Abschied von Dr. Angelika Pokropp-Hippen: Beerdigung mit zahlreichen Lebensrechtlern

Von Felizitas Küble

Am heutigen Montag-Nachmittag (1. April 2019) wurde die verstorbene Ärztin, Therapeutin und einsatzfreudige Lebensrechtlerin Dr. Angelika Pokropp-Hippen in Amelsbüren bei Münster beerdigt.

Die große Pfarrkirche St. Sebastian war mit rund 130 Menschen sehr gut besetzt, was die herzliche Anteilnahme vieler Menschen am Tod dieser  – weit über das Münsterland hinaus bekannten – Medizinerin aufzeigt.

Wir haben über ihr ebenso vielfältiges wie couragiertes Wirken und ihre nimmermüde Hilfe für abtreibungs-geschädigte Frauen kürzlich berichtet: siehe HIER.

BILD: Der Priester betet am Sarg, der in der Sebastian-Kirche vor dem Altar aufgebahrt wurde.

Unter den Trauergästen befanden sich neben Angehörigen und Freunden auch viele Patienten und vor allem zahlreiche Repräsentanten aus der deutschen Lebensrechtsbewegung, darunter die Bundesgeschäftsführerin der CDL (Christdemokraten für das Leben), Odila Carbanje (siehe Foto).

Zugegen waren außerdem mehrere Aktive aus der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle), unsere Gast-Autorin Cordula Mohr (ALfA- und CDL-Vertreterin), Mitglieder der Aktion Leben und der Initiative EuroProLife; sodann Prof. Dr. Paul Cullen, Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ in Münster (dort gehörte die Verstorbene zum Vorstand) sowie Tirza Schmidt, evangelisch-freikirchliche Leiterin des Bochumer Frauenberatungshauses Villa vie.

Weitere Lebensrechtsgruppen aus weiter Ferne ehrten das Andenken der Verstorbenen mit großen Kränzen, so etwa die „Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind“.

Auch aus kirchlichen Gruppen wie dem Bernhard-Poether-Arbeitskreis kamen mehrere Vertreter, darunter Pfarrer Ewald Spieker und Monika Kaiser-Haas.

BILD: Gläubige auf dem Weg zur Beisetzung von Frau Pokropp-Hippen

Unter den Trauergästen befanden sich sodann Geistliche und Laien aus marianischen Gebetskreisen und Gruppen wie z. B. „Cenacolo“, aber auch auffallend viele Kirchgänger aus der altrituellen Aegidii-Gottesdienstgemeinschaft in Münster.

In seinem Requiem (Trauermesse) würdigte der Zelebrant Peter Meyer aus Lüdinghausen den  – wie er sagte – „mutigen Einsatz“ der Autorin und Vortragsreisenden für das Lebensrecht aller Menschen. Die Medizinerin, die am 26. März im Alter von 64 Jahren ihrem Krebsleiden erlag, war eine tiefgläubige Katholikin und überzeugte Marienverehrerin.

Zugleich wurde ihr Wirken für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder auch in bibeltreuen evangelikalen Kreisen wahrgenommen und gewürdigt.

Noch wenige Wochen vor ihrem Tod gab sie der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA ein Interview, in dem sie sich für die von Gesundheitsminister Spahn geplante Studie über psychische Abtreibungsfolgen aussprach, wie der Priester anmerkte.

Außerdem veröffentlichte IDEA einen positiven Nachruf auf die engagierte Publizistin: siehe HIER.

In seiner Predigt betonte der Pastor Meyer außerdem, daß Frau Dr. Pokropp-Hippen ihre Patienten nicht nur ärztlich behandelte, sondern sie bei Sorgen und Problemen auch mit in ihr Gebet nahm. Die unbeugsame „Kämpferin für das Leben“ sei zugleich eine einfühlsame Wegbegleiterin für viele Menschen gewesen.

BILD: Prof. Dr. med. Paul Cullen (Chef der „Ärzte für das Leben“) nimmt am Grab Abschied von Dr. med. Pokropp-Hippen

Der Geistliche sowie Angehörige der Verstorbenen trugen mehrfach wegweisende Gedanken, Traumbilder und Gedichte aus ihren Büchern vor.

Bei der nachfolgenden Beerdigung auf dem Amelsbürener Friedhof erwähnte der Priester das biblische Wort vom Weizenkorn, das sterben muß, damit es aufgehen und Frucht bringen kann.  So sei auch der Tod glaubensstarker Menschen das Tor zum Leben, der Beginn ihrer ewigen Freude in Gottes Herrlichkeit. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


ISRAEL ehrte in München drei Deutsche als „Gerechte unter den Völkern“

Am Dienstag sind in München im Rahmen einer Feierstunde posthum (nach dem Tod) drei „Gerechte unter den Völkern“ geehrt worden. 

Die Ausgezeichneten sind Alois und Maria Elsner sowie Kreszentia Hummel:

Alois und Maria Elsner hatten die meist jüdischen Insassen in nationalsozialistischen Arbeitslagern heimlich mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Kleidung versorgt.

Charlotte Knobloch wurde durch eine gläubige Katholikin gerettet

Die katholische Kreszentia Hummel hatte das jüdische Mädchen Charlotte Neuland  – später Knobloch  –  als ihre Tochter ausgegeben und ihr so das Leben gerettet.

Charlotte Knobloch, heute schon seit langen Jahren Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, begrüßte zunächst die Gäste.

BILD: Familienangehörige der Geeehrten – rechts der israelische Botschafter Issacharoff und Charlotte Knobloch (Foto: Julian Wagner) 

Weitere Grußworte sprachen der bayerische Innenminister Joachim Hermann, Botschafter Jeremy Issacharoff und Harry Habermann, Vorstandsmitglied des Freundeskreises von Yad Vashem in Deutschland.

Seit dem Gründungsjahr 1953 bewahrt Yad Vashem als lebendiges Denkmal des jüdischen Volkes für den Holocaust die Erinnerung an die Vergangenheit und vermittelt ihre Bedeutung an kommende Generationen.

Seit 54 Jahren ehrt Yad Vashem jene Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges Juden retteten, mit dem Ehrentitel „Gerechte/r unter den Völkern“. Dies ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nichtjuden vergibt.

Die „Gerechten unter den Völkern“ erhalten von Yad Vashem eine Ehrenurkunde und eine Medaille. Diese wurden von Botschafter Issacharoff an Mitglieder der Familien der Ausgezeichneten überreicht. Für Frau Hummel nahm deren Neffe Johann Graf die Auszeichnung entgegen. Für das Ehepaar Elsner war es deren Sohn Alois Elsner.

Die Rettungsgeschichten der Ausgezeichneten:

Alois und Maria Elsner:
Der Landsberger Alois Elsner wurde im Mai 1943 u. a. wegen „mangelnder Disziplin“ aus der NSDAP ausgeschlossen. Als Kaminkehrermeister war er auch zuständig für die Reinigung der Kamine in den Fabriken in den Kauferinger Arbeitslagern, die die Nazis ab 1944 als Nebenlager des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet hatten. So wurde er Zeuge der unmenschlichen Behandlung der meist jüdischen Gefangenen und begann mit Hilfe seiner Frau Maria, die Insassen heimlich mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Kleidung zu versorgen. Nach Kriegsende erhielt das Ehepaar Elsner zahlreiche Briefe, in denen sich ehemalige Zwangsarbeiter für die lebensrettende Hilfe bedankten.

Kreszentia Hummel:
Um seine Tochter vor der drohenden Deportation zu retten, suchte der jüdische Münchner Rechtsanwalt Siegfried Neuland im Jahr 1942 ein sicheres Versteck für sie auf dem Land. Ein ehemaliges Dienstmädchen der Familie, Kreszentia Hummel, willigte ein, die zehnjährige Charlotte Neuland (heute Knobloch) auf dem Bauernhof ihrer Familie in Franken aufzunehmen. Obwohl sie aus einer sehr gläubigen katholischen Familie stammte, gab sie das Mädchen als ihr eigenes uneheliches Kind aus. Kreszentia Hummel versorgte Charlotte Neuland bis zum Ende des Krieges und rettete so ihr Leben.

Charlotte Knobloch sagte in ihrem Grußwort über Kreszentia Hummel: „Ich weiß […], dass ihr diese Auszeichnung gar nicht recht wäre. Sie brauchte diese Auszeichnung nicht, aber unsere Welt braucht sie.“

Quelle: Botschaft des Staates Israel

 

 

 


Meine Erlebnisse in der Al-Aqsa-Moschee

Von Christel Koppehele

Die “christlichen” Bischöfe ersäufen sich selbst im Meer falscher Toleranz und grinsen dazu noch höflich. Als ich von der feigen Kreuzabnahme der beiden Bischöfe hörte, kam mir Folgendes wieder in Erinnerung, das ich einst bei einer Israel-Reise erlebte: koppehele
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Ich zahlte viele Shekel für den “Eintritt” in die Al Aqsa-Moschee, zog brav die Schuhe aus, bedeckte als Frau mein Haupt mit einem weißen Schal, wollte als Christin niemanden provozieren. Aber mein Kreuz an der Halskette hätte ich niemals abgenommen.
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Als ich so, den Erzengel Michael anrufend, betend an einer Säule stand, die Hände seitlich ausgebreitet, hat ein Waqf-Wächter “Verdacht geschöpft”.
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Dieser Bärtige mit weißem Turban kam auf mich zu und fragte irritiert: “You Muslim?”  –  Ich antwortete: “No, Christian”. Das erfüllte ihn mit Schrecken. Er wedelte zornig mit den Armen und rief mehrmals: “No Prayer! No Prayer!” (= Keine Gebete!) – Ich entschied mich gegen einen Eklat an “heiliger Stätte”, obwohl mir diese  Unverschämtheit weh tat,  für die ich auch noch bezahlt hatte. 
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Nachdenklich und traurig ging ich zum Ausgang, kritisch beobachtet von dem  bärtigen Wolf, pardon Waqf, denn Denken und Taktik von Muslimen ist eben anders als das der Kufr, der Ungläubigen. Wollen oder können das die Bischöfe nicht begreifen?
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Informationen über Taqiya und Terrorismus haben sie doch genug. Und sollten sie tatsächlich das “heilige Buch” der Muslime als gelernte Theologen nicht kennen? Oder relativieren sie es  “wissenschaftlich” genau so, wie sie es mit der Bibel tun?
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Lessing läßt grüßen: “Sucht immerdar nach der Wahrheit !”  –  Klingt überaus edel!  –  Nur darf keiner von sich behaupten, die Wahrheit gefunden zu haben. – Alles soll relativiert werden, selbst die Aussage Christi, der sagte: ”Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!”  –  Und weiter verdeutlicht ER: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand  kommt zum  Vater als durch mich !“
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Ein solch fundamentalistisch-gefährliches Wort darf auf christlichen Kongressen in London nicht mehr zitiert werden. Es könnte andere Religionen diskriminieren.
(Zitiert aus dem Buch “Countdown to Calamity – Or hope for the future? Current Events in the light of Biblical Prophecy”von Pastor Tony Pearce, New Wine Press)
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In der Bibel  führen in der Auflistung jener, die das Reich Gottes nicht sehen werden, interessanterweise die  F e i g l i n g e  an. Das hat mich immer nachdenklich gemacht, denn zunächst fragt man sich: Sind die Diebe, Räuber, Ehebrecher, Mörder nicht schlimmer als die “Feiglinge”, die sich klug, diplomatisch und sch…freundlich in der besten Gesellschaft bewegen  –  und heute ganz offen in einer angepaßten Kirche, Gott sei es geklagt!
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Unsere Autorin Christel Koppehele ist katholische Familienmutter und freie Schriftstellerin; sie lebt in Hamburg

Wir trauern um Anna Weiser aus Münster

Von Felizitas Küble

Am Freitag vergangener Woche verstarb meine jüngere Schwester Annemarie an schwerer Krankheit – siehe hier meinen Nachruf:  https://charismatismus.wordpress.com/2016/02/14/trauer-um-meine-schwester-annemarie-rip/Scannen0007 - Kopie

Nur drei Tage später, am Montagvormittag, erfuhr ich vom nächtlichen Tod meiner älteren Freundin Theresia Anna Weiser (siehe Foto) aus Münster, die ich seit ca 14 Jahren gut kenne.

Diese traurige Nachricht überraschte mich sehr, denn wenngleich Anna schwer gehbehindert war, kam sie mir ansonsten noch relativ gesund vor. Am Tag zuvor besuchte ich sie nach der hl. Messe in der St.-Ägidii-Kirche, wo die Liturgie im überlieferten Ritus gefeiert wird.

Auch Frau Weiser ging  –  solange es ihre Gesundheit erlaubte  –  stets in die „alte Messe“, die von verschiedenen Priestern zelebriert wird, meistens von Benediktinerpater Dr. Chrysostomus Ripplinger OSB. Der freundliche und fürsorgliche Geistliche (siehe 3. Foto) besuchte Anna regelmäßig und brachte ihr die hl. Kommunion.Digital Camera

Das 2. Foto zeigt Frau Weiser mit Pfarrer Dr. hc. Hans Stein und mir beim Besuch in der Reha-Klinik von Telgte vorigen Herbst.

Pfarrer Stein stammt aus Oberschlesien, Anna Weiser aus Rückers in Niederschlesien (Grafschaft Glatz), einem kleinen Städtchen nahe der böhmisch-tschechischen Grenze. Heute heißt es auf polnisch Szczytna. Pfarrer Stein kennt diesen Ort recht gut, weil er dort auf dem Weg nach Tschechien schon öfter durchgefahren ist.

Anna  –  geboren am 18.12.1931  – ist nach Kriegsende mit ihren Eltern und Geschwistern aus Schlesien geflohen und hat sich Ende der 40er Jahre im westfälischen Münster niedergelassen. Dort pflegte die ledig gebliebene Katholikin hingebungsvoll ihre Eltern, die sie sehr liebte. Wenn sie auf ihre Eltern, vor allem auf ihren geschätzten Vater, zu sprechen kam, kullerten oft vor lauter Rührung die Tränen herunter.

Als Anna Weiser noch gut auf den Beinen war, reiste sie lebenslustig in die weite Welt oder setzte sich mit ihrer Nichte Barbara auf den Rücken der Pferde zum gemeinsamen Ausritt.

Zudem ging sie gerne auf Pilgerfahrten, etwa ins nahegelegene Telgte, einem im Münsterland sehr bekannten Marienwallfahrtsort  – oder nach Wigratzbad im Allgäu, nach Lourdes usw.  014_11A

Eine besondere Verehrung hegte sie für Papst Benedikt, aber auch für Erzbischof Johannes Dyba, dessen Seligsprechung sie herbeisehnte. Über unseren Gedenkband für Erzbischof Dyba „Der Löwe von Fulda“ hat sie sich daher besonders gefreut. Bei meinem letzten Besuch lag dieses Buch auf ihrem Tisch.

Die Beisetzung von Frau Weiser erfolgt am kommenden Donnerstag (25.2.) um 11 Uhr auf dem Waldfriedhof Lauheide in der Nähe von Telgte, einem bekannten Wallfahrtsstädtchen im Münsterland. Pater Ripplinger (siehe letztes Foto) wird die Beerdigung im traditionellen Ritus vornehmen, auch Pfr. Stein wird dabei sein.

Wer kommen möchte, möge sich bitte bei mir melden (Tel. 0251-616768), damit wir Fahrgemeinschaften bilden können (der Friedhof ist ziemlich entlegen, nur selten fährt ein Bus)  – und auch, damit man dem Gasthaus in etwa die Personenzahl nennen kann, die sich nach der Beerdigung dort versammelt.

Das Requiem bzw. Seelenamt zelebriert Pater Dr. Chrysostomus Ripplinger am kommenden Freitag, den 26.2., um 18 Uhr in der St-Ägidii-Kirche in Münster im überlieferten Ritus.

Möge der Ewige unserer lieben Theresia Anna Weiser seine immerwährende Freude  und Anteil an seiner Herrlichkeit schenken!


Tiefe Trauer um CDL-Gründerin Johanna Gräfin von Westphalen

Pressemitteilung der CDL (Christdemokraten für das Leben):

In tiefer Trauer und großer Betroffenheit geben wir Nachricht vom Tod unserer Gründungs- und Ehrenvorsitzenden Johanna Gräfin von Westphalen, geb. Gräfin von Galen. Sie wurde am 24.9.1936 in Haus Assen/Lippborg geboren und verstarb unerwartet am 21.1.2016 in Garmisch.    portrait_westphalen-r

Wir trauern um eine außergewöhnliche und bewundernswürdige Persönlichkeit, die in Politik, Gesellschaft und Kirche über viele Jahrzehnte für das uneingeschränkte Recht auf Leben gekämpft hat. Mit ganzer Kraft, Mut und selbstloser Überzeugung setzte sich die Gräfin (siehe Foto) bis zuletzt an vorderster Stelle für das Lebensrecht Ungeborener und für ihren katholischen Glauben ein.
 
Ihr aufopferungsvolles Zeugnis für den Schutz jedes menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Lebensende hat uns und vielen Menschen in Deutschland stets Orientierung und Ermutigung gegeben. Sie ist damit zu einem großen, prägenden Vorbild geworden und zum Maßstab für unerschrockenes und nachhaltiges Eintreten für christliche Glaubensüberzeugungen.
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Die Gründung, der Aufbau und die Entwicklung der Christdemokraten für das Leben (CDL) wären ohne ihr kompetentes und einsatzfrohes Wirken nicht denkbar gewesen. Sie hat es entscheidend ermöglicht, daß die CDL eine strukturierte und handlungsfähige Organisation entwickeln konnte.
Johanna Gräfin von Westphalen wurde 1985 zur ersten Vorsitzenden der von ihr mitgegründeten CDL gewählt. 17 Jahre lang hat sie diese Verantwortung unermüdlich durch viele Kontroversen bis 2002 getragen und dabei, neben hohem Respekt und Anerkennung, auch viel Kritik, Unverständnis und vehemente Ablehnung in Politik, Kirche und Gesellschaft ertragen.
 
Großzügig bot die Familie von Westphalen der CDL-Geschäftsstelle für die Gründungsphase Unterstützung durch Bereitstellung der Büros in einem Vorgebäude des Schlosses Haus Laer an. Erst im April 2005, also nach 20 Jahren, befreite die CDL die Familie  von Westphalen von ihrer „vorübergehenden“ Aufbauhilfe und zog nach Münster/Nordwalde.
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Unser Geschäftsführer, die Praktikanten oder die zeitweiligen ehrenamtlichen Helfer bzw. Besucher der Geschäftsstelle wurden von der Gräfin stets herzlich aufgenommen und nicht selten auch beköstigt und beherbergt. Die offene, natürliche, warmherzige und zugleich humorvolle Art der CDL-Gründerin trug vielfach dazu bei, daß das Netzwerk der Beziehungen für den Lebensschutz immer weiter geknüpft werden konnte und stets auch öffentliche Wahrnehmung fand.
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Durch die Gründung von CDL-Landes-, Bezirks- und Kreisverbänden wuchs die Mitgliederzahl schnell an. In unzähligen Vorträgen, Presseartikeln und Gesprächen vor Ort oder mit hochrangigen Politikern und Kirchenvertretern prangerte Gräfin von Westphalen die Tötung ungeborener Kinder als gefährlichen Irrweg an.
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Sie bezeichnete die Abtreibung als schwere Verletzung der Menschenwürde und warnte schon vor Jahrzehnten vor den weitreichenden Folgen für Familie und Gesellschaft. Im Laufe der Jahre wuchs die Themenpalette der CDL enorm an, von der PID- bis hin zur Sterbehilfedebatte. Auch hier war sie stets von großer Konsequenz und Klarheit geprägt und trat gegen trügerische Kompromisse auf.
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Gräfin von Westphalen engagierte sich in der CDU und gehörte eine gewisse Zeit dem Landesvorstand von Nordrhein-Westfalen an. Lange Jahre war die Mutter von sechs Kindern zudem erste Vorsitzende im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Meschede.
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Trotz größter Schwierigkeiten mit der Bundesleitung des SkFs wurden unter ihrem Vorsitz  in der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle in Meschede keine Beratungsscheine ausgestellt. Um straffrei bis zum Ende der 12. Lebenswoche abtreiben zu können, muß eine Frau nur diesen Schein vorlegen. Die Gräfin wußte, daß sie diesen Schein nicht aushändigen lassen durfte, weil sich die jeweilige Beraterin andernfalls  an der Tötung des ungeborenen Kindes mitschuldig machen würde.  iStock_000014086034XSmall
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So ist es auch nicht verwunderlich, daß die CDL sich sehr intensiv an der damalige  Kontroverse um die Ausstellung des Beratungsscheins in katholischen Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen beteiligte und diesen Schein bis heute ablehnt.
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Gräfin von Westphalen gründete 1988 gemeinsam mit ihrem Sohn Friedrich Wilhelm die Stiftung „Ja zum Leben“, deren Vorsitz sie ebenfalls übernahm. Zahlreiche Projekte konnte die Stiftung und die CDL in der Folge durch Gräfin von Westphalen gemeinsam auf den Weg bringen, so beispielsweise die Aktion gegen Spätabtreibungen unter dem Motto “Tim lebt“.
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Über vier Jahrzehnte lang war Gräfin von Westphalen aktiv in Kirche und Politik, war Mitglied der Landesrundfunkkommission (LfR) NRW und engagierte sich u.a. bei der Katholischen Elternschaft Deutschlands, der KPE (Katholische Pfadfinderschaft Europas) und als Mitglied des Generalrates von „Kirche in Not“. Sie war Gründungsmitglied im Kuratorium des Forums Deutscher Katholiken und seit 2008 Schirmherrin des Kongresses Freude am Glauben.
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Im Jahr 2002 erhielt sie auf Anregung des damaligen Glaubenspräfekten Joseph Ratzinger eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes: das Großkreuz des Heiligen-Gregorius-Ordens. Auch die Bundesrepublik Deutschland erkannte ihre außerordentlichen Verdienste und verlieh der Gräfin das Bundesverdienstkreuz.
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Wir fühlen uns ihr in größter Dankbarkeit bleibend verbunden und werden ihren Einsatz für das uneingeschränkte Menschenrecht auf Leben und die Arbeit der Christdemokraten für das Leben ganz in ihrem Sinne fortführen.
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Im Namen des Bundesvorstandes der
Christdemokraten für das Leben (CDL)
Mechthild Löhr, Vorsitzende

 


Islamisches Blasphemieurteil: Todesstrafe gegen Asia Bibi wurde aufgehoben

Der Fall der pakistanische Christin Asia Bibi wird neu verhandelt, ihre Freilassung scheint möglich.  Der Fall der pakistanische Christin Asia Bibi wird neu verhandelt, ihre Freilassung scheint möglich. Foto: IGFM

Die in Pakistan zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi darf wieder hoffen. Das Oberste Gericht des Landes in Islamabad hat am 22. Juli die Todesstrafe gegen die 50-jährige Katholikin aufgehoben und eine Berufung gegen das Urteil zugelassen. Der Fall muss nun neu verhandelt werden.

„Schwester Asia wird zunächst in Haft bleiben müssen, aber ihre Freilassung ist nun eine reale Möglichkeit und nur eine Frage der Zeit“, zeigte sich der Vertreter der Britisch-Pakistanischen Christlichen Vereinigung (BPCA/Ilford bei London), Naveed Aziz, optimistisch.

Offensichtlich habe der internationale Druck auf Pakistan zu der Entscheidung geführt. Auch der BPCA-Vorsitzende Wilson Chowdry freute sich, „dass unsere Anstrengungen zum Erfolg geführt haben und unsere Schwester – obwohl immer noch eingesperrt – jetzt weiß, dass sie bald in Freiheit sein wird“.

Vorwurf: Beleidigung des Islams

Die Mutter von fünf Kindern war aufgrund des pakistanischen Blasphemiegesetzes zum Tode durch den Strang verurteilt worden, weil sie den Islam beleidigt haben soll.

Anlass für das Verfahren war eine vergleichsweise banale Begebenheit: Auf Anweisung eines Landbesitzers hatte die Tagelöhnerin Wasser für Feldarbeiterinnen geschöpft. Doch diese weigerten sich zu trinken, weil das Gefäß durch die Christin „unrein“ geworden sei. Sie beschuldigten Bibi, den Islam in den Dreck gezogen zu haben.

Hunderte Muslime überfielen ihr Haus und schlugen auf sie, ihren Mann und ihre Kinder ein, bis die Polizei einschritt. 2009 wurde sie festgenommen, ein Jahr später verhängte ein Gericht in Nankana (Provinz Punjab) die Todesstrafe. Das Urteil wurde im Oktober 2014 vom Berufungsgericht in Lahore bestätigt. Nach Ansicht von Menschenrechtsorganisationen ist der wahre Grund, dass sich Bibi weigert, dem christlichen Glauben abzuschwören.

Quelle: http://www.idea.de / Foto: IGFM


Wir trauern um Elisabeth Backhaus (Münster)

„In Christus liegen verborgen

alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kol 2,3)

Elisabeth Backhaus war eine engagierte Katholikin, die am 7. Februar 2015 im gesegneten Alter von 91 Jahren in Münster verstarb; sie ist eine Lebensrechtlerin der ersten Stunde. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Durch ihren Einsatz bei Infoständen und Kundgebungen sowie durch ihre fundierten Beiträge z.B. in der Zeitschrift „Theologisches“ war sie eine unbeirrbare „Stimme der Stummen“, eine kompetente Anwältin für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder. Ihr zeitgeistkritisches Eintreten gegen Abtreibung und Euthanasie orientierte sich an den Zehn Geboten und der Schöpfungsordnung Gottes.

Wir nehmen in tiefer Trauer Abschied von dieser glaubensstarken Christin, die uns durch ihre innere Festigkeit, stete Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit jahrzehntelang gestärkt und beeindruckt hat.

Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen. Auch wir bleiben der Verstorbenen in Dankbarkeit und durch Gebet verbunden: R.I.P.

Felizitas Küble (Christoferuswerk), Ludger Altenhövel (Aktion Leben), Odila Carbanje (CDL), Inge Thürkauf und Rudolf Willeke

Ein Nachruf unseres Christoferuswerks, 48007 Münster, Postfach 1963, Tel. 0251-615151