Pilger-Wandern liegt weiter im Trend

„Der Luxus von morgen ist die Einfachheit“

Die Kirchen sollen dem wachsenden Wunsch nach Pilgerwanderungen mehr Beachtung schenken. Das forderte der Kulturmanager Christian Antz bei einem Empfang der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart am 21. Januar auf der Touristikmesse CMT in Stuttgart. FotoProfSchieser

Er bezeichnete die Kirchen als „Inhaber des christlichen Originals für spirituelles Wandern“. Wenn sie jedoch „mit offenem Mund nur zuschauen, wie die Pilger an ihnen vorbeiziehen, werden kirchenferne Veranstalter eigene Angebote für die Suchenden entwickeln“, mahnte Antz.

Ein langfristiger Trend zeige, dass sich die deutsche Gesellschaft „von einer Erlebnis- und Spaß- zu einer Sinn- und Geborgenheitsorientierung hin entwickelt“ habe: „Der Luxus von morgen wird die Einfachheit sein – und damit auch das Pilgern.“

Immer mehr Menschen suchten Gott-, Natur- und Ich-Erfahrungen oder wanderten als Freizeit- und Reisebeschäftigung. Weltweit seien jährlich 200 Millionen Pilger unterwegs.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Prof. Hans Schieser


Kalifornien: Katholische Kirche kaufte Glaskathedrale einer evang. Mega-Gemeinde

Crystal Cathedral umfaßt 3000 Sitzplätze

Während man hierzulande fast immer davon ausgeht, dass die katholische Kirche zu große und damit kostspiele Kirchengebäude aufgeben muss, geschah in Kalifornien das Gegenteil.

Das Bistum Orange erwarb für die stolze Summe von umgerechnet etwa 44 Millionen Euro (ohne Umbaukosten) eine riesige evangelikale Kirche, die als „Crystal Cathedral“ weltweit bekannt ist.

Die ursprünglichen Besitzer, die Reformierte Gemeinde mit etwa 10.000 Mitgliedern, waren zur Überraschung vieler Amerikaner mit angehäuften 55 Millionen Dollar Schulden pleite gegangen. Das Gotteshaus war auch einem Millionenpublikum durch regelmäßige Fernsehgottesdienste („Hour of power“) bekannt geworden.

Da die katholische Diözese ständig mehr Zulauf hat, war ohnehin eine größere Bischofskirche angedacht. Der Erwerb wäre deutlich schneller als ein Neubau, erkannte man und bewarb sich als Käufer.

Ende 2011 bekamen die Katholiken den Zuschlag, vor allem deshalb, weil so eine Verwendung für rein weltliche Zwecke verhindert werden konnte. Außerdem hatte man der evangelikalen Gemeinde auf deren Wunsch zugesagt, dass diese die Kirche in einer Übergangszeit bis Ende 2013 weiterhin nutzen dürfe. 

Ende Juni 2013 fand nun der erste katholische Gottesdienst in der imposanten Kirche statt. Für die Dauer eines weiteren Jahres sind noch einige liturgisch bedingte Umbauten vorgesehen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/11/10000-glasfenster-und-3000-sitzplatze.html

Wir haben über diese Glaskathedrale, die charismatische Mega-Gemeinde und den geplanten Verkauf vor zwei Jahren berichtet: https://charismatismus.wordpress.com/2011/12/01/us-charismatische-mega-gemeinde-stunde-der-kraft-ist-pleite/