Kath. Frauenbewegung für weltweites Verbot geschäftlicher Leihmutterschaft

Eine globale Perspektive auf das Thema  „Leihmutterschaft“ und internationale Solidarität im Kampf gegen die expandierenden Geschäfte damit  fordert die Katholische Frauenbewegung Österreichs anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März: UNO

„Als älteste entwicklungspolitische Frauenorganisation Österreichs haben wir unseren Blick auf Partnerinnenorganisationen etwa in Indien gerichtet, von wo uns alarmierende Nachrichten über die Ausbreitung kommerzieller Leihmutterschaft erreichen, aber auch Informationen über den wachsenden Widerstand dagegen“, erklärt die Vorsitzende Veronika Pernsteiner.

Die Kath. Frauenbewegung ruft daher dazu auf, weltweit Bemühungen auf allen entscheidenden Ebenen zu bündeln, um ein globales Verbot der kommerziellen Leihmutterschaft zu erwirken: shutterstock_114300748-140x94

„Wie insbesondere die Situation in Indien zeigt, verstößt geschäftsmäßig betriebene Leihmutterschaft nicht nur gegen die Kinderrechtskonvention, sondern vor allem gegen die Menschenwürde von Frauen: Frauen werden Opfer ökonomischer Vorgänge, die in erster Linie der Medizinindustrie Gewinne bescheren und sich dabei das Gefälle zwischen Armen und Reichen dieser Welt zunutze machen.“

In mehr als 3000 Kliniken werden derzeit von indischen Frauen Kinder vornehmlich ausländischer Paare ausgetragen, der jährliche Umsatz dieser Kliniken liegt nach Schätzung der indischen Nichtregierungsorganisation CSR (Center for Social Research) bei insgesamt knapp zwei Milliarden Euro. Die Leihmutter erhält zwischen 10 und 30 Prozent der Summe, die ein Paar für ein Kind bezahlt  – in Indien sind das zwischen 5.000 und 10.000 Dollar -, sofern es keine Komplikationen gibt und ein gesundes Kind geboren wird.

Quelle und Fortsetzung der Pressemitteilung hier: http://www.kfb.at/kfb/de/presse/aussendungen/2016/article/1826.html