Bochum: Dr. Moisei Boroda und Heide Riek erinnerten an die Opfer der Shoah

Von Felizitas Küble

Am Mittwoch, 23. Januar 2019, veranstaltete das „Zentrum für Stadtgeschichte“ in Bochum eine besinnliche und zugleich bewegende Lesung zweier Autoren zum Gedenken an die Opfer der Shoah. Die Leiterin, Dr. Ingrid Wölk, informierte in ihrem Eingangsreferat über die wesentlichen Fakten zu Auschwitz und der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Europa.

Die in Stettin geborene Lyrikerin Heide Riek (siehe Foto) machte mit ihrem im Jahre 2012 erschienenen Buch „Aber die Schatten…“ vertraut, aus dem sie einige Episoden vorlas. Die bewegende Biografie handelt von einem vor den Nazis in die USA geflüchteten Juden, der später in seine Heimatstadt Wien zurückkehrt und dort frühere Bekannte wiedersieht und alte Erinnerungen austauscht.

Zudem trug die Autorin einige ihrer Gedichte vor, teils auch an Goethe angelehnt, die sich mit den zwölf Schreckensjahren der deutschen Geschichte befassen und dabei die Perspektive der Opfer einnehmen.

Der Abend war umrahmt von Musikstücken des georgisch-deutschen Komponisten Dr. Moisei Boroda (siehe Foto). Der seit langem in Herne lebende Jude setzt sich besonders für die christlich-jüdische Verständigung ein.

Dazu gehört auch die Erinnerung an deutsche Judenretter und besonders an christliche Geistliche, die unter der NS-Herrschaft verfolgt oder ermordet wurden.

Der Musikwissenschaftler und Träger mehrerer Literaturpreise würdigt dabei vor allem die zahlreichen katholischen Priester, die als Blutzeugen ums Leben kamen, meist im KZ Dachau, in dem ca. 3000 Priester inhaftiert waren. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/11/26/muenster-juedischer-kuenstler-dr-mosei-boroda-wuerdigt-christliche-maertyrer-der-ns-diktatur/

Beim Gedenkabend in Bochum trug er seine literarische Erzählung „Die Antwort“ vor, die in das 15. Jahrhundert in Spanien zurückführt, als die Judenverfolgungen immer stärker zunahmen, zuletzt durch die Vertreibung der meisten Juden unter Königin Isabella.

FOTO: Der jüdische Komponist Dr. Boroda mit seiner christlichen Frau Sofia kurz nach der Veranstaltung in Bochum

In der Geschichte „Die Antwort“ geht es um die tragische Situation eines Rabbiners, der vom städtischen Herrscher vor die Wahl gestellt wird, entweder einen flüchtenden Judenchristen, der von der Inquisition gesucht wird, auszuliefern oder andernfalls für die Vertreibung aller Juden in der Stadt verantwortlich zu sein. Diese Qual der Wahl zerreißt dem gewissenhaften Rabbiner fast das Herz. Dem Jubel seiner geretteten Gemeinde kann er sich daher nicht ohne weiteres anschließen.

So führte der Abend die Besucher zum Nachdenken und verinnerlichte den Themenkreis Gewissen, Verantwortung und historisches Gedenken als Lernimpuls für die Zukunft.


Nigeria: Katholischer Priester Odudu starb an den Folgen seiner Geiselhaft

Ein katholischer Priester aus Nigeria starb vier Tage, nachdem er aus den Händen seiner Kipnapper entkommen konnte. Pfarrer Louis Odudu starb am 19. September in einem Krankenhaus in Warri im Bundesstaat Delta (Südnigeria).

Die direkten Todesursachen sind noch unklar, aber es wird vermutet, dass sie mit den Umständen der Entführung und Flucht des Priesters zusammenhängen.

Pfarrer Odudu wurde 1987 zum Priester geweiht und in die Diözese Warri inkardiniert; er arbeitete mehrere Jahre in Großbritannien. Der Priester war fünf Monate vor seiner Entführung nach Nigeria zurückgekehrt.

Zuvor war er stellv. Generalsekretär des bischöflichen Sekretariats von Nigeria.

Im Delta-Staat wurden in jüngster Vergangenheit mehrere Priester gekipnappt. Allein im Jahr 2018 wurden fünf katholische Geistliche Opfer von Entführungen mit dem Ziel der Lösegeld-Erpressung.

Quelle: Fidesdienst


Ukrainischer Weihbischof über die Krim-Krise

Verfolgung katholischer Priester auf der Krim

Seit dem Anschluß der Krim an Rußland fürchten die Einwohner der Halbinsel Versorgungsengpässe. Nach Informationen des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ kommt es auf der Krim bereits zu Hamsterkäufen; die Menschen versuchen, sich auf ein Leben ohne Strom und Gas einzustellen.  

Im Gespräch mit André Stiefenhofer von „Kirche in Not“ fürchtet der katholische Weihbischof der Großerzdiözese Kiew, Josyf Milan (siehe Foto),eine zunehmende Verschlechterung der Menschenrechtssituation in der Region:

Die Menschen auf der Krim bereiten sich auf harte Zeiten vor und Einwohner mit ukrainischen Wurzeln fürchten sich vor Vertreibung. Halten Sie diese Sorge für berechtigt?

Wenn ich die Meldungen in den Medien beobachte, kann ich das nur bestätigen. Die Gefahr, vertrieben zu werden, besteht aWeihbischof Josyf Milyan (c) KIRCHE IN NOTber nicht nur für Ukrainer, sondern auch für die Krim-Tataren, die während der Vorbereitung der Annexion eine pro-ukrainische Position einnahmen. Aus meiner Sicht tragen alle russischen Aktionen in der Krim-Krise ein klassisch stalinistisches Muster. Wir können darum erwarten, dass die Tataren das gleiche Schicksal erleiden wie schon zu Stalins Zeiten.

Könnte es auf der Krim zu Versorgungsengpässen kommen?

Natürlich besteht eine solche Gefahr für die Bevölkerung immer, wenn sie von ihrem bisherigen Staat und dessen Infrastruktur abgeschnitten wird. Ähnliche Zustände kennen wir aus Abchasien, als es 2008 von Georgien getrennt wurde.

Die Krim ist in ihrer Trinkwasser- und Stromversorgung von der Ukraine abhängig. Ich hoffe daher, dass die ukrainische Regierung vernünftig bleiben wird und die Bevölkerung der Krim keiner Gefahr aussetzt. Aus rechtlicher Sicht bin ich überzeugt, dass die Ukraine die Krim nie abgeben wird, weil es dafür überhaupt keinen legitimen Grund gibt.

Wir hören, dass an der russischen Grenze zur Ostukraine Panzer aufgefahren sind. Wie konkret ist die Gefahr weiterer Annexionen durch Russland?

Es ist alles möglich, weil auch keiner geglaubt hätte, dass sich Russland einfach so die Krim einverleiben würde. Doch diese ganze negative Entwicklung hängt nicht nur allein von Moskau ab. Sehr wichtig ist nun die Reaktion der internationalen Gemeinschaft, ihr Handeln ist in dieser Krise entscheidend.

Zu Sowjetzeiten wurde die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine verfolgt. Fürchten Sie, dass diese Verfolgung wieder beginnen könnte?
 
Wir fürchten uns nicht vor einer Verfolgung, sondern wir werden bereits wieder verfolgt! Drei unserer Priester wurden verhaftet, einer sogar von russischen Sicherheitskräften gefoltert.

Sie haben behauptet, er sei bewaffnet gewesen, aber das wurde nur von der Polizei so dargestellt. Ich bin entsetzt über den Propagandakrieg, der in den russischen Medien gegen uns geführt wird. Da werden unglaubliche Dinge über unsere Kirche behauptet, ich verstehe nicht, wie man so etwas glauben kann. Wir sehen im Moment keine vernünftige Lösung dieses Problems.

Quelle für Text und Foto: http://www.kirche-in-not.de/

WIKI-Biographie über Weihbischof Milan: http://de.wikipedia.org/wiki/Josyf_Milan


Deutschjüdischer Historiker: Linke Medien verharmlosen Kindesmißbrauch bei Grünen

Prof. Dr. Michael Wolffsohn plädiert für mehr Fairneß gegenüber der kath. Kirche

In einem Gastkommentar auf FOCUS-online vom heutigen MIttwoch, den 31. Juni, befaßt sich der prominente Geschichtswissenschaftler Prof. Dr. Michael Wolffsohn zeitgeistkritisch mit dem grünen Kindersex-Sumpf und dem „Weichspülen“ dieses Themas durch viele linksgerichtete Medien hierzulande.

Der deutsch-jüdische Historiker verweist zugleich auf die frappierende Doppelmoral, mit der oft genau jene Presseleute über die katholische Kirche herfallen, die sich bei Mißbrauchs-Skandalen in anderen Gruppierungen merklich zurückhalten, insbesondere beim grün-pädosexuellen Sumpf.

So schreibt der bekannte Publizist und Professor aus München klipp und klar:

Für die perversen Übergriffe katholischer Geistlicher fanden Volk, Volksmund, Medien und andere Meinungs(ver)“führer“ schnellstens eine Begründung: Das Eheverbot, Zölibat, die vermeintlich katholische Unkörperlichkeit wäre schuld. Diese Begründung war seit jeher geistiger Kurzsprung. Wie sonst kann man es sich erklären, dass eheerprobte evangelische und jüdische Geistliche sich sexueller Über- und Missgriffe vergleichbar schuldig machten?“

Im Gegensatz zu reißerischen Schlagzeilen in der Presse haben tatsächlich zahlreiche Psychologen, Opferschutz-Experten und Gerichtspsychiater in den letzten Jahren übereinstimmend darauf hingewiesen, daß zwischen Zölibat und Kindesmißbrauch keinerlei Zusammenhang besteht  – doch das ficht die meisten Medienleute nicht an.

Wie sagte doch schon das jüdische Physikgenie Albert Einstein: „Vorurteile sind schwerer zu zertrümmern als Atome.“

Prof. Wolffsohn stellt realistisch fest: „An der katholischen Geistlichkeit und ihrem vermeintlich oder tatsächlich reaktionären Image reiben sich Deutschlands öffentliche und veröffentlichte Meinung gerne und regelmäßig.

Ganz anders stehen freilich die Aktien, wenn Affären bei den Grünen auftreten, wenn insbesondere klar wird, daß es dort nicht „nur“ um Einzelfälle geht (wie z.B. bei der kath. Kirche), sondern um frühere programmatische Verirrungen, um eine schwerwiegende inhaltliche Desorientierung.

Wolffsohn erwähnt sodann die „relative Stille, manchmal Windstille“ bei „vergleichbaren Vergehen“ auf evangelischer oder grüner Seite  –  und fügt hinzu:

„Die besonders medial verbreitete Sanftheit lässt sich ganz banal erklären: Die große Mehrheit deutscher Medien ist grün-rot. Folglich lenkt die Mehrheit der Medienmacher Aufmerksamkeit und Zorn ihrer Verbraucher auf politische und gesellschaftliche Milieus, die nicht grün oder rot sind.“

Daher, so der Historiker, „bleiben zuerst und vor allem die Grünen verschont“, aber auch die inzwischen „grün-rote Evangelische Kirche“.

Das ist weder fair noch faktenorientiert; hierzu stellt Prof. Wolffsohn fest:Im Vergleich zu den katholischen Missbrauchsfällen bleiben die grünen, evangelischen und jüdischen weitgehend tabu oder erzeugen keinen vergleichbar großen öffentlichen Aufschrei.

Außerdem schreibt der Geschichtswissenschaftler: „Der zumindest einst zum Kindersex anfeuernde Rote Dany & Co wird von weiten Teilen der Presselandschaft geradezu mit Samthandschuhen gestreichelt.“

Dr. Wolffsohn fügt ironisch hinzu: „Es lebe die Partei, die Parteilichkeit. Grün muss Schwarz bestrafen und findet in vielen Medien willige Helfer.“

Er verweist sodann auf eine Studie über politische Neigungen von Journalisten und Medienschaffenden, wobei die Ergebnisse „eindeutig“ seien, nämlich folgende:

„Knapp 27% Prozent neigen zu den Grünen, 15,5% der SPD, 9% der CDU/CSU, 7,4% der FDP, 4,2% der Linken. Rund 36 neigen zu keiner Partei.“

Womit alles gesagt ist…

Webseite von Prof. Wolffsohn: http://www.wolffsohn.de/