Papst: „Christus war kein Philantroph“

Die 38. Katechese vom heutigen Mittwoch bei der Generalaudienz von Papst Franziskus stand unter dem Motto „Das hohepriesterliche Gebet.“ – Dabei käme dem Paschamysterium eine besondere Bedeutung zu, erklärte der Papst: Das Ereignis von Jesu Tod und Auferstehung werfe nämlich auch Licht auf sein ganzes Leben.

„Jesus war kein Philanthrop, der sich des menschlichen Leids, der Krankheiten der Menschen angenommen hat: Er war und ist viel mehr,“ so Franziskus weiter.

„In ihm gibt es Rettung, und zwar keine momentane Rettung – eine, die mich vor einer Krankheit oder einem Moment der Entmutigung rettet –, sondern die vollkommene, messianische Rettung: jene Rettung, die Hoffnung schenkt auf den endgültigen Sieg des Lebens über den Tod.“

Am Kreuz trete der HERR beim Vater als wahrer Fürsprecher für alle ein, betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche:

„Jesus betet auch am Kreuz, eingehüllt in die Stille Gottes. Und doch kommt das Wort ,Vater` noch einmal auf seine Lippen. Es ist das kühnste Gebet, denn am Kreuz ist Jesus der wahre Fürsprecher: Er betet für andere, für alle, sogar für seine Peiniger: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2021-06/papst-franziskus-generalaudienz-katechese-gebet-jesus.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Jutta: Warum ich zur Kirche zurückkehre

Wie das PRO-Medienmagazin berichtet, hat die evangelische Bischöfin für Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, folgendes erklärt:

„Die Kirchenlehre ist nicht gesetzt, sondern entwickelt sich immer neu, das Evangelium ereignet sich im Dialog – so zumindest die Theorie. In der Praxis brauchen Sie dafür viel Kondition.

Eben diesen Standpunkt verstehe ich nicht und genau deshalb kehre ich zum katholischen Glauben zurück, in den ich auch hineingeboren wurde und dem ich über 35 Jahre lang den Rücken gekehrt hatte – und zwischendurch evangelisch und evangelikal war.

Am KKK – dem Katechismus der Katholischen Kirche – und an vielem anderen kann man sich „abarbeiten“ und das ist gut so. Ich habe selten etwas so Fundiertes – und ich habe viel gelesen, natürlich nicht als Theologin – und Klares, eindeutig Ausformuliertes und Tröstliches gelesen wie in diesem KKK.

Ich habe dort nichts gefunden, was mir nahelegen würde, mein Heil etwa woanders als bei Jesus Christus zu suchen – oder das aussagen würde, dass ER gar eine Miterlöserin hätte oder dass die menschlichen „Werke“ überdimensional zählen sollten.

Ich habe vielmehr in der katholischen Literatur gelernt, dass man Maria, die Gottesmutter, nicht anbeten darf, aber dafür freiwillig verehren kann.

Ich lese gerade ein Buch über Joseph, den Nährvater Jesu – und bin so bewegt und habe mir vorher niemals die Hl . Familie wirklich im Geiste genau angeschaut – und Joseph, genau wie Lazarus, bei dessen Tod Jesus weinte, spricht kein Wort. Aber der Allmächtige hat ihn erwählt als den gesetzlichen Vater seines Sohnes.

Ich möchte nicht immer neu verhandeln müssen, was das Evangelium bedeutet. Ich möchte nicht basisdemokratisch glauben. Die Basisdemokratie funktioniert noch nicht einmal in der Politik, dazu ist der Lobbyismus zu stark.

Mein Evangelium steht in der Bibel, ich entdecke auch die katholische Übersetzung, die ebenfalls bewegend und sehr verständlich ausgedrückt ist.

Und nein – ich bin nicht für Frauen im Bischofsamt. Es geht auch nicht darum, wer was besser leisten könnte. Der Allmächtige will es nicht und Gehorsam bringt Segen.

Frauen sind so wichtig und unendlich wertvoll, auch und vor allem, wenn sie nicht meinen, sie müssten überall mithalten können. Aber man sieht ja an Eva, der es auch schwerfiel, zu gehorchen.

Aber diskriminiert fühle ich mich nicht, weil ich als Frau nicht Priester werden darf – und dass Gleichgeschlechtliche ebenso wie Alleinlebende – neudeutsch: Singles – enthaltsam bzw. zölibatär leben sollen, wäre für die Apostel und die frühen Gläubigen nie in Frage gestellt worden. Gottes Wort sagt das in aller Liebe.

Ich habe lange in der Welt gelebt, aber das Leben in der Welt, in der man anscheinend alles ausleben darf, macht überhaupt nicht glücklich, vielleicht momenteweise, aber der „Fels“ fehlt komplett.

Das wird nur überdeckt durch die angebliche Buntheit und das Wegschieben, dass Leid und Tod zum Leben gehören. Und das Problem gibt es nicht erst, seitdem die katholische Kirche ins Strudeln geraten ist. Bei der evangelischen Kirche ist es trotz aller ihrer Liberalität noch schlimmer.

Der vollständige Name und die Anschrift von Jutta S. ist unserer Redaktion bekannt


Eritrea: Missionsschwester Yonanne wurde Generalsekretärin der Bischofskonferenz

Als Salomo König wurde, bat er den HERRN nicht um Reichtum und Macht, sondern um Weisheit und Einsicht, um das Volk Gottes zu führen“, erklärt Schwester Tsegereda Yonanne von den Comboni-Missionsschwestern nach ihrer Wahl zur Generalsekretärin der Bischofskonferenz von Eritrea.

„Ich bitte Gott um seine Weisheit, die Leitung und die Mitarbeiter des eritreischen katholischen Sekretariats (ErCS) zusammenzubringen, damit wir unseren Auftrag gut erfüllen können“, so Schwester Tsegereda.

Die erste Ordensfrau, die zur Leiterin des ERCS gewählt wurde, betont, dass ihre Priorität darin bestehen werde, im Namen der katholischen Kirche pastorale und soziale Aktivitäten für die gesamte eritreische Bevölkerung unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Alter durchzuführen.

Die Comboni-Missionsschwester trat ihr Amt im Sekretariat Anfang Juni 2021 an. Zuvor war sie fast fünf Jahre in der pastoralen Begleitung der katholischen Universitätsstudenten in Eritrea tätig. Außerdem war sie Ratsmitglied der Provinz der Comboni-Missionsschwestern in der Region.

Quelle: Fidesdienst


GOTT kleidet mich in die Gewänder des Heils

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jesaja 61,9-11.

So spricht der HERR: Die Nachkommen meines Volkes werden bei allen Nationen bekannt sein und ihre Kinder in allen Völkern.

Jeder, der sie sieht, wird erkennen: Das sind die Nachkommen, die der HERR gesegnet hat.
Von Herzen will ich mich freuen über den HERRN. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn ER kleidet mich in Gewänder des Heils.

ER hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.
Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der HERR, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern.

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Sorge um Einheit in der Katholischen Kirche: Schisma in Deutschland?

Vielen ist noch das Dubium an die Glaubenskongregation zur Frage nach der Erlaubtheit von Segnungen homosexueller Beziehungen in lebhafter Erinnerung. Der Vatikan verneinte diese Frage in einem Responsum und verbot solche Segnungen.

In ihrer Sorge um die Einheit der Kirche in Deutschland haben Katholiken aus dem Bistum Essen ein weiteres Dubium an die Glaubenskongregation gerichtet und darüber auch den Apostolischen Nuntius in Berlin sowie die Deutsche Bischofskonferenz informiert.

„Die aufkommenden Fragezeichen rund um viele Aspekte des katholischen Glaubens führen zunehmend zu einer Polarisierung in den Ortsgemeinden. Diese Unsicherheiten und Verwirrungen tragen das Potenzial einer Spaltung mit sich“, so die Begründung der Initiatoren für ihr Dubium an die Glaubenskongregation laut katholischem Internetportal Kath.net.

Eklatante Beispiele schismatischer Handlungen

Dieses hat heute den gesamten Worlaut des Dubium veröffentlicht, das Kathnews nachfolgend übernimmt. Die Frage, ob ein Schisma in Deutschland vorliegt, stützt sich auf fünf eklatante Akte des Ungehorsams und der Provokation gegenüber dem Papst – die Liste wäre noch um ein Vielfältiges zu ergänzen: die anhaltende Infragestellung der nur Männern vorbehaltenen Priesterweihe, die Anpassung der kirchlichen Sexualmoral an den modernen Zeitgeist, die Segnungen homosexueller Beziehungen, die verbotene Gottesdienstgemeinschaft und die Laienpredigt in der Eucharistiefeier.

Hier der Wortlaut des Dubium

Schisma ist die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Gliedern der Kirche (can. 751).

D U B I U M

  • Wenn auf dem Synodalen Weges in Deutschland die Forderung nach der Priesterweihe für Frauen erhoben wird und die Diskussion darüber weitergeht, obwohl Papst Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben Ordinatio sacerdotalis von 1994 erklärt hat, dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen zu Priestern zu weihen, diese Lehre mit der Offenbarung aufs Engste verbunden ist, zum Depositum fidei gehört und darum die endgültige Zustimmung der Gläubigen verlangt, weil die Lehre auf dem geschriebenen Wort gegründet ist und in der Überlieferung der Kirche von Anfang an beständig bewahrt und angewandt worden ist und vom ordentlichen und universalen Lehramt unfehlbar, definitiv und unveränderlich vorgetragen worden ist (vgl. Vatikanum II, Lumen gentium 25, 2);
  • auf dem Synodalen Weg in Deutschland des Weiteren die Veränderung und Anpassung der kirchlichen Sexualmoral vorangetrieben wird;
  • durch die Segnung homosexueller Paare gegen das ausdrückliche Verbot der Glaubenskongregation gehandelt und damit der Straftatbestand des can. 1371, 2° erfüllt worden ist;
  • wenn die auf dem Ökumenischen Kirchentag, der vom 13. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main stattgefunden hat, praktizierte Form der Interkommunion die Grenzen des can. 844 § 4 eindeutig überschritten hat und damit der Straftatbestand der verbotenen Gottesdienstgemeinschaft nach can. 1365 erfüllt worden ist;
  • Laien weiterhin demonstrativ das Predigtverbot in der Eucharistiefeier missachten, obwohl nach can. 767 § 1 die Homilie in der Eucharistiefeier den Priestern und Diakonen vorbehalten ist und nach einer authentischen Interpretation des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte vom 20.6.1987 (AAS 79 [1987] 1249) die Bischöfe von dieser Norm nicht dispensieren können, so dass kein Diözesanbischof einen Laien zur Homilie in der Eucharistiefeier beauftragen kann;

liegt dann ein Schisma im Sinne des can. 751 vor?

Bochum, 23.5.2021

Unterschriften der Initiatoren

Quelle: https://www.kathnews.de/sorge-um-die-einheit-in-der-katholischen-kirchen-in-deutschland


Warum die Ehe ein genialer Einfall Gottes ist

Zur Debatte um die Segnung homosexueller Partnerschaften

Cordula Mohr und Dominik Terhorst erinnern in ihren Leserbriefen in der MV (Münsterländischen Volkszeitung) mit Recht an die Glaubenslehre der katholischen Kirche über Ehe und Familie, aber auch an die allgemeine Schöpfungsordnung Gottes.

Die Ehe zwischen Adam und Eva wurde bereits im Paradies gestiftet und mit dem ersten Auftrag Gottes an die Menschen verbunden: „Wachset und mehret euch, erfüllet die Erde und macht sie euch untertan.“ – Die Ehe mit ihrer Ergänzung von Mann und Frau ist ein genialer Einfall des Schöpfers, um die Liebe und Treue der beiden Partner zu stärken und den Kindern in einer Familie Geborgenheit und „Nestwärme“ zu schenken.

Jesus hat die christliche Ehe sogar zu einem Sakrament erhoben und damit ihre Würde und Unauflöslichkeit bekräftigt. Deshalb ruht auf der Ehe ein besonderer Segen und eine Verheißung Gottes. Dies ist aber keineswegs der Fall bei einer homosexuellen Verbindung, zumal sie weder der schöpfungsgemässen Ergänzung noch der Weitergabe des Lebens dient.

Was von Gott nicht befürwortet wird, das kann auch die Kirche nicht segnen. Das gilt freilich nicht allein für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, sondern auch für alle anderen  – somit auch heterosexuellen – Intimbeziehungen außerhalb der Ehe.

Wenn Dechant Thomas Hüwe aus Rheine im MV-Bericht „Vielfalt der Lebensentwürfe feiern“ vom 21. Mai mit den Worten zitiert wird, es könne doch nicht sein, „dass Priester Gebäude oder Fahrzeuge segnen, aber nicht die vielfältigen Formen menschlicher Liebe“, dann sollte er auch erwähnen, dass der einzelne homosexuelle Gäubige sehr wohl gesegnet werden kann wie alle anderen Menschen auch.

Lediglich der konkrete Segen zugunsten einer gleichgeschlechtlichen Intimverbindung ist nicht möglich, weil die Kirche dazu von Gott keine Vollmacht erhalten hat.

Es kommt einer Willkürherrschaft gleich, wenn Zeitgeistliche sich nicht mehr an der biblischen Lehre orientieren, sondern am Beifall der Medien oder eigenen subjektiven Einfällen.

DIESER LESERBRIEF von Felizitas Küble wurde heute vollständig in der MV veröffentlicht


Proteste gegen staatliche Untätigkeit in Nigeria angesichts islamischer Terrorakte

Am 24. Mai gingen in Abuja hunderte Demonstranten auf die Straße und blockierten eine Autobahn der Bundeshauptstadt Nigerias, um gegen die zunehmenden Fälle von Entführungen zu protestieren, von denen jetzt alle Teile der Gesellschaft betroffen, auch die ärmsten Schichten.

Zu den Opfern der Entführungen zählen auch Priester und Ordensleute, zuletzt der siebzigjährige Pfarrer Joe Keke, der sich immer noch in den Händen der Entführer befindet.

Pfarrer Keke wurde am 20. Mai bei dem nächtlichen Angriff auf die Pfarrei St. Vincent Ferrer in Malunfashi zusammen mit Pater Alphonsus Bello gefangen genommen, dessen Leiche am nächsten Morgen gefunden wurde.

Mehrere führende Vertreter der katholischen Kirche bitten um mehr Sicherheit für die Bürger des Landes, während die Vereinigung katholischer Juristen die Regierung um einen Sicherheitsgipfel bitten, um das Problem der weit verbreiteten Unsicherheit anzugehen.

„Die Bürger verlieren das Vertrauen in die Regierung, weil sie ihrer verfassungsmäßigen Pflicht, das Leben und das Eigentum ihrer Bürger zu schützen, nicht nachkommt“, beklagt Bischof Stephen Dami Mamza.
Der Sprecher der Diözese Makurdi, Pfarrer Moses Iorapuu, kritisierte die „massive Verfolgungswelle“ im Land, insbesondere im Bundesstaat Benue, die zur Vertreibung christlicher Gemeinschaften führte.

Die Unfähigkeit der Behörden, radikale Muslime einzudämmen, während diese weiterhin töten, vergewaltigen, Häuser zerstören, Felder belagern und Menschen entführen, ist ein Beweis für die Mitschuld der Bundesbehörden. Unter den Tausenden, die von bewaffneten Nomaden ermordet wurden, befanden sich auch katholische Priester und Katecheten“, sagte der Pfarrer weiter.

Quelle: Fidesdienst


Umfrage zur Missbrauchsdebatte: Steht die katholische Kirche zu einseitig im Blickfeld?

Mehr Protestanten als Katholiken bestätigen dies

Vier von zehn Deutschen (39 Prozent) sind der Ansicht, dass die Debatte über Missbrauch in Deutschland zu einseitig auf die katholische Kirche bezogen wird. Dagegen sind 33 Prozent der Befragten gegenteiliger Ansicht; 22 Prozent geben an, nicht zu wissen, wie sie dies einschätzen sollen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts INSA, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.

Die Aussage, zu der die Teilnehmer Stellung beziehen sollten, lautete: „Die Debatte über Missbrauch wird in Deutschland zu einseitig auf die katholische Kirche gerichtet.

Von den katholischen Befragten stimmen 42 Prozent der Aussage zu. 28 Prozent teilen diese Haltung nicht; 25 Prozent der Katholiken antworteten mit „weiß nicht“.

Protestanten sind etwas häufiger der Meinung (44 Prozent), dass die Debatte über Missbrauch in Deutschland zu einseitig auf die katholische Kirche gerichtet werde. 35 Prozent sind gegenteiliger Ansicht.

Freikirchliche Befragte stimmen der Aussage am häufigsten zu (54 Prozent); nur 21 Prozent lehnen sie ab.

Bei den Konfessionslosen ist der Anteil derjenigen, die die Aussage ablehnen (38 Prozent), etwas höher als der Anteil derjenigen, die zustimmen (37 Prozent).

Quelle: Pressemeldung der DT – hier ihre Webpräsenz: www.die-tagespost.de.


Sexueller Missbrauch: Betroffene kritisieren mangelnde Aufarbeitung in der EKD

Medienberichten zufolge beschweren sich Betroffenen-Initiativen in der evangelischen Kirche zunehmend darüber, daß die öffentliche Debatte und Presseschlagzeilen sich fast ausschließlich mit der Missbrauchsthematik in der katholischen Kirche beschäftigen.

Dadurch würden Opfer, die sexuellen Missbrauch innerhalb des Protestantismus erlebten, nicht ausreichend ernst genommen, denn die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) fahre immer noch „im Windschatten“ der katholischen.

Nicht zuletzt aus diesem Grunde sei man in der katholischen Kirche stärker mit der Aufarbeitung vorangekommen.

Am 1. Mai 2021 hatte eine Angehörige des Betroffenenbeirats der EKD, Katharina Kracht, ihre Kritik an der mangelnden Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in evangelischen Landeskirchen erneuert. Die EKD müsse „aufhören, immer nur mit dem Finger auf die Katholiken zu zeigen“, sagte sie auf einer Online-Pressekonferenz.

Die katholische Kirche stehe zwar zu Recht in der Kritik, aber „die evangelische Kirche steht zu Unrecht nicht in der Kritik.“ – Bei der Aufarbeitung liege sie zudem weit zurück.

Von „schweren Vorwürfen“ des Betroffenenbeirats berichtet auch das offiziöse Portal „Evangelisch.de“:

„Rund ein halbes Jahr nach dem Start haben Mitglieder des Betroffenenbeirats der evangelischen Kirche eine mangelnde Beteiligung von Opfern in die Aufarbeitung von Missbrauch vorgeworfen. Betroffene würden nur unzureichend in Beratungen eingebunden, es fehle an Information und Partizipation, sagte Gremiumsmitglied Katharina Kracht.

Die EKD habe ihr Versprechen einer Aufarbeitung „auf Augenhöhe“ nicht eingehalten, beklagte sie.

Bild: Evita Gründler


Kenia: Bischöfe protestieren gegen Gender

Die Gender-Ideologie bedroht aus Sicht der Bischöfe in Kenia die Errungenschaften und Rechte der Frauen. Darauf weisen die katholischen Oberhirten in Berichten für die UNO hin und bekräftigen darin ihren Standpunkt:

Ja zum Schutz der Grundrechte aller Menschen, ohne Unterscheidung der sexuellen Orientierung, nein zur Förderung und Schaffung neuer Rechte auf der Grundlage von Ideologien, die die biologische sexuelle Differenz als veraltetes, kulturelles Vorurteil bestreiten.

Die Bischöfe legten ihre Berichte dem unabhängigen Experten der Vereinten Nationen für den Schutz vor Gewalt und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität (Sogi) vor. Der Hinweis bezieht sich auf einen aktuellen Sogi-Bericht, der bei der nächsten Sitzung des Menschenrechtsrates (Hrc) vom 21. Juni bis 9. Juli vorgestellt wird.

Die Bischöfe äußern „tiefe Besorgnis“ über den Inhalt des neuen Berichts, der, wie sie sagen, eine klare ideologische Ausrichtung „zugunsten der radikalsten Gender-Theorien und -Politik“ habe. Damit würden „die Grundlagen“ des Schutzes der Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen und Männern untergraben.

Insbesondere ziele Sogi „eindeutig darauf ab, fanatische Gender-Ideologien voranzutreiben, die versuchen, „jeden Unterschied zwischen Männern und Frauen auszulöschen und die hart erarbeiteten Errungenschaften im Bereich der Menschenrechte von Frauen und Mädchen zu untergraben“.

Die Verabschiedung einer Richtlinie zur Geschlechtsidentität, die bis zu 112 verschiedene Identitäten identifiziert hat, würde zu einer Fülle von Streitigkeiten unter den UN-Mitgliedsstaaten führen. Grund sei, dass letztlich jeder Einzelne aufgrund seines geschlechtlichen „Gefühls“ eine Rechtsverletzung beklagen könnte.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-03/kenia-aethiopien-bischoefe-gender-ideologie-bedrohung-uno-rechte.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE