ in Baden-Württemberg das Gender Mainstreaming, die Gender-Theorie und dieb Homo- und LGBTI-Agenda mit brachialer Gewalt und gar mit Hinterlist vorangetrieben werden.

Allianz mit den Gegnern der Kirche

Trotz unterschiedlicher Sprache und Gewichtungen verfolgen beide Strömungen  –  säkulare linksliberale Kräfte sowie progressistische Reformkatholiken  –  dasselbe Ziel: die Durchsetzung der Maximen der sexuellen Revolution im Geiste der 68er Bewegung als gesellschaftliche und moralische Norm.

Jene kirchlichen Gruppen, die dies vorantreiben, sind so etwas wie die „Fünfte Kolonne“ der 68er innerhalb der katholischen Kirche. Neu ist das Phänomen nicht. Während des „Kalten Krieges“ gab es Kreise, sogar massiv von Teilen des Klerus unterstützt, die eine Annäherung der katholischen Kirche an den Kommunismus anstrebten.

Ähnliche Bestrebungen gab es davor in bezug auf den Faschismus oder den Nationalsozialismus. Im 19. Jahrhundert sympathisierten nicht wenige mit dem Liberalismus, der damals markant antikatholisch war. Geht man zurück in die Geschichte, findet man leicht weitere Beispiele.

Quelle und FORTSETZUNG des Beitrags HIER: http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/die-fuenfte-kolonne-in-der-kirche/


Südkorea: Bischöfe animieren zum Gebet für den Frieden im Mutterleib

In den Monaten Februar und März lautet der Schwerpunkt der katholischen Kirche in Südkorea “Lebensschutz”.

In diesem Zusammenhang brachte der bischöfliche „Ausschuss für Leben und Bioethik“ zahlreiche Initiativen auf den Weg. Im Mittelpunkt steht dabei die Kampagne “Vierzig Tage des Gebets für den Frieden”, die am Aschermittwoch, den 5. März, beginnt. baby

In allen katholischen Gemeinden soll insbesondere für die Abschaffung des Abtreibungsgesetzes von 1973 gebetet werden.

In den vergangenen Tagen fand in der Myeongdong-Kathedrale in Seoul ein feierliche “Gottesdienst für das Leben“ statt, dem der Vorsitzende des „Ausschusses für Leben und Bioethik“, Bischof Linus Lee Seong-hyo vorstand. An dem Gottesdienst nahmen über 1300 Gläubige teil.

Das umstrittene Gesetz legt im Artikel 14 fest, dass eine Abtreibung in folgenden drei Fällen erlaubt ist: bei Vergewaltigung und Inzest; bei genetischen Fehlbildungen des Kindes; bei einem Gesundheitsrisikos für die Mutter. In diesen Fällen sind Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche erlaubt.

In Südkorea mit seinen rund 48,7 Mill. Einwohnern liegt die Zahl der amtlich registrierten Abtreibungen bei rund 340.000 pro Jahr. Nach Schätzungen der Caritas liegt die tatsächliche Zahl bei rund 1,5 Millionen vorgeburtlichen Kindestötungen.

Quelle: Fidesdienst