USA: Demokratenpartei auf linkem Kurs

Bischöfe bezeichnen Bidens Verhalten als „öffentliches Ärgernis“

Die US-Demokraten sind seit Jahrzenten linksliberal ausgerichtet, doch in den letzten Jahren hat sich dieser Kurs weiter radikalisiert, was nicht zuletzt mit dem Einfluß von Ex-Präsident Obama und den Clintons zusammenhängt.

Zudem reckt der ultralinke Flügel der Partei seinen Hals immer stärker nach oben und will die angesagten Themen bestimmen. Dazu gehören Politiker/innen wie Alexandria Ocasio Cortez, Elizabeth Warren, Jon Osoff und Raphael Warnock.

Durch die Nominierung von Kamala Harris, einer abtreibungsbewegten Radikal-Feministin, zur potentiellen Vizepräsidentin der USA hat sich Joe Biden dem Druck von links weiter unterworfen. Er verhätschelt zugleich die Abtreibungsindustrie mit „Planned Parenthood“ an der Spitze, die er u.a. mit seinem geplanten Corona-Entschädigungsgesetz (Stimuluspaket) massiv zu unterstützen gedenkt.

Wie die amerik. Nachrichtenseite „Lifesitenews“ aktuell berichtet, haben mehrere katholische Oberhirten öffentlich erklärt, dem katholisch getauften Biden den Empfang der heiligen Kommunion zu verweigern, weil er für die völlige Freigabe der vorgeburtlichen Kindstötung eintritt und ankündigte, diese Politik auch zukünftig zu verfolgen.

Zu seinen Kritikern gehört neben dem em. Erzbischof von Philadelphia, Charles Chaput, auch Samuel Aquila, Erzbischof von Denver. Die Bischöfe werfen Biden vor, zur „Verwirrung“ der Gläubigen beizutragen und der katholischen Lehre „diametral“ zu widersprechen, weshalb sein Verhalten ein „öffentliches Ärgernis“ sei.

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US-Bischöfe beklagen Bidens Plädoyer für totale Abtreibungsfreiheit

Der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof José Gomez, hat Joe Biden wegen dessen Haltung zum Lebensschutz kritisiert. Das berichtet die katholische „Tagespost“.

Da der Katholik Biden ein „Recht auf Abtreibung“ unterstütze, würde eine „schwierige und komplexe“ Situation entstehen, zitiert das Blatt den Erzbischof von Los Angeles.

Wenn Politiker, die sich zum katholischen Glauben bekennen, für Abtreibungen einträten, ziehe dies mehrere Probleme nach sich, erklärte Gomez im Verlauf der Herbstvollversammlung der US-amerikanischen Bischöfe. Eines davon sei, „dass unter den Gläubigen Verwirrung darüber entsteht, was die Kirche eigentlich lehre“.

Wie die Zeitung weiter schreibt, habe der Vorsitzende der US-Bischöfe zudem eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die die Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche in den USA und Biden steuern soll. Den Vorsitz soll der Erzbischof von Detroit, Allen Vigneron, übernehmen.

Quelle: ALFA-Newsletter


Linke „taz“ berichtet über Missbrauchsopfer im Sport: 200.000 Betroffene sind bekannt

Inzwischen ist erwiesen, daß es in Fußballvereinen, Sportverbänden etc. zu 200.000 Missbrauchsvorfällen gekommen ist – Dunkelziffer nicht miteinbezogen.

Während das Thema in den Mainstream-Medien kaum der Rede wert ist, geschweige zu jahrelangen Debatten führt (wie im Fall der katholischen Kirche), hat sich die Tageszeitung „taz“ aus Berlin das Thema am 16.10.2020 immerhin genauer vorgeknöpft.

Am heutigen 22. Oktober erschien in dieser linksalternativen Zeitung folgende bemerkenswerte Leserzuschrift von Ernst Göbel als „Brief des Tages“ :

Im Sport ist die Hölle los

Die taz ist das erste der mir zugänglichen Medien, das die Missbräuche im Sport einer Würdigung wert findet. Als die Deutsche Bischofskonferenz sich mit dem Missbrauch in der Katholischen Kirche beschäftigte, waren die Medien voll davon. Zerknirschte Bischöfe stellten sich bohrenden Fragen, die Schicksale von Opfern wurden in „Dokumentationen” breit dargestellt, Forderungen nach finanzieller Entschädigung erhoben. Soweit, so richtig.

Am 13. Oktober stellten die „Unabhängige Kommission“ und die Universität Ulm die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Missbrauch im Sport vor. Das ZDF berichtete darüber nur am Rande. Man sprach von hoher Dunkelziffer und 200.000 bekannten Fällen.

Der Vertreter der Uni Ulm zeigte sich nicht überrascht, dass diese Zahlen die von den Kirchen zu verantwortenden mehrfach übersteigen. Eine junge Judoka schilderte in wenigen Sätzen, was ihr angetan wurde. Schnell weiter zur nächsten Meldung!
Sind wir bereit, dem Sport alles zu verzeihen, Hauptsache, die grölenden Fans dürfen in den Stadien toben, und die „Spitzensportler“ bringen Medaillen nach Hause?

Ernst A. Göbel, Idar-Oberstein


Dreifache jüdische Jenseitsvorstellung: Himmel, Hölle und ein Zwischenreich

Von Felizitas Küble

In mancher Hinsicht stehen religiöse Juden dem katholischen Glauben näher als der Protestantismus. Dies gilt z.B. für die im Judentum hochgehaltene „Heiligkeit“ der Ehe (die der katholischen Lehre vom „Sakrament“ der Ehe ähnelt) oder etwa in puncto Bedeutung der „guten Werke“.

Diese Geistesverwandtschaft läßt sich aber auch bei den „Letzten Dingen“ feststellen, also den Vorstellungen von der Ewigkeit.

Während das evangelische Christentum – zumindest auf amtlicher Ebene bzw. doktrinärer Basis  – kein Gebet für die Verstorbenen kennt (denn aus protestantischer Sicht gibt es nur Himmel oder Hölle, so daß sich jedwede Fürbitte erübrigt), betet die katholische, orthodoxe und altorientalische Christenheit seit jeher und bis heute für ihre Toten – und zwar nicht nur in der persönlichen Frömmigkeit, sondern auch in der liturgisch-gottesdienstlichen Praxis.

Am deutlichsten ausgeprägt ist hierbei die katholische Begründung:

Es gibt neben Himmel und Hölle auch ein Fegefeuer (allerdings nur bis zum Jüngsten Gericht), in das die Seelen jener Gerechten gelangen, die zu gut für die Hölle und zu schlecht für den Himmel sind, also beispielsweise Gläubige, die es hinsichtlich guter Werke an Eifer fehlen ließen bzw. deren Lebenswandel zu mittelmäßig für den Himmel war, ohne sich jedoch im „Stand der Todsünde“ zu befinden.

Es kommt hierbei auf den Grundgedanken an, nicht auf den Ausdruck „Fegefeuer“, der ohnehin nicht kirchlich-offiziell ist (dieser lautet nämlich Purgatorium = Reinigung, Läuterung).

Auch Juden beten für ihre Verstorbenen, teils durch das Kaddisch-Totengebet, teils durch weitere liturgische oder persönliche Fürbitten, vor allem für die eigenen Eltern, was geradezu als moralische Pflicht angesehen wird.

Das Gebet für die Gläubigen, die uns „vorausgegangen“ sind, wird im 2. Buch der Makkabäer ausdrücklich gutgeheißen: „Es ist ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten, damit sie von den Makeln ihrer Schuld befreit werden“ (2 Makk 12,46).

Dies ist eine jener Bibelstellen, auf welche sich die katholische Kirche hinsichtlich ihrer Fegfeuer-Lehre beruft.

Das Judentum hat sich in der frührabbinischen Zeit (1. und 2. Jahrh. n. Chr.), in welcher auch der Talmud entstand, verstärkt mit der eigenen Jenseitslehre beschäftigt.

Hierüber berichtet der französische Historiker Jaques Le Goff in seinem systematischen Werk „Die Geburt des Fegfeuers“ ab S. 56 ff.

Der Autor schreibt sogar, daß das entsprechende Denken in der jüdischen Gelehrtenschulen für die weitere Entwicklung der katholischen Fegfeuer-Idee „entscheidend“ war.

Dabei zeichnen sich zwei Vorstellungswelten ab, die aber so oder so von einem „Zwischenreich“ ausgehen:

A. Die erste Version unterscheidet zwischen Himmel (Paradies, jenseitiger „Garten Eden“), Hölle („Gehenna“ genannt) und einem allgemeinen Totenreich (Scheol).

Professor Le Goff bezeichnet dieses Totenreich als „intermediären Ort“, somit als Zwischenreich. Die Hölle lag nach dieser jüdischer Vorstellung noch unter diesem tristen und öden Scheol.

B. Ab der Mitte des 1. Jahrh. n. Chr. kristallisiert sich bei führenden Rabbinern eine Idee heraus, die der katholischen Lehre vom Purgatorium (Läuterungszustand, Reinigungsort) recht nahe kommt: „Die Schule von Sammajs sagt: Drei Klassen gibt es am Gerichtstage: eine der völlig Frommen, eine der völlig Gottlosen und eine der Mittelmäßigen.“

Diese Mittelmäßigen kommen für 12 Monate in eine Art Vorhölle oder „Hölle Light“, aus der sie durch Gottes Gnade befreit werden.

Auch der bekannte Rabbi Akiba (einer der großen Mischna-Gelehrten) vertrat diese Ansicht.

Der Verfasser schreibt als Resultat seiner mentalitätsgeschichtlichen Untersuchungen des antiken Judentums:

„Es gibt also eine mittlere Kategorie, die Kategorie jener, die weder nur gut noch nur schlecht sind, und daher nach dem Tode eine zeitlich begrenzte Strafe abbüßen und anschließend in den Garten Eden kommen“.

Der Garten Eden wurde von den Israeliten auch als Paradies, Himmel, als „ewiger Lohn“ oder „Abrahams Schoß“ bezeichnet.

WEITERE theologische Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und kath. Kirche: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/19/die-besondere-nahe-zwischen-dem-judentum-und-der-katholischen-kirche/

 


INSA-Umfrage: Mehrheit beklagt innere Zerstrittenheit der katholischen Kirche

Jeder zweite Deutsche (52 Prozent) ist der Meinung, dass die katholische Kirche in Deutschland intern zu zerstritten wirkt, als dass sie Halt und Orientierung geben könnte. Nur 13 Prozent teilen diese Ansicht nicht; 22 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen. 

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Erfurter INSA-Meinungsforschungsinstituts, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.

Von den katholischen Befragten sehen 50 Prozent die Kirche als intern zu zerstritten an. 24 Prozent teilen diese Einschätzung nicht. 59 Prozent der Protestanten stimmen zu, dass die katholische Kirche für sie zu zerstritten wirkt, als dass sie Halt und Orientierung bieten könnte. Zwölf Prozent sind gegenteiliger Ansicht.

Unter Freikirchlern sehen 51 Prozent die katholische Kirche in Deutschland als intern zu zerstritten an. Auch 55 Prozent der Konfessionslosen stimmen zu – nur sechs Prozent dieser Gruppe teilen diese Einschätzung nicht.

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Die katholische Kirche in Deutschland wirkt auf mich intern zu zerstritten, als dass sie mir Halt und Orientierung geben könnte.“

Internetpräsenz: www.die-tagespost.de


Vergewaltigte Frauen in Nigeria klagen an!

„Die zunehmenden Vergewaltigungsverbrechen sind erschreckend, sie sind ebenso abstoßend wie verwerflich“, erklärte der katholische Erzbischof Ayau Kaigama von Abuja am 21. Juni. 

„Vergewaltigung fügt den Opfern ein unbeschreibliches psychologisches Trauma zu; sie ist nicht nur eine schwere Sünde, sondern auch eine äußerst barbarische und kriminelle Untat. Wir hoffen, dass die Täter streng bestraft und letztendlich von dem bösen Geist befreit werden, der sie dazu bringt, solch schreckliche Sexualverbrechen zu begehen“, fügte er hinzu.

Der Anstieg der Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen im islamisch regierten Nigeria hat in einigen Regionen des Landes zu Protesten geführt. Unter dem Hashtag #WeAreTired werden in den sozialen Medien dringende gesetzliche Maßnahmen und Gerechtigkeit für die Opfer gefordert.

Zwischen dem 28. Mai und dem 1. Juni wurden zwei College-Studentinnen, Uwaila Vera Omozuwa (22) und Barakat Bello (18), bei sexuellen Übergriffen vergewaltigt und ermordet. 
„Die Vergewaltigung und der Tod dieser Mädchen sind keine zufälligen Ereignisse, sondern der Höhepunkt verwerflicher Praktiken“, so die Bewegung „Women against Rape“ in einer dem nigerianischen Parlament vorgelegten Petition.

Viel Kritik wird auch am Justizsystem geübt, das Männer, denen Vergewaltigung vorgeworfen wird, selten verurteilt und stattdessen Anschuldigungen gegen die Opfer erhebt.

In Nigeria ist es deshalb üblich, dass Vergewaltigungen erst gar nicht angezeigt werden. Einige Opfer und ihre Familien befürchten Stigmatisierung, Erpressung durch die Polizei und sie haben kein Vertrauen in das Gerichtsverfahren.

Im Vorjahr erklärten Frauen im Bundeshauptstadt Abuja, die während eines Polizeieinsatzes festgenommen wurden, sie seien von den Beamten vergewaltigt worden.

Die Daten zur Anzahl der gemeldeten Fälle sind sehr begrenzt. Doch eine 2014 durchgeführte landesweite Umfrage zur Gewalt gegen Kinder in Nigeria ergab, dass jede vierte Frau im Kindesalter sexuelle Gewalt erlebte, wobei etwa 70% wiederholt vergewaltigt worden waren. Nur 5% baten um Hilfe und nur 3,5% bekamen Hilfe.

Quelle: Fidesdienst


Heute „Tag des Zorns“: Gedenken an den Völkermord der Roten Khmer in Kambodscha

Zwei Millionen Opfer durch die kommunistische Diktatur

In einer Stellungnahme von Bischof Olivier Schmitthaeusler, Apostolischer Vikar von Phnom Penh, zum heutigen Tag des Gedenkens an den kommunistischen Völkermord in Kambodscha heißt es: „Wir erinnern uns heute an die Opfer, die während des Völkermords der Roten Khmer gestorben sind. Wir gedenken dabei auch an unserer Märtyrer.“

Die Kambodschaner nennen ihn auch den „Tag des Zorns“-  und an verschiedenen Orten stellen schwarz gekleidete Studenten die in den berühmten KZsbegangenen Hinrichtungen nach.

Die katholische Kirche begeht den Gedenktag als „Tag der Erinnerung, der Märtyrer und der Versöhnung“ und will damit verhindern, dass Zorn und Rache in den Vordergrund gestellt werden.

Der Bischof betont in seiner Botschaft:
„In diesem Jahr feiern wir den 45. Jahrestag der Weihe des ersten kambodschanischen Bischofs, Joseph Chhmar Salas, der am 14. April 1975 von Bischof Yves Ramousse heimlich geweiht wurde, während die Kirche “Notre Dame” in Phnom Penh wurde bombardiert wurde.

Am 17. April 1975 drangen die Roten Khmer in Phnom Penh ein und die gesamte Bevölkerung floh oder wurde evakuiert. Bischof Chhmar Salas wurde in den Nordosten des Landes nach Tangkauk deportiert, wo er 1977 starb.

Er ist der erste auf unsere Liste von 14 Märtyrern, deren Seligsprechungsverfahren am 15. Mai 2015 auf den Weg gebracht wurde“.

Der Apostolische Vikar fügt hinzu:
„In diesem Jahr feiern wir auch den dreißigsten Jahrestag der Auferstehung der Kirche in Kambodscha: Es war der 14. April 1990, als Erzbischof Emile Destombes in einem Kino in Phnom Penh zum ersten Mal wieder Ostern feierte und das hatte großen symbolischen Wert: In der Finsternis der dunklen Jahre des Regimes war das Licht des Glaubens nicht erloschen und die Flamme der Osterkerze erwärmte und erleuchtete diesen dunklen Raum“.

Bischof Schmitthaeusler fährt fort:
“Wir möchten uns an die letzten Worte von Bischof Salas an Mons. Ramousse erinnern, die er 17. April 1975 sprach, bevor er zu den staubigen Straßen Kambodschas aufbrach: “Erzählt der Welt von uns“.

Mit diesem Geist halten wir auch die Erinnerung an unsere Märtyrer am Leben und leben in Kambodscha heute das Evangelium von Frieden und Versöhnung“.

Während der Herrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 wurden etwa zwei Millionen Kambodschaner hingerichtet oder staben an Hunger oder Krankheiten.

Nach Angaben des kambodschanischen Dokumentationszentrums gab es im ganzen Land verstreut zahlreiche Vernichtungslager mit über 20.000 Massengräbern und über 1,38 Millionen Leichen.

Das größte Vernichtungslager war Choeung Ek, das sich am Stadtrand von Phnom Penh befand und heute als Gedenkstätte für alle Verstorbenen dient und die Nachwelt an dieses immense Leid erinnern soll.

Quelle: Fidesdienst


SELK: Wann dürfen endlich wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden?

Stellungnahme der theologisch konservativen SELK:

Mit einem dritten gesamtkirchlichen Schreiben hat sich die mit der Entwicklung der Coronavirus-Krise befasste Arbeitsgruppe der Kirchenleitung und des Kollegiums der Superintendenten der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) an die Geistlichen, die Gemeindeglieder und Gäste der SELK gewandt.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe, Kirchenrat Erik Braunreuther, Propst Burkhard Kurz und Kirchenrat Wonneberg unter Federführung des leitenden SELK-Geistlichen, Bischof Hans-Jörg Voigt, gehen in ihrem Brief auf Belastungen und Spannungen in der Beurteilung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ein. Die Arbeitsgruppe beobachte solche Spannungen an einigen Stellen auch in der SELK.

Als biblisches Leitwort wählten die Verfasser ein Psalmwort der Hanna, einer Frau aus der biblischen Geschichte des Alten Testaments: „Mein Herz ist fröhlich im HERRN  und ER erhöht den Armen aus der Asche“ (1 Sam 2,1 und 8).

In Hannas Freude über die Geburt ihres so lang ersehnten Kindes komme auch österliche Freude zum Ausdruck. Zugleich blieben auch Erinnerungen an die „Asche“ vergangener Tage. Asche sei verbranntes Leben und damit das Gegenteil von Leben.

Der Wechsel von Gefühlen und die darin zum Ausdruck kommende Spannung beschreibe auch die derzeitige Lage in der Kirche. Auf der einen Seite stehe die österliche Freude über die Auferstehung Jesu Christi, auf der anderen Seite lägen bei vielen Menschen die Nerven blank.

Die Verfasser gehen auf die Frage ein, wann in Deutschland wieder Gottesdienste gefeiert werden dürften. Man beobachte, dass die Ungeduld in den Kirchen und Gemeinden zunehme. Vorwürfe würden laut, Bischöfe und Kirchenleitungen hätten sich nicht laut genug gegen das gottesdienstliche Versammlungsverbot gewandt.

Das Schreiben versucht, die entstandene Lage grundsätzlich darzustellen. Am 10. April habe das Bundesverfassungsgericht in großer Klarheit den verfassungsrechtlichen Konflikt beschrieben, auch wenn es zunächst noch das gottesdienstliche Versammlungsverbot im Falle des zugrundeliegenden Antrags bestätigt habe.

Die Verfassungsrichter stellten klar, dass „die gemeinsame Feier der Eucharistie nach katholischer Überzeugung ein zentraler Bestandteil des Glaubens ist, deren Fehlen nicht durch alternative Formen der Glaubensbetätigung wie die Übertragung von Gottesdiensten im Internet oder das individuelle Gebet kompensiert werden kann. Daher bedeutet das Verbot dieser Feier einen überaus schwerwiegenden Eingriff in das Recht auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit nach Art. 4 Abs. 1 und 2 Grundgesetz“, wie es in der Urteilsbegründung heißt.

Was darin für die römisch-katholische Kirche gesagt sei, gelte in gleicher Weise für die lutherische Kirche.

Dem stellte das Verfassungsgericht das „Grundrecht auf Leben beziehungsweise körperliche Unversehrtheit“ gegenüber, gegenüber dem „das grundrechtlich geschützte Recht auf die gemeinsame Feier von Gottesdiensten derzeit zurücktreten“ müsse. Eine solche Einschränkung müsse jedoch eindeutig befristet sein.

Zwei hohe Werte stünden einander gegenüber: das Grundrecht der Religionsfreiheit und damit das Recht und die Freiheit, Gottesdienste zu feiern, und das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Was das Verfassungsgericht tue, sei eine klassische Güterabwägung. Eine Güterabwägung vorzunehmen, bedeute immer, dass es kein eindeutiges „Richtig“ oder „Falsch“ gebe.

Aus Sicht der Kirchen sei zu fragen, wieso viele Geschäfte nun öffnen, aber Gottesdienste noch nicht stattfinden dürften.

Ein Problem sei zum Beispiel im gottesdienstlichen Gesang zu sehen. Beim Singen steige die Ansteckungsgefahr erheblich.

Das Rundschreiben geht dann auf die Gespräche ein, die am 17. April in Berlin zwischen Vertretern des Bundesinnenministeriums und der Kirchen und Religionsgemeinschaften über die Lockerung der Regelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise stattfanden. Im Ergebnis dieser Gespräche würden die Kirchen nun konkrete Vorschläge zu Gottesdienstkonzepten mit Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen unterbreiten.

Ziel sei es, Gottesdienste unter diesen Bedingungen möglichst bald nach dem 30. April (Beratungstermin des Bundes-Kabinetts) wieder zuzulassen.

Die mit den aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Krise befasste SELK-Arbeitsgruppe habe deshalb bereits begonnen, solche Regelungen für die Wiederaufnahme von Gottesdiensten im Bereich der SELK zu erarbeiten. Für Anregungen hierzu sei sie dankbar.

Zudem empfinde man große Dankbarkeit für den wachsenden Zusammenhalt in der Krise. Kirchliche Themen bekämen in der Krise eine größere Aufmerksamkeit und die Gesprächsbereitschaft der Menschen im Land nehme zu.

Das Schreiben findet sich online unter: www.selk.de/download/Coronavirus-Krise_Brief-18-04-2020.pdf


Vom Islam zum Christentum: Wie die Publizistin Laila Mirzo katholisch wurde

Von Felizitas Küble

Die konservative Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT veröffentlichte am Ostermontag online einen Bericht von der aus Syrien stammenden Schriftstellerin Laila Mirzo über ihren Weg vom Islam zum christlichen Glauben: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/gott-und-ich/

Wir haben im CHRISTLICHEN FORUM in den letzten Jahren bereits mehrere Beiträge über Frau Mirzo publiziert: https://charismatismus.wordpress.com/?s=laila+mirzo

Unter dem Titel „Gott und ich“ schildert sie jetzt in der JUNGEN FREIHEIT, wie sie  – in Damaskus aufgewachsen – die islamische Gemeinschaft erlebte.

Ihr Vater war kein gläubiger Muslim, sondern Agnostiker, ihre Mutter eine „eingeheiratete“ Katholikin, aber wenig religiös, wobei sie nostalgisch noch einige christliche Bräuche pflegte. In ihrer Umgebung galt die Mutter als „verdächtig“; sie wurde nicht selten als „Jüdin“ angesehen, was dort kein Kompliment war.

Mirzos Weg zum Christentum führte weniger über die Mutter, enstand auch nicht durch ein plötzliches Bekehrungserlebnis, sondern vollzog sich schrittweise durch ihre Einsichten und Erfahrungen.

Dem Islam stand sie schon länger kritisch gegenüber – wie auch ihr früheres Buch aufzeigt, das den Titel trägt: „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim“. Damit will sie verdeutlichen, daß ein westlich geprägter, sozusagen aus islamischer Sicht „schlechter“ Muslim ein wirklich guter, ein integriertrer Bürger werden kann. Der Untertitel des Buches lautet: „Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur.“

Sie schreibt nun in ihrem Bekehrungsbericht: „Das Weizenfeld meines Glaubens wurde mehre Male gepflügt, bevor die Saat aufgegangen ist und die Halme nun Ähren tragen.“

Wichtig wurde ihr dabei der gute Kontakt zu einem katholischen Priester, dessen Pfarrsekretärin sie wurde  – und die Betonung der Nächstenliebe in der christlichen Botschaft.

Mit elf Jahren war sie mit ihrer Mutter nach Deutschland gezogen, wobei durch ihre Großmutter zeitweise eine gewisse Nähe zum katholischen Glauben vermittelt wurde, die aber wegen persönlicher Tragödien (z.B. den Tod ihres ersten Sohnes bald nach der Geburt) wiederum erschüttert wurde.  Erst später fand sie allmählich zu Gott zurück und ließ sich katholisch taufen.

Abschließend schreibt die Konvertitin:

„Ich habe gelernt, daß alles im Leben einen Sinn hat. Auch wenn ich etwas nicht verstehe oder sogar als ungerecht empfinde, hat es mich doch weitergetragen und ich war danach Gott näher als vorher. Aus jeder Niederlage erwuchs eine neue, oftmals eine bessere Gelegenheit, ergab sich ein neuer Weg. Ende und Neubeginn, Tod und Leben, nichts symbolisiert diesen Kreislauf besser als das Osterfest: Die Auferstehung nach dem Tod.“


Umfrage zu Corona: Fast jeder Fünfte hofft auf mehr Orientierung von den Kirchen

18 Prozent der Deutschen erhoffen sich angesichts der derzeitigen Coronavirus-Pandemie mehr geistliche Orientierung von den Kirchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.

Demnach gab eine Mehrheit von 56 Prozent der Befragten an, sich nicht mehr geistliche Orientierung zu erhoffen.
 
Im Westen Deutschlands erhoffen sich deutlich mehr Menschen (20 Prozent der Befragten), die Kirchen mögen geistliche Orientierung bieten, als dies im Osten der Fall ist (12 Prozent).

Sowohl bei katholischen wie auch bei protestantischen Befragten lag der Wert derjenigen, die auf die Kirchen bauen, mit jeweils 26 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt. Konfessionslose Befragte erhoffen sich von den Kirchen aktuell nur zu sieben Prozent geistliche Orientierung, 69 Prozent tun dies nicht.

Je stärker das politische Interesse, desto größer ist der Anteil derjenigen, die sich mehr geistliche Orientierung von den Kirchen erhoffen. In der Gruppe der „sehr stark“ politisch Interessierten gaben dies knapp 29 Prozent an. Im Vergleich dazu lag dieser Wert bei den „überhaupt nicht“ politisch Interessierten nur bei gut 9 Prozent.

Über „Die Tagespost“: Als einzige überregionale und unabhängige Wochenzeitung im deutschen Sprachraum ist „Die Tagespost“ allein der Lehre der katholischen Kirche und ihren Lesern verpflichtet . „Die Tagespost ist unverzichtbar. Es ist gut, dass es sie gibt“, sagt ihr prominentester Leser, der emeritierte Papst Benedikt XVI.  Weitere Infos: www.die-tagespost.de.